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Apple bleibt wohl auf iPhone-Produktion in Indien angewiesen

Die globale Smartphone-Produktion steht heute vor zahlreichen Herausforderungen. Insbesondere Apple muss seine Lieferketten gegen geopolitische Risiken absichern. Die Abhängigkeit von der iPhone-Fertigung in Indien wird damit zum kritischen Faktor. Die aktuelle US-Handelspolitik erzeugt zusätzliche Unsicherheiten für Hersteller:innen wie Apple.

Indien als Rückgrat der Apple-Lieferkette

Die Fertigung und Montage von iPhones wurde nach den COVID-bedingten Unterbrechungen zunehmend nach Indien verlagert. Diese Strategie reduzierte die Abhängigkeit von China. Gleichzeitig diente sie als Absicherung gegen wechselhafte US-Tarifpolitik. Analyst:innen gehen davon aus, dass heute rund 20 Prozent aller iPhones aus Indien stammen. Ein Großteil dieser Geräte wird in die USA exportiert. Das geschätzte Liefervolumen beträgt etwa 40 Milliarden US-Dollar.

Handelspolitik als Unsicherheitsfaktor

Die jüngsten Ankündigungen möglicher Strafzölle auf Importe aus Indien sorgen für Unsicherheit. Laut Berichten der Analyst:innen von Evercore sind die Märkte an schwankende Tarifanpassungen zwar gewöhnt. Doch könnte eine Zollrate von 25 Prozent Apples Flexibilität am Markt erheblich einschränken. Durch umfangreiche Investitionen in Indien fehlt dem Unternehmen kurzfristig die Möglichkeit, seine Produktions- und Lieferketten umzustellen. Hohe Zölle auf indische Importe würden den Gewinn massiv belasten. Ob und wie Apple Mehrkosten an die Kund:innen weitergibt, bleibt unklar.

Fehlende kurzfristige Alternativen zur iPhone-Fertigung

Die Skalierung der iPhone-Endmontage in den USA ist aktuell kaum umsetzbar. Selbst bei sofortigem Aufbau von Fabriken und der Ausbildung von Fachpersonal würden weiterhin viele Komponenten importiert werden. Auch diese wären von Zöllen betroffen. Nach Verlagerungen aus China fehlt Apple aktuell eine weitere Ausweichoption für die Fertigung. Eine kurzfristige Anpassung der Lieferkette ist unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht möglich. Deshalb bleibt die Produktion in Indien vorerst alternativlos. Investoren bewerten Apples strategische Position dennoch weiterhin positiv.

Via: https://appleinsider.com
Titelbild: KI

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Michael Reimann

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