Apple könnte beim kommenden A21 Pro erstmals ein verbessertes 2‑nm‑Verfahren von TSMC einsetzen, während der reguläre A21 offenbar auf einem älteren Fertigungsknoten bleibt. Damit würde Apple die Chip-Strategie weiter zwischen Basis- und Pro‑Modellen unterscheiden.
Nach einem Bericht der Commercial Times plant Apple, den A21 Pro im kommenden Jahr auf TSMCs leicht verbessertem 2‑nm‑Prozess „N2P“ fertigen zu lassen. Qualcomm und MediaTek sollen dieses Verfahren bereits zuvor nutzen, um sich noch in diesem Jahr einen Vorsprung gegenüber Apple zu verschaffen. Mit dem Wechsel beim A21 Pro würde Apple diese Lücke wieder schließen.
Der Standard-A21, der voraussichtlich im Basismodell des iPhone 20 zum Einsatz kommt, soll hingegen beim bisherigen 2‑nm‑Verfahren „N2“ bleiben. Damit würde Apple den verbesserten Fertigungsprozess gezielt dem Pro‑Chip vorbehalten. Laut Bericht betrifft diese Unterscheidung nur die A21‑Generation; zum A22 wird keine konkrete Aufteilung zwischen Standard- und Pro‑Variante genannt.
Die Entscheidung hat offenbar vor allem wirtschaftliche Gründe. Wafer-Kosten steigen seit Jahren, gleichzeitig erschwert eine anhaltende Speicherknappheit es, die Gewinnspannen zu halten. Trotz seiner Größe muss Apple also genau abwägen, welche Produkte auf die jeweils modernsten Fertigungsprozesse umgestellt werden.
Nach aktuellem Stand soll der A21 auf TSMCs 2‑nm‑N2‑Knoten basieren, also auf demselben Verfahren, das auch für A20 und A20 Pro erwartet wird. Der A21 Pro würde sich mit dem N2P‑Prozess technologisch absetzen. Der Unterschied zwischen N2 und N2P fällt laut Bericht allerdings vergleichsweise gering aus: N2P soll bei gleicher Taktfrequenz nur rund fünf Prozent mehr Leistung liefern.
Für Nutzer:innen bedeutet das voraussichtlich keinen drastischen Leistungsabstand. Apple kann fehlende Prozessvorteile wie üblich über Verbesserungen an der Architektur ausgleichen. Der Bericht verweist hier auf den A19 Pro: Dessen vier Effizienzkerne sollen durch architektonische Optimierungen eine Leistungssteigerung von bis zu 29 Prozent bei identischer Leistungsaufnahme erreicht haben.
Der gleiche Bericht der Commercial Times zeichnet zudem einen Ausblick auf die weitere Roadmap. Demnach plant Apple, beim A22 Pro im Jahr 2028 erstmals auf einen 1,4‑nm‑Prozess von TSMC zu wechseln und damit erstmals unter die 2‑nm‑Marke zu gehen. Ob der reguläre A22 denselben Fertigungsknoten erhält, bleibt offen – der Bericht erwähnt nur die Pro‑Variante.
Unklar ist auch, ob bis dahin die Kosten für die verfeinerte Fertigung deutlich sinken. Möglich wäre, dass TSMCs 2‑nm‑N2P‑Prozess bis zur Einführung des A21 Pro ausgereifter und damit günstiger wird, was Apple mehr Spielraum für den Einsatz in größeren Stückzahlen geben könnte.
Die Commercial Times gilt allerdings nicht als durchgehend zuverlässig. Entsprechend sollten diese Informationen als Gerüchte betrachtet werden. Bestätigungen oder genauere Details zu Apples Chipplänen stehen noch aus.
Via: https://wccftech.com
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