AltStore PAL plant noch 2025 die Expansion in neue Märkte. Damit rückt die Idee alternativer App-Marktplätze für iOS-Nutzer:innen weltweit näher.
Die Entwickler:innen von AltStore, insbesondere Riley Testut, kündigten eine bedeutende Erweiterung des Angebots an: AltStore PAL soll noch im Laufe dieses Jahres in Japan, Brasilien und Australien starten. Für 2026 ist der Launch im Vereinigten Königreich geplant. Diese Entscheidung erfolgt als Reaktion auf regulatorische Veränderungen in diesen Regionen. Ihr als iOS-Nutzer:innen profitiert damit bald von mehr Möglichkeiten, Apps außerhalb des App Stores zu installieren – etwa Apps wie den Clipboard-Manager Clip.
Entwickler:innen, die ihre Apps über AltStore PAL in einem der neuen Märkte vertreiben möchten, können bereits jetzt die nötige Dokumentation einsehen. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass solche alternativen Marktplätze in absehbarer Zeit weltweit verfügbar sein werden. Jeder neue Markt bringt uns diesem Ziel ein Stück näher und fördert den offenen Zugang zu Software auf iOS-Geräten.
Der Umgang von Apple mit der App ICEBlock sorgt erneut für Diskussionen. ICEBlock ist eine App, die Nutzer:innen über Aktivitäten von Strafverfolgungsbehörden informiert, vergleichbar mit Funktionen in Apps wie Waze oder sogar Apples eigener Karten-App. Apple hat ICEBlock jedoch mit der Begründung entfernt, die App enthalte „anstößige Inhalte“. Entwickler Joshua Aaron wurde darüber in einer E-Mail informiert. Tatsächlich zeigt der Fall ICEBlock, dass Apples exklusives Vertriebsmodell für iOS-Apps eine Schwäche besitzt: Entwickler:innen können bei politisch heiklen Inhalten nicht auf die Schutzfunktion des App Stores zählen.
Gerade dieser Vorfall nährt die Zweifel an der Zuverlässigkeit des App Stores als einziger Vertriebsplattform. Apple betont stets das Thema Vertrauen gegenüber Nutzer:innen, zeigt aber aus Sicht vieler, dass das Unternehmen politischen Druck nicht standhält. Die Entfernung von ICEBlock illustriert, dass es wichtige Datenschutz-Apps nicht in den App Store schaffen, selbst wenn sie technisch notwendig wären. Sollte es außerhalb des App Stores – wie mit AltStore PAL – alternative Distributionsmöglichkeiten in den USA geben, wären Nutzer:innen nicht ausschließlich auf Apples Entscheidung angewiesen.
Riley Testut hat außerdem weitere Neuerungen rund um AltStore vorgestellt. AltStore erhält künftig Fediverse-Unterstützung und kann damit App-Updates und Nachrichten direkt über dezentrale Plattformen verteilen. Das Unternehmen wird zur Public Benefit Corporation umgewandelt und hat 6 Millionen US-Dollar (ca. 5,65 Millionen Euro) an frischem Kapital eingesammelt. Aus diesen Mitteln werden 500.000 US-Dollar (rund 470.000 Euro) eingesetzt, um unabhängige iOS-Fediverse-Apps wie Ivory, Phoenix und Tapestry zu fördern.
AltStore PAL baut die Möglichkeiten zur Alternative für iOS-App-Verteilung weiter aus und nimmt mit der Expansion in neue Regionen eine wichtige Rolle im internationalen App-Marktgeschehen ein.
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