Das Trackpad im MacBook gilt als eines der besten auf dem Markt – doch mit der App BetterTouchTool lässt es sich deutlich vielseitiger nutzen. Ein:e Power-User:in zeigt, wie sich darüber Tabs, Fenster, Lautstärke, Helligkeit und sogar das Mikrofon steuern lassen.
macOS bringt von Haus aus eine Reihe von Zwei- und Drei-Finger-Gesten mit, um etwa zwischen Spaces zu wechseln oder alle Fenster einer App anzuzeigen. Viele nützliche Funktionen bleiben aber hinter Tastenkürzeln und kleinen Bildschirm-Buttons versteckt. Hier setzt BetterTouchTool an: Die App erlaubt es, neue Gesten anzulegen, sie mit Aktionen zu verknüpfen und sogar mehrstufige Automationen zu bauen. Inzwischen bietet BetterTouchTool zudem einen Spotlight-ähnlichen Launcher und eine tiefe KI-Integration.
Besonders spannend ist die Möglichkeit, das Trackpad wie eine frei konfigurierbare Steuerfläche zu nutzen. Statt ständig zur Tastatur zu greifen oder nach Schaltflächen zu suchen, lassen sich etwa Browser-Tabs wechseln, Fenster anordnen oder das Mikrofon stummschalten – direkt mit einem Tippen oder Wischen auf dem Trackpad.
Die Einrichtung ist dabei relativ simpel: In der Seitenleiste von BetterTouchTool wird der Bereich „Trackpad“ gewählt, eine neue Geste hinzugefügt, die gewünschte Fingerbewegung festgelegt und anschließend eine Aktion zugewiesen. Danach folgt meist eine kurze Testphase, in der Empfindlichkeit und Auslösung angepasst werden, bis sich die Geste natürlich anfühlt. Laut Autor:in bietet BetterTouchTool hier ausreichend Feineinstellungen.
BetterTouchTool kostet in der Lifetime-Variante 25 US-Dollar, eine Standardlizenz für zwei Jahre liegt bei 15 US-Dollar. Alternativ ist die App über das Abo-Angebot Setapp von MacPaw verfügbar.
Eine der wichtigsten Gesten im beschriebenen Setup ist „TipTap“ mit zwei Fingern, um zwischen Tabs in Chrome oder Safari zu wechseln. Statt Strg+Tab auf der Tastatur zu nutzen, bleibt ein Finger auf dem Trackpad, während ein zweiter links oder rechts daneben tippt – je nachdem, ob zum vorherigen oder nächsten Tab gesprungen werden soll. Die Geste ist nur für die Browser eingestellt, um Konflikte mit anderen Apps zu vermeiden.
Ein vierfingriger Tap ersetzt die fehlende „Middle-Click“-Funktion des Trackpads: Links werden damit im Hintergrund geöffnet, Tabs lassen sich so auch schließen, wenn der Zeiger über ihnen steht. Entwickler folivora.ai bietet zudem ein Preset, das einen gedrückten Mittelklick simuliert, solange mindestens ein Finger auf dem Trackpad liegt – praktisch etwa zum Pannen und Zoomen in CAD- oder Bildbearbeitungs-Software.
Für das Fenstermanagement kommt eine dreifache Drei-Finger-Tap-Geste zum Einsatz, die kontextabhängig arbeitet: Je nachdem, an welcher Fensterkante sich der Mauszeiger befindet, wird das aktive Fenster nach links, rechts, oben oder unten gekachelt. In Fenstermitte ausgeführt, maximiert dieselbe Geste das Fenster. So lassen sich Position und Größe mit nur einem Muster steuern. Allerdings kann dies mit der systemweiten Drei-Finger-Zieh-Geste von macOS kollidieren.
Zusätzlich wird der Rand des Trackpads zur Kontrollleiste umfunktioniert: BetterTouchTool erkennt Ein- oder Zwei-Finger-Wischgesten entlang der Kanten. Zwei Finger von der linken Kante nach oben erhöhen die Lautstärke, von rechts nach links wird sie gesenkt. Ein Wisch von der oberen linken Ecke nach rechts erhöht die Displayhelligkeit, von rechts nach links wird sie reduziert. In Video-Calls über Google Meet oder Zoom lassen sich so unauffällig Lautstärke und Helligkeit anpassen.
Für Konferenzen ist außerdem eine Vier-Finger-Zoom-Geste (Pinch) eingerichtet, die das Mikrofon des Mac systemweit stumm- oder laut schaltet – unabhängig davon, ob Zoom, Google Meet oder Microsoft Teams genutzt wird. Da die Meeting-Apps das Symbol dabei möglicherweise nicht ändern, liefert BetterTouchTool eine eigene visuelle Rückmeldung.
Schließlich sorgt ein Fünf-Finger-Tap dafür, dass die aktuelle App in den Vollbildmodus wechselt; dieselbe Geste holt sie wieder heraus. Das ersetzt sowohl die kleine grüne Schaltfläche im Fensterrahmen als auch den Tastaturbefehl Ctrl–Cmd–F.
Mit BetterTouchTool lassen sich schnell sehr viele Gesten anlegen. Die Erfahrung aus dem Praxisbericht: Eine überschaubare Anzahl gut gewählter Aktionen funktioniert am besten. Entscheidend ist, wiederkehrende Aufgaben zu identifizieren und dafür gezielt Gesten zu definieren – und diese zunächst einzeln in den eigenen Arbeitsablauf zu integrieren, bevor weitere hinzukommen.
Weitere Tipps für einen produktiveren Mac-Alltag bietet Cult of Mac in ergänzenden Artikeln zu alternativen macOS-Apps und empfehlenswerten Tools, darunter eine Auswahl kostenloser Programme, die jeweils zuerst installiert werden.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: cultofmac.com
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