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40 Millionen Menschen nutzen ChatGPT täglich für Gesundheitsfragen

OpenAI meldet: Weltweit wenden sich täglich rund 40 Millionen Menschen mit Gesundheitsfragen an ChatGPT. Was vor wenigen Jahren noch ungewöhnlich gewirkt hätte, erscheint heute fast folgerichtig.

ChatGPT als digitale Gesundheitsbegleitung

OpenAI beschreibt den eigenen Chatbot als Verbündeten im Gesundheitsbereich. Nutzende fragen demnach regelmäßig nach Symptomen, Medikamenten, Behandlungsmöglichkeiten und nach Orientierung in oft überlasteten Gesundheitssystemen.

Laut Bericht sind mehr als fünf Prozent aller ChatGPT-Eingaben gesundheitsbezogen. Von den wöchentlich rund 800 Millionen Nutzenden  stellen etwa 200 Millionen mindestens eine medizinische Frage pro Woche.

Häufig geht es darum, ob ein Kopfschmerz ernst ist, was eine komplizierte Diagnose genau bedeutet oder ob eine neue Verschreibung so starke Müdigkeit auslösen darf. Viele Menschen wenden sich damit heute an ChatGPT – Anfragen, die früher häufig an Suchmaschinen wie Google gingen.

Wie Menschen in den USA KI für Gesundheit nutzen

Für den Bericht hat OpenAI 1.042 erwachsene Personen in den USA befragt, die in den vergangenen drei Monaten KI für Gesundheitszwecke genutzt haben. Ziel war es zu verstehen, wie Chatbots in diesem Bereich konkret eingesetzt werden.

55 Prozent der Befragten nutzten KI, um „Symptome zu prüfen oder zu erkunden“. 52 Prozent stellten Gesundheitsfragen „zu jeder Tageszeit“. 48 Prozent verwendeten einen Chatbot zum „Verstehen medizinischer Begriffe oder Anweisungen“, und 44 Prozent zur „Information über Behandlungsoptionen“.

OpenAI sieht darin Hinweise darauf, „wie Amerikaner:innen KI für die Orientierung im Gesundheitswesen nutzen: Informationen ordnen, Fachsprache übersetzen und Entwürfe erstellen, die sie überprüfen können“.

Als Beispiel nennt das Unternehmen Ayrin Santoso aus San Francisco. Sie nutzte ChatGPT, um eine dringende Behandlung für ihre Mutter in Indonesien zu koordinieren, nachdem diese plötzlich Sehprobleme entwickelt hatte, die die Familie zunächst nur als Ermüdung einstufte.

Nach Angaben von OpenAI gab Santoso Symptome, frühere Ratschläge und den Kontext ein und erhielt von ChatGPT den klaren Hinweis, dass es sich um eine hypertensive Krise mit möglichem Schlaganfall handeln könne. In der Folge kam Santosos Mutter in Indonesien ins Krankenhaus und hat laut Bericht inzwischen „95 Prozent ihres Sehvermögens im betroffenen Auge“ zurückerlangt.

Chancen und Risiken der KI-Sprechstunde

OpenAI argumentiert, dass KI insbesondere außerhalb von Praxiszeiten helfen könne, wenn Ärzt:innen schwer erreichbar sind. Gerade bei unübersichtlichen Gesundheitsinformationen klingt das plausibel, birgt aber erhebliche Risiken, wenn Nutzende den Antworten blind vertrauen.

Ein Chatbot ersetzt keine ärztliche Diagnose. Er kennt keine vollständige Krankengeschichte und kann weiterhin relevante Fehler machen. OpenAI betont, mit Krankenhäusern und Forschenden an besserer Genauigkeit und Sicherheit zu arbeiten. Gleichzeitig zeigt die Zahl, dass viele Menschen KI bereits fest in ihren Gesundheitsalltag integriert haben.

Die Marke von 40 Millionen täglichen Nutzer:innen ist ein deutliches Signal. Zugleich sollte man nicht vergessen, dass Menschen seit über einem Jahrzehnt Technologie wie Google für Gesundheitsrecherchen verwenden.

Früher führten dabei oft seriöse Gesundheitsportale wie der britische Gesundheitsdienst NHS oder WebMD die Trefflisten an. Heute sorgen KI-Zusammenfassungen für zusätzliche Unsicherheit – erst recht bei eigenständigen KI-Chatbots wie ChatGPT, die auch falsche oder absurde Informationen erzeugen können.

Viele sehen in KI ein praktisches Werkzeug für schnelle Hinweise zu Gesundheitsfragen, besonders in Ländern wie den USA, wo ein Arztbesuch bei leichter Hautreizung Geld kostet. Die entscheidende Frage bleibt: Woher wisst Ihr, dass es wirklich nur eine leichte Reizung ist – und vertraut Ihr ChatGPT genug, um dieses Risiko einzugehen?

Via: https://www.techradar.com

Bild Gemini KI

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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