Vor genau 20 Jahren hat Apple das erste MacBook Pro vorgestellt. Seitdem hat sich das Profi‑Notebook mehrfach grundlegend gewandelt – technisch wie auch im Design.
Am 10. Januar 2006 präsentierte Steve Jobs das MacBook Pro als „One more thing“ zum Ende seiner Macworld-Keynote in San Francisco. Es markierte den Beginn der Intel‑Ära bei Apples Notebooks und trat die Nachfolge des PowerBook an.
Das ursprüngliche MacBook Pro erschien in zwei Ausführungen, beide mit einem 15,4‑Zoll‑Breitbilddisplay und einer Auflösung von 1.440 × 900 Pixeln. Das Einstiegsmodell kostete 1.999 US‑Dollar (rund 1.840 Euro) und bot einen 1,67‑GHz‑Core‑Duo‑Prozessor, 512 MB 667‑MHz‑DDR2‑Arbeitsspeicher und eine 80‑GB‑Festplatte. Die teurere Variante für 2.499 US‑Dollar (rund 2.300 Euro) setzte auf einen 1,83‑GHz‑Core‑Duo‑Prozessor, 1 GB RAM und eine 100‑GB‑Festplatte.
Als das MacBook Pro rund einen Monat später tatsächlich ausgeliefert wurde, hatte Apple die Ausstattung bereits nachgebessert. Im Basismodell kam nun ein Core‑Duo‑Chip mit 1,83 GHz zum Einsatz, in der höherwertigen Konfiguration lief ein 2,0‑GHz‑Core‑Duo. Zusätzlich bot Apple eine Build‑to‑Order‑Option mit 2,16‑GHz‑Prozessor an.
In den folgenden zwei Jahrzehnten hat das MacBook Pro zahlreiche Neuerungen übernommen. Dazu gehören eine integrierte Webcam, der magnetische MagSafe‑Stromanschluss, das Aluminium‑Unibody‑Gehäuse und hochauflösende Retina‑Displays. Schritt für Schritt entwickelte sich das Gerät zu einem klar auf professionelle Nutzer:innen ausgerichteten Arbeitswerkzeug.
Nicht jede Veränderung kam allerdings gut an. Die berührungsempfindliche Touch‑Leiste anstelle klassischer Funktionstasten stieß auf gemischte Reaktionen. Noch problematischer war die Butterfly‑Tastatur: Der flache Mechanismus erwies sich als störanfällig, was ein umfangreiches Reparaturprogramm und mehrere Sammelklagen nach sich zog.
Im Jahr 2020 war das 13‑Zoll‑MacBook‑Pro eines von drei Apple‑Produkten, die als erste den M1‑Chip erhielten – neben dem MacBook Air und dem Mac mini. Damit leitete Apple einen grundlegenden Plattformwechsel ein: weg von Intel‑Prozessoren hin zu eigenen Apple‑Silicon‑Chips.
Durch diesen Schritt musste sich Apple nicht mehr am Veröffentlichungsrhythmus von Intel orientieren. Gleichzeitig konnte der Konzern die Verzahnung von Hard‑ und Software weiter ausbauen. Das führte zu deutlichen Verbesserungen bei Leistung und Energieeffizienz.
Mit Blick in die Zukunft deuten aktuelle Gerüchte auf die nächste größere Zäsur beim MacBook Pro hin. Für die höherwertigen Modelle wird ein umfassendes Redesign erwartet, mit OLED‑Displays, Unterstützung für Touch‑Eingaben und möglicherweise einer ausschnittartigen Anzeige im Stil der dynamischen Insel des iPhone, geplant für Ende 2026 oder Anfang 2027.
Apple soll zudem an dünneren und leichteren Gehäusen arbeiten, um die leistungsstärksten Notebooks des Unternehmens noch mobiler zu machen. Damit dürfte das MacBook Pro auch nach 20 Jahren ein zentraler Bestandteil im Mac‑Portfolio bleiben.
Via: https://www.macrumors.com
Titelbild: Screenshot
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