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Editor’s BlogNewsKI

Wie rechte Politik Digitalisierung behindert und Arbeitsplätze vernichtet

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Deutschland muss die Digitalisierung von Verwaltung und Alltag massiv beschleunigen. Rechte Parteien erzeugen ein negatives Framing und vernichten so Arbeitsplätze.

Wir reden hier auf Apfeltalk oft über die schönen Seiten der Technik. Über neue iPhones, über die Visionen von Apple, über Smart Homes und wie KI unseren Alltag erleichtern kann. Wir beschweren uns – völlig zu Recht – über Funklöcher, langsame Behörden und das Faxgerät, das in deutschen Amtsstuben scheinbar unsterblich ist. Alle fordern Tempo. Wir fordern Zukunft. Doch während wir uns über das schleppende Tempo der Digitalisierung in Deutschland ärgern, braut sich am politischen Horizont eine Gefahr zusammen, die nicht nur auf die Bremse treten, sondern den Rückwärtsgang einlegen will. Es geht um die AfD. Wer glaubt, diese Partei sei lediglich ein Problem für die politische Kultur oder den sozialen Frieden, der irrt gewaltig. Ein Blick auf die wirtschaftspolitischen Forderungen und die Warnungen führender Verbände zeigt: Die AfD ist der natürliche Feind der deutschen Digitalwirtschaft – und damit eine direkte Bedrohung für unseren Wohlstand und unsere Arbeitsplätze.

Wohlstandsverlust ohne Digitalisierung

Der Digitalverband Bitkom hat es jüngst in einer Deutlichkeit formuliert, die man von Wirtschaftsverbänden sonst selten hört. Die Positionen der AfD sind Gift für den Standort Deutschland. Wir leben in einer Zeit, in der Daten, Dienstleistungen und Talente global zirkulieren. Ein iPhone wird in Kalifornien entwickelt, nutzt Chips aus Taiwan, wird in China gefertigt und in Deutschland verkauft, während die Software-Updates aus weltweiten Serverfarmen kommen. Digitalisierung kennt keine Landesgrenzen. Die AfD hingegen kennt fast nur Grenzen. Ihre Forderung nach einer Rückabwicklung der europäischen Integration, die ständige Koketterie mit einem „Dexit“ und die Abschottung gegenüber qualifizierter Zuwanderung sind das genaue Gegenteil dessen, was eine moderne Digitalökonomie zum Atmen braucht.

Die deutsche Wirtschaft steht an einem Kipppunkt. Wir haben den Anschluss in vielen Bereichen der Plattformökonomie bereits an die USA und China verloren. Was uns bleibt, ist die Digitalisierung unserer starken Industrie – Industrie 4.0, vernetzte Mobilität, KI-Anwendungen im Mittelstand. Genau hier entscheidet sich, ob Deutschland in zehn Jahren noch ein reiches Land ist. Und genau hier sägt die AfD am Ast, auf dem wir alle sitzen. Es ist nicht nur eine ideologische Frage, es ist eine existenzielle wirtschaftliche Frage. Wenn wir zulassen, dass nationalistische Romantik die harte Realität der globalen Märkte verdrängt, entstehen nicht nur keine neuen Tech-Giganten, wir verlieren auch unsere traditionellen Stärken .

Der teure Irrweg: „Analoge Alternativen“ statt digitaler Effizienz

Ein besonders perfider Punkt im Programm und in der Rhetorik der Rechtsaußen-Partei ist die Forderung nach dem Erhalt „analoger Alternativen“. Das klingt im ersten Moment bürgernah: Die Oma soll ihr Bahnticket doch bitte weiter am Schalter kaufen können, und niemand soll gezwungen werden, eine App zu nutzen. Doch wirtschaftlich und strukturell ist diese Denkweise verheerend. Digitalisierung bedeutet im Kern Prozessoptimierung, Skalierbarkeit und Effizienzsteigerung. Wenn wir gesetzlich festschreiben, dass jeder digitale Prozess zwingend eine analoge, meist papierbasierte Entsprechung haben muss, zementieren wir die Ineffizienz.

Doppelstrukturen

Wir schaffen damit teure Doppelstrukturen, die Ressourcen binden, die wir nicht haben. Anstatt Verwaltungsabläufe radikal zu automatisieren und damit schneller und günstiger zu machen, müssten Unternehmen und Behörden Personal vorhalten, um Akten zu wälzen, die längst Datenbankeinträge sein sollten. Das hemmt Innovationen massiv. Ein Start-up oder ein mittelständisches Unternehmen, das gezwungen wird, Prozesse analog vorzuhalten, verliert seinen Geschwindigkeitsvorteil. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst hat zurecht darauf hingewiesen, dass wir in Deutschland bereits jetzt unter einem massiven Bürokratie-Burnout leiden. Die AfD will diese Bürokratie nicht abbauen – sie will sie durch ihren Kulturkampf gegen die Moderne faktisch konservieren.

Diese Rückwärtsgewandtheit verhindert die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Während andere Nationen Milliarden in KI-Infrastruktur und rein digitale Verwaltungswege („Digital First„) investieren, diskutieren wir dank solcher politischer Strömungen darüber, ob das Bargeld und der Papierantrag Verfassungsrang haben sollten. Das ist keine Wirtschaftspolitik, das ist Museumspflege. Wer heute analoge Hürden aufbaut, sorgt dafür, dass deutsche Unternehmen morgen nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Und ein Unternehmen, das nicht wettbewerbsfähig ist, investiert nicht, wächst nicht – und stellt niemanden ein. Im Gegenteil: Es baut ab. Die Forderung nach einer analogen Parallelwelt ist nichts anderes als ein staatlich verordnetes Investitionsprogramm in die Vergangenheit, finanziert durch die Verluste der Zukunft. Die Digitalisierung muss beschleunigt werden, nicht durch nostalgische Bremsklötze behindert werden. Jede analoge „Alternative“, die wir künstlich am Leben erhalten, ist ein Sargnagel für die digitale Transformation, die wir so dringend benötigen, um unseren Lebensstandard zu halten.

Fachkräftemangel und Abschottung: Wie Hass Arbeitsplätze vernichtet

Kommen wir zum vielleicht kritischsten Punkt: den Menschen. Die deutsche Digitalwirtschaft leidet unter einem dramatischen Fachkräftemangel. Es fehlen aktuell weit über 100.000 IT-Experten. Diese Stellen können nicht allein durch den heimischen Nachwuchs besetzt werden, selbst wenn wir Informatik ab der ersten Klasse unterrichten würden. Wir brauchen Zuwanderung. Wir brauchen die besten Köpfe aus Indien, aus Osteuropa, aus Südamerika, aus der ganzen Welt. Diese Menschen können sich aussuchen, wo sie arbeiten. Sie gehen nach Kanada, in die USA, nach Großbritannien oder in die Niederlande. Warum sollten sie nach Deutschland kommen, wenn hier eine Partei an Macht gewinnt, die Menschen mit Migrationshintergrund pauschal verunglimpft und eine Atmosphäre der Angst schafft?

Unternehmer warnen eindringlich: Wenn die Rechten stärker werden, wird Deutschland als Standort für internationale Talente verbrannt. Das ist keine theoretische Gefahr, das ist bereits Realität in vielen Einstellungsgesprächen. Ein Software-Ingenieur aus Bangalore zieht nicht mit seiner Familie nach Sachsen oder Thüringen, wenn er Sorge haben muss, dass seine Kinder auf dem Schulweg angefeindet werden. Ohne diese Fachkräfte können deutsche Unternehmen ihre Projekte nicht umsetzen. Software wird nicht geschrieben, Systeme werden nicht gewartet, Innovationen bleiben liegen.

Fachkräfte meiden Deutschland

Und hier schließt sich der Kreis zur Arbeitslosigkeit: Wenn ein Mittelständler seine Digitalisierungsprojekte nicht umsetzen kann, weil ihm die IT-Spezialisten fehlen, verliert er den Anschluss an den Weltmarkt. Wenn der deutsche Maschinenbauer keine smarten Services für seine Anlagen entwickeln kann, kauft der Kunde in China oder den USA. Die Folge sind Umsatzeinbrüche und Insolvenzen. Und wenn der Maschinenbauer pleitegeht, verlieren nicht nur die (fehlenden) IT-Experten ihren Job, sondern auch der Buchhalter, der Lagerist, die Vertrieblerin und der Hausmeister. Die Politik der AfD macht Menschen arbeitslos. Sie gefährdet ganz konkret die Jobs derer, die sie vorgibt zu schützen. Wer glaubt, durch Abschottung deutsche Arbeitsplätze zu sichern, hat die Mechanismen einer vernetzten Welt nicht verstanden. Isolation führt in einer exportorientierten Digitalökonomie direkt in den Niedergang. Wir sehen in Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft und Warnungen aus dem Handelsblatt, dass der „Standortrisiko“-Faktor AfD Investoren abschreckt. Wo nicht investiert wird, entstehen keine Jobs – dort verschwinden sie.

Der „Dexit“ als wirtschaftlicher Selbstmord

Neben der Personalfrage ist die europäische Frage entscheidend. Rechtsaußen liebäugelt offen mit einem Austritt aus der Europäischen Union oder zumindest einer massiven Rückabwicklung der Integration. Für die Digitalwirtschaft wäre das der Super-GAU. Digitale Geschäftsmodelle basieren auf Skalierung. Ein Start-up aus Berlin will nicht nur den deutschen Markt bedienen, sondern sofort den europäischen Binnenmarkt. Einheitliche Datenschutzregeln (trotz aller Kritik an der DSGVO ist Harmonisierung besser als Flickenteppich), freier Datenverkehr, keine Zölle, keine Währungsschwankungen – das ist das Fundament unseres Wohlstands.

Ein „Dexit“, wie ihn Teile der Wohlstandsfeinde fordern, würde Mauern hochziehen, wo wir Brücken brauchen. Wir haben beim Brexit gesehen, wie schädlich das für die britische Wirtschaft war – und Großbritannien war nie so tief in die kontinentale Lieferkette integriert wie Deutschland. Für die Digitalbranche würde ein EU-Austritt bedeuten: Wir wären isoliert. US-Konzerne würden einen Bogen um uns machen, weil der deutsche Markt allein im Vergleich zum Rest der EU zu kompliziert und zu klein wird. Deutsche Unternehmen müssten sich mit bürokratischen Hürden herumschlagen, um ihre Software in Frankreich oder Italien zu verkaufen.

Die Folgen wären verheerend: Kapitalflucht. Investoren, die Risiken scheuen, würden ihr Geld aus Deutschland abziehen. Wir sehen bereits jetzt, dass die politische Unsicherheit und das Erstarken der Ränder dazu führen, dass internationale Geldgeber vorsichtiger werden. Kapital ist ein scheues Reh, und digitales Risikokapital ist noch scheuer. Wenn der Geldhahn zugedreht wird, sterben Innovationen. Und wieder ist das Ergebnis: Arbeitsplatzverlust. Es ist eine zynische Ironie, dass die AfD oft von den „kleinen Leuten“ gewählt wird, deren Jobs am stärksten gefährdet sind, wenn die deutsche Export- und Innovationsmaschine ins Stottern gerät. Die Rückkehr zur D-Mark oder nationale Alleingänge in der Handelspolitik würden die Kosten für Import-Hardware massiv erhöhen und unsere Exportchancen für digitale Dienstleistungen vernichten. Es ist, als würde man sich selbst die Beine amputieren, um schneller rennen zu können.

Fazit: Es geht um mehr als Politik – es geht um unsere Substanz

Die Analysen von FAZ, Zeit, Handelsblatt und FR zeichnen ein eindeutiges Bild. Es gibt keinen „patriotischen“ Wirtschaftskurs der AfD, der funktioniert. Es gibt nur ein Szenario der Verarmung. Die Digitalisierung ist der einzige Weg, wie Deutschland seinen Wohlstand, seine Sozialsysteme und seine Lebensqualität im 21. Jahrhundert sichern kann. Wir müssen schneller werden, offener, mutiger.

Rechtsaußen steht für das Gegenteil: Verlangsamung durch analoge Nostalgie, Abschottung durch Fremdenfeindlichkeit und Kleinstaaterei durch EU-Feindlichkeit. Wer die Digitalisierung will, wer möchte, dass Deutschland auch in 20 Jahren noch ein relevanter Industriestandort ist, der muss sich dieser Politik entgegenstellen. Nicht nur aus moralischen Gründen, sondern aus knallhartem wirtschaftlichen Eigeninteresse. Die AfD macht uns nicht stark. Sie macht uns arm, langsam und im schlimmsten Fall: arbeitslos. Wir bei Apfeltalk lieben Technologie, weil sie Fortschritt bedeutet. Lassen wir nicht zu, dass politische Geisterfahrer diesen Fortschritt gegen die Wand fahren.

Bild Gemini KI

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Tags: Analoge Alternativen, Dexit Folgen, Innovationsbremse, Wirtschaftsschaden, Zukunftsfähigkeit, Digitalstandort Deutschland, Fachkräftemangel IT, Bitkom Warnung, Standortrisiko, Arbeitsplätze in Gefahr

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