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Die WWDC – Worldwide Developers Conference – ist die von Apple jährlich veranstaltete Entwicklerkonferenz und damit wird auch sofort klar, auf welchem Bereich das Hauptaugenmerk liegt: Die Software. Vor versammelter Entwicklergemeinde präsentiert Apple gerne die neuesten Versionen von OS X und iOS und stellt die neuen Funktionen anschließend in verschiedenen Sessions auf der WWDC im Detail vor. Immerhin möchte man ja, dass zum Release der Betriebssysteme bereits viele Apps mit den kommenden Systemen kompatibel sind und die neuesten Funktionen nutzen. Apple veröffentlicht nach der WWDC in der Regel auch erste Betaversionen der neuen Betriebssysteme für Teilnehmer des kostenpflichtigen Developer-Programms. Aufgrund der Plakate, die Apple in den vergangenen Tagen im Moscone West Center, dem Veranstaltungsort in San Francisco, aufgehängt hat, gilt es quasi als bestätigt, dass uns morgen erste offizielle Informationen zu iOS 8 und OS X 10.10 erwarten werden. Gänzlich ohne Hardware-Vorstellungen wird auch diese WWDC aber vermutlich nicht auskommen. Eine Analyse dazu, welche Macs & Co. am Montag ab 19 Uhr einen Auftritt auf der Bühne haben könnten, haben wir gestern veröffentlicht. Nun aber zur Software.[prbreak][/prbreak]
iOS 8
Allgemeines
Nach den umfassenden Änderungen in iOS 7 wird Apple mit iOS 8 vermutlich etwas kleinere Brötchen backen. Das neue Design hat sich im Großen und Ganzen bewährt und wurde zuletzt nur noch im Detail optimiert. Nun geht es darum, die Funktionen weiter zu perfektionieren. Welche Änderungen in den letzten Wochen und Monaten ihr Unwesen in der Gerüchteküche getrieben haben und relativ wahrscheinlich umgesetzt werden könnten, haben wir nocheinmal für euch zusammengefasst.
Healthbook
Apple hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Experten im Gesundheitsgebiet eingestellt und es ist quasi nur eine Frage der Zeit, bis entsprechende Produkte im Hard- und Softwarebereich veröffentlicht werden. Eine der größten Änderungen in iOS 8 dürfte damit die Aufnahme der App Healthbook sein, die eine Art digitaler Gesundheitsassistent darstellen soll. Healthbook wird verschiedene Gesundheitsinformationen verarbeiten und speichern können, die teilweise direkt über verschiedene Sensoren im iPhone gemessen werden sollen. Weitere Daten werden angeblich über Peripheriegeräte ihren Weg in die App finden – auch die kolportierte iWatch soll hier eine maßgebliche Rolle spielen. Wie 9to5Mac exklusiv im März berichtete, enthält die recht bunt gestaltete App verschiedenen Karten, die jeweils eine Funktion der App symbolisieren.
Diese Funktionen von Healthbook umfassen Blutbild, Herzfrequenz, Hydration (Flüssigkeit im Körper), Blutdruck, Aktivität (Schrittzähler), Ernährung, Blutzucker, Schlaf, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Gewicht. Eine Notfallkarte enthält außerdem wichtige Informationen über den iPhone-Nutzer wie Name, Geburtstag, medikamentöse Behandlung, Gewicht, Augenfarbe, Blutgruppe, ob die Person Organspender ist und den Wohnort.
Verbesserte iCloud-Unterstützung mit Vorschau und TextEdit
Gerade was die Verwaltung von Dateien angeht, ist die iCloud vielen ein Dorn im Auge. Ein direkter Zugriff auf die gespeicherten Daten ist nicht vorgesehen, lediglich über entsprechende Apps können sie geöffnet und bearbeitet werden. Die Folge davon: Unter iOS hat man etwa keinen Zugriff auf Dokumente, die am Mac mit TextEdit oder Vorschau in der Wolke gespeichert wurden. Dies könnte sich mit iOS 8 ändern. Apple plant angeblich iOS-Versionen von TextEdit und Vorschau, um Dokumente in der iCloud öffnen zu können. Wie genau die Implementierung aussehen wird, ist jedoch nicht bekannt. Die letzten Informationen dazu stammen aus März und sollen noch aus einem sehr frühen Entwicklungsstadium stammen.
Split-Screen-Multitasking
Die Konkurrenz – vor allem Microsoft – versucht in den letzten Monaten, ihre Tablets als Produktivgeräte zu positionieren. Als eine der wichtigen Voraussetzungen dafür wird häufig die Möglichkeit genannt, mehrere Apps gleichzeitig darzustellen – etwas, das die iDevices nicht beherrschen. Zumindest mit dem iPad soll sich das mit iOS 8 angeblich ändern. Apple arbeitet laut nicht bestätigten Informationen an einer Funktion, um zwei Apps parallel darstellen zu können – Split-Screen-Multitasking. Zuletzt hieß es jedoch, dass die Funktion noch nicht für eine Präsentation auf der WWDC bereit sei. Das Split-Screen-Multitasking soll aber weiterhin für die Releaseversion von iOS 8 geplant sein. Außerdem soll Apple auch an einer Verbesserung der Kommunikation zwischen den Apps arbeiten, um Daten einfacher austauschen zu können. Bisher werden bei der Weitergabe von Daten zahlreiche Kopien in den verschiedenen Apps angelegt, da eine gemeinsame Dateiablage fehlt.
App-Allerlei
Die Karten-App, die gerade zu Beginn nach der Veröffentlichung von iOS 6 oft kritisiert wurde, soll in iOS 8 vor allem unter der Haube verbessert werden. Apple hat in den vergangenen Monaten verschiedenen kleinere Unternehmen übernommen, deren Know-how in die Verbesserung des Datenmaterials einfließen sollen. Außerdem plant Apple, Daten von öffentlichen Verkehrsmitteln in die Karten-App zu integrieren – von Google Maps kennen wir eine solche Funktion bereits. Die Karten-App soll dabei Stationen für öffentliche Verkehrsmittel und die Linien anzeigen können, sowie eine Routenberechnung erlauben. Zum Release von iOS 8 sollen einige wichtige Städte weltweit unterstützt werden.
Weitere kleinere Änderungen in iOS 8 sollen die Mitteilungszentrale betreffen, die in iOS 8 angeblich schlanker gestaltet wird. Der Punkt „Verpasst“ soll in Zukunft wegfallen bzw. mit dem Reiter „Alle“ zusammengelegt werden. Die Benachrichtigungen wären damit gesammelt abrufbar. In der Nachrichten-App wird Apple angeblich eine Funktion anbieten, Unterhaltungen nach einer gewissen Zeit – etwa nach einem Monat oder einem Jahr – automatisch zu löschen. Gerade durch iMessage werden viele Bilder und Videos verschickt, die kostbaren Speicherplatz verbrauchen, da sie oft doppelt gespeichert sind – in der Nachrichten- und in der Fotos-App. Die dedizierte Game Center-App soll mit iOS 8 verschwinden, stattdessen werden Erfolge, Rankings und Co. dann nur noch direkt über unterstützte Spiele abrufbar sein. iTunes Radio, das derzeit immer noch nicht in Deutschland verfügbar ist, soll angeblich aus der Musik-App ausgegliedert werden und eine eigene App erhalten.
Wann und auf welchen Geräten?
Eine erste Betaversion von iOS 8 wird vermutlich kurz nach der Vorstellung zahlenden Entwicklern zum Download angeboten. Welche Geräte unterstützt werden, ist derzeit noch unbekannt. Vor kurzem haben wir dieser Frage einen eigenen Artikel gewidmet. Fazit: Zumindest für das iPhone 4 dürfte es schlecht aussehen.
OS X 10.10… Yosemite?
Die Gerüchteküche rund um OS X 10.10 (ja, nach OS X 10.9 kommt nicht zwangsweise OS X 11, klick) war ungewöhnlich ruhig. Und das, obwohl uns angeblich große Änderungen erwarten sollen. Apple soll sogar Entwickler, die eigentlich an iOS 8 arbeiten, für die Fertigentwicklung von OS X 10.10 abgestellt haben. Denn der Fokus der WWDC-Keynote soll in diesem Jahr nicht auf iOS 8, sondern auf OS X 10.10 liegen. Doch was werden wir morgen zu sehen bekommen? Als sehr wahrscheinlich gilt, dass OS X 10.10 erstmals die klare Handschrift von Designer Jony Ive tragen wird und vermutlich einige Design-Elemente von iOS 7 ihren Weg auf den Mac finden werden. Nach Karten, iBooks, Launchpad und Co. könnten in OS X auch einige weitere Funktionen von iOS implementiert werden – der automatische Download von App-Updates, eine Art Kontrollzentrum und Siri. OS X 10.10 soll außerdem für eine Kompatibilität von AirDrop – der kabellose Austausch von Dateien – zwischen iOS und OS X sorgen.
Die Vermutungen, welchen Namen das kommende OS X tragen könnte, deuten seit dem Wochenende ganz klar in eine Richtung: OS X 10.10 Yosemite. Apple soll sich die Bezeichnung bereits vor einigen Wochen gesichert haben und auf den Bannern im Moscone West Center ist eine Felsformation aus dem Nationalpark zu sehen. Eine erste Betaversion von OS X 10.10 wird vermutlich ähnlich wie bei iOS 8 kurze Zeit nach der Vorstellung für Teilnehmer des kostenpflichtigen Entwicklerprogramms zur Verfügung gestellt. Apple bietet über das „OS X Beta Seed Program“ zwar seit April allen Nutzern die Installation von Vorabversionen an – jedoch nur ausgewählte Betas. Dass Apple direkt den Zugriff auf OS X 10.10 freigibt, ist eher unwahrscheinlich.
Bis zur Veröffentlichung der finalen Version werden dann vermutlich noch einige Wochen vergehen. Dies ermöglicht einerseits Apple eine umfassende Betaphase, andererseits können Entwickler ihre Programme in der Zwischenzeit für das neue Betriebssystem optimieren. Apple dürfte wohl weiterhin daran festhalten, das Update kostenlos anzubieten – ein Zurückrudern bereits nach einem Jahr wäre nur schwer zu argumentieren. Welche Systemvoraussetzungen OS X 10.10 haben wird – ergo welche Macs kein Update auf die neueste Version erhalten werden – ist derzeit noch unbekannt. Manche befürchten, dass Apple die Macs mit Intel Core 2 Duo-Prozessor auf den Abstellgleis manövrieren wird. Mavericks hatte zuletzt quasi dieselben Systemvoraussetzungen wie Mountain Lion.
Und der Rest?
Während es zu OS X 10.10 bereits wenige Gerüchte gibt, gibt es zu den übrigen Softwareprodukten von Apple quasi überhaupt keine Vorabinformationen. Ob es neue Versionen von iPhoto, iMovie, Garageband, Pages, Numbers, Keynote, Aperture, Logic Pro X, Final Cut Pro X & Co. geben wird, ist vollkommen unbekannt. Betrachtet man das Alter der Software, sticht jedoch vor allem ein Kandidat hervor: Aperture. Aperture 3 ist seit über vier Jahren erhältlich, im November ist Version 3.5.1 des an professionellere Anwender gerichteten Fotoverwaltungs- und Fotobearbeitungsprogramms erschienen. Ein mögliches Update auf Version 4 (oder gleich ein Versionssprung zu Aperture X – Final Cut Pro hat es vorgemacht) ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Einzig eine neue Version der Entwicklungsumgebung Xcode kann als sicher betrachtet werden – das Werkzeug zur Softwareentwicklung unter iOS 8 und OS X 10.10.
Die WWDC-Keynote startet am morgigen Montag um 19 Uhr deutscher Zeit. Apfeltalk wird im Rahmen einer Sonderausgabe von Apfeltalk LIVE! ab 18 Uhr über das Event berichten.
iOS 8
Allgemeines
Nach den umfassenden Änderungen in iOS 7 wird Apple mit iOS 8 vermutlich etwas kleinere Brötchen backen. Das neue Design hat sich im Großen und Ganzen bewährt und wurde zuletzt nur noch im Detail optimiert. Nun geht es darum, die Funktionen weiter zu perfektionieren. Welche Änderungen in den letzten Wochen und Monaten ihr Unwesen in der Gerüchteküche getrieben haben und relativ wahrscheinlich umgesetzt werden könnten, haben wir nocheinmal für euch zusammengefasst.
Healthbook
Apple hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Experten im Gesundheitsgebiet eingestellt und es ist quasi nur eine Frage der Zeit, bis entsprechende Produkte im Hard- und Softwarebereich veröffentlicht werden. Eine der größten Änderungen in iOS 8 dürfte damit die Aufnahme der App Healthbook sein, die eine Art digitaler Gesundheitsassistent darstellen soll. Healthbook wird verschiedene Gesundheitsinformationen verarbeiten und speichern können, die teilweise direkt über verschiedene Sensoren im iPhone gemessen werden sollen. Weitere Daten werden angeblich über Peripheriegeräte ihren Weg in die App finden – auch die kolportierte iWatch soll hier eine maßgebliche Rolle spielen. Wie 9to5Mac exklusiv im März berichtete, enthält die recht bunt gestaltete App verschiedenen Karten, die jeweils eine Funktion der App symbolisieren.
Diese Funktionen von Healthbook umfassen Blutbild, Herzfrequenz, Hydration (Flüssigkeit im Körper), Blutdruck, Aktivität (Schrittzähler), Ernährung, Blutzucker, Schlaf, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Gewicht. Eine Notfallkarte enthält außerdem wichtige Informationen über den iPhone-Nutzer wie Name, Geburtstag, medikamentöse Behandlung, Gewicht, Augenfarbe, Blutgruppe, ob die Person Organspender ist und den Wohnort.
Verbesserte iCloud-Unterstützung mit Vorschau und TextEdit
Gerade was die Verwaltung von Dateien angeht, ist die iCloud vielen ein Dorn im Auge. Ein direkter Zugriff auf die gespeicherten Daten ist nicht vorgesehen, lediglich über entsprechende Apps können sie geöffnet und bearbeitet werden. Die Folge davon: Unter iOS hat man etwa keinen Zugriff auf Dokumente, die am Mac mit TextEdit oder Vorschau in der Wolke gespeichert wurden. Dies könnte sich mit iOS 8 ändern. Apple plant angeblich iOS-Versionen von TextEdit und Vorschau, um Dokumente in der iCloud öffnen zu können. Wie genau die Implementierung aussehen wird, ist jedoch nicht bekannt. Die letzten Informationen dazu stammen aus März und sollen noch aus einem sehr frühen Entwicklungsstadium stammen.
Split-Screen-Multitasking
Die Konkurrenz – vor allem Microsoft – versucht in den letzten Monaten, ihre Tablets als Produktivgeräte zu positionieren. Als eine der wichtigen Voraussetzungen dafür wird häufig die Möglichkeit genannt, mehrere Apps gleichzeitig darzustellen – etwas, das die iDevices nicht beherrschen. Zumindest mit dem iPad soll sich das mit iOS 8 angeblich ändern. Apple arbeitet laut nicht bestätigten Informationen an einer Funktion, um zwei Apps parallel darstellen zu können – Split-Screen-Multitasking. Zuletzt hieß es jedoch, dass die Funktion noch nicht für eine Präsentation auf der WWDC bereit sei. Das Split-Screen-Multitasking soll aber weiterhin für die Releaseversion von iOS 8 geplant sein. Außerdem soll Apple auch an einer Verbesserung der Kommunikation zwischen den Apps arbeiten, um Daten einfacher austauschen zu können. Bisher werden bei der Weitergabe von Daten zahlreiche Kopien in den verschiedenen Apps angelegt, da eine gemeinsame Dateiablage fehlt.
App-Allerlei
Die Karten-App, die gerade zu Beginn nach der Veröffentlichung von iOS 6 oft kritisiert wurde, soll in iOS 8 vor allem unter der Haube verbessert werden. Apple hat in den vergangenen Monaten verschiedenen kleinere Unternehmen übernommen, deren Know-how in die Verbesserung des Datenmaterials einfließen sollen. Außerdem plant Apple, Daten von öffentlichen Verkehrsmitteln in die Karten-App zu integrieren – von Google Maps kennen wir eine solche Funktion bereits. Die Karten-App soll dabei Stationen für öffentliche Verkehrsmittel und die Linien anzeigen können, sowie eine Routenberechnung erlauben. Zum Release von iOS 8 sollen einige wichtige Städte weltweit unterstützt werden.
Weitere kleinere Änderungen in iOS 8 sollen die Mitteilungszentrale betreffen, die in iOS 8 angeblich schlanker gestaltet wird. Der Punkt „Verpasst“ soll in Zukunft wegfallen bzw. mit dem Reiter „Alle“ zusammengelegt werden. Die Benachrichtigungen wären damit gesammelt abrufbar. In der Nachrichten-App wird Apple angeblich eine Funktion anbieten, Unterhaltungen nach einer gewissen Zeit – etwa nach einem Monat oder einem Jahr – automatisch zu löschen. Gerade durch iMessage werden viele Bilder und Videos verschickt, die kostbaren Speicherplatz verbrauchen, da sie oft doppelt gespeichert sind – in der Nachrichten- und in der Fotos-App. Die dedizierte Game Center-App soll mit iOS 8 verschwinden, stattdessen werden Erfolge, Rankings und Co. dann nur noch direkt über unterstützte Spiele abrufbar sein. iTunes Radio, das derzeit immer noch nicht in Deutschland verfügbar ist, soll angeblich aus der Musik-App ausgegliedert werden und eine eigene App erhalten.
Wann und auf welchen Geräten?
Eine erste Betaversion von iOS 8 wird vermutlich kurz nach der Vorstellung zahlenden Entwicklern zum Download angeboten. Welche Geräte unterstützt werden, ist derzeit noch unbekannt. Vor kurzem haben wir dieser Frage einen eigenen Artikel gewidmet. Fazit: Zumindest für das iPhone 4 dürfte es schlecht aussehen.
OS X 10.10… Yosemite?
Die Gerüchteküche rund um OS X 10.10 (ja, nach OS X 10.9 kommt nicht zwangsweise OS X 11, klick) war ungewöhnlich ruhig. Und das, obwohl uns angeblich große Änderungen erwarten sollen. Apple soll sogar Entwickler, die eigentlich an iOS 8 arbeiten, für die Fertigentwicklung von OS X 10.10 abgestellt haben. Denn der Fokus der WWDC-Keynote soll in diesem Jahr nicht auf iOS 8, sondern auf OS X 10.10 liegen. Doch was werden wir morgen zu sehen bekommen? Als sehr wahrscheinlich gilt, dass OS X 10.10 erstmals die klare Handschrift von Designer Jony Ive tragen wird und vermutlich einige Design-Elemente von iOS 7 ihren Weg auf den Mac finden werden. Nach Karten, iBooks, Launchpad und Co. könnten in OS X auch einige weitere Funktionen von iOS implementiert werden – der automatische Download von App-Updates, eine Art Kontrollzentrum und Siri. OS X 10.10 soll außerdem für eine Kompatibilität von AirDrop – der kabellose Austausch von Dateien – zwischen iOS und OS X sorgen.
Die Vermutungen, welchen Namen das kommende OS X tragen könnte, deuten seit dem Wochenende ganz klar in eine Richtung: OS X 10.10 Yosemite. Apple soll sich die Bezeichnung bereits vor einigen Wochen gesichert haben und auf den Bannern im Moscone West Center ist eine Felsformation aus dem Nationalpark zu sehen. Eine erste Betaversion von OS X 10.10 wird vermutlich ähnlich wie bei iOS 8 kurze Zeit nach der Vorstellung für Teilnehmer des kostenpflichtigen Entwicklerprogramms zur Verfügung gestellt. Apple bietet über das „OS X Beta Seed Program“ zwar seit April allen Nutzern die Installation von Vorabversionen an – jedoch nur ausgewählte Betas. Dass Apple direkt den Zugriff auf OS X 10.10 freigibt, ist eher unwahrscheinlich.
Bis zur Veröffentlichung der finalen Version werden dann vermutlich noch einige Wochen vergehen. Dies ermöglicht einerseits Apple eine umfassende Betaphase, andererseits können Entwickler ihre Programme in der Zwischenzeit für das neue Betriebssystem optimieren. Apple dürfte wohl weiterhin daran festhalten, das Update kostenlos anzubieten – ein Zurückrudern bereits nach einem Jahr wäre nur schwer zu argumentieren. Welche Systemvoraussetzungen OS X 10.10 haben wird – ergo welche Macs kein Update auf die neueste Version erhalten werden – ist derzeit noch unbekannt. Manche befürchten, dass Apple die Macs mit Intel Core 2 Duo-Prozessor auf den Abstellgleis manövrieren wird. Mavericks hatte zuletzt quasi dieselben Systemvoraussetzungen wie Mountain Lion.
Und der Rest?
Während es zu OS X 10.10 bereits wenige Gerüchte gibt, gibt es zu den übrigen Softwareprodukten von Apple quasi überhaupt keine Vorabinformationen. Ob es neue Versionen von iPhoto, iMovie, Garageband, Pages, Numbers, Keynote, Aperture, Logic Pro X, Final Cut Pro X & Co. geben wird, ist vollkommen unbekannt. Betrachtet man das Alter der Software, sticht jedoch vor allem ein Kandidat hervor: Aperture. Aperture 3 ist seit über vier Jahren erhältlich, im November ist Version 3.5.1 des an professionellere Anwender gerichteten Fotoverwaltungs- und Fotobearbeitungsprogramms erschienen. Ein mögliches Update auf Version 4 (oder gleich ein Versionssprung zu Aperture X – Final Cut Pro hat es vorgemacht) ist jedoch zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Einzig eine neue Version der Entwicklungsumgebung Xcode kann als sicher betrachtet werden – das Werkzeug zur Softwareentwicklung unter iOS 8 und OS X 10.10.
Die WWDC-Keynote startet am morgigen Montag um 19 Uhr deutscher Zeit. Apfeltalk wird im Rahmen einer Sonderausgabe von Apfeltalk LIVE! ab 18 Uhr über das Event berichten.





