• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Wozniak: "müssen Loyalität wach halten und bestätigen"

Daniel Hüfner

Martini
Registriert
11.01.11
Beiträge
654
Wenn es auf der Welt noch eine Art Evangelist mit Apple-DNA gibt, dann ist es Steve Wozniak. Der Apple-Mitbegründer ist angesichts der auf strengste Diskretion ausgerichteten Unternehmensphilosophie noch einer der wenigen Mitarbeiter, der für viele Fans des Multi-Milliardenkonzerns in gewisser Weise nahbar erscheint. Wozniak gibt sich offen, führt regelmäßig Interviews und äußert sich darin zumeist auch kritisch zu den aktuellen Entwicklungen des Unternehmens. Auch wir durften mit Steve Wozniak bereits ein Gespräch führen. Dass er jährlich gemeinsam mit anderen Kunden für ein neues Produkt vor dem Apple Store ausharrt - längst kult. Allerdings nicht mehr um jeden Preis. Die Konkurrenz macht Druck und "großartige" Produkte, wie er im Interview mit der WirtschaftsWoche verrät. Vor diesem Hintergrund werde es für Apple erst jetzt so langsam ernst.[PRBREAK][/PRBREAK]

wozspeaking_610x407.jpgOft stellt sich die Frage, was Steve Wozniak heute eigentlich beruflich macht. Dies aus dem Stegreif heraus zu beantworten, dürfte schwer fallen. Zwar ist Wozniak nach wie vor offizieller Apple-Mitarbeiter und bezieht sogar ein festes Einkommen. Das sei jedoch allenfalls ein Akt "symbolischer Verbundenheit", tatsächlich reise er um die Welt, halte Vorträge über seine Erfahrungen als Apple-Gründer, Unternehmer und Ingenieur, wie er sagt. Das mache ihm Spaß, er finde Gefallen daran, viele Leute zu treffen mit denen er sich über so viele spannende Themen austauschen könne. Seit 2009 ist Wozniak außerdem Chef-Wissenschaftler bei "Fusion-io", ein Unternehmen, dass eine Technologie zur Optimierung von Datencentern entwickelt. "Sie wird das Internet verändern", sagt er.

Obwohl Wozniak auch zahlreiche Aussagen zu den Anfängen des Unternehmens tätigt, sind vor allem einzelne Passagen zur aktuellen Strategie des Apfelkonzerns interessant. Auf die Frage, wie lange Apples Erfolgssträhne angesichts wachsender Zweifel noch anhalte, findet er zwei Antworten: Einerseits sei Apple von Beginn an auf Profit ausgerichtet gewesen, die Marktanteile allein (die Apple wegen wachsender Konkurrenz zunehmend einbüßt) seien nicht entscheidend. "Mike Markkula (Apples ehem. Business Angel, Anm. d. Red.) predigte immer, dass man eine gute Profitmarge haben muss, damit man kein Geld von außen fürs Überleben einsammeln und dabei überdurchschnittlich viel von seinem Unternehmen abgeben muss". Dennoch sieht sich Wozniak angesichts der starken Konkurrenz um Samsung & Co. auch gewarnt: "Das Apple so hohe Profitmargen hat, ist auch in seiner Marke begründet. Ich bin stolz darauf, dass wir so treue Fans haben. Aber diese Loyalität ist nicht gegeben, die muss mit den besten Produkten immer wieder wach gehalten und bestätigt werden. Momentan sind wir meiner Meinung nach im Smartphone-Geschäft mit den Features etwas hinterher. Andere haben aufgeschlossen. Samsung ist ein großer Wettbewerber. Aber gerade deswegen, weil sie momentan großartige Produkte machen", so Wozniak im Wortlaut.

628x471.jpgOhnehin steht Apple an einem Scheideweg, wie sich das Unternehmen nach dem Tod von Apple-Leitfigur Steve Jobs im Oktober 2011 künftig weiterentwickelt, ist gerade jetzt ungewiss. Erste Stimmen, die einen schnellen Untergang des kalifornischen Tech-Riesen prophezeiten, wurden bereits kurze Zeit nach dem Tode Jobs' laut. Für Steve Wozniak sei der frühe Tod von Jobs schlimm gewesen, auf vielen Ebenen. Jobs habe die Marke Apple verkörpert und für hervorragende Produkte in Perfektion gestanden. Den frühen Zweiflern erteilt er dennoch eine deutliche Absage: "Es ist noch zu früh, einzuschätzen wie sich Apple nach ihm entwickeln wird. Die Sachen, die momentan von Apple kommen, waren alle schon in der Pipeline als Steve noch gelebt hat. Das dauert in der Regel mindestens zwei Jahre, bis dort frische Sachen kommen." Gleichzeitig hoffe er jedoch, dass Apple großartige Manager habe, die sich bei ihren Entscheidungen von der einstigen Apple-Kultur leiten lassen. "Ich hoffe, dass das Streben nach den stets besten Produkten für seine Kunden erhalten bleibt."

Am Ende muss man aber trotz aller Sachlichkeit offenbar doch noch mal auf das Thema Apple Store zurückkommen. Stundenlang habe Wozniak im Silicon Valley zusammen mit anderen Fans vor dem Store ausgeharrt. Warum er das mache, wird er gefragt. Das sei für ihn ein großes, bedeutendes Konzert. Eines, das man persönlich erlebt haben muss. Online bestellen? Sich das iPhone durch die Hintertür ausgeben lassen? Nein, das wäre freilich nichts für ihn. Er wolle die Erfahrung wie jeder normale Kunde auch. Doch eines stellt er auch klar: "Wenn Apple lausige Produkte machen würde, stünde ich nicht in der Schlange."

Das vollständige Interview lest Ihr hier.

Bild via CNet.com
Bild via timesunion.com
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Like
Reaktionen: FelixMacintosh
Woz hat doch meines Wissens eine Firma für besondere Hardwarekomponenten, oder irre ich mich? Das macht er beruflich!
 
Schöner Artikel! Und cooles Interview! Gibt es die Segway Championship noch? ;-)
 
Ja, er hat Apple mitgeründet. Und kennt natürlich Leute von Apple, und und und. Mag alles sein.

Aber ich kriege das Gefühl nicht los, das er sich immer wieder ins Rampenlicht stellen möchte. Seine Einschätzungen zum iPhone sind mir nicht mehr wert, als von anderen Leuten.

Ihn wurmt es doch nur innerlich, dass er nicht in der großen Phase dabei war. Damit meine ich die Phase ab 2007, wo Apple unermesslich reich geworden ist.

Klar, der hat Geld genug, mehr als wir. Aber.... ich denke er würde bei Apple mehr sein.

Jedenfalls interessiert mich seine Kritik an Apple überhaupt nicht die Bohne.

Finde bei weitem nicht alles gut was Apple macht. iTunes Filmverleih ist z.B. Mist. Aber bevor ich mir ein Android hole, laufe ich liber noch mit einem 3GS rum!

Und ich würde mich nie freiwillig in der Schlange anstellen, er es braucht. Einfach online bestellen, so wie ich es zuvor gemacht habe.
 
Meine Meinung nach hat Woz in vielen Themen schon recht. Apple ist nur groß geworden durch die treuen Usern, ein elegantes einfaches Design, anders zu sein als Microsoft und ein großes Herz und Seele zu haben. Ihr momentaner Weg ist sehr ungewiss, bis sehr negativ. Auch der schlechten PR geschuldet. Das Apple von heute, hat mit den Apple Pioniere Geist nichts mehr am Hut. Ausser daß man in kürzester Zeit viel verkauft. Ohne den treuen Usern sich anzunähern oder Ihre Ideen und Kreativität in neue Produkte umzusetzen. In meinen Arbeitsumfeld nennt man sowas Betriebsblind. Und genau daß ist momentan Apple. Dazu fehlen Charaktere wie Woz und keine langweiligen Keynotes die nur Produktupgrades Ipad 64 GB auf 128 GB usw. ankündigen. Das noch nie da gewesene gibt es schon lange nicht mehr. Solche Leute wie Tim Cook und dieser Mr. Bean Verschnitt sind nur Verwalter ohne ein Bezug um die Idee die Apple und Steve Jobs mal hatte.
 
Ihn wurmt es doch nur innerlich, dass er nicht in der großen Phase dabei war. Damit meine ich die Phase ab 2007, wo Apple unermesslich reich geworden ist.

So viel ich weiss, ist er der einzige Apple-Mitarbeiter, der von den Anfängen bis heute durchgehend bei Apple angestellt war bzw. immer noch ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein großes Herz und Seele zu haben
- da kann ich nicht wirklich zustimmen. Andererseits habe ich außer dem iPhone auch kein Apple-Produkt und stehe da ein bißchen außen vor. Auch weil - kurz bevor ich ein MBP kaufen wollte - Apple FCPX herausgebracht hat. Das war die letzte Bestätigung, die viele gebraucht haben um zu erkennen, daß man sich von der früheren User-Basis (Medienproduzenten und deren Umfeld) verabschiedet hat.

Klar ist aus Apples Sicht der Massenmarkt lukrativer. Ich frage mich nur, ob man mit mehr Weitsicht nicht beide Bereiche hätte bedienen können...

Was ich wirklich bedenklich fand, war die Katastrophe mit Apple Maps. So etwas darf einem Konzern der Größe einfach nicht passieren.
 
- da kann ich nicht wirklich zustimmen. Andererseits habe ich außer dem iPhone auch kein Apple-Produkt und stehe da ein bißchen außen vor. Auch weil - kurz bevor ich ein MBP kaufen wollte - Apple FCPX herausgebracht hat. Das war die letzte Bestätigung, die viele gebraucht haben um zu erkennen, daß man sich von der früheren User-Basis (Medienproduzenten und deren Umfeld) verabschiedet hat.

Klar ist aus Apples Sicht der Massenmarkt lukrativer. Ich frage mich nur, ob man mit mehr Weitsicht nicht beide Bereiche hätte bedienen können...

Was ich wirklich bedenklich fand, war die Katastrophe mit Apple Maps. So etwas darf einem Konzern der Größe einfach nicht passieren.

Arbeite seit DOS schon mit Apple im Finanzbereich; eigentlich nicht der Platz in dem man Apple findet; hatte aber als erster Excel und Filemaker und die DOS Jungs waren noch mit Lotus 123 und Symphonie unterwegs. Microsoft ist auch zunächst über den Konsumermarkt in die Unternehmen gekommen und hatte den wichtigen Vorteil mit Excel und Word was eigentlich zunächst nur für Apple entwickelt wurde. Die Office-Produkte waren der Grundstein für den Businessmarkt und hier muss Apple sein iWork weiter für den Profieinsatz voranbringen sowie das Potential von Filemaker viel schneller weiterentwickeln. Ohne den Profimarkt kann schnell der Abstieg folgen.
 
Woz ist coll, aber auch irgendwie peinlich, wie er Jahre nach seinem Abgang immer noch als ex-Appler durch die Lande zieht.

Kommt mir langsam vor wie ein Rentner, der natürlich immer viel besser weiß, wie die Firma zu laufen hat, als die jungen Nachfolger.

Und warum er sich in die Schlange stellt? Natürlich weil er im Rampenlicht stehen will, weil er den Anschein erwacken will, das seien irgendwie auch seine Produkte.
 
Meine Meinung nach hat Woz in vielen Themen schon recht. Apple ist nur groß geworden durch die treuen Usern, ein elegantes einfaches Design, anders zu sein als Microsoft und ein großes Herz und Seele zu haben. Ihr momentaner Weg ist sehr ungewiss, bis sehr negativ. Auch der schlechten PR geschuldet. Das Apple von heute, hat mit den Apple Pioniere Geist nichts mehr am Hut. Ausser daß man in kürzester Zeit viel verkauft. Ohne den treuen Usern sich anzunähern oder Ihre Ideen und Kreativität in neue Produkte umzusetzen. In meinen Arbeitsumfeld nennt man sowas Betriebsblind. Und genau daß ist momentan Apple. Dazu fehlen Charaktere wie Woz und keine langweiligen Keynotes die nur Produktupgrades Ipad 64 GB auf 128 GB usw. ankündigen. Das noch nie da gewesene gibt es schon lange nicht mehr. Solche Leute wie Tim Cook und dieser Mr. Bean Verschnitt sind nur Verwalter ohne ein Bezug um die Idee die Apple und Steve Jobs mal hatte.

Sorry, dass ich das so ausdrücke, aber da hat jemand eine richtig dicke Nostalgiebrille auf. Apple hat auch vor iPhone und Co versucht soviel Produkte wie möglich, so teuer wie möglich zu verramschen und hat auch oft geplante Einschränkungen der Produkte vorgenommen. (Überteuerter RAM, eigene Anschlüsse > Hallo Apple Display Connector, DVD-Laufwerke nur für Modelle der gehobenen Klasse; in OSX 10.3 Brennen von iLife und externen Brennern nicht möglich - Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern). Das im Zitat geschilderte deute ich als Ausdruck, wenn die Randnische in den Mainstream übergegangen ist und man glaubt, das "familiäre" ist dabei verschwunden.
 
Ich konnte den ganzen Hype um einzelne Personen oder die Marke Apple sowieso noch nie verstehen.
Für mich sind Apple-Produkte einfach nur sehr zuverlässig und bei allem was ich bisher erlebt habe auch sehr langlebig (Sei es nun vom Support oder der Hardware her).
Bei mir steht die Funktionalität (d. h. Funktionsumfang + Effizienz immer an erster Stelle.
 
Ich konnte den ganzen Hype um einzelne Personen oder die Marke Apple sowieso noch nie verstehen.
Für mich sind Apple-Produkte einfach nur sehr zuverlässig und bei allem was ich bisher erlebt habe auch sehr langlebig (Sei es nun vom Support oder der Hardware her).
Bei mir steht die Funktionalität (d. h. Funktionsumfang + Effizienz immer an erster Stelle.
Jep, ist auch meine Einstellung und Erfahrung dazu!:-) So ein iPhone, iPad und Mac, sind für mich nur Mittel zum Zweck und haben gefälligst nur ihren Job gut zu machen - so wie ich und mehr nicht! Mir ist daher egal ob da nun ein Apfel, eine Birne oder eine Pflaume als Logo drauf ist...:-D