WLAN richtig nutzen! | Apfeltalk LIVE! #295

Michael Reimann

Geschäftsführung
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Michael Reimann
Wie kann man WLAN-Probleme richtig fixen? In Zeiten von Home Office und Streaming-Diensten wird die Luft für gute Verbindungen dünner. Wie das WLAN richtig nutzen?

Ihr kennt das sicher, die Video-Konferenz läuft, die Kids sind mit dem Homeschooling beschäftigt und dann will - unverschämter Weise - auch noch jemand einen Film streamen. Das kann zu viel für das arme WLAN sein. Es ruckelt an allen Ecken und Enden.

Wenn man beim Filmgenuss vielleicht noch Abstriche machen kann, hört der Spaß spätestens bei der Video-Schalte auf. Dem muss Einhalt geboten werden. Apples iPhones und die neuen MacBooks enthalten die neue WLAN-6-Technik. Damit sollen stabilere Verbindungen möglich sein.

Was nützt aber das beste iPhone oder das tollste M!-MacBook pro, wenn der Router Zuhause nicht mitmacht, oder wenn das WLAN nicht richtig eingerichtet ist. Und warum überhaupt sollte man WLAN mit 5GHz nehmen? Reicht es aus, wenn ich meine Wohnung oder mein Haus mit so genannten WLAN-Repeatern vollstopfe, damit ich auch in der letzten Ecke noch eine Verbindung bekomme? Oder sollte ich doch lieber auf verkabelte Verbindungen setzen?
WLAN richtig nutzen


Muss ich gleich neue Geräte anschaffen und wenn ja, welche? Oder geht die ganze Sache auch mit der vorhandenen Infrastruktur, die Zuhause besteht?

Es gibt viele Fragen rund um die drahtlose Technik. Ein paar davon wollen wir mit Gordon Priebe von AVM besprechen. Er war ja schon ein paar mal bei uns in der Sendung zu Gast und auch dieses Mal freuen wir uns auf seine Expertise.

Muss ich gleich neue Geräte anschaffen und wenn ja, welche? Oder geht die ganze Sache auch mit der vorhandenen Infrastruktur, die Zuhause besteht?

Konntet ihr eure WLAN-Probleme richtig fixen? Wenn ja, interessiert uns, wie ihr euer drahtloses Netz optimiert. Oder setzt ihr eher auf Kabel? Wir freuen uns auf eure Kommentare vor, während und nach der Sendung.

Am Freitag ab 19 Uhr könnt ihr uns hier sehen:


Unser Video zur Upload-Priorisierung:


Den Artikel im Magazin lesen.
 
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jochenhorst

Stechapfel
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Bitte mal bei Gordon nachhaken, ob die Fritzbox noch HomeKit-fähig wird.

AVM setzt ja derzeit noch auf HAN-FUN, was aber imho niemanden interessiert.

Interessant wären auch Fritzboxen mit Wifi 6E. Der Standard wird ja zeitnah kommen und daher lohnen sich die mit nur Wifi 6 nicht wirklich. Wer will schon ständig sein Netzwerk tauschen.

Bin ansonsten ganz happy mit 7590,7530 und Repeater 2400 im Mesh.
 

m4d-maNu

Fauliger Sekai Ichi
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Das eine hat mit den anderen nichts zu tun und würde sich dazu nicht gegenseitig ausschließen.

DECT-ULE/HAN-FUN ist ein Funkstandard ähnlich wir es ZigBee zum Beispiel auch ist. ZigBee kann aber HomeKit (wenn es der Anbieter der Produkte will) und DECT-ULE/HAN-FUN könnte auch auch zu HomeKit hinzugefügt werden (wenn es die Produktanbieter wollen würden).

Viel wichtiger wäre das AVM zu der Thread Group beitritt und Thread dann auch unterstütz.
 

FuAn

Himbeerapfel von Holowaus
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Die Fritz!Box koennte zur DECT-ULE/HAN-FUN - Homekit bridge werden, wenn AVM das möchte und ggf die dafuer benötigten Lizenzen etc. dafuer bekommen koennte.
 

Andreas Vogel

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Seit mein WLAN @home ausschließlich in 5 Ghz läuft, ist es extrem stabil bei rd. 30 Geräten. Und das -siehe Signatur- mit den immer noch sehr guten Airports.
 

dtp

Holsteiner Cox
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...ausschließlich in 5 Ghz läuft
Keine Reichweitenprobleme? Mit 5 GHz kommt man doch normalerweise keine 5 Meter weit.

Was mich gerade bei unserer Kombi aus FRITZ!Box 6490 Cable und FRITZ!Repeater 3000 stört, ist die ziemlich geringe Reichweite zwischen den beiden. Bei uns sind das gerade mal 2 Meter über zwei Stockwerke (die FRITZ!Box steht im Keller knapp unter der Decke; der Repeater auf dem Fußboden im EG) und die Datenrate kommt nicht über 270 Mbit/s. Das ist schon irgendwie etwas schwach. Da ein weiterer per Ethernet mit der Box verbundener Repeater (1200) im 1. OG steht, hilft uns Mesh leider auch nicht großartig weiter.
 

MACaerer

Pfirsichroter Sommerapfel
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eine Reichweitenprobleme? Mit 5 GHz kommt man doch normalerweise keine 5 Meter weit.
Diese Aussage kann man so generell nicht sagen. Das Satellit-TV sendet bspw. mit 10GHz - 12GHz und die Reichweite beträgt locker 35.000km. Es ist also nicht die Frequenz durch welche die Reichweite begrenzt wird. Vielmehr sind es die baulichen Gegebenheiten. Eine massive Betondecke dämpft die Signale an sich schon sehr stark und die Stahlarmierung in derselben wirkt zusätzlich wie eine Art Faradyscher Käfig, durch den die Signalausbreitung nach oben stark behindert wird. Abhilfe könnte ein weiterer FritzRepeater 3000 am Kelleraufgang sein in Mesh-Schaltung, der das Signal an den Repeater in Parterre weiterreicht. Noch besser wäre es, wenn möglich, eine Kabelverbindung zwischen Router und Repeater zu machen und den Repeater als WLAN-Accesspoint zu verwenden.
 

ottomane

Golden Noble
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Es ist also nicht die Frequenz durch welche die Reichweite begrenzt wird. Vielmehr sind es die baulichen Gegebenheiten.
Es ist die Frequenz in Verbindung mit den Umgebungseigenschaften. Die Dämpfung ist auch schon ohne Gebäude bei 5GHz höher als bei 2,4GHz.
 

dtp

Holsteiner Cox
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Diese Aussage kann man so generell nicht sagen. Das Satellit-TV sendet bspw. mit 10GHz - 12GHz und die Reichweite beträgt locker 35.000km.
Könnte vielleicht was mit der Sendeleistung zu tun haben. ;) Bei WLAN ist die aber ja relativ begrenzt und für 2,4 und 5 GHz gleich. Und dann nimmt bekanntlich die Reichweite mit zunehmender Trägerfrequenz ab. Zudem steigt die Empfindlichkeit gegenüber Reflexionen, Dämpfungen und Bewegungen. Deshalb kann ein WLAN mit 2,4 GHz auch durchaus einen größeren Radius abdecken als eines mit 5 GHz.
 

MACaerer

Pfirsichroter Sommerapfel
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Natürlich hängt die beim Empfänger ankommende Signalstärke (RSSI-Wert) in erster Linie von der Sendestärke ab. Jede Feldstärke nimmt bekanntlich nach dem inversen Quadratgesetz ab, das heißt mit dem Quadrat der Entfernung. Aber hier ging es schließlich nicht um die Sendestärke, sondern um die Frequenz. Wie hoch die Signalstärke eines WLAN-Routers ist hängt vom jeweiligen Fabrikat ab. Zulässig wäre bei 5GHz 200mV, das das erreicht kein WLAN-Router auch nur annähernd. Realistische maximale RSSI-Werte des Senders sind etwa -10dBm, das entspricht ca. 0,3mV. An den Clients ankommende RSSI-Werte vom -30dBm sind schon hervorragend und garantieren die volle Bandbreite des WLAN. Alles was unter -75dBm (0,1µV) ankommt ist dagegen ziemlich unbrauchbar
 

MACaerer

Pfirsichroter Sommerapfel
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Naja, der Begriff "Pegel" wird wird oft sowohl für die Signalleistung als auch für die Signalspannung verwendet. Durch die Beziehung P = U²/R gibt es einen quadratischen Zusammenhang zwischen Spannung und Leistung und das muss man nur bei der Umrechnung von dBm in physikalische Größen beachten.
 

ottomane

Golden Noble
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Naja, der Begriff "Pegel" wird wird oft sowohl für die Signalleistung als auch für die Signalspannung verwendet. Durch die Beziehung P = U²/R gibt es einen quadratischen Zusammenhang zwischen Spannung und Leistung und das muss man nur bei der Umrechnung von dBm in physikalische Größen beachten.
Aber das passt nicht zu den genannten Zahlen. Ist letztlich aber auch egal. Sorry, wenn ich gerade etwas herumstänkere
 

dtp

Holsteiner Cox
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Aber hier ging es schließlich nicht um die Sendestärke, sondern um die Frequenz.
Ja, und bekanntlich nimmt die Reichweite eines Funksignals mit zunehmender Trägerfrequenz bzw. geringer werdender Wellenlänge ab. Die Reichweite ist proportional zur Welllänge. Um also die Reichweite bei 2,4 GHz und 5 GHz in etwa gleich zu halten, muss man die Sendeleistung bei 5 GHz entsprechend erhöhen.

Deswegen können z.B. Funkzellen bei Mobilfunktfrequenzen von 1,8 GHz auch bei weitem nicht so groß sein, wie bei 900 MHz, denn die maximal erlaubte Sendeleistung ist begrenzt.
 
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MACaerer

Pfirsichroter Sommerapfel
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Ganz recht, deswegen ist die Sendestärke des WLAN-Signals beim 5Ghz-Band auch höher als die des 2,4GHz-Bandes. Aber das mit der unterschiedlicchen Reichweite zwischen 2,4GHz und 5GHz ist sowieso graue Theorie. Denn es geht hier um die Signalausbreitung innerhalb eines Gebäudes und da spielen ganz andere Faktoren eine maßgebliche Rolle.