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Wie kann man als webdesigner leben?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von leo10in01, 05.02.08.

  1. leo10in01

    leo10in01 Weigelts Zinszahler (Rotfranch)

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    halle liebe apfeltalker.

    ich sitze gerade hier und mache mir so meine gedanken über meine berufliche zukunft.
    nun frage ich mich, wie man als webdesigner vernünftig leben kann...

    also wenn ich mal überschlage.. kostet eine webseite im schnitt so zwischen 800 und 1500 euro.
    ein monat hat 4 wochen. ich bräuchte also mit stuerlichen abzügen ca. 3 kunden im monat. pro webseite braucht man mal mehr mal weniger 2 wochen.

    ich meine, wer bekommt denn 3 kunden im monat? das über mehrere jahre? ich denke ein kunde ist schon viel!
    kann mir mal jemand den haken verraten? :D
     
  2. jarod

    jarod Spartan

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    Als reiner Webdesigner kannst du heute gar nicht mehr leben.
    Dazu ist die Konkurenz auf dem Markt wie zu groß.
    Es gibt tausende wie dich,halt Einzelkämpfer und gehe mal nicht davon aus das du 800-1500€ verdienen wirst.
    Dazu müsstest du entweder schon einen Namen haben oder dich auf ein Gebiet [SIZE=-1]spezialisiert[/SIZE] haben.
    Mit einfachen Html/PHP Angeboten kommst du da kaum weiter.
    Daher mein Tipp : Stelle dich breiter auf.Studiere vielleicht noch Grafik Design oder so.
    Und suche dir Partner mit denen du zusammen arbeiten kannst.Netzwerke sind heutzutage das A&O,wie in jedem Job.
    Und vielleicht solltest du dich erst einmal grundsätzlich mit dem Thema [SIZE=-1]Existenzgründung beschäftigen.

    Gruß
    der rod.
    [/SIZE]
     
  3. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    800-1500 Euro? Wie kommste den auf den Trichter?
    Bei uns liegen die Preise, je nach Umfang, zwischen 7000-13000 Euro!
    Außerdem gibt es ja noch Pflegejobs.
     
  4. stk

    stk Grünapfel

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  5. jarod

    jarod Spartan

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    Ich behaupte mal das ihr auch länger in dem Job seit und demnach gewisse Referenzen vorweisen könnt?
    Noch ein Gedanke wäre halt Pflege&Einrichtung,Domain Registrierung usw.
    Am besten natürlich noch eigenen Webspace auf eigenen Servern anbieten ;).
     
  6. king lui

    king lui Morgenduft

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    @Slahwalker: Das kommt aber dann auf die Größe des Projekts und den Funktionsumfang an. Eine Projekt mit 5 Seiten wird kaum mehr als 1000-2000 Euro kosten. Hingegen große Projekte mit 500 Seiten aufwärts können bis weiß ich nicht in die höhe gehen mit dem Preis.
     
  7. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    Klar, das man für 5 Seiten keine 7000 Öken bekommt. Aber bei 7000 Euro liegen wir irgendwo zwischen 25-30 Seiten CMS. Ist so.
     
  8. king lui

    king lui Morgenduft

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    Ja, das ist ok. Habt ihr ein eigenes CMS oder verwendet ihr opensoorce oder was auch immer...
     
  9. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    Je nach Bedarf, oft TYPO3 aber auch individual Programmierung in CFML
     
  10. king lui

    king lui Morgenduft

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    TYPO3 ist spitze. Ich habe mich in letzter Zeit mit dem CMS ZMS beschäftigt. Ist auch ganz gut.
     
  11. stk

    stk Grünapfel

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    Moin,

    5 Seiten sind kein Projekt, sondern Bandbreitenverschwendung. Davon kann in der Tat keiner leben. Der sog. Webdesigner, der so was macht nicht und der der 5 Seiten »Wir sind, wir haben, wir machen« einstellt auch nicht.

    Gruß Stefan
     
  12. king lui

    king lui Morgenduft

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    War ja auch nur ein Extrembeispiel.
     
  13. jesfro

    jesfro Admin
    AT Administration

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    Die Pflege bringt das Geld in die Kasse... Allerdings ist man mit so einer Leistung, sofern man sie den leisten möchte schnell am Limit (Koordination, Abwicklung, Termindruck). Das kann man meines Erachtens niemals ernsthaft als Einzelkämpfer in Erwägung ziehen.

    Wie mussten unsere Bude schweren Herzens personalmässig Aufbohren, weil wir das sonst nicht mehr gepackt hätten. Eigentlich wollten wir schön klein bleiben, aber das geht einfach nicht.

    Fakt ist auch, dass man es mit nur einer Disziplin der Gestaltung schwerer hat, als wenn man in mehreren Bereichen Kunden generieren kann. Wir sind mit unseren knapp 70 Kunden sehr stark ausgelastet, dennoch schwimmen wir nicht im Geld!
     
    stk gefällt das.
  14. DesignerGay

    DesignerGay Danziger Kant

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    Wenn Du nur von 3000€ ausgehst hast Du schon so gut wie verlohren.

    1.) Einkommensteuer
    2.) Krankenversicheung
    3.) Arbeitslosenversicherung (ist freiwillig aber sinnfoll in den ersten paar Jahren)
    4.) Lebensversicherung/Rentenversicherung
    5.) Neues Equipment (geht immer mal was kaputt)
    6.) Auto
    6.) diverse andere Versicherungen
    .......

    Dann hast Du noch nichs zum Essen/Trinken und zum Wohnen

    Mach mal eine Aufstellung mit Einnahmen und Ausgaben.

    Wenn Du kohle in Internetdesign machen willst musst Du echt gut sein und anderst als all die anderen.
    Hast mal ein Beispiel, hast schon mal ne Webpage gemacht?? 0815 gibts genügend.

    Eines solltest Du auch nicht vergessen, das wichtigste:
    Selbständig = selbst und ständig abeiten, wenn Du das nicht willst, lass es bleiben.
    Ich bin freiberuflicher Architeckt, hatte mich vor 5 <jahren in Deutschland selbständig gemacht, 12 bis 16 Stunden am Tag waren da keine seltenheit, und das an 7 Tage die Woche.
     
  15. Chuck-.-

    Chuck-.- Bismarckapfel

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    schön auf andere TYPO3ler zu treffen. Das CMS ist super. Ich beschäftige mit TYPO3 nun schon seit fast 2 Jahren. Jedes mal wenn man vor einer komplizierten Aufgabe steht und denkt "Jetzt bin ich an die Grenze von TYPO gestoßen" gibts mit Sicherheit eine Lösung dazu :) Kasper hat da einfach an alles gedacht :)
     
  16. Slashwalker

    Slashwalker Winterbanana

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    Ja, aber T3 kann auch ganz schön zickig sein. Vor allem die Extensions sind oft richtig fies. Sie sind von der Anwendung her super, aber der produzierte Output ist halt total fürn A****. Tabellen und InlineStyles etc.
     
  17. jarod

    jarod Spartan

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    Uff,ich weiß schon warum ich aufs andere Pferd gesetzt und Grafik Design gemacht habe *g*.
    Naja ein wenig Web/Screendesign mach eich auch noch,aber dann ehr Grundlegendes (Layouts usw).

    Das ist halt kein Beruf mit Zukunft mehr,dazu gibt es schon zu viele fähige Leute da draußen.
     
  18. king lui

    king lui Morgenduft

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    Was ist eurer Meinung nach ein zukunftssicherer Job in der IT-Branche? Ich bin aus Österreich, bin kurz vor der Matura und habe mich ein bisschen umgeschaut. Wahrscheinlich wird es eine Fachhochschule weren, siehe hier.
     
  19. MrNase

    MrNase Champagner Reinette

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    Das Überangebot macht (leider) die Preise kaputt.

    Ich hatte meine ersten Aufträge mit 14, damals war es noch recht einfach und dann plötzlich wollte jeder mit Internetseiten sein Geld verdienen und, genau wie beim Döner ;), gab es immer weniger Geld für die gleiche Arbeit weil den Firmen die Qualität wohl egal war.
    Ich durfte mir oft Sprüche anhören wie: Die Firma XY macht das aber für weniger Geld. Diese Kunden sind dann aber später zu mir zurück gekommen und ich darf mich jetzt darum kümmern.


    Wie jesfro schon sagte liegt der Schlüssel in der Pflege der Seiten und da kann man, wenn der Kunde nicht gerade ausserweltliche Ansprüche hat, mir vergleichsweise wenig Aufwand mehr verdienen als wenn man sich über eine längere Zeit mit der reinen Erstellung der Seiten beschäftigt (Termine mit dem Kunden, endlose Gespräche, Entwürfe usw.).

    Mit 4 Kunden die monatlich einen Festpreis für die einfachen Arbeiten + einem Preis für eventuelle Zusatzarbeiten zahlen hat man schon ein kleines Taschengeld ohne jeden Tag 8 Stunden im Büro zu sitzen. :)

    Wer das ganze allerdings hauptberuflich machen will um sich damit einen Porsche zu finanzieren muss schon aussergewöhnliche Fähigkeiten haben (die mir auch nach 8 Jahren noch nicht gewachsen sind ;)).
     
  20. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

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    Wie kann ich als Künstler überleben?… Meines Erachtens nach ist ein Webdesigner ein Kunsthandwerker. Das er sich dabei, als Selbstständiger, interdisziplinär mit den Handwerk auseinandersetzen bzw. es erlernen muss, steht ausser Frage. Die Kunst besteht darin, dass das Design der Seite, wie das Bild oder die Skulptur eines Künstlers, einzigartig und besonders sein sollte. Danach bemisst sich der Preis für die Arbeit. Das reine Handwerk spielt dabei generell eine sekundäre Rolle, da es als Voraussetzung vorhanden sein sollte. Das gehört nunmal zu einer handwerklichen Ausbildung dazu. Sich die nötigen "Skills" anzueignen steht dabei in direktem Zusammenhang mit dem Endresultat. Handwerkliche Abläufe passieren dann eher von selbst und schaffen damit den Freiraum zum kreativen Gestalten. Es wird ja nicht unmittelbar das Wissen um den "Bau" bezahlt, sondern eher die Konsistenz der Gestalt, mit der sich die Seite nach Vollendung repräsentiert.
     

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