Was genau passiert bei einer Wiederherstellung aus einem Time Machine Backup?

Dieses Thema im Forum "macOS & OS X" wurde erstellt von dawaske, 15.03.19.

  1. dawaske

    dawaske Granny Smith

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    Hallo zusammen!

    Ich wollte am Wochenende mal mein MacBook neu aufsetzen und im Anschluss via Time Machine Backup wiederherstellen. Bis jetzt habe ich nach einer Neuinstallation von macOS darauf immer verzichtet und alles manuell kopiert und neu eingerichtet, weil das erfahrungsgemäß "sauberer" ist, allerdings fehlt mir dafür aktuell einfach die Zeit. Daher die Frage:

    Was genau wird eigentlich von Time Machine wiederhergestellt?

    Hauptziel des Ganzen ist, wieder einen frischen Mac möglichst ohne Altlasten, Dateileichen etc. zu haben. Machts dann überhaupt Sinn, TM an Stelle einer kompletten Neueinrichtung zu verwenden?

    lg Daniel
     
  2. orcymmot

    orcymmot Normande

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    Meiner Meinung nach nicht, denn du bekommst meines Wissens nach ein 100%iges Abbild des zuvor genutzten Macs bzw. dessen Backup. Wenn du „Altlasten“ vermeiden möchtest, kommst du um ein händisches Kopieren der gewünschten beizubehaltenden Daten nicht herum.
     
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  3. MACaerer

    MACaerer Roter Winterkalvill

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    Wenn du einen "sauberen Mac" (was auch immer das heißen mag) haben willst ist ein Restore aus einem BackUp der falsche Weg, weil das Restore den vorherigen Stand inklusive des Systems und aller Altlasten 1 : 1 wieder herstellt. Dabei ist es egal ob das BackUp von der TimeMachine oder einem anderen BackUp-Programm erstellt wurde. Etwas mehr Steuerungs-Möglichkeiten für Daten die zurückgeholt werden sollen hast du allerdings, wenn du eine cleane Neuinstallation des Systems vornimmst und dann die Daten aus dem BackUp mit Hilfe des Migrations-Assisteten zurückholst. Dabei hast du die Wahl was du zurückholen möchtest. Benutzerkonten und Programme sind in der Regel unkritisch, die Option "Sonstige Verzeichnisse und Dateien" sollte man aber besser deaktivieren.
    Allerdings muss man sich schon fragen was du dir von dem ganzen Aufwand versprichst. Wenn dein Mac ohne zu mucken und störungsfrei läuft würde ich mir das Ganze nicht antun. Nötig ist das allenfalls dann, wenn es Probleme gibt ala "Mein Mac läuft so langsam" oder wenn ein neues Boot-Medium eingebaut werden muss. Ansonsten bringt das nicht wirklich etwas.
     
    #3 MACaerer, 15.03.19
    Zuletzt bearbeitet: 15.03.19
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  4. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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    Die einen holen den Rasenmäher raus, andere polieren das Autoblech, und mancher setzt halt seinen Rechner neu auf.
     
  5. Carcharoth

    Carcharoth Rhode Island Greening

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    Eher so 99%. Einige Sachen wie z.B. Caches werden nicht mitgesichert.

    Der Befehl sudo mdfind "com_apple_backup_excludeItem = 'com.apple.backupd'" listet diese Sachen auf.
     
  6. Scotch

    Scotch Juwel aus Kirchwerder

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    Alles. Programme, Nutzerdaten (inkl. aller Einstellungen), Systemeinstellungen... Soll heissen: Ein verkonfiguriertes oder zugemülltes System findet man nach Restore in exakt dem gleichen Zustand wieder vor ;)

    Nein, dafür ist dann der Migrationsassistent (kann auch auf TM-Backups zugreifen) die bessere Wahl. Da hat man (etwas) mehr Kontrolle darüber, was auf die neue Installation kopiert wird.
     
  7. dawaske

    dawaske Granny Smith

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    Ertappt :) Der Grund für die Neuinstallation ist ein SSD-Upgrade. Und abgesehen von dem erheblichen Zeitaufwand hätte ich bei einer kompletten Neueinrichtung dann auch noch ein ganz anderes Problem: Dropbox: Kostenlose Accounts künftig auf drei Geräte limitiert. Was tun also?