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Warum Microsoft vor Apple?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von beatle1982, 03.03.09.

  1. beatle1982

    beatle1982 Starking

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    Moin Leute
    Ich habe eine ehrliche Frage und würde mich freuen, wenn es nicht im Bashing gegen Microsoft endet.
    Ich habe mich heute gefragt, warum es Microsoft geschafft hat, einen so großen Markanteil im Gegensatz zu Apple zu erobern. Ich meine, beide Firmen haben ja mal in einer Garage angefangen und liegen auch nur ein Jahr im Bezug auf ihre Gründung auseinander.
    Gab es da spezielle Strategien bei Microsoft, hatten sie einfach nur Glück? Wie hat sich der heutige Status entwickelt?
    Danke!
     
  2. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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    Ich vermute deswegen, weil Microsoft halt schon immer für alle Hersteller von PC's Software geliefert hat.
     
  3. Gartenzwerg

    Gartenzwerg Leipziger Reinette

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    Puh - sehr gute Frage! Beiden haben ja gleichmäßig angefangen. Während Microsoft allerdings 100PCs verkauft hat, hat Apple nur 3Macs verkauft..

    oder so. ;)
     
  4. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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    Soweit ich weiss hat Microsoft ja auch schon recht früh Regierungsaufträge erhalten. Ich glaub bei Apple war das nicht der Fall.
     
  5. Teo

    Teo Schweizer Glockenapfel

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    Billiboy war allerdings mal bei Apple angestellt, bevor er überhaupt an ein eigenes Betriebssystem gedacht hat. Diese Aussage ist also nicht wirklich stichhaltig.
     
  6. eyecandy

    eyecandy Graue Französische Renette

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    einige antworten in diesem dokudrama:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Pirates_of_Silicon_Valley
     
  7. nadal1

    nadal1 Jerseymac

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    Ist eben so, du gehst in nen Laden, kaufst dir nen Pc und da ist Windows drauf.
    :(
     
  8. beatle1982

    beatle1982 Starking

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    Ok, das ist ja vielleicht heute der Fall, in den 70ern aber nicht, oder?
    Ich glaube, ich werde mich mal mit "Pirates of Silicon Valley" beschäftigen. Wenn es den in der Videothek gibt.
     
  9. GunBound

    GunBound Pohorka

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    Steve Jobs' Biographie meint dazu, dass verschiedene Dinge dazu geführt haben, dass der Konzern Apple (der übrigens früher weit vor Microsoft lag) an Marktanteil verloren hatte:
    • Steve Jobs wollte den Macintosh herausbringen (damals den Super-PC). Das gelang ihm auch, nur wusste Niemand, wie man darauf programmieren musste (eine böse Zunge sagte dazu: "Für den Mac gibt es fünf Programme: MacPaint, MacWrite, Word — ach, und noch Microsoft Word und Microsoft Excel" [so ähnlich]).
    • Dummerweise arbeitete Apple zur gleichen Zeit am Macintosh und an einem Apple Lisa (Steve Jobs wollte zuerst diesen Computer entwickeln, wechselte dann aber, als er sah, was Jef Raskin mit dem Mac machte, in diese Abteilung [sprich: Er hat Raskin verdrängt]). Der Apple Lisa war leistungsschwächer als der Mac, hatte dafür ein zweites Diskettenlaufwerk und kostete stolze 10'000 $. Apple machte sich also selbst Konkurrenz.
    • Ich habe es angetönt: Steve Jobs verdrängte gerne mal Leute, wenn es ihm passte. Irgendwann wurde seine Laune für die Apple-Mitarbeiter zu unerträglich: Er musste gehen. Damit war die dicke Luft im Apple-Konzern beseitigt, jedoch auch ein exzellenter Manager (man vergleiche mit vor ein Paar Jahren Passiertem). Nachfolger war John Sculley (ehem. Chef bei Coca Cola), der sich mit Computer eigtl. überhaupt nicht auskannte.
    • IBM nutzte das Dilemma bei Apple und baute seine Marktposition rapide aus: Ihre PC-Sparte hatten sie lange Zeit zu wenig beachtet (IBM glaubte, Computer seien nicht massentauglich). Das war jetzt passé, und sie holten Microsoft ins Rennen. Ein paar kleine Streitigkeiten, welches OS man verwenden sollte (das früher von MS programmierte OS/2 oder das spätere MS-DOS bzw. dann Windows) gab es noch, aber man sieht schnell: Apple geriet immer mehr ins Hintertreffen.

    Dass Apple ohne Steve Jobs nicht gut lebte, realisierte man dann irgendwann (genauer: 1997). Vor der Mac/Lisa-Krise war Apple absolut in einer marktführenden Position: Die Modelle Apple ][, Apple ][c und Apple ][e waren Kassenschlager und hochmodern damals: Ein sauberes Design, ein kleines Format und ein brauchbares System (wohlgemerkt: mit Programmier-Sprache BASIC von Microsoft!) waren die Kaufargumente. Das ging so weit, als dass Microsoft zuerst für die Apple-Plattform programmierte als für IBM (MS Office erschien zuerst auf dem Apple). Apple war dafür bekannt, nicht für Abdriften.
    Also folgten auf John Sculley der Deutsche Michael Spindler (unter dem dann Apple noch mehr Verluste melden musste), dann Gil Amelio, der versicherte, Apple innerhalb von etwa vier Jahren wieder rentabel zu machen. Der blieb 100 Tage, dann wurde er gefeuert. Als Interim-CEO erschien — Steve Jobs.
    Zwar hatte Gil schon Vieles wieder in den Griff gekriegt, doch Steve beseitigte noch die restlichen Mängel: Unter anderem die gigantische Produktpalette (Apple verkaufte Ende 1997 über 40 Geräte, davon mind. 15 Computermodelle). Diesen Geräten fiel auch der Newton zum Opfer (ein PDA mit Handschriftenerkennung), wohl, weil dieser unter John Sculley entstand, dem "Feind" Steves.

    Heute kennst du die Situation ja: Apple ist in einer kleinen Position, holt aber mächtig auf — vor allem, seit Microsoft mit Windows Vista der "Anti-Coup" gelungen ist.



    Edit: Da wurde ja viel geschrieben, während ich hier beschäftigt war. :D
     
    floonparty und beatle1982 gefällt das.
  10. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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    Exakt: Selbst Michael Dell riet damals dazu den maroden Laden Apple dicht zu machen...
     
  11. Teo

    Teo Schweizer Glockenapfel

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    Sculley war allerdings nicht bei Coca Cola, sondern bei Pepsi Cola. Am Besten selbst den Pirates of the Sillicon Valley anschauen, ich glaube entsprechende YT-Links gibt's hier irgendwo im Forum.
     
  12. beatle1982

    beatle1982 Starking

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    Ja, cool. Vielen Dank für die Antworten - das hat mich doch schon echt schlauer gemacht.
     
  13. vcr80

    vcr80 Doppelter Melonenapfel

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    Mike Scully hat Apple in den Ruin getrieben. Zu viele Produkte, alle schlecht und zu teuer.
     
  14. GunBound

    GunBound Pohorka

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    Du meinst wohl John Sculley oder Michael Spindler? Bei Beiden könnte deine Aussage (böse gesagt) zutreffen.
     
  15. vcr80

    vcr80 Doppelter Melonenapfel

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    lool ja, John Sculley, mir war grade Mike Scully von den Simpsons geläufig, aber ja ich meine natürlich den Pepsi Sculley, der Steves Job eingenommen hat ;)
     
  16. Kralle205

    Kralle205 Weißer Winterglockenapfel

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    Ob das jetzt gut oder schlecht ist, die Entwicklung, weiß man aber nicht, genauso gut hätte es für Apple besser laufen können, dann hätte sich IBM vll mit Apple zusammen getan, dann würde Apple vermutlich heute selbst keine Computer bauen sondern dies von IBM machen lassen und nur wie Microsoft Software herstellen.
    Dann wäre das OS vll nie so geworden wie es heute ist.
    Aber vll wäre auch alles so gekommen wie es heute auch schon ist, nur mit einem größeren Marktanteil von Seiten von Apple, stärkere Konkurenz durch Microsoft und wir hätten nicht den Nachteil das viele Programme, meist Spiele, nicht auf OSX laufen. ;)

    Wer weiß wie es gekommen wäre ;)
     
  17. Schomo

    Schomo Russet-Nonpareil

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    Soll ich ehrlich sein? Ist mir total wurscht dass Apple nicht der Marktführer ist. Vielleicht ist ein solches Dasein manchmal besser. Ich kann mit meinen Kisten alles machen was ich will. Mehr brauche ich nicht. Und das MS so dasteht wie sie es tun liegt auch an z.T. kriminellen Methoden, Konkurrenten vom Markt zu drängen. Ich erinnere nur an Quicktime...

    Gruß Schomo
     
  18. Montrak

    Montrak Uelzener Rambour

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    Scully und Spindler haben Apple nicht in den Abgrund getrieben. Sie haben nur den Abwärtstrend letztenendes nicht gestoppt. Auch schon unter Jobs hatte dies begonnen. Das grundlegende Problem bei Apple/Macintosh war und ist ja in gewisser Weise das geschlossene Sytem Hardware/Software. Der erste Macintosh hat ja deutlich über 10 000 DM gekostet, kaufkraftmässig wesentlich mehr als 5000 €. Für den Heimanwender und kleine Geschäfte war das viel zu teuer. Die erschwnglichen Kleincomputer, wie das damals hiess, waren im wesentlichen Bastellösungen, gelegentlich firmenmässig verpackt. Es gab diverse Betriebssysteme, das wichtigste zunächst CP/M. IBM hat zunächst vorgehabt das letztere auf ihren Kleinrechnern zu installieren. Die wollten aber zu hohe Lizenzgebühren. Erst dann haben sie sich an Gates und Kollegen gewandt, die dann aus einem eingekauften DOS MSDOS entwickelt haben. Gates war nie bei Jobs angestellt. Er hat nur Software für den Apple entwickelt, zuerst, weil man bei Apple keine Fkießkommaberechnungen vornehmen konnte. Im übrigen hat er Jobs gefragt, ob sie nicht das grafisch orientierte Betriebssystem und Anwendungsprogramme zusammen verbreiten wollten. Was dieser abgelehnt hat. Das erste derartige Betriebssystem gab es übrigens bei XEROX. Es gab etliche derartige Systeme. Das Problem bei den meisten war, wie bei MacOS, dass sie nicht auf Intelprozessoren liefen.
     
  19. unknown7

    unknown7 Saurer Kupferschmied

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    Auch wenns schon ein bisschen OT ist:
    Ich gebe dir Recht! Mir ist es auch lieber dass nicht alle einen Mac haben. Nicht weil dann jeder sagt: "OH, der hat einen Mac, wie geil!" sondern weil es einfach wirklich oft Vorteile hat. Man sehe sich nur mal die Sache mit den Viren an. Wenn Mac OS so häufig vorkäme wie Windows, dann wäre das sicher auch scho X Mal öfter angegriffen worden.
    Außerdem zaubert es mir immer wieder ein lächeln ins Gesicht, wenn jemand mit einem Computerproblem zu mir kommt, das is den meisten Fällen für mich mittlerweile undenkbar wäre. Dazu muss ich sagen, dass ich mit Dos, Win 95, Win 98, XP usw aufgewachsen bin und seit ich 9 bin an meinen Computern rumgespielt hab. Aber seitdem ich zu Apple geswitched bin gibts viele Probleme einfach nicht mehr. Ich weiß nicht ob das auch so wäre, wenn ein Mac mit OS X ein Computer wäre, den sich jeder Depp kauft, weil halt Standard ist.
    Und auf die 300€ mehr alle 4 Jahre für ein neues Gerät sch*** ich mit Verlaub gesagt, das ist es Wert!
     
  20. floonparty

    floonparty Kaiser Wilhelm

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    Im Grunde macht Apple heute ja auch noch kaum was anderes als damals, nur das sie keine Hardware mehr selbst entwickeln, sondern Systeme zusammenstellen und ihre Software darauf an passen! Theoretisch lässt dich doch auf jeden Rechner Windows installieren aber nicht OS X!
    Deswegen läuft doch OS X so einfach stabil!
     

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