• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Vibrator sendet Daten zum Hersteller

Michael Reimann

Geschäftsführung
AT Administration
Registriert
18.03.09
Beiträge
10.348
Mit leichtem Schmunzeln haben wir heute morgen die Meldung auf fusion.net gelesen, dass der Amerikanische Hersteller We-Vibe derzeit ein kleines Sicherheitsproblem mit einem seiner Sexspielzeuge hat.

Der "We Vibe 4 Plus" genannte Vibrator lässt sich per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und kann dann mit diesem fernbedient werden. Dazu bietet er verschiedene Modi der Stimulierung. Getrennt lebende Paare können außerdem die Funktion für ihren Partner freigeben, so dass der Plus 4 auch aus der Ferne gesteuert werden kann.

Wie das Newsportal schreibt, wurde am vergangenen Freitag auf der Hacker-Konferenz Defcon in Las Vegas bekannt, dass das Gerät Daten über die Intensität, die Temperatur und die Dauer der Nutzung über die Netzwerkverbindung der Smartphones an den Hersteller sendet. Zwei Hacker hatten sich den Code der zugehörigen App angesehen und dabei dieses Verhalten herausgefunden.

Konfrontiert mit dieser Aussage gab der Hersteller Standard Innovation Cooperation an, dass die Daten zu Marktforschungszwecken erhoben würden. Eine genaue Betrachtung der Nutzungsbedingungen ergab zwar keinen konkreten Hinweis auf die Datensammelwut, schließt diese aber auch nicht explizit aus.

Die Sicherheitsforscher raten, während der Nutzung des Gerätes den Flugmodus zu aktivieren, damit es keine Daten an seinen Hersteller übermitteln kann. Eine Steuerung aus der Ferne ist damit dann allerdings nicht mehr möglich.

Via: fusion.net, Foto: We Vibe


zurück zum Magazin...
 
Das ist ja gerade das Erschreckende, dass man mit einem "leichten Schmunzeln" über diese Sache hinweggeht. Aber wenn man es richtig bedenkt ist das ein Horrorszenario mit einem sehr tiefen Eingriff in die wirklich intimste Intimsphäre von Menschen, die sich vertrauensvoll so ein Sex-Spielzeug kaufen. Ich finde das ist Spannen auf dem höchsten Niveau und eigentlich sollte der US-Gestzgeber dem Unternehmen ganz gewaltig auf die Finger hauen.

MACaerer
 
Das ist ja gerade das Erschreckende, dass man mit einem "leichten Schmunzeln" über diese Sache hinweggeht. Aber wenn man es richtig bedenkt ist das ein Horrorszenario mit einem sehr tiefen Eingriff in die wirklich intimste Intimsphäre von Menschen, die sich vertrauensvoll so ein Sex-Spielzeug kaufen. Ich finde das ist Spannen auf dem höchsten Niveau und eigentlich sollte der US-Gestzgeber dem Unternehmen ganz gewaltig auf die Finger hauen.

ich kann das schon verstehen, für die Produktentwicklung ist es enorm wertvoll und hilfreich, das Nutzungsverhalten der Kunden zu kennen, einfach um ein optimales Produkt zu entwickeln. Und nie war es so einfach, das Nutzungsverhalten zu monitoren. Daher glaube ich nicht, dass da eine böse Intention hintersteht.

Trotzdem denke ich, sollte der Gesetzgeber klare Rahmenbedingungen schaffen, dass das ganze für den Kunden transparent geschieht.
 
Das ist ja gerade das Erschreckende, dass man mit einem "leichten Schmunzeln" über diese Sache hinweggeht. Aber wenn man es richtig bedenkt ist das ein Horrorszenario mit einem sehr tiefen Eingriff in die wirklich intimste Intimsphäre von Menschen, die sich vertrauensvoll so ein Sex-Spielzeug kaufen. Ich finde das ist Spannen auf dem höchsten Niveau und eigentlich sollte der US-Gestzgeber dem Unternehmen ganz gewaltig auf die Finger hauen.

MACaerer

Das ist natürlich einerseits eine wichtige Forderung. Andererseits sollte man bei allem, was in irgendeiner Weise mit einer App daher kommt generell vorsichtig sein. Gerade bei amerikanischen Produkten, deren Datenschutzbestimmungen nicht den hohen Stellenwert haben, ist immer eine gehörige Portion Skepsis angebracht.

Im Prinzip geht es hier ja um das "Internet der Dinge" zu dem dann halt auch dieser Vibrator gehört. Das wird noch sehr spannend in der Zukunft.
 
Stimmt, das war eine von mir gar nicht beabsichtigte Doppeldeutigkeit. :innocent:
Als Außenstehender kann man sich natürlich darüber köstlich amüsieren. Aber der/die Betroffenen werden das gar nicht lustig finden.

MACaerer
 
Ist schon fraglich, wer sich solche Dinge reinschiebt [emoji23]
 
Wenn es wenigstens eine adäquate Erfolgskontrolle geben würde. Dann könnte man das unter Qualitätssicherung laufen lassen.
 
  • Like
Reaktionen: APPL12
Na die Kontrolle möchte ich dann schon vollumfänglich allein haben,wenn Mann so ein Gerät benutzt.
 
  • Like
Reaktionen: APPL12
Na die Kontrolle möchte ich dann schon vollumfänglich allein haben,wenn Mann so ein Gerät benutzt.
Genau [emoji23][emoji23][emoji23]
Aber man muss schon ziemlich am Ende sein- um sowas überhaupt nutzen zu müssen. Man stelle sich mal vor, solch ein Ding explodiert? 'Was für eine schweinerei' [emoji23][emoji23][emoji23][emoji23]
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: raven