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US-Geldautomaten: Bald sollen Bargeldbehebungen mit Apple Pay möglich sein

Martin Wendel

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In den USA wird es einem Bericht von TechCrunch nach bald möglich sein, über Apple Pay kontaktlos an Geldautomaten Bargeld zu beheben. Die beiden US-Banken Wells Fargo und Bank of America arbeiten an entsprechenden Technologien, um NFC-fähige Smartphones und deren digitale Geldbörsen an den Geldautomaten zu unterstützen.

Konkret bestätigt wurde die Unterstützung von Apple Pay zwar nicht, wirkliches Geheimnis machen die beiden Banken aber auch nicht daraus. So gab ein Manager von Wells Fargo auf die Frage, ob nach Android Pay auch Apple Pay unterstützt wird, lachend zu: "Ich denke das ist eine gute Einschätzung." Auch ein Pressesprecher der Bank of America deutete an, dass eine Unterstützung von Apple Pay folgen wird.

Apple selbst wollte sich bisher nicht dazu äußern. TechCrunch vermutet, dass es Kunden möglich sein wird, das iPhone an den NFC-Leser zu halten und dann ohne Kredit- oder Debitkarte Geld vom Automaten zu beheben. Die Bestätigung würde vermutlich über einen Fingerabdruck-Scan oder über einen Passcode erfolgen. TechCrunch merkt an, dass diese Technologie dem "Skimming", also dem Kopieren der Kartendaten durch einen manipulierten Kartenleser, einen Riegel vorschieben würde.

Via TechCrunch

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Jeder, wirklich jeder trägt 'ne Kredit- oder EC-Karte mit sich. Leute wurden und werden von Kriminellen gezwungen, damit Geld abzuheben. Macht überhaupt keinen Unterschied.
 
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Die kriminelle Energie die nötig ist von einer fremden Person das Geld direkt zu erpressen oder die Person zum Geld abheben zu zwingen, ist dann aber schon noch eine andere als durch technische Hilfsmittel die Bank pin zu klauen.
 
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man, wie gerne hätte ich Apple Pay (oder ein vergleichbares System) in Deutschland.
 
Jetzt wo das Bargeld abgeschafft werden soll kommt Apple mit DER Idee!?

Wo da jetzt genau der Vorteil liegt ist mir immer noch nicht bewusst. NFC Zahlungen funktionieren bereits jetzt schon in Deutschland. Da braucht man kein Apple Pay für. ;)
 
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Jetzt wo das Bargeld abgeschafft werden soll kommt Apple mit DER Idee!?
Wie so denn Apple? Apple rüstet die Automaten doch nicht um, sondern die Banken. Das macht aber auch Sinn, wenn Leute Apple pay Nutzen lassen Sie Ihre Geldbörse vielleicht ganz zu Hause, da macht es schon Sinn mit dem iPhone im Notfall auch Bargeld besorgen zu können.
 
Lieber muffy, diese Art von Wegelagerei kannst du doch genau so auch mit einer girocard haben.
Leute wurden und werden von Kriminellen gezwungen, damit Geld abzuheben. Macht überhaupt keinen Unterschied.
Da habt ihr beide natürlich recht. Meiner Meinung nach könnte aber die Hemmschwelle für Kriminelle in Zukunft sinken, über Wegelagerei an Geld zu kommen.
Den Finger eines Opfers gegen seinen Willen auf den Touch-ID-Sensor zu legen und die Abhebung von Geld zu erzwingen, bedarf weniger krimineller Energie als die PIN aus ihm "herauszuprügeln".
Mit anderen Worten: Das Opfer trägt in Zukunft die PIN direkt am Daumen. Es wäre in etwa so, wie wenn das Opfer die PIN auf einem Zettel in der Jackentasche mitführt.
 
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In Zukunft schreibt eben jeder seinen pin auf den metallgriff an der Tür, auf das Glas, aus dem er trinkt, auf jede beliebige hinreichend glatte Oberfläche und es wird als Fortschritt gefeiert.

Wie war das mit der Augenerkennung die mit hochauflösenden Wahlplakaten funktioniert?

Biometrie ist eine schöne Spielerei, für das entsperren auch okay, aber sensible Daten sind am besten durch ein Passwort geschützt. Dagegen hilft nichts anderes. Die biometrischen Daten hinterlassen wir täglich millionenfach.
 
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Leute, was ist los mit euch? Rechthabersyndrom? Es ging mir einfach nur darum, dass sehr, sehr viele Menschen eine Bankkarte mit sich führen und dass es keinen Unterschied macht, ob nun mit Watch oder Karte Geld abgehoben wird.

Menschen mit krimineller Energie werden in beiden Fällen in der Lage sein, Abhebungen zu erzwingen oder euer Bargeld stehlen, wenn ihr eben keine Karte verwendet und/oder bei euch tragt. Jetzt trinkt 'nen Tee/Kaffee/Getränk eurer Wahl und entspannt euch wieder. LOL
 
Meiner Meinung nach könnte aber die Hemmschwelle für Kriminelle in Zukunft sinken, über Wegelagerei an Geld zu kommen...
Das glaube ich eher nicht. In welcher Art und Weise einen Menschen zu etwas zu zwingen, ob per körperlicher oder sprachlicher Gewalt, spielt keine Rolle. Egal, ob ich jemanden erpresse, mir seine PIN zu nennen oder aber seinen Fingerabdruck zur Verfügung zu stellen...die wirkliche Hemmschwelle stellt in diesem Falle schon der Tatentschluss alleine dar. Es ist völlig egal, ob ich vom Opfer die PIN oder den Daumen will, die Hemmschwelle liegt woanders...;).
 
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@Cohni das Bargeld abknöpfen hast du noch vergessen. Das geht nämlich auch und zwar ohne jegliche technische Art zu nutzen.

Der einzige Vorteil an Apple Pay ist nur, das man die Geldbörse gar nicht mehr braucht. Das geht aber auch jetzt schon und das in Deutschland und das ohne Apple Pay. Aber egal. ...wer hat's erfund'n??? :)
 
die wirkliche Hemmschwelle stellt in diesem Falle schon der Tatentschluss alleine dar. Es ist völlig egal, ob ich vom Opfer die PIN oder den Daumen will [...]
Ja, das stimmt schon, der Tatentschluss ist diesbezüglich schon entscheidend. Es ist aber zusätzlich auch von Bedeutung, was zur Tatausübung unternommen werden musste.
Aus meiner Sicht sind das Stehlen eines Fingerabdrucks, den sich der Täter selbst aneignen kann (Diebstahl oder minder schwerer Fall des Raubes) und die Nötigung eines Opfers zur Aushändigung der PIN (räuberische Erpressung oder schwerer Raub) zwei unterschiedliche Dinge. Letzteres wird in der Regel härter bestraft.

Das bedeutet natürlich nicht unbedingt, dass sich Kriminelle nun mehr zu Straftaten dieser Art animiert sehen. Die Täter planen eine Straftat ja nicht in Abhängigkeit des Strafmaßes. Da das Strafmaß aber im Regelfall auch einen Indikator dafür ist, was zur Tatausübung unternommen werden musste, könnten gefasste Kriminelle wohl beim Stehlen des Fingerabdrucks mit milderen Urteilen rechnen als bei der klassischen PIN. Genaueres wird aber wohl erst die tatsächliche Rechtspraxis zeigen, wenn es zu solchen Fällen kommt. Im Moment ist die Geldabhebung über Touch ID ja noch nicht möglich.

Generell bleiben aber auch die Zweifel daran, ob biometrische Verfahren zur Authentifizierung bei wirklich wichtigen Dingen in Zukunft angebracht sind. Da hat @MacMac512 schon ganz recht.
 
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Aus meiner Sicht sind das Stehlen eines Fingerabdrucks, den sich der Täter selbst aneignen kann (Diebstahl oder minder schwerer Fall des Raubes) und die Nötigung eines Opfers zur Aushändigung der PIN (räuberische Erpressung oder schwerer Raub) zwei unterschiedliche Dinge. Letzteres wird in der Regel härter bestraft...
Mhm...ich will ja keine rechtliche Haarspalterei betreiben, aber das scheint mir schon ein wenig durcheinander.

Die erste Frage wäre, wie man einen Fingerabdruck "stehlen" kann? Gehört einem der eigene Fingerabdruck, wenn man ihn irgendwo hinterlässt? Begeht dann die Putzfrau eine Sachbeschädigung, wenn sie des Nächtens im Büro meine Fingerprints entfernt? ;)

Normalerweise befindet sich der Fingerabdruck an einem Gegenstand. Den muss man erstmal stehlen, wenn man nicht die Möglichkeit der Sicherung vor Ort hat. Und wenn ohne Gegenstand, was soll das für eine Straftat sein, irgendwo einen fremden Fingerprint zu sichern?

Jedenfalls braucht man noch irgendwann das Telefon dazu. Das kann man natürlich rauben oder stehlen. Dann wäre es aber auch recht schnell über die Cloud löschbar. Alles eher theoretisch.

Und die nächste Frage wäre dann auch, ob man nicht zusätzlich in den Bereich des 263a StGB (Computerbetrug) käme. Fingerabdrücke reproduzieren und iPhone manipulieren könnte dem schon entsprechen.

Ein bunter Strauß an möglichen Straftaten also.

Wie kommst Du bei dieser Konstellation auf den minder schweren Fall des Raubes? Einen Fingerabdruck kann man nicht rauben, höchsten den Gegenstand, auf dem er ist. Und warum sollte man sich die Mühe machen, einen Gegenstand mit einem bestimmten Fingerabdruck zu rauben, um ihn zu reproduzieren? Dann muss man auch noch das iPhone rauben oder stehlen. Warum raube ich nicht gleich das iPhone und zwinge den Geschädigten zur Benutzung seines FP?

Rein rechtlich betrachtet sehe ich bei beiden Varianten (PIN, FP) die gleichen möglichen Straftatbestände und keineswegs einen höheren Anreiz durch das iPhone.

Aber ich fürchte, das wird hier langsam sehr OT....;)

EDIT PS: Theoretisch besteht schon die Möglichkeit, derartige Straftaten wie befürchtet zu begehen. Wenn auch etwas umständlicher. Als DiBa-Kunde hat man die Möglichkeit vom TAN-Verfahren auf das SmartSecure-Verfahren zu wechseln, welches auch nur mit Fingerabdruck funktionieren kann. Ich zwinge also ein Opfer, eine Überweisung nur per Fingerabdruck zu autorisieren. Den Rest erspare ich mir, denn hier soll keine Anleitung stehen.

In diesem Zusammenhang ist mir eine Anhäufung derartiger Straftaten nicht bekannt. Es gibt sie, aber jetzt nicht herausragend im Vergleich zum Raub einer Karte und Erpressung der PIN.
 
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