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Wie The New York Times berichtet, haben mehrere Mobilfunkanbieter aus Frankreich und womöglich auch aus anderen europäischen Ländern, die das iPhone vertreiben, eine inoffizielle Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Der Grund sind die Verträge von Apple mit den Mobilfunkern, die – so der Vorwurf – den Wettbewerb einschränken würden. Die österreichische Tageszeitung Die Presse hat sich daraufhin bei Mitarbeitern von Mobilfunkanbietern, die nicht namentlich genannt werden möchten, umgehört und einige interessante Details veröffentlicht.[PRBREAK][/PRBREAK]
Die EU-Kommssion hat bestätigt, dass die Verträge von Apple mit den Mobilfunkanbietern untersucht werden, eine Wettbewerbsprüfung wurde jedoch noch nicht eingeleitet. Dazu ist die EU-Kommission erst dann verpflichtet, wenn eine offizielle Beschwerde eingereicht wird. The New York Times sieht die Untersuchung jedoch als Zeichen dafür, dass die EU-Kommission die Vorwürfe der Mobilfunkanbieter ernst nehme. Eine Unternehmenssprecherin von Apple hat sich zu der Situation geäußert und sagt, dass alle Verträge den örtlichen Gesetzen entsprechen würden.
Was es mit den Verträgen zwischen Apple und den Mobilfunkanbietern auf sich hat, konnte zu einem gewissen Teil Die Presse herausfinden. Die Informationen stammen von Mitarbeitern österreichischer Mobilfunkanbieter, die aufgrund der Verschwiegenheitsklausel in den Verträgen anonym bleiben möchten. Sobald ihnen diese Anonymität zugesichert wurde, hörte man Aussagen wie: "Was Apple bei den Verträgen mit uns betreibt, grenzt schon an Erpressung."
"Apple schreibt vor, wie viele Handys man in einem bestimmten Zeitraum verkaufen muss. Erreicht man diese Zahl nicht, muss man pro nicht verkauftem Handy zwischen 200 und 300 Euro an Apple als Werbekostenzuschuss bezahlen", erzählt ein Mitarbeiter eines Mobilfunkbetreibers. Auch bezüglich der Werbung hat Apple strikte Vorgaben ausgehandelt. Die TV-Werbung für das iPhone müsse von den Mobilfunkbetreibern bezahlt werden, man habe aber so gut wie kein Mitspracherecht: "Wir dürfen am Ende unser Logo einblenden, aber das war's." Ähnlich sieht es bei Pressemeldungen und Werbetexten aus. Diese würden von Apple stammen, der Mobilfunker dürfe keinen einzigen Satz hinzufügen – gerade mal der Briefkopf des Unternehmens sei erlaubt. Selbst die kleinsten Details, etwa wie und in welchem Umfeld die Geräte in den Filialen präsentiert werden, seien vorgeschrieben.
Zum Teil habe man sich jedoch selbst in diese Situation hineingeritten, erzählt einer der Mitarbeiter. Nachdem das iPhone nicht mehr exklusiv bei einem Anbieter erhältlich war, habe man nur geringfügige Änderungen an den Verträgen vorgenommen. "Jeder war froh, dass er das iPhone im Programm hat. Die Bedingungen waren fast egal." Stéphane Richard, CEO von Orange, hat sich vor etwa einem Monat zu diesem Thema geäußert. Apple sei unter der Führung von Tim Cook ein wenig flexibler und ein bisschen weniger arrogant, als noch zu Zeiten von Steve Jobs (wir berichteten).
Via The New York Times, Die Presse (1|2)
Die EU-Kommssion hat bestätigt, dass die Verträge von Apple mit den Mobilfunkanbietern untersucht werden, eine Wettbewerbsprüfung wurde jedoch noch nicht eingeleitet. Dazu ist die EU-Kommission erst dann verpflichtet, wenn eine offizielle Beschwerde eingereicht wird. The New York Times sieht die Untersuchung jedoch als Zeichen dafür, dass die EU-Kommission die Vorwürfe der Mobilfunkanbieter ernst nehme. Eine Unternehmenssprecherin von Apple hat sich zu der Situation geäußert und sagt, dass alle Verträge den örtlichen Gesetzen entsprechen würden.Was es mit den Verträgen zwischen Apple und den Mobilfunkanbietern auf sich hat, konnte zu einem gewissen Teil Die Presse herausfinden. Die Informationen stammen von Mitarbeitern österreichischer Mobilfunkanbieter, die aufgrund der Verschwiegenheitsklausel in den Verträgen anonym bleiben möchten. Sobald ihnen diese Anonymität zugesichert wurde, hörte man Aussagen wie: "Was Apple bei den Verträgen mit uns betreibt, grenzt schon an Erpressung."
"Apple schreibt vor, wie viele Handys man in einem bestimmten Zeitraum verkaufen muss. Erreicht man diese Zahl nicht, muss man pro nicht verkauftem Handy zwischen 200 und 300 Euro an Apple als Werbekostenzuschuss bezahlen", erzählt ein Mitarbeiter eines Mobilfunkbetreibers. Auch bezüglich der Werbung hat Apple strikte Vorgaben ausgehandelt. Die TV-Werbung für das iPhone müsse von den Mobilfunkbetreibern bezahlt werden, man habe aber so gut wie kein Mitspracherecht: "Wir dürfen am Ende unser Logo einblenden, aber das war's." Ähnlich sieht es bei Pressemeldungen und Werbetexten aus. Diese würden von Apple stammen, der Mobilfunker dürfe keinen einzigen Satz hinzufügen – gerade mal der Briefkopf des Unternehmens sei erlaubt. Selbst die kleinsten Details, etwa wie und in welchem Umfeld die Geräte in den Filialen präsentiert werden, seien vorgeschrieben.
Zum Teil habe man sich jedoch selbst in diese Situation hineingeritten, erzählt einer der Mitarbeiter. Nachdem das iPhone nicht mehr exklusiv bei einem Anbieter erhältlich war, habe man nur geringfügige Änderungen an den Verträgen vorgenommen. "Jeder war froh, dass er das iPhone im Programm hat. Die Bedingungen waren fast egal." Stéphane Richard, CEO von Orange, hat sich vor etwa einem Monat zu diesem Thema geäußert. Apple sei unter der Führung von Tim Cook ein wenig flexibler und ein bisschen weniger arrogant, als noch zu Zeiten von Steve Jobs (wir berichteten).
Via The New York Times, Die Presse (1|2)
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Ich war damals so froh als man die ersten iPhones direkt ohne Netlock bei Apple kaufen konnte - ich Kauf meinen VW ja auch direkt beim VW-Händler und nicht über 8 Ecken irgendwo anders... Ich tippe mal: in ein oder zwei Jahren wird sich die EU sicherlich der Fragestellung annehmen...