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Feature Tim Cook outet sich: „Ich bin stolz, schwul zu sein“

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Martin Wendel

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In einem Artikel im Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek bekennt sich Apple-CEO Tim Cook erstmals offen zu seiner Homosexualität. „Ich bin stolz, schwul zu sein, und sehe es als eines der größten Geschenke Gottes an mich an“, so Cook. Bereits seit längerem galt seine Homosexualität als offenes Geheimnis, Cook selbst hat sich in der Öffentlichkeit über sein Privatleben bisher aber bedeckt gehalten. „Seit mehreren Jahren gehe ich mit meiner sexuellen Orientierung gegenüber vielen Leuten offen um. Viele meiner Kollegen bei Apple wissen, dass ich schwul bin, und ich werde deshalb nicht anders behandelt.“[prbreak][/prbreak]

Die Entscheidung, sich öffentlich zu outen, sei nicht einfach gewesen, so Cook. Der Schutz seiner Privatsphäre sei ihm immer sehr wichtig gewesen, habe ihn gleichzeitig aber bei viel wichtigeren Entscheidungen in seinem Leben zurückgehalten. „Ich glaube sehr stark an die Worte von Dr. Martin Luther King. Er sagte: ‚Die ständige und dringendste Frage des Leben lautet: Was machst du für andere?‘“, erklärt Cook. „Ich sehe mich selbst zwar nicht als Aktivist, aber ich habe erkannt, wie sehr ich von den Opfern anderer profitiert habe.“ Falls sich durch sein Outing nun andere Leute bestärkt fühlen, sei das ein guter Tausch gegen seine eigene Privatsphäre.

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Bild von Valery Marchive (flickr), bestimmte Rechte vorbehalten

„Schwul zu sein hat mir ein tieferes Verständnis davon gegeben, was es bedeutet, Teil einer Minderheit zu sein, und mit welchen Herausforderungen Menschen anderer Minderheiten jeden Tag zu kämpfen haben. Es machte mich einfühlsamer und hat mein Leben bereichert. Es war zeitweise zwar hart und unangenehm, es hat mir aber die Zuversicht gegeben, meinen eigenen Weg zu beschreiten und über Widrigkeiten und Engstirnigkeit hinauszuwachsen. Es hat mir auch die dicke Haut eines Nashorns verschafft – sehr hilfreich als CEO von Apple“, so Cook.

Teil des sozialen Fortschritts sei die Erkenntnis, dass ein Mensch nicht durch seine Sexualität, seine Hautfarbe oder sein Geschlecht bestimmt wird. Tim Cook ist sehr stolz darauf, ein Unternehmen wie Apple führen zu können, das sich seit langem für Menschenrechte und die Gleichheit aller einsetzt. Als Beispiel nennt Cook eine Initiative zur Gleichberechtigung am Arbeitsplatz oder den Einsatz gegen die Diskriminierung homosexueller Menschen in Arizona. Apple wird weiter dafür kämpfen und auch Cook selbst wird sich für die Gleichheit aller Menschen einsetzen, bis er „den Löffel abgibt“. „Wir pflastern den sonnenbestrahlten Weg zur Gerechtigkeit gemeinsam, Stein für Stein. Das ist mein Stein.“

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Mehr als 5.000 Apple-Mitarbeiter und Angehörige unterstützen die LGBT-Community bei der diesjährigen San Francisco Pride Parade (via Tim Cook).
Via Bloomberg Businessweek
 

atani

Schöner von Nordhausen
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Das ist mal ein Statement! Da unsere Gesellschaft noch immer nicht bereit ist Homosexuelle vollständig zu akzeptieren, begrüße ich jedes prominente Outing.

Und nein, unter Steve Jobs hätte es das auch gegeben... Bevor dieser Spruch wieder kommt...
 
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Ozelot

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Das wird weitere zahlungskräftige Kunden zu Apple bringen.

Bekanntlich hat dieses Klientel Geld.
 

marcozingel

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Ich persönlich habe generell ein Problem mit dem Satz "Ich bin stolz darauf".

Das eigentliche Problem der Moderne ist lautes Denken gepaart mit einem ausgeprägten aber flachem Narzissmus und ausgeprägtem Hang zur Selbstdarstellung.

Private Dinge sollten privat bleiben aber in oberflächlichen und Zeiten der banalen Belanglosigkeiten sucht Mann oft erfolglos nach "gehaltvollen Inhalten".
 
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Onemorething

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Das ist mal ein Statement! Da unsere Gesellschaft noch immer nicht bereit ist Homosexuelle vollständig zu akzeptieren, begrüße ich jedes prominente Outing.

Ich weiß ja nicht in welchem Dorf du wohnst, aber bei uns gibt es sogar gewählte Bürgermeister im Ort, und an fast jeder Ecke einen " Brüno" Shop.
Und warum muss der Mensch prominent sein beim Outing ?
 

Think.Different

Reinette Coulon
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Tim Cook outet sich nicht grundlos in aller Öffentlichkeit, wie er sehr schön darlegt. Deshalb ist es sehr wohl eine Meldung wert.
Du hast mich glaube ich falsch verstanden.
Ich finde es einfach schade das man immer noch so eine Große Meldung bei wem auch immer machen muss wenn Er auf einmal Männer liebt oder Sie Frauen.
Da ist meiner Meinung absolut nichts verwerfliches dran.
 

mausbaer

Seidenapfel
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Ich kenne auch Homosexuelle. Aber dumm sind die alle nicht und daher wird auch keiner von denen sein Geld zu Apple tragen, nur weil da jetzt ein bekennender Homosexueller CEO ist.
 

Hendrik1774o

Ingrid Marie
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Wie gesagt: ein offenes Geheimnis. Jeder, der sich mal einige Zeit mit ihm als Person auseinandergesetzt hat wusste es.
Es ist eigentlich schon tragisch, dass es nicht ganz selbstverständlich ist, dass jeder Mensch "gleich" behandelt wird.
Ich denke, dass Tim Cook damit wieder einen weiteren, nicht unwesentlichen Stein gelegt hat, auf dem Weg zu einer besseren Welt.

@Think.Different Sicherlich. Aber ist es hier ja nicht die Mitteilung, dass er Schwul ist. Das wussten eh schon alle. Es war sein eigenes Ziel, darauf zu setzen, dass die Medien es verbreiten - Eben DAMIT es möglichst viele Leute wissen.
Denn der eigentliche Kern des Artikels ist ja nicht, dass er Schwul ist, sondern dass er andere motiviert, zu ihrer Sexualität zu stehen.
 
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MacbookPro@Olli

London Pepping
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Du hast mich glaube ich falsch verstanden.
Ich finde es einfach schade das man immer noch so eine Große Meldung bei wem auch immer machen muss wenn Er auf einmal Männer liebt oder Sie Frauen.
Da ist meiner Meinung absolut nichts verwerfliches dran.
Richtig. So lange über so etwas noch benachrichtigt werden muss, ist etwas in der Gesellschaft nicht in Ordnung. Nur außergewöhnliche Dinge sind benachrichtigenswert – und dazu gehört definitiv nicht, homosexuell zu sein.


Zu Cook: Ich dachte, das sei allseits bekannt!? Stand das nicht sogar bei Wiki drin?
 
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Philipp Schwinn

Maren Nissen
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Das sollte eigentlich keine Meldung wert sein...
Weil es einfach jedem selbst überlassen ist wie Er/Sie liebt.
Es geht nicht um die Meldung, dass Tim Cook schwul ist, sondern darum, dass er damit an die Öffentlichkeit geht und warum. Deshalb sollte es eher keine Meldung wert sein, eine Meldung über ein Interview zu kritisieren, nur weil irgendwo das Wort homosexuell fällt...
 

iMerkopf

Holsteiner Cox
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„Ich sehe mich selbst zwar nicht als Aktivist, aber ich habe erkannt, wie sehr ich von den Opfern anderer profitiert habe."
Schöner Satz :)
 

Floricraft

Roter Delicious
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Das sollte eigentlich keine Meldung wert sein...
Weil es einfach jedem selbst überlassen ist wie Er/Sie liebt.
Er hat es ja Öffentlichen gesagt, deshalb denke ich, dass es sein entscheid gewesen ist das durch die Medien gehen zu lassen. Ich denke auch das die sexuelle Orientierung etwas (für aussenstehende) vollkommen unwichtiges ist. Jetzt kann der Vatikan Apple in die Hölle schicken....


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dakai

Salvatico di Campascio
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"Ich bin stolz..." ist vielleicht die wortwörtliche, nicht aber die eigentliche Aussage. Im englischen meint man damit in der Regel eher "Ich stehe dazu ..." oder "ich schäme mich nicht" - ersteres wäre hier wohl die bessere Übersetzung für eine Headline
 
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Think.Different

Reinette Coulon
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Es geht nicht um die Meldung, dass Tim Cook schwul ist, sondern darum, dass er damit an die Öffentlichkeit geht und warum. Deshalb sollte es eher keine Meldung wert sein, eine Meldung über ein Interview zu kritisieren, nur weil irgendwo das Wort homosexuell fällt...
Es war absolut keine Kritik....!
Ich finde es gut das große Leute wie Tim Cook sich in der Öffentlichkeit dafür einsetzten.
Ich finde es nur schade das es als etwas absolut übernatürliches Dargestellt wird was es einfach nicht ist.
 

krypto

Damasonrenette
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Ach ja die Homosexuellendiskussion. Manch einer vergreift sich im Ton. Der andere greift das auf usw.. So lassen sich Foren füllen. Alter Hut. Gute das er es gemacht hat. Der Rest der Diskussion is müßig. Kölle Alaaf!
 
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Think.Different

Reinette Coulon
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Es war keine Kritik an Time Cook oder an Homosexuelle...!
Es war eine Kritik an der Gesellschaft das zeigt das es immer noch etwas außergewöhnliches ist das jemand sich als Schwul oder Lesbisch outet.
Deshalb habe ich geschrieben "Das sollte eigentlich keine Meldung wert sein..."
 
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