"Was wäre wenn" ist immer schwierig.
Einerseits kann ich mir vorstellen, was Steve Jobs Keynotes bei euch ausgelöst haben.
Ich selbst war zu seinen Lebzeiten noch nicht ganz so tief im Apple-System drin wie heute (ich kam wie so viele durch den iPod auf Apple, mein iPhone 3g hatte ich 2010 und meinen ersten iMac im Frühjahr 2011 - trotz Allem habe ich mich zu dieser Zeit noch kein bisschen mit Apple und Steve Jobs befasst), habe mir aber vor einiger Zeit mal die iPhone Keynote von 2007 angesehen und ich kann es nachvollziehen.
Trotzdem würde ich nicht so weit gehen und sagen, dass Apple ohne ihn jetzt automatisch schlechter geworden ist.
Mag sein, dass Apple momentan in einer... sagen wir mal "Einfindungsphase" ist, und sich neu ordnet.
Aber wenn ich mir die Produkte (Hard- und Software) der letzten Jahre so ansehe, kann ich nicht behaupten, dass Apple jetzt eine Firma wie jede andere geworden ist. Ich kann nur sagen, dass ich mich immer noch nicht dazu genötigt fühle, den Hersteller zu wechseln, da ich immer noch zufrieden bin und dieses "alles harmoniert" Gefühl habe, was ich z.B. bei Android vor einigen Wochen eindeutig nicht hatte. Da ist mir erstmal erneut aufgefallen, wie rund iOS einfach ist - auch mit der umstrittenen Version 8.
Man muss bedenken, dass Apple Geräte heute so allgegenwärtig sind wie wohl noch nie. Entweder das fällt dadurch einfach nur deutlicher auf, oder es ist halt der Massenproduktion (also eine höhere Fehlerquote) geschuldet - letztendlich sind das alles trotzdem nur minimalste Prozentsätze und wenn ich mir sämtliche Apple Geräte von iPhone bis MacBook oder iMac, ja sogar den Mac Pro ansehe, sehe ich immer noch einzigartige Geräte die herausstechen und die ich in der Qualität nirgendwo finde... Apple ist immer noch der einzige Hersteller, bei dem Hard- und Software aus einem Guss kommen, wie man so schön sagt, dessen Produkte so wunderbar Hand in Hand gehen und wo selbst an den kleinsten Details gefeilt wird. Das sind alles Dinge, die Apple nicht einfach so verlernt, "nur" weil Steve Jobs fehlt. Ich schließe mich der Ansicht an, dass er Apple so sehr geprägt hat, dass die Philosophie noch immer im Kern der Firma steckt. Ich finde, da muss man sich keine Sorgen machen.
Was die Pannen angeht... iOS 8.0.1 war das
erste iOS in der Geschichte, das fehlerhaft war und deshalb zurückgezogen wurde. Da muss man nicht gleich den Weltuntergang heraufbeschwören.
Dieses Banana Gate existiert in Wirklichkeit gar nicht und die abstehende Kamera hat beim iPod niemanden gekratzt. Kaum wird öffentlich kritisiert, dass das neue iPhone nicht eben ist, und schon flippen alle aus.
Wenn ich das ganze etwas weniger emotional und von den Medien unbeeinflusst sehe, dann erkenne ich eigentlich keinen gravierenden Unterschied zwischen Apple prä 2012 und post 2012.

Letztendlich ist OS X immer noch OS X, iOS noch iOS - und die Produkte sind die gleichen, hochwertigen und schönen Geräte, wie bis vor 3 Jahren. Im Kern sind die Systeme sich bis heute noch treu.