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[10.7 Lion] Sicherheitsschloss in Systemeinstellungen Netzwerk springt von allein auf

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 177586
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Gelöschtes Mitglied 177586

Gast
Hallo,

in meinen Systemeinstellungen ist das Sicherheitsschloss regelmäßig offen, wenn ich Netzwerkeinstellungen vornehmen möchte. Wie kann das sein?

Ein ähnliches Verhalten hatte ich mit einem OS 10.5 bereits im Zusammenhang mit Norton 360°, das auf meinem neuen System aber nicht mehr installiert ist.

Ist dieses Verhalten normal? Muss ich mir sorgen um die Internet-Sicherheit machen?

Vielen Dank!
 
Wenn Du's gerne geschlossen haben möchtest, setze den Haken unter Systemeinstellungen > Sicherheit > Weitere Optionen > Administratorkennwort für den Zugriff auf geschützte Systemeinstellungen verlangen .
 
Für Administrator-Konten normal.
Das trifft aber nicht für alle Systemeinstellungen zu. Einige, wie z. B. Sicherheit, Benutzer & Gruppen, Kindersicherung sind auch bei einem Admin-Konto gesperrt oder sollten es zumindest sein. Das trifft auch dann zu, wenn die von @martinv2 erwähnte Option nicht gesetzt ist (System 10.8.3)

MACaerer
 
Apple hat da seit System Lion und ML eine deutliche Sicherheitsbremse eingebaut. Man muss bei diesen Systemen unterscheiden zwischen einem Admin-Konto und Admin-Verwalterrechten. Mit einem Admin-Konto kannst man nicht viel mehr anfangen als mit einem normalen Benutzerkonto ohne Verwaltungsrechte. Man muss sich genau wie bei einem normalen Konto für fast alle Zugriffe außerhalb des Benutzerbereichs mit dem Admin-Passwort authorisieren. Ich arbeite seit der Einführung von MacOs X mit einem normalen Benutzerkonto, weil ich es so gewohnt bin. Aber wirklich nötig um die Sicherheit zu erhöhen ist es eigentlich nicht mehr.

MACaerer
 
Weil sonst ein simples Skript genügt, um die gesamte Systemsicherheit wie eine Seifenblase zerplatzen zu lassen.
In den Systemeinstellungen "Freigaben", "Startvolume", "Netzwerk", "Datum & Uhrzeit" und "Drucken & Faxen" steckt so dermassen viel subtiles Schadpotential (Stichwort: "privilege escalation"), dass man gar nicht so viel fressen kann, wie man bei Kenntnis der Lücken gerne kotzen möchte.
Diese Panels müssten *unbedingt* genauso per default abgeschlossen sein wie zB "Benutzer" oder "Sicherheit" das sind - Apple schert sich darum aber einen feuchten Wind, trotz Kenntnis der Problematik.
 
Da kann man auch bei einem Admin-Account bleiben, wie MACaerer erwähnt hat, und eben die Systemeinstellungen so konfigurieren, dass alle Schlösser zu sind, wie martinv2 erläutert hat.

Dann ist selbst dann das Admin-PW nötig, wenn die Energieeinstellungen (Zeit bis zum Ruhezustand etc.) geänderten werden sollen, beispielsweise.

Es ist kein Problem seitens Apple, denn die Möglichkeit einen entsprechenden Haken zu setzen ist ja eingebaut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da kann man auch bei einem Admin-Account bleiben ..., und eben die Systemeinstellungen so konfigurieren, dass alle Schlösser zu sind
Das bringt eine deutliche Linderung, aber keine Lösung des Problems. Damit verkleinert sich nur das Zeitfenster erheblich, in dem solche Attacken erfolgreich gefahren werden können. Ein "300 Sekunden lang" ist zwar zweifelsohne schon mal eine Dimension besser als "rund um die Uhr", aber wirklich gut ist nur ein echtes "nie".
 
Wenn es entsprechende Malware gibt, die sich per Drive-By-Download installieren kann, ohne, dass man etwas dagegen tun kann, DANN können wir an der Stelle weiterreden. Vorher ist das alles Panikmache, was du hier betreibst.

Und bis es soweit ist werden (gefühlt) noch Jahre vergehen. Bis dahin ist schon längst eine neue Version von OSX auf dem Markt und das Spiel fängt von vorne an.

;)

// Edit:
Die 300 Sekunden (5 Minuten) beginnen aber auch nur dann, wenn ich ein Schloß öffne. Und auch wenn ich es danach nicht wieder direkt schließe, ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau dann etwas passiert, ungefähr so hoch wie ein Sechser im Lotto. Wie oft öffnet man schon so ein Schloss...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es entsprechende Malware gibt, ... DANN können wir an der Stelle weiterreden. Vorher ist das alles Panikmache, was du hier betreibst. ... Und bis es soweit ist werden (gefühlt) noch Jahre vergehen.
Provozier' mich nicht, sonst ist es vielleicht noch vor der Tagesschau so weit. :-)
Ich *kenne* diese Lücken bestens, ich muss da nichts grossartig dran "spekulieren".

Bis dahin ist schon längst eine neue Version von OSX auf dem Markt und das Spiel fängt von vorne an.
Schön wärs.
Das Problem mit "Startvolume" existiert seit der Einführung der intel-Systeme
Das Problem mit den "Freigaben" existiert seit Tiger (oder kam das erst mit Leopard?)
Das Problem mit "Datum & Uhrzeit" existiert seit dem vorletzten SnowLeopard-Update auf 10.6.7
Das Problem mit "Drucken & Faxen" existiert seit Panther, genauer gesagt seit CUPS fürs drucken genutzt wird (seit Lion durch das 'sandboxing' zwar deutlich schwieriger auszunutzen, aber noch längst nicht ganz gefixt)
Das Problem mit "Netzwerk" schliesslich existiert in *allen* bisherigen Versionen von OS X, es existierte eigentlich schon in Mac OS 8 und 9, und ja, es gab damals schon einschlägige Malware dazu. Hierbei handelt es sich nicht um ein konkretes Sicherheitsleck, sondern einen fortgesetzt begangenen grundlegenden Designfehler der GUI. Die schon früher vorhandene Möglichkeit, die grundlegenden TCP/IP-Einstellungen per Kennwort zu sperren, wurde schon damals nur von wenigen "Paranoikern" auch tatsächlich benutzt.

Die 300 Sekunden (5 Minuten) beginnen aber auch nur dann, wenn ich ein Schloß öffne.
Das beruhigt dich? Da muss ich aber schmunzeln.
Wollen wir wetten, dass mein pöses, pöses Skript davon nicht mal 50 Millisekunden braucht?
(Du weisst, wie lange ein Schlag deiner Augenlider so in etwa dauert? :-) )

Wo oft öffnet man schon so ein Schloss...
Ein einziges mal in den nächsten 2-6 Wochen genügt idR völlig. "Gute" Schadsoftware ist da sehr, sehr geduldig.
 
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Aber Fakt ist und bleibt: Momentan gibt es keine solche Malware. Und wenn doch, muss sie es immer erstmal auf das System schaffen und danach noch in entsprechendem Umfang lauffähig sein. Da nützt mir das tollste Script nichts, wenn ich es nicht auf das System eines "Opfers" bekomme.

;)
 
Momentan gibt es keine solche Malware. Und wenn doch, muss sie es immer erstmal auf das System schaffen und danach noch in entsprechendem Umfang lauffähig sein. Da nützt mir das tollste Script nichts, wenn ich es nicht auf das System eines "Opfers" bekomme.
Da muss ich dir ganz klar widersprechen. Auf arte lief vor einiger Zeit eine Dokumentation über die steigende Internetkriminalität in der EU und was die Behörden, hier v.a. das deutsche Bundeskriminalamt, dagegen unternehmen. Einer der Beamten hat dem Fernsehteam vorgeführt, wie leicht es sein kann, in einen Rechner einzudringen – und sowohl der Rechner, auf dem er die Malware gesteuert und die Daten empfangen hat sowie der infizierte Rechner des Filmteams waren unter OS X laufende MacBooks. So eine Aussage wie, "Momentan gibt es keine solche Malware", kann man einfach nicht treffen. Niemand auf diesem Planeten kann dir das zu 100 % bestätigen. Da ist es sicherer, grundsätzlich von der Möglichkeit auszugehen, dass es doch wirklich schädliche Malware geben könnte.

Das ist ja auch kein Grund, plötzlich paranoid zu werden, aber kategorisch ausschließen kann man es nicht.

Blödsinn. Warum denn das?
Hut ab. Zum einen, weil du Rastafari vor den Karren fährst, zum anderen, weil du mit deiner Frage zeigst, dass du noch nicht einmal sicher bei deiner Behauptung bist...
 
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Da muss ich dir ganz klar widersprechen. Auf arte lief vor einiger Zeit eine Dokumentation über die steigende Internetkriminalität in der EU und was die Behörden, hier v.a. das deutsche Bundeskriminalamt, dagegen unternehmen. Einer der Beamten hat dem Fernsehteam vorgeführt, wie leicht es sein kann, in einen Rechner einzudringen – und sowohl der Rechner, auf dem er die Malware gesteuert und die Daten empfangen hat sowie der infizierte Rechner des Filmteams waren unter OS X laufende MacBooks. So eine Aussage wie, "Momentan gibt es keine solche Malware", kann man einfach nicht treffen. Niemand auf diesem Planeten kann dir das zu 100 % bestätigen. Da ist es sicherer, grundsätzlich von der Möglichkeit auszugehen, dass es doch wirklich schädliche Malware geben könnte.

War das die Doku, bei der eine als .jpg getarnte .app Datei erst auf einen Sharehoster hochgeladen und dann einem Opfer per Facebook als verkürzter Link geschickt wurde?

Wenn ja, diese Doku habe ich auch gesehen. Der klassische Fall von Social Engineering.

Und das es lauffähige Malware gibt bestreite ich nicht. Ich habe mich wohl ungünstig ausgedrückt. Ich meine, dass es keine Malware gibt, die es klammheimlich per Drive-By auf den Mac eines Nutzers schafft. Und ohne dass das passiert, ist es unwichtig, ob es entsprechende Malware gibt.

;)

Hut ab. Zum einen, weil du Rastafari vor den Karren fährst, zum anderen, weil du mit deiner Frage zeigst, dass du noch nicht einmal sicher bei deiner Behauptung bist...

Er behauptete ja auch zuerst, ohne eine Begründung zu liefern. ;)


// Edit:
Provozieren wollte ich niemanden, kam nur blöd rüber, das gebe ich zu. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber Fakt ist und bleibt: Momentan gibt es keine solche Malware.
Doch, die gibt es. Nur nicht flächendeckend und wahllos an die Massen verteilt, sondern als zielgerichtetes Werkzeug für spezifische Angriffe genutzt. Das dafür aber nicht zu knapp.

Und wenn doch, muss sie es immer erstmal auf das System schaffen
Das wird immer das kleinste Problem sein, solange vor dem Rechner nur irgendein Mensch sitzt, der ihn benutzt.

und danach noch in entsprechendem Umfang lauffähig sein.
Nur um das noch mal klarzustellen:
1) Unter einem Adminkonto gestartet (egal wie)
2) *keine* Kennwortabfrage
3) ---> Shell mit vollen root-Privilegien
Da gibt es nichts zu relativieren, das ist "Russisch Roulette" in Reinform.
 
Ja, sollte das mal flächendeckend auftreten, haben Mac-User ein ernstes Problem. Genau davor kann man sich echt fürchten.
 
Oops, hätte nicht gedacht, dass soviel Diskussionsstoff hinter dem Schloss liegt. Danke für die Hintergründe und den Rat für eine höhere Sicherheit im Umgang mit den Konten/Adminrechten.

Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen, dass nicht auch ein Mac OSX unterlaufen werden kann.