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Rückgaberecht für Apps: BITKOM-Verband sieht keinen Bedarf

Daniel Hüfner

Martini
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11.01.11
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Der Hightech-Verband BITKOM sieht keinen Bedarf für ein explizites Rückgaberecht für digitale Güter. In einer Stellungnahme widerspricht der Verband entsprechenden Forderungen seitens des hessischen Verbraucherschutzministeriums. Dessen amtierende Ministerin Lucia Puttrich hatte Anfang Mai gefordert, ein Rückgaberecht, ähnlich wie bei "Pullovern" der Fall, müsse auch für digitale Güter wie Apps gelten. Für BITKOM-Geschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder sei dies jedoch eine "realitätsferne Überregulierung".[PRBREAK][/PRBREAK]

„Apps sind in Deutschland sehr erfolgreich und haben sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Mit dem Kauf von Apps wurden 2012 in Deutschland 430 Millionen Euro umgesetzt, mehr als doppelt so viel wie 2011", erklärt Rohleder. Dies zeige, dass Besitzer von Smartphones und Tablets ein unkompliziertes und sicheres Einkaufen in den App Stores schätzen.

bitkom_logo_oc_4c(2).gifVor diesem Hintergrund sehe der Verband keinerlei Bedarf für eine gesetzlich verankerte Rückgaberegelung. Vielmehr fände damit eine "realitätsferne Überregulierung statt", die vor allem Start-ups und Entwickler treffen könnte. So wird beispielsweise ein Großteil der Apps von "Einzelkämpfern" entwickelt, wie etwa die RSS-App "Reeder" oder nicht zuletzt auch die Eishockey-App "Eiszeit". Durch derlei Maßnahmen könnten den Entwicklern viele Einnahmen verloren gehen.

Ohnehin sei der App-Markt heute bereits sehr transparent und nutzerfreundlich gestaltet, heißt es seitens der BITKOM weiter. Nutzer hätten die Möglichkeit, sich über Screenshots oder Nutzerbewertungen zu informieren und könnten so vermeiden, die "Katze im Sack" zu kaufen. Ferner weist der Verband aber auch auf bereits existierende Lösungen hin: "In vielen App-Stores gibt es bereits heute die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis innerhalb einer kurzen Frist eine bezahlte App wieder zurückzugeben", heißt es. Bisher trifft dies aber allenfalls auf Googles mobile Betriebssystem Android zu, Apple bietet eine solche Lösung nicht ohne Umwege an.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja ein 10 bis 15 minütiges Rückgaberecht wie bei Google Play, könnte schon drin sein, da man dann nicht die Katze im Sack kauft, und wenigstens etwas Zeit hat die App zu testen...Wie oft ist es schon vorgekommen das ich etwas gekauft habe und danach feststellen musste das es doch nicht zu 100% meine Erwartungen erfüllt. Länger sollte man das Rückgaberecht allerdings auch nicht gestalten, da sonst viele ein Spiel durchzocken und danach eiskalt wieder zurückgeben, das würde den Developern nicht gerade gut tun...
 
Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber bei mir haben sich dchon einige Apps angesammelt, bei denen ich froh wäre, sie sagen wir mal für 50% des Kaufpreises zurückgeben zu können...
 
Ich bin an sich gegen ein Rückgaberecht, jedoch sollte ein einmaliges Starten und testen für 5 Minuten drin sein um sich die App kurz anzuschauen. Dies würde zudem meiner Meinung nach die Qualität der Apps steigern.
 
Ich denke auch das es ein Rückgaberecht auf digitale Güter geben sollte. Warum sollte da unterschieden werden zu anderen Gütern die ich per Versandhandel kaufe?
Weil es Screenshots und Kundenbewertungen gibt? Sehr schwaches Argument. Diese Angaben finde ich im Netz auch zu "Pullovern".

Persönlich würde ich auch eine Möglichkeit zum Weiterverkauf digitaler Güter gut finden. Aber das ist noch mal ein anderes Thema.
 
Ein Rückgaberecht für eine Nutzungslizenz??? Denn nichts anderes sind "digitale Güter" nämlich. Lassen wir die Kirche doch mal im Dorf. Gerade im Niedrigpreissegment würde doch keiner mehr Apps entwickeln.
 
Ich denke auch das es ein Rückgaberecht auf digitale Güter geben sollte. Warum sollte da unterschieden werden zu anderen Gütern die ich per Versandhandel kaufe?

Da gibt es keinen Unterschied, da es bei entsiegelter Software auch kein Widerrufsrecht gibt.
 
Solange die App noch originalverpackt ist und man den Kassenzettel hat …

:D
 
Solange die App noch originalverpackt ist und man den Kassenzettel hat …

:D

Kein Problem, denke kaum ein Entwickler dürfte etwas dagegen haben ein Rückgaberecht einzuräumen solange die App noch nie gestartet wurde und der Download nicht länger wie 14 Tage her ist :-p
 
Hab schon öfters etwas zurückgegeben, was sich leider erst bei Benutzung als Schrottkauf entpuppte.
Zuletzt ein Visitenkarten-Scanprogramm. Super Sache, dachte ich. Beim Programmstart stellte sich dann heraus, daß man die Kärtchen abfotografieren musste und jedes Bild an einen Dienst gemailt wurde, der das Zeug innerhalb ein paar Tagen von Hand abgetippt hat. Kostenpflichtig für jede einzelne Karte...:-!:-!
im Jahr 2013 will ich eigentlich Chips für mich kostenlos arbeiten lassen und keine Inder in Honolulu für nen Hungerlohn.
Wahnsinn. Hab den Müll dann nach 2 min zurückgegeben. Unterm Strich verdient Apple immer noch ordentlich an mir. Haben also beide Seiten was davon.
 
Mir wäre eine vernünftige Trial-Möglichkeit lieber als ein Rückgaberecht. Ich würde lieber im Vorfeld testen können und dann über den Kauf entscheiden, als hinterher alles rückabwickeln zu müssen.
 
Wenn man Apps ein kurze Zeit nach dem Download zurückgeben könnten, dann würde es glaube ich auch nicht so viele Fake Apps von berühmten Spielen,.... geben. Wenn man sie runtergeladen hat, und merkt, dass die App der totale Scheiß ist, würden sie alle zurückgeben und es würde sich für die "Entwickler" nicht mehr lohnen :)
 
Ich finde das Prinzip der Light-Versionen der Apps gut.

Man bekommt eine App mit abgespeckten Funktionen umsonst und kann sie testen. Etliche von denen sind bei mir schnell über den Jordan gegangen. Wenn sie mir gefallen haben, habe ich mir dann die Vollversion gekauft. Ich habe also nicht die Katze im Sack bekommen und wusste, wofür ich mein Geld ausgebe.
 
Das mit dem Rückgaberecht stelle ich mir doch etwas umständlich vor.

Es wäre aber toll für Kostenpflichtige Programme eine Demoversionspflicht einzuführen. Von mir aus auf 48h beschränkte Laufzeit ohne der Möglichkeit etwas zu exportieren oder etwas in die Richtung.
 
Demoversionspflicht ...mhm... ​
interessant, dann sollte es aber auch eine einfache Möglichkeit geben, diese über den Store zu verbreiten. Ich selbst entwickle Software und gebe für jede auch eine
Demoversion​
raus, trotzdem bekomme ich Mails in denen sich Leute beklagen, dass die Programme nicht das leisten was sie dachten.
 
Wenn man Apps ein kurze Zeit nach dem Download zurückgeben könnten, dann würde es glaube ich auch nicht so viele Fake Apps von berühmten Spielen,.... geben. Wenn man sie runtergeladen hat, und merkt, dass die App der totale Scheiß ist, würden sie alle zurückgeben und es würde sich für die "Entwickler" nicht mehr lohnen :)
und warum macht Ihr das dann nicht ? Ich geb alles zurück, was sich als Schrott entpuppt und hatte noch nie Probleme mit Apple. Im Gegenteil, lief immer alles prima. Geld zurück, Kunde (ich) zufrieden.
 
Gebraucht verkaufen wäre gut, gleich ob apps, ebooks, Filme oder TV-Sendungen.