• Wieder einmal haben uns unsere Apfeltalker tolle Fotos zur Abstimmung eingesandt. Welches ist Euer Favorit? Stimmt mit ab! Hier geht es zur Abstimmung --> Klick
  • Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick

Rechtsschutzversicherung sinnvoll oder nicht?

  • Ersteller Ersteller Gelöschter User 256869
  • Erstellt am Erstellt am

Gelöschter User 256869

Gast
Hallihallo,

ich werde in diesem Jahr 58 Jahre alt und gehe so langsam auf die Rente zu. Allerdings werden die Zeiten rauer und auch mein Arbeitgeber (ein großes Deutsches Industrieunternehmen) will massiv Stellen abbauen. Meine ist erst mal nicht betroffen. Trotzdem frage ich mich, ob ich mir nicht eine Rechtsschutzversicherung zulegen sollte, um ggf. gegen etwaigen arbeitsrechtlichen Problemen "abgesichert" zu sein. Also zumindest, um im Fall der Fälle rechtlichen Beistand zu bekommen. Als ADAC-Mitglied bekommt man so ein Kombipaket, bestehend aus Verkehrs-, Privat- und Berufsrechtsschutz, mit 150,- € Selbstbehalt für ca. 260,- € im Jahr. Ist natürlich auch Geld, aber es bietet eine gewisse gefühlte Sicherheit.

Bisher habe ich in all den Jahren noch nie eine Rechtsschutzversicherung gebraucht und in meinem Scheidungsverfahren hätte sie eh die Anwaltskosten nicht übernommen. Und wären die Zeiten nicht so, wie sie derzeit sind, würde ich das auch ehrlich gesagt gar nicht in Erwägung ziehen.

Wie sieht das denn bei euch aus? Hattet ihr schon Fälle, wo die Rechtsschutz euch geholfen hat?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab seit jeher ne RSV die Privat, Verkehr und Beruf abdeckt. Inkl. Familie und Kinder. Hatte auch schon zwei Fälle im Leben in der mir das einiges vereinfacht hat. Wäre beides auch ohne zu regeln gewesen, aber eben vereinfacht ohne erstmal Geld bereitstellen zu müssen.

Grundsätzlich wie bei jeder Versicherung: Wenn man sie nicht braucht, denkt man sich "hätte mir das Geld sparen können". Wenn man sie dann braucht, ist man froh sie zu haben. ¯\_(ツ)_/¯
 
Wir haben auch „nur“ den Rechtsschutz beim Auto. Einmal gebraucht.

Sinnvoll, andere zu nehmen? Wie schätzt man das ab? Was deinen Fall betrifft: Da geht es dann a) um die Höhe der Abfindung oder b) die Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses, oder?

Dann könnte man die Kosten für den Anwalt im Verhältnis zu deinem „Gewinn“ abwägen und sagen: das ist drin.

Oder man nimmt jetzt das genannte Paket, dass sich jetzt nicht überaus teuer anhört - und ist erstmal beruhigt. Da muss ich selbst schauen - vielleicht gibt es da für uns auch was.

Versicherung halt - wie @MichaNbg auch schreibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist wie bei Regen und Schirm.
Besser man hat sie und braucht sie nicht, als man bracht sie und hat sie nicht.

Wir hatten über mehrere Jahrzehnte Rechtsschutz Privat und Verkehr. Abgeschlossen beim TCS.
Benötigt hatten wir sie nur die Privatrecht. Im Öffentlichen Recht (Arbeitgeber von mir) einmal im Versicherungsrecht gegen andere Versicherungen (Krankentaggeld, zahnunfall) drei Mal, Umbauschaden einmal und Erbrecht als Erstberatung.

Letztes Jahr haben wir das Auto verkauft und auch die Rechtsschutzversicherung gekündigt. Wir sind beide Anfang 70 nicht mehr berufstätig. Somit ist die Wahrscheinlichkeit diese Versicherung zu benötigen Tendenz gegen Null.

Wir waren immer froh diese Versicherung zu haben. Es hatte alles sehr vereinfacht.
 
Haben seit jeher eine Rechtschutz für alle Bereiche. Inklusive 300 Euro SB zahlen wir vierteljährlich aktuell meine ich 62 Euro.

Haben wir schon ein paar mal in Anspruch genommen. Zu 95% die kostenlose telefonische Beratung.
 
Ich hab eine RS mit Beruf, Verkehr und Wohnen, will man nie brauchen, die Kosten sind auch recht gering, aber wenn man sie braucht, spart es doch sehr viel an kosten.

Beispiel (aus einem Gebührenrechner)

Streitwert 40.000€(Abfertigung,...)
bist du mal bei grob 6-8k Kosten für die erste Instanz. gehts weiter kommen noch mal rund 8k drauf.(für den Verlierer)

Was man auch nicht vergessen darf, auch wenn man gewinnt, hat man bei einem (guten) Anwalt trotzdem einiges an Kosten, da die idR nach Stunden abrechnen, und nicht nach Gebührentabelle. Und nur die Gebührentabelle wird vom Verlierer ersetzt
 
Richtig ist, da er nach Arbeitsrecht fragt:

In der ersten Instanz vor dem Arbeitsgericht findet eine Kostenerstattung nicht statt, vulgo jeder zahlt egal ob er verliert oder gewinnt seinen eigenen Anwalt - heißt also, auch bei Gewinn bekommt er die Kosten eben NICHT erstattet (12a ArbGG).

Im ArbR könnte sich eine solche Versicherung also durchaus lohnen, wenn da was kommen dürfte.

Welche, muss ein guter unabhängiger Berater aufzeigen, weil gerade im Arbeitsrecht viele Versicherer mit Haken und Ösen Gebühren nicht akzeptieren.

Einige behaupten sogar, es sei ein Verstoß gegen Schadensminderungspflicht, wenn ein Anwalt im Arbeitsrecht bei einer Kündigung außergerichtlich statt erst gerichtlich beauftragt werde. Da sind bei gutem Gehalt schnell die ersten ein, zweitausend Euro weg, ob der von Fir genannte Versicherer dazu gehört, wird Dir ein seriöser Berater sagen.
 
  • Like
Reaktionen: Ealdorman und AndaleR
Versicherung halt - wie @mainzer999 auch schreibt.

Du meinst, @MichaNbg, oder?

Ich danke euch schon mal für die sehr hilfreichen Antworten. Ich denke, ich mach das dann mal. Stellt sich nur noch die Frage, ob ich für 30,- € zusätzlich im Jahr meine minderjährigen oder noch nicht erwerbstätigen oder noch nicht verheirateten Kinder mit versichere, oder nicht? Könnte sich ggf. lohnen, wenn die dann ihren Führerschein haben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Like
Reaktionen: AndaleR
Ich finde, eine Rechtsschutzversicherung ist einfach sinnvoll. Im Job kann immer mal was schiefgehen – eine Kündigung, Abmahnung oder Streit ums Gehalt. Ohne Versicherung überlegt man sich zweimal, ob man einen Anwalt einschaltet, weil’s schnell teuer wird. Genauso im Straßenverkehr: Du bist vielleicht nicht schuld am Unfall, musst dich aber trotzdem rumschlagen. Oder beim Wohnen: falsche Nebenkosten, Ärger mit dem Vermieter – das kommt öfter vor, als man denkt. Mit einer Rechtsschutzversicherung hast du einfach den Rücken frei. Du kannst deine Rechte durchsetzen, ohne gleich Angst vor den Kosten zu haben. Das gibt Sicherheit und spart im Ernstfall echt Nerven.
Wir haben auch die vom ADAC (auch wenn wir keine ADAC Mitglieder sind). Gerade auch als Autofahrer. Dir nimmt einer die Vorfahrt, oder zeigt Dich einfach so an, weil er Dich verwechselt hat, oder sonst etwas.

Ein konkreter Fall, der für mich ganz klar zeigt, warum eine Rechtsschutzversicherung so wichtig ist: Ich war vor ein paar Jahren mit einem gut motorisierten Auto auf der A3 unterwegs. Es war relativ leer, keine Spur von großartigem Verkehr, ich war zügig, aber konzentriert. Auf der Mittelspur fuhr ein Wagen. Wochen später stand plötzlich die Polizei vor der Tür. Der Fahrer von damals behauptete, ich sei mit einem irren Tempo angerast, er hätte gerade überholen wollen, und weil ich so plötzlich neben ihm war, habe er erschrocken das Lenkrad verrissen – sei dann nach rechts über den Standstreifen in die Böschung.

Es folgte ein Verfahren: Anwalt, Gericht, volles Programm. Dank meines Anwalts konnte die Story durchgerechnet und widerlegt werden. Seine Aussagen waren schlicht nicht möglich – ich hätte über 450 km/h fahren müssen, damit seine Schilderung stimmen kann. Am Ende konnte mir keine Schuld nachgewiesen werden. Im Gegenteil: Er hatte sich so sehr in Widersprüche verstrickt, dass die ganze Geschichte in sich zusammenfiel. Der Gipfel war seine Aussage am Ende: „Solche Sportwagenfahrer sollten sowieso bestraft werden, egal was war.“

Ohne Rechtsschutz hätte ich mir das kaum leisten können – und am Ende vielleicht draufgezahlt, obwohl ich nichts falsch gemacht habe.
 
Stimmt, Haus&Wohnen haben wir auch mit an Board. Sind insgesamt ca. 230€/Jahr für die gesamte Familie. Überschaubare Kosten, selbst wenn man sie nicht benötigt. Und praktisch "nichts", wenn man sie benötigt.

Es wurde ja schon erwähnt, dass Streitwerte ganz schnell ganz unangenehme Höhen erreichen können und auch die Anwaltskosten schnell explodieren.


Bei der Gelegenheit auch gleich nochmal der Rat, auch nicht an der Privathaftpflicht zu "sparen". Da ist man auch schneller als man glaub in der Pflicht und es wird ..... teuer bis existenzbedrohend.
 
Jede Versicherung ist im Durchschnitt ein Minusgeschäft für den Versicherungsnehmer. Dessen sollte man sich bewusst sein. Die zigtausend Mitarbeiter, Glaspaläste, Dividenden für Aktionäre etc. müssen ja von irgendwas bezahlt werden. Natürlich von deinem Beitrag.
Ich halte es so, wie es seriös empfohlen wird: Versichere nur die Risiken, die für dich exinstenzbedrohend werden können (z. B. private Haftpflicht, BU). Dazu kann natürlich auch eine Rechtschutzversicherung gehören, falls du keine paar Tausend € liquide hast im Fall der Fälle.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Plomme und BenSisko
Genau. Und daraus lässt sich eigentlich nur ableiten, so wenig Versicherungen wie möglich abzuschliessen. Zumindest wenn man das beste für seinen eigenen Geldbeutel möchte ;)
 
Genau. Und daraus lässt sich eigentlich nur ableiten so wenig Versicherungen wie möglich abzuschliessen. Zumindest wenn man das beste für seinen eigenen Geldbeutel möchte. ;)

Du weißt nur leider nicht im Voraus, welche Versicherung du brauchst und welche nicht. Gut, die Krankenversicherung braucht man eigentlich immer mal. Aber in welchem Umfang, ist nicht klar. Ich zahle nur lieber und brauche sie nicht, als dass ich schwer krank werde.
 
Du weißt nur leider nicht im Voraus, welche Versicherung du brauchst und welche nicht. Gut, die Krankenversicherung braucht man eigentlich immer mal. Aber in welchem Umfang, ist nicht klar. Ich zahle nur lieber und brauche sie nicht, als dass ich schwer krank werde.


Natürlich nicht. Das sind und bleiben halt die Risiken des Lebens. Trotzdem sollte man nicht alles versichern, weil man jedes mal drauf zahlt (zumindest im Durchschnitt).
Nach deiner Argumentation müsstest du ja jedes Risiko versichern, bis hin zur Brille und zum Handy. Klar, kann man machen. Wird dann aber viele 100€ monatlich Kosten.

Ich zahle nur lieber und brauche sie nicht, als dass ich schwer krank werde.
Das Argument ist etwas schräg. Meinst du, ob du eine Versicherung hast oder nicht, ändert irgendwas an deren Bedarf? Ich sage doch nicht: "Ich schlage mir jetzt einen Zahn aus, ich habe ja ne Zahnzusatzversicherung" oder "Ich schmeiße jetzt mein iPhone vom Balkon, ich hab ja Apple Care" oder "Ich werde jetzt Berufsunfähig, ich hab ja ne BU"?
Und: Wie kann denn eine Versicherung verhindern, dass du schwer krank wirst?
Ich würde behaupten, das Risiko (schwer-)krank zu werden ist für jemanden mit 50 Versicherungen gleich hoch, wie für jemanden mit 0 Versicherungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: TomD
Stellt sich nur noch die Frage, ob ich für 30,- € zusätzlich im Jahr meine minderjährigen oder noch nicht erwerbstätigen oder noch nicht verheirateten Kinder mit versichere, oder nicht? Könnte sich ggf. lohnen, wenn die dann ihren Führerschein haben.

Bei 30,- Euro im Jahr würde ich gar nicht erst überlegen. Kinder und Jugendliche sind unerfahren in ihren Handlungen und können so noch leichter in Schwierigkeiten kommen. Außerdem gibt es da divers Sonderfälle, welche z.B. vom Alter abhängen. Da ist ein anwaltlicher Rat immer gut.
Noch wichtiger - Haftpflicht - für die Kinder.

Gruß
Andi
 
Hausrat, Haftpflicht und Rechtschutz empfehle ich jedem.
Darüber hinaus haben wir noch eine Zahnzusatzversicherung und eine Ein und Zweibettzimmerversicherung.

Für unsere Kinder eine umfassende Krankenzusatzversichrung.
Dazu noch Versicherungen für unsere Katzen.

In Summe sind das monatlich circa 330 Euro.

@dtp Schau nach ob die Kinder bei dir wohnen müssen für deren Absicherung.