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Rechtsschutzversicherung sinnvoll oder nicht?

  • Ersteller Ersteller Gelöschter User 256869
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Wenn sie nicht im Vorhinein vom Versicherer ausgeschlossen wird 😉
Das ist ja auch mit eines der Probleme - die relativ simpel gelöst werden könnten: Die Elementarversicherung für alle verpflichtend einführen - so wie es für die Brandversicherung früher auch war. Dadurch würden die Beiträge für die Einzelnen nicht so extrem auseinander liegen und insgesamt wäre mehr Geld da.

Es ist ja wirklich so, dass man mittlerweile an Stellen einer Gefahr ausgesetzt sein kann (bzw. die Immobilie), wo früher nie jemand etwas vermutet hätte… Wir haben sind hier auch so ziemlich gegen alles versichert - und kostet fast nichts im Vergleich zur „normalen“ Gebäudeversicherung. Aber sollte dann mal beim nächsten Starkregen der Keller geflutet werden, weil das Wasser vom naheliegenden Hang eben kommt - sowas geht schnell…
 
Ich habe z.B. Elementar nicht mit versichert. Mir erschließt sich, bei uns, der Sinn nicht.
 
Ich wollte sie im März beim Hauskauf mit abschließen. Sämtliche Versicherungen haben es ausgeschlossen. Wir hatten hier in der Gegend in den letzten beiden Jahren einfach zu viele Großereignisse wie Überschwemmung oder extremen Hagel. Anbei Bilder vom August 2023 als es unseren Bestand im Autohaus komplett zerlegt hat. Mittlerweile haben wir ein Hagelnetz.
 

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Überschwemmungen schließe ich bei mir aus. Die finden hier so in der Art, Umgebungsbedingt, nicht statt.
Und Hagel ist ja versichert, das hat nichts mit Elementar zu tun. Zumindest bei meiner Versicherung. Ich wechsle aber auch jährlich alle Versicherungen 😉

Und ein Autohaus, sprich Gewerbe, ist ja auch noch mal eine andere Hausnummer. Hier geht es ja um Privathaushalte.
 
Unser Betrieb war nur ein Beispiel für die Wetterereignisse in der Region. Hagel ist bei uns privat auch versichert, das hat wie du sagst nix mit der Elementarversicherung zu tun.
 
Versichere nur die Risiken, die für dich exinstenzbedrohend werden können (z. B. private Haftpflicht, BU).
Gerade eine BU (die i.d.R. eine sehr teure Versicherung ist) halte ich für überbewertet und nicht zwingend erforderlich (wie etwa eine Haftpflicht und Hausrat). Bei einem chilligen Bürojob mit sportlichem Ausgleich ist der potentielle Bedarf an eine BU gleich null, und selbst wenn sie mal einspringen müsste, liest man nicht selten von Fällen wo sie sich weigert und Probleme macht. Ich verzichte bewusst auf eine BU - etwas Risiko im Leben gibt es immer, und früher ging es auch ohne.

Habe Teilkasko, Haftpflicht, Hausrat (Mietwohnung) und Rechtschutz, letztere weil sie in jeder Lebenslage greifen und helfen kann, und mit unter 300€/Jahr auch nicht teuer sein muss.
 
Eine BU sollte man so früh wie möglich abschließen und ist eine Versicherung die direkt nach den „Pflicht“Versicherungen wie Haftpflicht und Hausrat/Wohngebäude kommt. Vor allen anderen.
 
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Ich hatte einige Jahre lang eine Kapital-Lebensversicherung mit untergliederter BU. Da ich einen Bürojob habe und die Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeit ziemlich hoch sind, habe ich dann irgendwann die BU gekündigt. Die Lebensversicherung wurde mir vor ca. 8 Jahren ausgezahlt. Da kam damals angesichts der angespannten Finanzlage dann auch deutlich weniger bei raus als erhofft.

Ich habe ja noch 8 bis 10 Berufsjahre vor mir. Ich kann mit 65 Jahren in Rente und habe dann auch meine 45 Einzahljahre voll. Glücklicherweise hatte mir eine Kollegin vor einiger Zeit noch gesagt, dass man bis zu 8 Schul- und Studienjahre nach seinem vollendeten 17. Lebensjahr als Einzahljahre für die Rente anerkennen lassen kann. Ansonsten hätte ich die 45 Jahre nie voll bekommen. So aber habe ich einfach online einen Antrag auf Anerkennung bei der Deutschen Rentenversicherung eingereicht, der er auch binnen kurzer Zeit genehmigt wurde. Also, wer nach dem 18. Geburtstag noch zur Schule oder Uni gegangen ist, sollte das auf jeden Fall machen.
 
Gerade eine BU (die i.d.R. eine sehr teure Versicherung ist) halte ich für überbewertet und nicht zwingend erforderlich (wie etwa eine Haftpflicht und Hausrat). Bei einem chilligen Bürojob mit sportlichem Ausgleich ist der potentielle Bedarf an eine BU gleich null,
Da sollte man sich nicht vertun. Die meisten Fälle entstehen meines Wissens nach durch psychische Erkrankungen. Auch Krankheiten wie Krebs führen relativ häufig in eine (zumindest zeitweise) BU.
Das kann dich im Bürojob genauso treffen wie den Dachdecker.

Aber letztendlich muss natürlich jeder selber wissen, welches Risiko er bereit ist einzugehen und welches man lieber versichert.
 
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Gut, CH darf da nicht mit reden. CH ist ja DAS Versicherungsland schlechthin 😉 Jeder hat alle Versicherungen. Immer getreu dem Motto: besser haben, als brauchen.
 
Die ersten 2-3 Jahre zahlst du nur für die Provision.

Nun ja, ich hatte die halt 1987 abgeschlossen, als ich beim Bund mein erstes Geld verdiente, und sie wurde dann 2017 ausgezahlt. Ein Teil floss dann zur Tilgung eines entsprechenden Kredits ins Haus.

Ich möchte nicht wissen, wie viel Geld man so im Laufe seines Lebens versenkt, was man ggf. besser investieren/anlegen hätte können. Aber im Nachhinein ist man eh immer schlauer.

Alleine, was man den Banken schon so für einen Hauskredit an Zinsen zahlt. Nach der Scheidung habe ich für mich entschieden, dass ich mir keine Immobilie mehr zulegen werde. Zumindest nicht durch eine Fremdfinanzierung. Entweder, ich kann sie mir komplett durch Eigenkapital leisten oder ich lasse es. Bin dafür mittlerweile einfach zu alt und würde wohl auch keinen Kredit mehr bekommen.
 
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Von deinen Beiträgen geht aber auch noch ein (nicht kleiner) Teil für das Risiko weg. Kapital-Lebensversicherungen sind die Gelddruckmaschine für Versicherer. Inzwischen nicht mehr ganz so verbreitet, aber noch immer da. Sie lohnen sich kein bißchen. Will jemand seine Familie absichern, falls er oder sie frühzeitig stirbt -> Risiko-Lebensversicherung. Sonst Geld anlegen (Aktien, Fonds, whatever). In den 30 Jahren hättest du damit sicher mehr Tendite erzielt.

Aber ja, ich weiß, daß die damals allein sowas verkaufen wollten. Bei mir war 1987 auch einer 😂 Aber bis auf Haftpflicht und Hausrat hatte der kein Glück.
 
Nun ja, das war nicht mein einziger Fehler. Noch schlimmer war der Abschluss einer Riester-Rente verbunden mit der Umwandlung in einen Wohnriester. Nach der Scheidung vor einigen Jahren fällt mir der nächstes Jahr auf die Füße, denn ich darf dann ordentlich Steuern nachzahlen. Zudem hatte ich auch mal einen Bausparvertrag, den ich letztlich gar nicht für's Bauen verwendet habe. Auch so eine Sünde. ;)
 
Bausparverträge sind nicht per se schlecht, aber eher nicht zum Bauen geeignet. Am besten einen mit kleinerer Summe, sofort den Sparteil einzahlen, auf die Zuteilung warten und dann von den günstigen Darlehenszinsen profitieren 😊

Aber ja, Fehler passieren. Die Versicherungsvertreter wollen auch nur dein bestes, dein Geld.
 
Es ist irgendwie, sagen wir, "schwierig" irgendwelche Finanzentscheidungen von vor 30 Jahren oder mehr "vorzuwerfen". Es hat sich alleine in den letzten zehn Jahren viel getan, was das Angebot betrifft, von der möglichen Aufklärung mal ganz zu schweigen, dass das überhaupt nicht mit der Situation im Jahr 198x vergleichbar ist.

Und übrigens ist das heute, trotz der Möglichkeiten und Angebote, für einen wesentlichen Teil der Bevölkerung immer noch so. Denn wenn diese nicht in Anspruch genommen werden, ist man auch heute noch in der Lage ganz wunderbar ziemlich schlechte finanzielle Entscheidungen zu treffen.
 
Ganz generell ist man ja nicht gefeit vor den finanziellen Fehlentscheidungen. Hätten wir damals nicht zwei Ladengeschäfte gehabt, aus denen wir mit sehr hohem Verlust raus gegangen sind und das Geld mit dem Wissen von heute angelegt, hätte ich wahrscheinlich jetzt kein Einzimmer-Miet-Appartment in NY, sondern eine Eigentums-Penthousewohnung 😂

Aber aus jedem finanziellen Fehltritt lernt man... Außer aus den Neukäufen des iPhones jedes Jahr im September.
 
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Hier geht es aber um jemanden der 57 Jahre alt ist und in einem großen deutschen Industrieunternehmen arbeitet.
Wenn in dem Fall keine 10000€ auf der hohen Kante verfügbar sind, hat er leider ganz andere Problem.

aber es macht ein Unterschied bei der Entscheidung, bei einer Sache den Rechtsweg einzuschlagen, wenn man dafür an sein Erspartes ran muss oder es von der Versicherung übernommen wird. Da werden manche eben nicht den Rechtsweg gehen, weil sie das Risiko scheuen, auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Finde das ist ein Aspekt, der bei Rechtschutzversicherungen eine Rolle spielt. Bei anderen nicht.

ansonsten bin ich ein Freund davon, das abzusichern, was ich im Schadensfall nicht alleine tragen kann oder will.
 
Bausparverträge sind nicht per se schlecht, aber eher nicht zum Bauen geeignet. Am besten einen mit kleinerer Summe, sofort den Sparteil einzahlen, auf die Zuteilung warten und dann von den günstigen Darlehenszinsen profitieren 😊
Bei allem Respekt, aber du erteilst hier Ratschläge, die sehr allgemeingültig klingen. Dabei ignorierst du vollständig, dass es bei Versicherungs- und Finanzfragen keine one-size-fits-all-Lösungen gibt.

Wenn ich hier lese, dass es User gibt, die auf Basis dieses Threads Entscheidungen treffen, dann möchte ich dir raten: Lass das lieber!
 
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