Naja, Brechreiz bekomme ich nun nicht gerade, weil bei näherer Betrachtung einige dieser Argumente auf die entsprechende Zielgruppe bezogen gar nicht so falsch sind.
Nachdem Apple nun stetig wächst, immer mehr Kunden erreicht und vor allem immer mehr von jenen, denen es tatsächlich vollkommen Wurscht ist, was und wie in der Kiste werkelt (beim iPhone geht es mir persönlich ja auch so), je mehr sich die Struktur der Kundschaft eben in Richtung Mainstream verschiebt und die Profis weniger werden, umso mehr kann ich auch bei der Herstellung der Geräte Einsparungen vornehmen, die die große Masse nicht tangieren.
Ich bin ganz sicher kein Profi. Und selbst im beruflichen Bereich ist die Nutzung eines MBP so gestaltet, dass ich tatsächlich auch dem Mainstream-Nutzer entspreche. Theoretisch würde ich sogar mit iOS-Geräten komplett meine berufliche und private Nutzung abdecken können.
Dennoch bin ich irgendwie oldschool. Mir reicht zu Hause kein großes iPad mit Tastatur, ich möchte einen richtigen Rechner mit OSX. Mein schöner iMac...

Es ist auch ein stückweit Hobby, Freizeitbeschäftigung...Vergnügen.
Für mich persönlich gibt es aus eigener Erfahrung ein Totschlagargument gegen diese neue Verlötstrategie und das ist eindeutig die Reparaturfähigkeit, nebst Kosten.
Bei meinem letzten Mini (late 2011) verabschiedete sich irgendwann außerhalb der Garantie ein RAM-Baustein. Der Prozess des Erkennens des Problems hat einhundertmal so lange gedauert, wie die Fahrt zum Computershop+Rückfahrt+RAM-Wechsel. Kosten vielleicht 30-40€, ich weiß es nicht mehr.
Auf ein aktuelle Gerät bezogen hieße das also, ich müsste das gesamte Logicboard wechseln bzw. wechseln lassen, wenn ein Baustein verendet?
Ich bin mir ganz sicher, dass Apple derartige Fälle einkalkuliert hat und man ja auch davon ausgehen kann, dass die übergroße Mehrzahl der Geräte viele Jahre halten wird. Aber mich würden sie in einem solchen Fall sofort als Kunden verlieren. Für den Preis eines Logicboardes würde ich keinen alten Rechner reanimieren, sondern mir einen neuen kaufen. Aber dann ganz sicher nicht wieder einen verlöteten...
Das ist momentan keine Produktphilosophie, die meinem Empfinden entspricht. So what, mein iMac wird noch ein paar Jahre halten, er lässt sich noch (wenn auch abenteuerlich, da verklebt) öffnen und aufrüsten. Danach? Wer weiß, vielleicht erfolgt ein Umdenken, vielleicht ist in 5-6 Jahren sowieso alles anders...wer weiß das schon...

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