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Notre-Dame: Apple hilft beim Wiederaufbau

jensche

Baumanns Renette
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wenn du deutsche Hilfsprojekte
Grundsätzlich sollte man keine Hilfsprojekte unterstützen. Da meist 30-50% an Administrativen Kosten in die eigene Tasche gesteckt wird und der Rest meist von korrupten Regimes eingesteckt wird. Da müsste man auf anderer Ebene helfen. Aber das ist schwieriger als man Denkt.
Das ganze Spenden ist für unsere Westliche Welt sowie nur fürs gute Wissen. Aber dass hier ist Off Topic.

Spannendes Buch mit einem schlechten Titel. Da zu polemisch. Aber interessant.
https://www.amazon.de/Armut-ist-Diebstahl-Warum-ruinieren/dp/3593500329/ref=sr_1_fkmrnull_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=2WXAMFEV2X18E&keywords=armut+ist+diebstahl&qid=1555581717&s=gateway&sprefix=armut+ist+die,aps,137&sr=8-1-fkmrnull
 

Antwuan

Königsapfel
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Ich würde erwarten, dass die Summe von der katholischen Kirche kommt.
Warum selber zahlen, wenn das andere erledigen.
Es ist und bleibt mir absolut unverständlich, wieso bereits eine Milliarde an Spendengeldern dafür zusammengekommen sind.
So viel wird der Wiederaufbau doch niemals kosten, wenn man berücksichtigt, was dort überhaupt zerstört wurde.
Zudem kann ich nicht begreifen wie unfassbar schnell diese Summe an spenden erreicht wurde, für ein Gebäude, während Millionen von Menschen täglich kaum etwas zu Essen haben.
Jeder Mensch kann sein Geld dafür ausgeben, wofür er es für richtig hält. Absolut keine Frage.
Ich verstehe das einfach nur nicht.
 

Draco

Prinzenapfel
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Man muss aber auch mal klar festhalten, dass ein Unglück (egal welcher Art) im direkten eigenen Lebensraum die Menschen (und Gönner) immer wesentlich mehr "trifft", als ein vergleichbares Unglück auf der anderen Seite der Welt.
Ich glaube dies Verhalten kann man niemandem vorwerfen, das ist menschlich. Entsprechend fallen dann auch Reaktionen heftiger/intensiver aus.
 

access

Châtaigne du Léman
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Am besten das alte Gerümpel abreißen und was neues hinstellen, ist bestimmt viel billiger und das gesparte Geld könnte man anderweitig sinnvoller nutzen. Ich empfehle dazu mal den Beitrag vom Postillion zu lesen.
 

Joh1

Virginischer Rosenapfel
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Da gibts anders was mann dann hinterfragen könnte.
Mal unabhängig von dem Thema ist das ein Totschlagargument mit dem wir jetzt gefühlt jede Diskussion beenden können.

Können wir das machen oder nicht "ja denn andere dinge würden auch hinterfragt werden".
 

jensche

Baumanns Renette
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Mal unabhängig von dem Thema ist das ein Totschlagargument mit dem wir jetzt gefühlt jede Diskussion beenden können.

Können wir das machen oder nicht "ja denn andere dinge würden auch hinterfragt werden".
Genau. Und es zeigt gut auf wie man solche Dummen Vergleiche gar nicht machen soll.
Ein ähnlicher Vergleich ist: "Vergeude nicht so viel Wasser, in Afrika haben sie keins." usw. usw.

Darum Birnen- und Äpfel-Vergleiche machen keinen Sinn. Alles hat seine Berechtigung. Alles andere ist eine persönliche und ethische Diskussion, welche nicht so einfach ist. Einige finden man sollte den Tierschutz unterstützen, andere meinen Drogensüchtige, andere finden man sollte was gegen die Plastikverschmutzung tun, andere finden wir sollten den Mars erforschen und dort viel Geld investieren usw.

Wenn man sich dann auf humanitäre Hilfe entschieden hat geht gleich wieder von vorne los, die einem meinen man soll im Jemen helfen, die anderen meinen in den Slums von Brasilien usw,


Das könnte unendlich ad absurdum weitergeführt werden. Hier gibts kein Richtig oder Falsch, kein Gut oder schlecht, sondern nur sehr persönliche Ansichten zu einem sehr komplexen Thema.

Ich finde jeder soll dort helfen wo er es für Gut empfindet. Und wegen dem ist jemand kein besserer oder schlechterer Mensch.
 
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Cohni

Moderator
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Es ist die Schnelligkeit und die scheinbar unfassbar große Summe, welche in kürzestes Zeit zusammen gekommen ist und die uns "einfachen" Menschen zunächst den Atem stocken lässt, weil wir im normalen Leben zum größten Teil in anderen Dimensionen denken und zu tun haben.

Ich persönlich sehe das relativ nüchtern als zunächst französische Angelegenheit. Wenn französische Milliardäre für ein Projekt spenden, welches ein schwer beschädigtes französisches Bauwerk betrifft, ist das zwar dazu geeignet verwundert die Augen zu rollen....letztendlich ist es aber deren Sache.

Darüber hinaus wissen wir nicht, wieviel Summen über viele Jahre durch diese reichen Menschen vielleicht in humanitäre Zwecke schon geflossen sind...wir wissen nichts über deren sonstiges soziales Engagement und zerreißen uns ob der Spenden, die uns eigentlich nichts angehen, hier die Mäuler?

Jemand entscheidet sich dazu 100 Millionen Euro für den Aufbau von Notre Dame zu spenden. Es ist ihre oder seine Entscheidung.

Ich kann das gut oder schlecht aus meiner Sicht finden. Ich kann sagen, dass ich anders entschieden hätte und dies zu Gunsten eines anderen Spendenobjektes...aber wer bin ich, dass hier verurteile, dass ich gar anklage? Dass ich Menschen an den Pranger stelle und dies nur aus der eigenen kleinen persönlichen Perspektive heraus. Und vor allem ohne jegliches Detail-und Umstandswissen.

Verwundert bin ich persönlich auch, aber dieses hier teilweise stattfindende Zähnefletschen kann ich nicht nachvollziehen.
 

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Châtaigne du Léman
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Genau. Und es zeigt gut auf wie man solche Dummen Vergleiche gar nicht machen soll.
Ein ähnlicher Vergleich ist: "Vergeude nicht so viel Wasser, in Afrika haben sie keins." usw. usw.

Darum Birnen- und Äpfel-Vergleiche machen keinen Sinn. Alles hat seine Berechtigung. Alles andere ist eine persönliche und ethische Diskussion, welche nicht so einfach ist. Einige finden man sollte den Tierschutz unterstützen, andere meinen Drogensüchtige, andere finden man sollte was gegen die Plastikverschmutzung tun, andere finden wir sollten den Mars erforschen und dort viel Geld investieren usw.

Wenn man sich dann auf humanitäre Hilfe entschieden hat geht gleich wieder von vorne los, die einem meinen man soll im Jemen helfen, die anderen meinen in den Slums von Brasilien usw,


Das könnte unendlich ad absurdum weitergeführt werden. Hier gibts kein Richtig oder Falsch, kein Gut oder schlecht, sondern nur sehr persönliche Ansichten zu einem sehr komplexen Thema.

Ich finde jeder soll dort helfen wo er es für Gut empfindet. Und wegen dem ist jemand kein besserer oder schlechterer Mensch.
Oh doch, solche Vergleiche sollte man jeden Tag anstellen. Was für dich eine Kugel Eis ist hilft anderen eine Woche zu überleben. Anstatt also Geld für das alte Gemäuer zu spenden sollte Apple wahlweise eine bessere Steuermoral an den Tag legen oder seine Zulieferer besser bezahlen damit deren Mitarbeiter besser bezahlt werden.

Als damals Haiti durch eine Naturkatastrophe schwer getroffen wurde, hat es gefühlt eine Ewigkeit gedauert bis Eine Milliarde in einer Geberkonferenz zusammengetragen wurden.
 
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FuAn

Pomme Etrangle
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Die Kirche gehört aber dem Staat.
Das ist mittlerweile für viele klar aber alleine die allg Assoziation von Notre Dame mit der kath Kirche sollte klar machen, wer der tatsächliche „Eigentümer“ ist. Wie gesagt die Kirche lässt sich in Deutschland auch Gehälter vom Staat bezahlen, bei einem Bischof würde aber keiner auf die Idee kommen zu sagen, dass dieser Beamter sei obwohl er nach Bundesbesoldungsordnung B7 - B10 +++ aus Steuergeldern bezahlt wird. (B10 ist übrigens die gleiche besoldungsgruppe wie der Generalinspekteur das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) Die Kirche hält einfach nur mal wieder die Hand auf und häuft weiter ihr Geld an für schmutzige Geschäfte mit der Vatikan Bank sowie Protz und Prunk.
 
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Draco

Prinzenapfel
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Oh doch, solche Vergleiche sollte man jeden Tag anstellen.
Du vergleichst leider weiterhin Äpfel mit Birnen; und nur das wurde an Deiner Aussage kritisiert.

Deiner eigentlichen Message, dass große Summen Spenden anderweitig auch nötig sind, wird Dir hier ziemlich jeder einschließlich mir zustimmen.

Die fragliche Haltung der kath. Kirche kann ich hier übrigens nachvollziehen und reihe mich in die Gruppe der "Fragenden" ein. Objektiv bleibt jedoch mit Bezug auf Notre Dame klar festzuhalten, dass der Bau nicht Eigentum der Kirche ist und somit an diese Insitiution keine Forderungen gestellt werden können. Für die Franzosen und Kathedralen-Fans wie auch uns Touristen usw. ist primär der Aufbau wichtig zwecks Erhalt dieses gigantischen Kulturdenkmals.

Vielmehr sollten wir alle unabhängig vom Notre-Dame Unglück ganz grundsätzlich die Haltung der kath. Kirche hinterfragen. Meiner Ansicht gehört da landesübergreifend mal offen und ernsthaft drüber gesprochen. Damit meine ich nicht die Pfarrer der kleinen Gemeinden und deren Kirchen (die ebenfalls alle kaum Geld in den Taschen haben und auf jede Spende (!!) angewiesen sind), sondern die höheren Strukturen bis hoch zum Vatikan.
Hier wurde bereits das irre Vermögen genannt, welches ständig wächst, im Gegenzug aber überhaupt keine nennenswerten Verpflichtungen gegenüberstehen.

Hier ein passender Artikel: https://www.express.de/news/panorama/feuer-drama-warum-gibt-die-katholische-kirche-kein-geld-fuer-notre-dame--32389142
 
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jensche

Baumanns Renette
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Das ist mittlerweile für viele klar aber alleine die allg Assoziation von Notre Dame mit der kath Kirche sollte klar machen, wer der tatsächliche „Eigentümer“ ist. Wie gesagt die Kirche lässt sich in Deutschland auch Gehälter vom Staat bezahlen, bei einem Bischof würde aber keiner auf die Idee kommen zu sagen, dass dieser Beamter sei obwohl er nach Bundesbesoldungsordnung B7 - B10 +++ aus Steuergeldern bezahlt wird. (B10 ist übrigens die gleiche besoldungsgruppe wie der Generalinspekteur das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen) Die Kirche hält einfach nur mal wieder die Hand auf und häuft weiter ihr Geld an für schmutzige Geschäfte mit der Vatikan Bank sowie Protz und Prunk.
Ich sage nicht dass es nicht viel schmutzige Gelder hat. z.b. Mutter Theresa war ganz schlimm was Hand aufhalten und einsacken betraf. Die hat ja Menschen sterben und leiden lassen und das Geld schön an den Vatikan geliefert. Die war das Gegenteil einer heiligen. Was aber ja schon lange klar ist.

Fairerweise sollte man aber die Säkularisation nicht vergessen. Sprich die Enteignung der Kirchlichen Besitztümer. Darum unteranderem auch die Kirchensteuer. Ich glaube heute hätte kaum ein Staat genug Geld um die entzogenen Reichtümer der Kirche zurückzuzahlen.
((wo auch immer diese herkamen ist ein andere Kapitel..))
 

wolf1210

Roter Stettiner
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Ich freue mich über jeden, der für dieses Wahrzeichen spendet.

Und man sollte nicht unterschätzen, welches Potential in dieser zunächst so furchtbaren Brandnacht steckt, Leute europaweit (mit Spende von Apple über den Kontinent hinaus) auf einen gemeinsamen Gedanken zu bringen.

In Zeiten zunehmenden Egoismus und Nationalismus nicht zu unterschätzen, welchen Stellenwert das Ziel des Aufbaus und damit von Spenden haben kann.

Ein so schönes Kulturdenkmal. Das muss gerettet werden.

Wer da bei einer Spende ein Haar in der Suppe findet, darf es behalten.
In einem TV Bericht über die Betroffenheit der Menschen in Paris und in der Nähe von Notre Dame zeigte man wie die Menschen das Ave Maria auf Französisch sangen und sich an den Händen hielten.Das fand ich ein sehr starkes Zeichen der Verbundenheit von Menschen aller Nationen und Generationen.
 

nachdenker

Zabergäurenette
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10.12.08
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613
Auch ich konnte einfach nicht umschalten, als Notre Dame brannte... und "litt" quasi mit...

ABER: Was soll das ganze? Mit den Spenden betreiben die meisten ein white washing.

Die Konzerne sollen verdammt nochmal ihre Steuern zahlen (Irland) und Gewinne dort versteuern wo sie entstehen (iTunes = Luxemburg). Damit helfen sie den Staaten ihre Aufgaben für die Gemeinschaft zu bezahlen.

Notre Dame im speziellen gehört dem franz. Staat, nicht der katholischen Kirche, also möge Macron, wenn er schon einen Wiederaufbau in 5 Jahren verspricht, das Geld aus seinem Haushalt nehmen.
Da es ein Weltkulturerbe ist, hab ich auch nichts gegen die EU oder UNO als Geldgeber ;)
 
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