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Mountain Lion Wiederherstellung nach Kälteschaden

Desperate

Erdapfel
Registriert
21.01.13
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4
Guten Abend,
vor einigen Tagen habe ich vor der Fahrt zur Arbeit vergessen, die zum Lüften sperrangelweit geöffneten Fenster zu schließen, so dass mein Notebook (MacBook Pro) den gesamten Arbeitstag lang Minusgraden ausgesetzt war :-(:-(.
Nun lässt es sich nicht starten, es erscheint verheißungsvoll das Apple-Jingle, dann ein grauer Bildschirm mit Apple-Logo u. sich drehendem Rad...dann geht's stundenlang nicht weiter.
Die empfehlungne der Apple-Support-Seite habe ich erfolglos probiert (sicherer Start, Start von CD/DVD, Festplattenreparatur). "Archivieren u Installieren" ließ sich nicht ausführen. nun wurde mir geraten, Mountain Lion neu zu installieren durch Start bei gedrückter Alt-Taste, dann Auswählen "Recovery HD", dies ist aber nicht möglich, weil "dieses Volume geschützt ist".

Ich bin für jegliche Hinweise, was ich nun noch tun könnte, sehr dankbar. Oberste Priorität hat Datenerhalt. Beschämenderweise war der letzte back-up im September...

Vielen Dank und Grüße, D.
 
Du benötigst dein Passwort oder den Wiederherstellungsschlüssel. Wenn du den nicht mehr kennst und auch nicht an Apple gesendet hast, musst du dich von deinen Daten verabschieden.
 
Oh prima, ich weiß nicht mal, was das ist...:-c... vermutlich nicht gleichzusetzen, mit Apple-ID, oder??
 
Wenn du FileVault nicht verwendet hast, dann probiere doch mal eine 2. Partition zu erstellen (Mac OS extended (Journaled) und darauf ML zu installieren. Dann kannst du wenigstens den Computer von da aus starten und hast vielleicht Zugriff auf das geschützte Volumen und kannst es aus dem Gefängnis befreien.
Eine Enten-Idee von
Salome
 
Hast du denn die Festplatte überhaupt verschlüsselt? So wie du im Beitrag #3 schreibst habe ich den Eindruck das ist nicht der Fall ist.
Leider ist nicht auszuschließen, dass das tiefgekühlte Book beim "auftauen" in einem geheizten Raum durch die Kondensationsfeuchtigkeit Schaden genommen hat. Wenn du gaaanz viel Glück hast gibt sich das wieder nach einiger Zeit, wenn die Feuchtigkeit wieder verschwunden ist. Wenn nicht bleibt noch die Möglichkeit die Platte auszubauen und sie in einem externe Gehäuse auszulesen. Natürlich geht das nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht verschlüsselt ist, siehe oben.

MACaerer
 
Vielen Dank für Eure Antworten! So 100%-ig erschließen sie sich mir als komplettem Laien nicht ;-), aber die Tatsache, dass ich meine Festplatte meines Wissens nie aktiv verschlüsselt habe, gibt mir ein wenig Hoffnung, dass ganz vielleicht doch noch etwas zu retten ist.
Wenn ich mir morgen ergoogelt habe, was Partitionen sind und wie ich eine 2. erstelle, schauen wir weiter.
Danke & Grüße, D.
 
Eine Partition ist eine Kammer auf der Festplatte. Die Erstellst du über das Festplattendienstprogramm, das du wiederum über die Recovery Disc findest. Obs funktioniert weiß ich nicht, aber du wirst vom Festplattendienstprogramm geführt.
Nicht schlecht wäre auch, wenn du jemanden kennst, die / der auch einen Mac hat, dann könnten sich die beiden Macs mit dem Target Mode verbinden (Deiner startet mit T, der andere ist bereits normal gestartet) und dein Volumen erscheint auf dem anderen Mac. Du kannst es dann bearbeiten, also wieder frei geben.
Dazu benötigt man einen Firewire Anschluss mit entsprechendem Kabel oder das Gleiche mit Thunderbolt.
Salome
 
Eine zweite Partition zu erstellen, könnte in die Hose gehen, da die interne HDD sicherlich über eine Partition der maximalen Größe verfügt und ich an dieser Stelle keinerlei Experimente in Sachen Verändern dieser starten würde.

Stattdessen würde ich eine einfache USB HDD dranhängen, dann von der Recovery-Partition oder eventuell beiliegenden DVDs starten (also alt beim Starten gedrückt halten und Recovery oder eingelegte DVD). Dann per Festplattendienstprogramm Partition auf der USB-HDD erstellen und OS X auf diese installieren. Ist das durch, kannst beim Starten mit alt auswählen, ob intern oder USB gestartet werden soll.
Von dem neu installierten System solltest - so dies nicht durch einen Defekt unterbunden wird - auf die interne Platte zugreifen können.
 
Wenn du nicht von der Startpartition (die die einzige ist, nehme ich an) startest, ist es kein Problem diese zu verkleinern. Aber ich will niemanden zu Experimenten überreden.
Am Klügsten und einfachsten wäre sicher: Target-Mode.
Wobei ich ohnehin nicht überzeugt bin, dass der Mac einen Frostschaden hat. Denn er stand ja nicht auf dem Balkon im Schnee, es war lediglich das Fenster (oder die Tür) offen, da wird ein Zimmer doch nicht gleich zum Eiskasten. Ich bin schon stundenlang mit dem Auto (MBP im Kofferraum) durch Eis und Schnee gefahren. Dann die eiskalte Maschine herausgehoben und natürlich 2, 3 Stunden akklimatisieren lassen – danach hat sie ohne Muckser gearbeitet.
Salome
 
Einen "Frostschaden" kann ich mir auch nicht vorstellen. Das einzige diesbezüglich empfindliche Bauteil durfte das LCD-Display sein. Aber um das zu schädigen müssten wohl Temperaturen herrschen, wie sie derzeit in Russland und der Ukraine vorhanden sind. Das einzige was ich mir vorstellen kann, dass das "tiefgekühlte" Book schnell in einen geheizten Raum gebracht wurde und durch den Niederschlag der Luftfeuchtigkeit ausser Gefecht gesetzt wurde.

MACaerer
 
Dann wäre es am Klügsten, abzuwarten. So viel Feuchtigkeit wie ein Glas Rotwein kann es ja nicht sein, die sich da gebildet hat. Die sollte von alleine wieder verdampfen. Außer es hat sich durch wiederholte Startversuche ein Kurzschluss ergeben.
Salome
 
Mir kommt das mit dem Frostschaden ebenfalls seltsam vor. Für Festplatten im Stillstand werden üblicherweise Temperaturen von ca. –40 bis 60 °C angegeben. Das kurz über Null °C Spannungsrisse im Mainboard auftreten oder sich das Display verabschieded, halte ich auch nicht für sonderlich wahrscheinlich. Ich würde ein abgekühltes Gerät sich allerdings auch immer ein zwei Stunden aklimatisieren lassen. Einen Kurzschluß fände ich ebenfalls seltsam. Früher konnte man auf der CeBit Platinen in Aquarien mit destiliertem Wasser bestaunen. Da die Boards üblicherweise noch mit einem Lack überzogen sind, erscheint mir ein Kurzschluß daher unwahrscheinlich. Ich habe vor vielen Jahren mal ein Glas Saft in einen Laptop gekippt und nach zwei Wochen wieder eingeschaltet und der ging. Die Tasten waren zwar etwas verklebt, aber ansonsten war nichts passiert.
 
Wenn man hier im Forum blättert (oder die SuFu aktiviert) gibt es jede Menge Treads, die auf Defekte noch einem "Taufen" von Books, iPods, iPhones etc. erstellt wurden. Vielleicht ist das Mainboard gegenüber solchen Aktionen unempfindlich, ich weiß es nicht und habe auch nicht vor es auszuprobieren. Aber es gibt in einem Gerät mehr als genug offene Kontakte, die eben nicht gegen Kurzschluss isoliert sind. Also ex-geschützt sind die Geräte definitiv nicht.

MACaerer
 
Saft in Laptop -> don't try this at home, logisch, ich hatte Glück, wollte nur zum Ausdruck bringen das das Zeug nicht so empfindlich ist wie oft behauptet. Hab' auch schon ohne Erdungsarmband auf Hauptplatinen rumgelötet und das ging auch immer gut. Außerdem geht es in diesem Fall ja maximal um etwas Kondenzfeuchtigkeit.
 
Ja, ich denke auch, dass es sich eher um Kondensfeuchtigkeit als um einen Kälteschaden handelt. Ungünstigerweise scheint mir, meine erste intuitive Raktion, das Notebook sofort ins Warme zu bringen u. zu prüfen, ob es funktioniert, könnte mehr geschadet als genutzt haben. Nun denn, morgen ist's 5 Tage her, bis dahin müsste Feuchtigkeit doch eigentlich getrocknet sein. Zurzeit scheint mir der Versuch, die Daten mit einem 2. Mac u. Targetmode zu retten, eine Variante, die ich noch am ehesten hinkriege.
Vielen Dank für alle bisherigen Antworten u. Tipps!
Nächtliche Grüße, D.