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Modell für die EU? Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Australien in Kraft

Durch Klarnamen bist du nicht automatisch weniger frei, im Straßenverkehr bist du auch identifizierbar durch das KFZ Kennzeichen. Trotzdem bist Du frei in Deinem tun. Lediglich Verstöße sind besser zu ahnden.

Ich bin gerade am Überlegen, ob ich da nun lange drauf antworten will. Aber ich mache es einfach mal mit einer Frage: Du bist *ernsthaft* der Meinung, dass die Frage nach der Identifizierbarkeit im öffentlichen Straßenverkehr gleichzusetzen ist, mit der Frage der Identifizierbarkeit z.B. im Rahmen von politischen, ethnischen, sexuellen oder gesundheitlichen Kontexten?
 
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echt? erklär mal…

ne, jetzt wirklich: wie soll das Deiner Vorstellung nach mit Klarnamen funktionieren? Unterhalten sich dann im Forum drei Michael Müller aus Berlin und zwei Thomas Schulze aus München?



B-MT2025 als Kennzeichen und Martin Wendel als Klarname sind ein kleiner Unterschied. Mit dem Kennzeichen ist die Identifizierung nicht jedem und nicht ohne weiteres möglich.

So eine ID wie z.B u0679 ermöglicht nicht jedem Hans Mustermann direkte Rückschlüsse auf die Person… ein Klarname wie Martin Wendel schon eher. Schwierig wirds bei den 78 Thomas Schulze bei Xing.
Ich erkläre nicht die Bedeutung eines Wohnsitzes.

Ich bin gerade am Überlegen, ob ich da nun lange drauf antworten will. Aber ich mache es einfach mal mit einer Frage: Du bist *ernsthaft* der Meinung, dass die Frage nach der Identifizierbarkeit im öffentlichen Straßenverkehr gleichzusetzen ist, mit der Frage der Identifizierbarkeit z.B. im Rahmen von politischen, ethnischen, sexuellen oder gesundheitlichen Kontexten?
Du wirfst hier zu viel in einen Topf. Wer hässliche Dinge tut sollte identifizierbar sein. Was das jetzt mit z.B. Gesundheit zu tun hat 🤷🏼‍♂️.
Aber denk du ruhig weiter so viel, am Ende hast du halt viel gedacht.
 
Du wirfst hier zu viel in einen Topf. Wer hässliche Dinge tut sollte identifizierbar sein. Was das jetzt mit z.B. Gesundheit zu tun hat 🤷🏼‍♂️.
Aber denk du ruhig weiter so viel, am Ende hast du halt viel gedacht.

Du bist doch derjenige, der sich für eine Klarnamen- bzw. Indentifizierungsmöglichkeit ausspricht. Sorry, aber du kannst dann halt kein Cherry-Picking betreiben, sondern die Option der Identifizierbarkeit begrenzt sich dann eben nicht nur auf die "unschönen" Aspekte, sondern auch z.B. auch sozial-kritische oder gar gefährliche Bereiche.

Wer also "Martin Müller" für die konkrete Beleidigung "A****loch" identifizierbar macht, macht das auch für Mohammed, 16, der sich über seine sexuelle Orientierung austauscht, die vor seinem Hintergrund religiöser Eltern ein Problem ist. Oder für Tanja, die Kindergärnerin ist und sich über ihre HIV-Infektion im Forum austauscht.

Man kann natürlich vor all diesen Dingen auch einfach seine Augen verschließen und mach das Leben schön einfach. Bis man selbst mal betroffen ist. Insofern wäre es vielleicht ratsam, wenn du ein wenig mehr darüber nachdenken würdest, was die Folgen einer solcher Indentifizierbarkeit wären.
 
Wo fangen wir an und wo hören wir auf?

Mir geht es um den Hass der weg muss bzw. harte Konsequenzen mit sich bringen muss.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dieses „bis man selbst mal betroffen ist“ Mittel ist nicht meins. Das ist ja quasi Whataboutism und erstickt einen weiteren Austausch.
 
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Wo fangen wir an und wo hören wir auf?

Mir geht es um den Hass der weg muss bzw. harte Konsequenzen mit sich bringen muss.
Das ist doch dann aber sehr Kurzgedacht wenn man sich da nur auf eine Seite konzentriert aber alles was da noch dran hängt einfach ignoriert und nein das hat überhaupt nichts mit Whataboutism zu tun.
Das ist ja quasi Whataboutism
Denn es ist ja kein anderes Thema das aufgemacht wird sondern hängt direkt damit zu tun.
 
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Mir geht es um den Hass der weg muss bzw. harte Konsequenzen mit sich bringen muss.
An der Stelle bin ich ja sogar bei dir.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Dieses „bis man selbst mal betroffen ist“ Mittel ist nicht meins. Das ist ja quasi Whataboutism und erstickt einen weiteren Austausch.
Ja, nur ist exakt der eigentlich schwierige Teil: Die Abwägung der Verhältnismäßigkeit einer Regelung. Und es ist letztlich egal, ob du nun betroffen bist oder jemand anders - von jeder Regelung gibt es nunmal positiv und negativ betroffene Menschen. Der Verweis darauf ist kein erstickender Whataboutism, sondern Notwendigkeit in einem Rechtsstaat, da es immer um ein Synallagma von Interessen und Rechten geht. Wird das ignoriert, öffnet es nicht nur Willkür die Türen, egal wie gut der vermeindliche Wille bzw. die Intention auch ist, sondern ist auch einhergehend mit der Aushöhlung von rechtsstaatlichen Prinzipien.

Die Ironie daran ist, dass genau das ja z.B. Leute wie Marjorie Taylor Greene gerade erfahren: Es war "toll, richtig und gut" - als man noch auf der "richtigen" Seite stand. Jetzt hat sie sich einmal gegen Trump gestellt und erfährt, wie es ist, wenn man plötzlich "Gegner" der vermeindlich so gut gemeinten Weltsicht ist.
Das gleiche trifft auch hier zu: Du befürwortest es, weil du für den Moment nur die Vorteile betrachtest oder die Nachteile von untergeordneter Bedeutung sind - bis es dann irgendwann mal ein Bereich gibt, wo man dann feststellt, dass bestimmte Rechte eben doch sehr sinnvoll sind/waren. Insbesondere vielleicht sogar gerade für schwächere Minderheiten.
 
Rahmen von politischen, ethnischen, sexuellen oder gesundheitlichen Kontexten
Muss ich mich, sofern Klarnamen Pflicht wären, zu solchen Themen in Foren oder Kommentaren äußern, wenn ich es nicht möchte?
Mit einem Phantasienamen kann ich natürlich phantastisch über sexuelle Ausrichtungen herziehen und hetzen oder über Religion oder….

P.S. und wenn ich mich positiv äußern will z.b. Gendern gefällt mir, warum sollte ich mich hinter einen Phantasienamen verstecken.

Oder für Tanja, die Kindergärnerin ist und sich über ihre HIV-Infektion im Forum austauscht.
Wozu in einen Forum über sowas austauschen? Anonyme Selbsthilfegruppen, Ärzte und Therapeuten.
 
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bist du vor 30 Jahren eingeschlafen, und gerade erst aufgewacht? Die Zeit ist nämlich längst vorbei.
Wir haben in Potsdam immer noch eine Zufluchtswohnung für jungen Menschen, die sich zu Hause als lesbisch oder schwul outen und dann von ihren Eltern gnadenlos der Hauses und der Familie verwiesen werden. Die stehen sonst von jetzt auf gleich auf der Straße.

So viel ist da in den Köpfen doch noch nicht passiert.
 
Muss ich mich, sofern Klarnamen Pflicht wären, zu solchen Themen in Foren oder Kommentaren äußern, wenn ich es nicht möchte?
Mit einem Phantasienamen kann ich natürlich phantastisch über sexuelle Ausrichtungen herziehen und hetzen oder über Religion oder….

Du machst den Bock zum Gärtner: Es gibt Leute, die ihrerseits Hilfe suchen, Unterstützung bieten, sich informieren oder wie auch immer - und zwar bei Themen, bei denen es bis heute die Gefahr sozialer Ächtung, Ausgrenzung etc. pp. gibt.
Der Verweis darauf, dass sie sich ja nicht zu äußern brauchen, ist nichts anderes, als eine Täter-Opfer-Umkehr. Menschen, die der Möglichkeit solcher Ausgrenzungen grundsätzlich ausgesetzt sein könnten, willst du nun auch noch die Möglichkeit eines Austauschs nehmen - nicht, weil es bei diesen Leuten ein Problem gibt, sondern weil *andere* Leute sich nicht an Umfangsnormen halten. Das ist schon ziemlich absurd.

P.S. und wenn ich mich positiv äußern will z.b. Gendern gefällt mir, warum sollte ich mich hinter einen Phantasienamen verstecken.
Komischerweise sehe ich hier im Forum nur eine sehr begrenzte Anzahl an Mitforisten, die mit Echtnamen etc. agieren. Wobei es auch da immer noch positiv und negative Freiheit gibt: Es steht dir natürlich jederzeit frei das zu machen. Es sollte aber ebenso jemand anderem freistehen, dass nicht machen zu müssen.

Wozu in einen Forum über sowas austauschen? Anonyme Selbsthilfegruppen, Ärzte und Therapeuten.
Du merkst schon, dass du eigentlich nur damit argumentierst, wie man Freiheitsrechte einfach weiter einschränken kann, oder? Dabei sind es Einschränkungen, die begründet und verhältnismäßig sein müssen. Bisher wurde aber kein ernsthaftes Argument genannt, welches dafür spricht. Strafverfolgung kann es nicht sein - denn auch heute wäre es grundsätzlich schon möglich Hasskommentare etc. zu verfolgen und zu sanktionieren.
 
Ich erkläre nicht die Bedeutung eines Wohnsitzes.
Verstehe ich das jetzt richtig, Du wünschst Dir neben dem Klarnamen auch die öffentliche Preisgabe der Adresse?

Da Name & Ort nicht ausreichend eindeutig sind möchtest Du den Wohnsitz, also die komplette Adresse veröffentlichen?
 
lesbisch oder schwul outen
darum gings ja auch nicht,sondern um das hiv thema. aber eh wurscht. thema schon längst erledigt. Dass vorallem schwul noch mehr ein thema ist, klar.

Wie sagte die tage erst Monte (Montanablack) zu seinem chat , bei einer Video Reaction: ihr findet es geil , wenn 2 lescbische Mädels rummachen, aber wollt euch ekeln, wenns 2 Männer sind.

Doppelmoral halt , und er hat da oft vollkommen recht leider
 
Verstehe ich das jetzt richtig, Du wünschst Dir neben dem Klarnamen auch die öffentliche Preisgabe der Adresse?

Da Name & Ort nicht ausreichend eindeutig sind möchtest Du den Wohnsitz, also die komplette Adresse veröffentlichen?
Nicht veröffentlichen, für die Behörden ersichtlich.

Allerdings brauchen wir hier nicht groß weiter philosophieren, Klarname und Bild sollten reichen um jemanden in 2-3 Minuten ausfindig zu machen.
 
Vielleicht sollten wir auch auf der Straße alle mit Namensschild rum laufen.
Und vor allem auch beim Einkaufen wenn man dran ist immer laut seinen Namen nennen damit auch alle in der Schlange wissen wer was gerade kauft...
 
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Wozu in einen Forum über sowas austauschen? Anonyme Selbsthilfegruppen, Ärzte und Therapeuten.
Weil das Selbstbestimmung ist. Vielleicht möchte sich jemand erstmal in einem Forum austauschen. Vielleicht weil er nicht direkt zum Arzt gehen möchte, vielleicht weil er nicht mobil ist und auf dem Land lebt und nicht einfach zu einer Selbsthilfegruppe 100km entfernt gehen kann, vielleicht einfach weil ein Forum ein guter Ort für Diskussionen sein kann.

Ich sehe Gründe warum gefordert wird, dass man im Internet weniger anonym unterwegs sein sollte. Es ist richtig, dass man darüber diskutieren sollte, was es für Wege gibt, das System zu verbessern. Aber valide Argumente einfach so „totzumachen“ und das noch als Mod, finde ich schon sehr krass. Das ist einmal mehr dieses immer typischere Schwarz und Weiss denken.

Und generell wie stellt ihr euch das rechtlich vor. Das Internet ist ja kein nationales System. Da bräuchten wir ja eher ein Intranet um das alles umzusetzen. Wenn jetzt Deutschland oder die EU den Klarnamen fordert, was bedeutet das für bestehende Accounts? Glaubt ihr das ist rechtlich durchsetzbar, dass dann die US Unternehmen das einfach so machen. Man kann das maximal für neue Anmeldungen meines Erachtens nach fordern.

Aber dann hast du den Account XXX99XXX auf Facebook. Du bist in Deutschland und wirst beleidigt. Dann meldest du das den Behörden und die merken der Account kommt aus der Schweiz, sehen aber damit vermutlich nicht den Klarnamen. Dann musst du als Deutsche Person erstmal abklären ob wir auch solch eine Regelung bei uns haben und dann den Rechtsweg über die Schweiz im Optimalfall gehen. Das ist alles ein unfassbarer behördlicher Aufwand und trotzdem wird es noch immer viele Wege gehen das ganze zu umgehen. Weil es werden vermutlich kaum alle über 200 Länder in der Welt solch einen Klarnamen fordern für Social Media Accounts. Also werden Trolle einfach den Umweg via VPN machen und sich den Account über bspw. Mexiko erstellen und dann diesen ganz gemütlich in Deutschland weiterhin anonym betreiben.
 
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Nicht veröffentlichen, für die Behörden ersichtlich.

Allerdings brauchen wir hier nicht groß weiter philosophieren, Klarname und Bild sollten reichen um jemanden in 2-3 Minuten ausfindig zu machen.

Na Du bist echt Klasse: Du wirfst hier die Klarnamenpflicht in den Raum, deswegen startet eine Diskussion und nun steht da „nicht veröffentlichen“ weil Ort und Adresse wohl doch etwas zuviel geopferte Privatsphäre wären.

Stattdessen nun Klarname und Bild verwenden zu wollen ist allerdings nicht weniger problematisch.
 
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und das noch als Mod, finde ich schon sehr krass
Du weißt schon dass ich als User schreibe und nicht als Mod, oder? Wenn wir offiziell was posten wird das in [Mod-Info] gesetzt. Oder darf ich nicht mit diskutieren, wegen des Ehrenamts?

Das ist alles ein unfassbarer behördlicher Aufwand
Niemand sagt, dass es einfach umsetzbar ist.

Vielleicht möchte sich jemand erstmal in einem Forum austauschen
Dann wäre das freiwillig und muss deswegen nicht anonym passieren.

Letztlich ist es eine Abwägung, was wiegt schwerer: der Schaden durch Hass durch Anonymität im Netz oder die Möglichkeit über intime Dinge zu sprechen ohne sich erkennen zu geben.
 
Du weißt schon dass ich als User schreibe und nicht als Mod, oder?
Du weißt schon, dass das nicht zu trennen ist, oder?
Immer wenn da ein Moderator-Banner unter dem Namen ist, werden die anderen User höhere Standards von dir erwarten.
Auch wenn du als User schreibst, erwarten die anderen Forenmitglieder, dass du dich moderativ und nicht eskalierend verhältst. (was in diesem Forum hier traditionell überhaupt nicht funktioniert, weil es oft gerade die Moderatoren sind, die Diskussionen verschärfen und eskalieren).
Dein Ehrenamt inkludiert auch, dass du hier nicht mehr "nur" als User gesehen wirst, sondern eben IMMER und grundlegend eben AUCH als Moderator.
Wenn sich der Papst in seiner Freizeit betrinkt und halbnackt über den Petersplatz läuft kann er auch sagen "ich hatte nicht meinen Talar an, das war ich als Privatperson".. trotzdem werden die Leute das verurteilen, weil er eben der Papst ist und Vorbildfunktion hat.
Genauso habt ihr hier als Moderatoren eine Vorbildfunktion. Ihr könnt das nicht an und abschalten, wie euch beliebt. Solange ihr als Moderatoren gekennzeichnet seid, werdet ihr eben auch so wahrgenommen und die Leute erwarten, dass ihr euch entsprechend verhaltet.
 
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Ich finde ein Mindestalter für "Socialmedia" gut, würde es allerdings nicht auf 16 sondern auf 100 setzen. Wir hätten soooooooo viele unserer Probleme überhaupt nicht
 
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Na Du bist echt Klasse: Du wirfst hier die Klarnamenpflicht in den Raum, deswegen startet eine Diskussion und nun steht da „nicht veröffentlichen“ weil Ort und Adresse wohl doch etwas zuviel geopferte Privatsphäre wären.
Du, für mich nicht. Für dich anscheinend.

Du weißt schon, dass das nicht zu trennen ist, oder?
Klar ist das zu trennen, steht so dort, damit ist es klar gekennzeichnet.

Aus dem Text geht keine Mod Ansage hervor, von daher alles gut.

Dein Beispiel mit dem Papst...habe heute schon einiges an Müll in den sozialen Medien gelesen, das ist dann noch mal die Sahne um 18:30.
 
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