• Das kreative Thema des Monats Oktober wird vor allem diejenigen unter Euch besonders ansprechen, denen Do-it-yourself quasi im Blut liegt. Zeigt uns Eure Improvisationskünste oder fotografiert, was andere Leute sich so im Alltag zusammengestrickt haben. --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

manuelle Deinstallation

zuhn

Jonagold
Registriert
08.06.13
Beiträge
21
Hallo!

Ich habe meinen Mac jetzt eine Weile und habe mich noch nicht so richtig damit auseinander gesetzt. Programme, die mich störten habe ich einfach per Drag & Drop gelöscht.

Jetzt habe ich allerdings mal ein wenig nachgelesen. Ob das denn so sinnvoll ist oder nicht, oder wie man es besser machen könnte, was man machen sollte etc.

1. Wenn per Drag und Drop gelöscht, bleiben Preferences in der Library und andere Ordner die in Library erstellt wurden bleiben erhalten...

Jetzt habe ich mal in diesen Ordner geschaut und gesehen, dass da ein Haufen von altem Zeug ist. Kann ich das jetzt einfach so rauslöschen?

2. Manche sagen das sollte man tun --> andere sagen, dass es ein sich selbst reinigendes System ist und man das deshalb nicht machen muss (ABER die Ordner in Librarys sagen mir irgendwie was anderes)...

3. Mit tools sollte ich es lassen --> http://www.apfeltalk.de/forum/warnung-cleanup-tools-t435167.html
Das habe ich auch schon gelesen und verstanden...

Nur wie führe ich Punkt 1 aus? Auch im Hinblick darauf, dass ich nicht mal mehr alle Programme im Kopf hab dich ich mal getestet und dann wieder gelöscht habe...

Danke schonmal

mfg
 
Lehn Dich zurück, hol Dir ein Bier und genieß die Sonne. :-)

"1." stört nicht und macht das System üblicherweise auch nicht langsamer. Wegen ein paar MB Plattenplatz den Library-Ordner auszumisten, halte ich für reine Zeitverschwendung.
 
okay das habe ich mir schon bald gedacht, ließt man ja öfter, aber manche menschen schreiben halt auch das Gegenteil... Man ist halt doch ein wenig windows vorgeschädigt...

Bedeutet das jetzt auch, dass er im Laufe der Zeit nicht wirklich (spürbar) langsamer wird?? Man kennt das ja noch von Windows wenn man ein System lange hatte, wurde es ja doch ziemlich träge....

danke mfg
 
Dateien, die nicht geöffnet werden, können nicht stören.
 
win ist doch aber auch langsamer geworden ohne dass man die Dateien geöffnet hat die nicht mit gelöscht wurden
 
Windows ist ja auch kein Betriebssystem, sondern eine Krankheit ;-)

Mal im Ernst: Unixoide Betriebssysteme haben dieses Windows-Problem noch nie gehabt.
 
Windows arbeitet völlig anders und schleppt aus Kompatibilitätsgründen eine Unmenge programmiererischer Altlasten mit sich rum. Außerdem hat Windows eine Registry, in der sich allerhand ansammelt, und die wird nun mal geöffnet. Die Hilfsdateien werden unter UNIX-Systemen aber nur gezielt geöffnet, wenn ein Programm danach ruft. Verlangsamungen oder andere Probleme können natürlich selten mal auftreten, wenn Hilfsdateien auch von anderen Programmen benutzt werden, was bei manchen Plugins der Fall sein kann. Oder wenn Einträge vorliegen, die Prozesse wie launchd abfragen, um regelmäßig irgendetwas zu tun. Deinstaller sollten diese entfernen, Programme ohne Installer sollten die Einträge gar nicht anlegen. Man sieht dann aber in der Konsole, daß launchd sucht und nicht findet, oder man kann in den Libraries unter /LaunchAgents und /LaunchDaemons schauen und manuell löschen.
 
Die Registry ist auch bei Windows nur eine Datenbank... Dort werden auch nur die Daten geladen, die abgefragt werden. Der Rechner wird nur gefühlt langsamer.

Wer es selbst lesen will: http://www.heise.de/newsticker/meldung/c-t-Viele-Tuning-Tipps-fuer-Windows-sind-nutzlos-120986.html

Die häufigsten Gründe für ein langsames System sind:
- Viele Programme im Autostart
- Fehlkonfiguration in Einstellungen oder im Netzwerk
- Vor allem aber: Man gewöhnt sich schlicht und einfach an die Geschwindig des Rechners - sitzt man dann mal an einem neueren Gerät, kommt einem der eigene plötzlich sau langsam vor.

Man kann auch den Mac noch aufräumen, aber die Arbeit steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Man gewinnt ein wenig Speicherplatz. Geschwindigkeit wird es kaum bringen. Einzig ein Blick in die Konsole sollte man werfen, vielleicht hat es bei dem ein anderen Programm nicht gereicht, es nur "wegzuwerfen", sondern es hat noch irgendwo was installiert. Gerne sowas wie Druckertreiber oder 3G/LTE-USB-Sticks usw..

Aber eigentlich reicht es, Post #2 zu befolgen!
 
So ganz richtig ist die Aussage "Dateien werden nur geladen wenn sie das Programm braucht" auch unter MacOs leider nicht. Ich denke dabei an die Kernel-Extensions, die von diversen Programmen angelegt werden. Die KEs werden auf jeden Fall geladen wenn das System startet. Und sie können das System deutlich ausbremsen, vor allem wenn sie nicht mit dem aktuellen System kompatibel sind.

MACaerer
 
Okay, das mit der Registry hab ich mir nur über Forenbeiträge angelesen. Die Leut' sagen's, und mir fehlt die Kompetenz, es anzuzweifeln. Aber warum jammern die Leute dann so?
Viele Programm im Autostart können den Rechner doch nicht langsamer machen. Allenfalls den Start, und wie oft startet man schon neu? Danach sind die Programm halt gestartet. Falls zuviele das System verlangsamen, ist's doch wurscht, ob per Autostart oder danch in Ruhe einzeln gestartet.
Das mit der Gewöhnung sehe ich genauso - nicht nur bei der Beurteilung von Klagen, auch ganz persönlich bei mir. Jeder neue Rechner ist erstmal schneller, dann gewöhnt man sich dran und er "wird" schlimmstenfalls nervig langsam.
Deutliche Verlangsamungen können natürlich auch auftreten, wenn der RAM nicht ausreicht und gleichzeitig auf der Platte kaum Platz zum swappen bleibt. Oder wenn der RAM erheblich zu gering ist für die aktiv arbeitenden Programme. Hat aber mit dem Thema wenig zu tun.
 
So ganz richtig ist die Aussage "Dateien werden nur geladen wenn sie das Programm braucht" auch unter MacOs leider nicht. Ich denke dabei an die Kernel-Extensions,
Stimmt. Hatte ich übersehen.
Aber gibt es da so viele? Ich probiere ziemlich rum mit neuen Programmen, deinstalliere selten (Sammler-&-Jäger-Syndrom), schleppe seit Tigerzeiten vieles mit, aber außer von Parallels habe ich nur ein oder allerhöchstens zwei Nicht-Apple-KernelExtensions.
 
Klar machen Programme im Autostart erstmal den Start langsamer, aber natürlich auch den Rechner, wie Du schon selbst festgestellt hast: Speicherverbrauch!
Alles, was unnötig mit läuft, ob Treiber, Kernelerweiterungen oder Zusatzprogramme, belastet Speicher und auch den Prozessor. Deswegen wird auch Windows (genauso wenig wie MacOS X) mit der Zeit langsamer, nur weil die Installation schön länger her ist - denn alles, was die Systeme mitschleppen, tun sie ja von Anfang an. Meistens ruiniert der Nutzer selber das System durch seine Eingriffe (Installationen, Aufräumen mit unvollständiger Deinstallation usw.). Aber das Alter der Installation ist es sicher nicht.
 
Das Ding ist nur, dass gerade Windows-Programme sich gerne irgendwo im Hintergrund einnisten oder meinen, sie müssten Systemfunktionen "erweitern". Dann kann das unsaubere Deinstallieren eines Programmes bewirken, dass es woanders im System hängt.
 
Wenn ich irgendwo was unsauber hinterlasse, dann isses da dreckig (oder eben langsam) ... Egal ob Mac oder PC. Ein Vorteil am Mac ist sicherlich die Art der Installation als ein Paket, welches selten eine Installationsroutine außer das Ziehen in den Programme-Ordner braucht. Das ist aus der Historie beim PC anders gewachsen. Aber wenn nicht jeder allen Müll auf seinem Rechner installieren würde, dann gäbe es auch nicht die Mär vom langsamer werden System - das Problem ist vor dem Rechner, nicht der Rechner selbst. Man muss damit eben umgehen können.

Meine Windows XP Installation lief von 2003 bis 2008 auf meinem IBM T30. Da ist nix langsamer geworden... nur meine Anforderungen sind gestiegen. Seit dem habe ich eine Mac! ;-)
 
Alles, was unnötig mit läuft, ob Treiber, Kernelerweiterungen oder Zusatzprogramme, belastet Speicher und auch den Prozessor.
Nur laufen halt bei OS X, jedenfalls nach meiner Erfahrung, nicht nur nach angelesenem Wissen, einfach mal so gestartete, dann aber nicht benutzte Progrmmea, so bei nullkommanochwas Prozent CPU-Belastung. Kann man vergessen - mag natürlich sein, daß es einzelne miserabel programmierte Programme gibt, die Mist baue, der Normalfall ist das nicht. Programme, die nichts arbeiten, bremsen auch nicht. Speicherverbrauch liegt, genau wie der wichtigere CPU-Verbrauch im Nullkomma-Bereich.
Meistens ruiniert der Nutzer selber das System durch seine Eingriffe
Das unterschreib ich zu hundert Prozent. "Optimierungen" ohne Ahnung, worum es geht. Manipulationen an systemrelevanten Funktionen, ebenso ohne Ahnung. Und ganz oft: Übertragen von Kenntnissen anderer Betriebsysteme. Weil man das dort so und so macht, muß das jetzt hier auch so und so…
 
Bein Windows in der Grundinstallation läuft auch nicht wirklich viel. Wobei der Mac ein etwas weniger Zeugs eingeschaltet hat, das ist richtig!

Ich bin mit meinem Mac ja auch heilfroh... nur wird keines der Systeme, nur weil es lange läuft, einfach so langsamer. Wenn, dann hat es immer konkrete Gründe... die wurden ja schon aufgezählt.