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MacUpdate packt Software-Downloads Adware bei

Martin Wendel

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Nach Softonic, Download.com und Chip.de (wir berichteten) gesellt sich mit MacUpdate eine weitere beliebte Anlaufstelle für Software-Downloads zu jenen Webseiten, die Adware in die heruntergeladenen Installer integrieren. Das berichtet der Sicherheitsexperte Thomas Reed, der früher seinen unabhängigen Security-Blog "The Safe Mac" betrieb und mittlerweile bei Malwarebytes tätig ist. Wir können nur erneut darauf hinweisen, dass Programme nur aus offiziellen Quellen heruntergeladen werden sollten.



Reed wurde von einem Twitter-Nutzer darauf aufmerksam gemacht. Dieser entdeckte die Adware nach einem Download des VoIP-Clients Skype über MacUpdate. Reed ist dem nachgegangen und hat herausgefunden, dass MacUpdate nicht Skype an sich, sondern eine Installationsroutine mit den Namen "Skype Installer.dmg" herunterlädt. Diese möchte in der Standardeinstellung Yahoo zur Standardsuche in allen kompatiblen Browsern einstellen und die Safari-Erweiterung "Search Assist" bzw. "SearchTrust", bei der es sich um Adware handelt, installieren.

MacUpdate-4.png


Passt man während der Installation nicht auf und ändert die Standardeinstellung, wird die Adware installiert. Das eigentliche Programm – im vorliegenden Fall Skype – lädt der Installer, der selbst nur 1,8 Megabyte groß ist, erst im Zuge der Installation herunter. MacUpdate hat, womöglich wegen dem Bericht von Reed, reagiert und bietet auf seiner Webseite nun wieder das normale Skype-Package ohne Installationsroutine an. Bei anderen Programmen wie etwa Chrome oder Firefox wird hingegen weiterhin der Adware-Installer ausgeliefert.



Reed hat herausgefunden, dass es sich bei dem neuen Installer offenbar um eine neue "Funktion" von MacUpdate handelt. Als zahlendes Mitglied von MacUpdate werden diese Adware-Installer nämlich nicht heruntergeladen, für Gratis-Nutzer ist eine solche Einstellung aber nicht möglich. Auch der Desktop-Downloader von MacUpdate, eine Art Alternative zum Mac App Store, soll offenbar keine mit Adware verseuchten Installer herunterladen.

Trotzdem lautet die Empfehlung von Reed ganz klar, Programme nur aus dem Mac App Store und von der offiziellen Webseite der Entwickler herunterzuladen. Zwar sei auch das keine Garantie für einen Adware-freien Download, wie etwa am Beispiel der Webseite des FTP-Clients FileZilla zu sehen ist, trotzdem verringere der Download von Programmen aus offiziellen Quellen die Chance einer unbemerkten Adware-Installation. Sollte man sich doch einmal etwas eingefangen haben, empfiehlt sich ein Scan mit Malwarebytes Anti-Malware (ehemals Adware Medic).

Via Malwarebytes Blog

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Danke für die Hinweise und den Tipp/Link zu Malewarebytes!
 
Wenn immer mehr Vertreiber und Entwickler Adware ihren Downloads beilegen, wird das irgendwann zu einem riesigen Problem. Neuerdings wurde auch klar, dass es in 2015 mehr ungewollte Programme für OS X gegeben hat als in den bisherigen fünf Jahren zusammen, wobei der erhebliche Wachstum der Adware zu danken ist. Wird Apple hier vielleicht etwas nachlässig? Das Problem könnte man deutlich effektiver bekämpfen wenn Apple vielleicht mal etwas strenger mit Gatekeeper umgehen würde und solchen Entwicklern einfach die Lizenz entzieht.
 
Wieso ist eigentlich bei allem und jedem immer Apple in der Pflicht?
Lasse ich den Gatekeeper so eingestellt wie er ist, dann ist doch alles okay.

Logischwerweise sind solche Portale die ideale Verteilungsquelle für Malware. Da der User hier ja ein Programm herunterlädt wird eben der Gatekeeper einmal kalt gestellt und auch unkritisch das Admin-Passwort eingegeben. Wann will ja schließlich ein Programm installieren.

Hier hilft nur eines: Normaler Menschenverstand und Aufklärung.
Oder wie sage ich wie immer technisch völlig unbedarften Menschen: Finger weg von alles Websites die ganz doll bunt blinken und dir alles für umsonst versprechen.
 
Das Problem ist die Menge an Nutzern und die Art der Nutzer. Wer hier im Forum unterwegs ist weiß normalerweise was man installieren darf (von Foren eigener Werbung mal abgesehen). Aber der 08/15 User weiß es nicht, also ist dafür ein Markt da und dieser wird genutzt.

Selbst gatekeeper hat Probleme mit dem nachträglichen installieren von Programmen, wenn es einmal freigeschaufelt ist.

Wenn Apple nur noch App Store Programme zulassen würde, wäre das Problem einzudämmen, aber dann würden viele Apple verlassen, weil man manche Programme eben einfach installieren muss besonders mit der Dateistruktur für Plug ins etc vieler Programme.
 
Wer hier im Forum unterwegs ist weiß normalerweise was man installieren darf
Das ist m.M. nach eine völlige Fehleinschätzung.
Auf einen Teil der Leute, die hier im Forum unterwegs sind mag das vollumfänglich zutreffen. Der Hauptteil wird aber dankbar sein, dass so etwas hier im Magazin steht und nicht wenige werden zum erstem Mal davon gehört haben.
 
Wieso ist eigentlich bei allem und jedem immer Apple in der Pflicht?
Lasse ich den Gatekeeper so eingestellt wie er ist, dann ist doch alles okay.

Gatekeeper macht sich dann aber nur bemerkbar wenn das Programm nicht signiert wurde oder etwas nicht stimmt. Der MacUpdate Installer wurde aber signiert. Dann macht Gatekeeper absolut gar nichts. Wer Gatekeeper ausschaltet oder absichtlich umgeht, geht das Risiko wissentlich ein.

Apple kann das Problem am Effektivsten eindämmen, wenn sie einfach etwas strenger sein würden.
 
Leider verfolgen selbst IT-Giganten wie das unsägliche Oracle diese Prozedur. Mich kanns ja nicht stören, da ich immer die Entwickler-Site aufrufe, aber man findet ja leider immer genügend Opfer…
 
Lasse ich den Gatekeeper so eingestellt wie er ist, dann ist doch alles okay.

Nein, denn weder Gatekeeper noch Xprotect erkennen dieses Trojanische Pferd.

Es sind aber schon erste Bug Reports an Apple geschickt worden, mit der Aufforderung, MacUpdate die Entwickler-ID zu entziehen, so dass OS X bei zukünftigen Downloads vor dieser Malware warnen kann.
 
Naja schade um MacUpdate... hab da früher eigentlich oft Software bezogen....
 
Für mich ist zunächst einmal jede Quelle die nicht der Hersteller- oder Vertreiberseite entspricht in Frage zu stellen.
 
Hallo :)

tja die machen nun eben auch einen auf Chip ^^ ... so etwas gehört echt Verboten ... viele User die eher Einsteiger sind blicken das erst mal überhaupt nicht. Ich finde so etwas eine Frechheit ... nu ja aber das is nur meine Persönliche Meinung.

Grüße
Me
 
Weg mit dem OSX-Installer. Überflüssig wie Flash. Drag & Drop + Sandbox reicht.

OSX wirkt an einigen Stellen im Vergleich zu iOS doch recht veraltet.

Apple kümmert sich nicht genug um den MacApp-Store. Da hat man solche Probleme nicht.
 
Weg mit dem OSX-Installer.

Hier wird nirgendwo über den OS X-Installer gesprochen. Es geht darum, dass MacUpdate Drag & Drop-Programme von fremden Entwicklern dazu missbraucht, jeden Download an einen überflüssigen eigenen Installer zu koppeln, der als Trojanisches Pferd arbeitet.

OSX wirkt an einigen Stellen im Vergleich zu iOS doch recht veraltet.

Im Gegenteil, denn iOS braucht im Gegensatz zu OS X immer Apples Installer, auch wenn man das nicht sieht. Die simple und sichere Verwendung von Drag & Drop ist auf diesem Spielzeugsystem nicht möglich.

Apple kümmert sich nicht genug um den MacApp-Store. Da hat man solche Probleme nicht.

Doch, auch im Mac App Store gab es Probleme mit Trojanern. Ist noch nicht so lange her.
 
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Reaktionen: raven und Nathea
@Marcel Bresink

Nicht direkt. Aber indirekt wird die Adware damit installiert.

Und zu iOS. Das das ist korrekt, aber hier hat man den Installationsprozess hübsch verpackt. Es reicht ein Klick für die Installation. Bei OSX sieht das doch anders aus, außer man verwendet den Mac App Store.

Es gibt 3 Möglichkeiten Applikationen auf den Mac zu installieren.

1. Drag & Drop
2. Installer
3. Mac App-Store

Bei Option 1 & 2 muss man vorher wohlmöglich nach dem Download ein Image mounten, nachdem man das Zip.Archiv entpackt hat.
Und wenn man den Installer benutzt, klickt man sich durch den Installationsvorgang, fast wie bei Windows!

So war das gemeint. Modern und "easy tu use" ist das nun wirklich nicht.

Ich habe mich unverständlich ausgedrückt.
 
Nicht direkt. Aber indirekt wird die Adware damit installiert.

Nein, wird sie nicht. Warum sollte der MacUpdate-Installer den Apple-Installer aufrufen?

Bei Option 1 & 2 muss man vorher wohlmöglich nach dem Download ein Image mounten, nachdem man das Zip.Archiv entpackt hat.

Nein. Es gibt natürlich schon mal schwarze Schafe unter den Entwicklern, bei denen bei Fall (1) so ein Unsinn nötig ist, weil sie sich nicht an Apples Vorschriften halten, aber im üblichen Standardfall mountet der Web-Browser nach dem Download selbsttätig das Image, das bereits intern komprimiert ist und daher auch nicht in einem ZIP-Archiv steckt. Man bestätigt dann die EULA und der Finder öffnet automatisch das Fenster mit dem Programmsymbol, das man dann per Drag & Drop an eine beliebige Stelle ziehen kann.

Fall (2) ist laut Richtlinien nur dann zulässig, wenn verschiedene Komponenten der Software aus technischen Gründen an verschiedene Stellen installiert werden müssen, was in der Regel auch heißt, dass das nur ein Administrator machen darf, der sich mit einem Kennwort identifizieren muss. Solche Arten von anspruchsvolleren Programmen dürfen in den App Stores gar nicht verkauft werden.

Dass man "Apps" einfacher installieren kann, liegt nicht daran, dass sie "moderner" wären, sondern nur daran, dass sie so simpel gestrickt sind und dem Benutzer alle Freiheiten genommen werden, die Installation in seinem Sinne zu beeinflussen.