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MacBook Pro 2008 -> Mac mini 2012 (VM)

tkreutz

Stina Lohmann
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Hallo Zusammen,

ich habe aktuell ein anspruchsvolles Retroprojekt und wollte mal fragen, ob mir jemand einen entscheidenden Hilfetipp gegeben kann.

Also folgender Hintergund. Ich habe ein Mac Book Pro aus dem Jahr 2008 mit installierter- lizensierter und aktivierter Software, die ich gerne "retten" möchte, bevor das Mac Book Pro seinen Geist aufgibt und ich keine Ersatzteile mehr dazu bekomme.

Was ich bisher erfolgreich geschafft habe ist, von dem MBP mittels CCC ein Backup zu erstellen und einen verlinkten Klon zu erstellen, der bei angeschlossener 2.5 Zoll SATA Festplatte auf dem Mac Mini 2012 (Catalina, VMWare Fusion 11) startet.

Soweit so gut, mein Ziel war aber, etwas mehr Performance zu bekommen und aus dem Grund habe ich mir eine Samsung T7 SSD Shield mit 2 TB gekauft (auch für diverse Konvertierungsschritte mit entsprechendem Platzpuffer).

Ich habe versucht, den CCC Klon:

a) In eine DMG zu verwandeln, daraus dann eine VMDK Festplatte erstellt (bootbar)
b) Eine ISO zu basteln und diese in einem von Mac OS erstellte Platte zu kopieren
c) zahlreiche andere Varianten probiert

Bisher sind alle Konvertierungsversuche gescheitert und Mac OS schaltet nach laden des Kernes ab mit ".... sie haben keine Server Version von....."

Meine Frage:

Gibt es irgend eine Möglichkeit, ein vergleichbares Szenario zu erstellen, wie mit der angeschlossenen 2.5 Zoll SATA Festplatte und VMWare zum Booten von Mac OS Snow Leopard zu bringen ?

Falls nicht, muss ich diesen Weg an genau dieser Stelle aufgeben, hoffe aber, jemanden zu finden, der mehr Erfahrung hat und mir vielleicht einen entscheidenden Hinweis geben kann.

Details im Install Logbuch (s. Anlage)

Besten Dank vorab.

Gruß
Thorsten
 

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Die Herausforderung ist hier, dass macOS 10.6 gemäß Lizenzbedingungen eben noch nicht virtualisiert werden durfte und zumindest beim Booten von einem Image scheint macOS das auch zu bemerken und verhindert genau das. Das war, wenn ich das richtig im Kopf habe mit den Server-Versionen anders. Ich habe hier nun keine Lösung, aber einige Gedanken:
- Vermutliche einfachste Lösung: MacOS X 10.6 Server besorgen. Gibt es bei eBay sogar ein paar Angebote, aber mit 300€+ schon happig für so ein altes System.
- Ist für die alten Programme mit 10.6 Snow Leopard Schluss? Wenn diese ggf. auch noch mit 10.7 oder sogar 10.8 lauffähig sind, könnte das eine Lösung sein. Ich weiß leider nicht ab welcher Version macOS die Virtualisierung der Client-Versionen erlaubt hat, aber spätestens mit 10.8 (ich glaube sogar schon mit 10.7) gab es im Prinzip kein richtiges macOS Server mehr. Es war halt nur das normale macOS mit der Server Add-On-App.
- Hast du schon probiert die T7 nicht mit einem Image zu bespielen, sondern dein 10.6-System direkt auf die T7 zu clonen (also ohne Images.) Startet das 10.6 auf dem Mac mini in VMware dann von der T7?

Nachräglicher Bonus-Gedanke:
- Ich meine auch mit 10.6 gab es schon das Modell Hackintosh. Vielleicht lässt sich mit den entsprechenden Werkzeugen, mit denen man ein macOS auf nicht Apple-Hardware zum Laufen bekommen hat, auch ein macOS 10.6 in einer virtuellen Maschine zum Laufen bekommen.
 
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Hat der 2008er schon eine SSD oder noch die langsame HDD? Das würde dem Gerät schon mal ordentlich Leistung geben. Dann den RAM aufs Maximum aufrüsten.
 
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Hallo Zusammen,

ja das wären vermutlich die beiden sinnvollen Optionen, der 2008er Mac hat noch eine normale Festplatte, die könnte ich durch eine SSD ersetzen, RAM ist auf maximaler Ausbaustufe.

Hackintosh wäre dann die zweite Alternative, sofern die Virtualisierung hier an seine Grenzen kommt.

Server Version wäre dann die Option, wo ich mal die Augen offen halten werde.

Ich danke für die Tipps, ich denke, ich habe jetzt erst mal alle Optionen ausgeschöpft.

Wünsche Euch ein schönes Wochenende !
 
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- Ist für die alten Programme mit 10.6 Snow Leopard Schluss? Wenn diese ggf. auch noch mit 10.7 oder sogar 10.8 lauffähig sind, könnte das eine Lösung sein.
Müsste ich probieren, ist eine Idee.
- Hast du schon probiert die T7 nicht mit einem Image zu bespielen, sondern dein 10.6-System direkt auf die T7 zu clonen (also ohne Images.) Startet das 10.6 auf dem Mac mini in VMware dann von der T7?
Ja, das geht leider nicht, denn eine SSD ist auch für CCC etwas anderes, als eine HDD. Ich bekomme zwar ein Sparse Bundle, aber CCC klont dann die GUID Partition nicht mit, das Ganze ist nicht bootfähig und CCC lässt sich auch nicht überreden, etwas anderes mit einer SSD anzustellen. Ich könnte höchstens versuchen, andere Klon Tools einzusetzen. Außerdem hatte ich die Hoffnung, nicht die ganze 2 TB SSD dafür in Beschlag zu nehmen. Die Preise für SSDs sind im Januar sprunghaft gestiegen und kein Ende in Sicht.

Nachräglicher Bonus-Gedanke:
- Ich meine auch mit 10.6 gab es schon das Modell Hackintosh.
Das geht auf jeden Fall, das weiß ich von jemand anderem, allerdings habe ich mich selbst noch nie an ein Hackintosh Projekt gewagt.

Den Mini wollte ich gerne auf Catalina belassen, wegen anderer Retro Projekte bei denen nach Catalina Schluß war. Deswegen bin ich nicht den Weg gegangen, andere Systeme als Catalina noch auf den Mini zu installieren. Aber das wäre natürlich der gängigste Weg, wenn man merkt, dass man in dieser Konstellation festgefahren ist.

Ich nehme mal als Resümee mit, dass ich einen funktionsfähigen Klon habe, den ich auch auf NAS sichern konnte, somit wäre die Datenbasis nach dem Sterben des MBP auch aus Langzeitsicht gesichert. Vielleicht ergeben sich ja zukünftig noch Möglichkeiten, die es Stand heute so noch nicht gibt, oder die einfach zu teuer / unwirtschaftlich sind.

Herzlichen Dank für die ausführlichen Gedanken !

Nein, die Programme müssen nicht unbedingt gerettet werden, ich habe längst meinen Workflow auf aktuelles Mac OS umgestellt. Aber ich bin auch jemand, der halt auch versucht, bestimmte Systeme über Langzeit zu erhalten.

Beispiel Native Instruments - Insolvenz Januar 2026, Aktivierungsserver von alten Systemen längst abgeschaltet. Es wäre einfach schade, wenn man so eine Software dann verlieren würde.
 
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Wie immer: spiele mit einer Kopie. Update das System auf 10.7.5. Ich habe mehrfach solche Systeme virtualisiert, auch ganz schlicht mit dd, das funktioniert. Ich habe Fusion Pro bis 13.5 verwendet, sollte aber unter Parallels genauso sein.

Übrigens sind Aktivierungen oft an die Hardware gebunden. Bei vielen Softwares ist es fraglich, ob die unter einer VM noch aktiviert sind (aber bei älteren noch nicht so sehr, was auch schon wieder ein Grund ist, es zu erhalten).
 
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Wie immer: spiele mit einer Kopie.
Übrigens sind Aktivierungen oft an die Hardware gebunden.
Ja, ich bin mir sicher, auch hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben. Es ist halt alles experimentell. Das Thema mit der Aktivierung konnte ich aber schon erfolgreich lösen. Danke auch für Dein Feedback.

Ich habe ja einen verlinkten Klon, der in der VM läuft, den ich jetzt auf NAS und zwei SATA Platten gesichert habe.
 
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hast du probiert, das ganze über ein TM Backup auf ein neueres System zu bringen? oft geht da die Lizenz mit.

btw, in dem PDF steht "offline modus, um lizenz zu schützen" . klingt für mich nach ner nicht legalen lizenz ? Sowas kenn ich nur von den älteren Adobe aktivatoren, wo man alle möglichen Server blocken musste
 
Nein, das war ein rein experimentelles Projekt, ich habe meinen Workflow längst auf moderne Software und aktuellem Mac umgestellt.

Allein die Leistungsfähigkeit eines Core 2 Duo würde für meine aktuellen Anforderungen heute nicht mehr reichen und für meine aktuelle Audio Hardware gibt es auch nur aktuelle Treiber für aktuelle Systeme. (Roland Jupiter XM, Korg Pa 1000, Yamaha MG 10 XU usw.).

Die Tricks, den Server zu blockieren, wie man es von der Creative Suite her kannte, kenne ich natürlich. Aber diese Software ist viel zu komplex für mich, aktuell habe ich eine Broschüre mit Word aus dem Office 365 Paket auf meinem HP Color Laserjet 200 gedruckt. (Das läuft dann automatisch bei mir unter meinem Windows System, weil der Druckertreiber unter aktuellem Mac OS keinen manuellen Duplex mehr unterstützt und die manuelle Aufteilung der Nutzen wäre mir zu aufwendig).

Professionelle Arbeiten gebe ich generell an professionelle Dienstleister ab. Früher habe ich mich noch mit einem Canon Tintendrucker hingesetzt und versucht, Fotos / Drucksachen für den Verein selbst zu drucken. Aber in dem Verein bin ich lange raus und der Datenschutz setzt in diesem Bereich auch eine Menge an Restriktionen.

Wenn ich eine Broschüre unter aktuellem Mac OS setzen wollte, würde ich mir glaub ich Affinity Designer holen.

Als Produktivsystem bleibt dieses System leider unbrauchbar, egal ob als VM oder verlnkter Klon, egal ob virtuell oder Retro Hardware.

Aber da ich auch in Atari Gruppen bin (dort auch mit Retro Hardware), wollte ich einfach einen bestimmten Stand als Backup in einem Golden Master erhalten. Noch lebst das Mac Book Pro von 2008 ja, aber ich möchte mir auch keine 5 Versionen davon auf den Speicher legen in Form von Hardware, da der Speicher schon voll ist mit Atari Original Kram.
 
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Ich habe versucht, den CCC Klon:

a) In eine DMG zu verwandeln, daraus dann eine VMDK Festplatte erstellt (bootbar)
b) Eine ISO zu basteln und diese in einem von Mac OS erstellte Platte zu kopieren
c) zahlreiche andere Varianten probiert
Du solltest keinen CCC Clone erstellen, sondern mit Hilfe von dd ein Image der Festplatte/SSD erzeugen. Dazu bootest Du den Mac von einem externen Medium und kopierst mit dd den kompletten Inhalt des Devices in eine Datei auf dem externen Medium. Wichtig ist dabei die Blocksize von dd zu erhöhen, sonst dauert das ewig.

Bisher sind alle Konvertierungsversuche gescheitert und Mac OS schaltet nach laden des Kernes ab mit ".... sie haben keine Server Version von....."

Meine Erfahrung mit Virtualbox auf einer Linux Workstation (keine Apple Hardware) ist folgende. Sobald man Virtualbox mit Hilfe einiger gesetzter EFI Variablen auf Mac Hardware pimpt, läuft MacOS X 10.6 unverändert absolut problemlos. Wenn man nach der Installation das erste Mal bootet, muss man allerdings die VM auf einen CPU beschränken. Nach dem Update auf 10.6.8 läuft das dann auch mit mehr Kernen. Und nein MacOS X stört sich überhaupt nicht daran, dass das kein Mac ist und es virtualisiert läuft. Der größte Nachteil ist, dass die Grafik nicht beschleunigt läuft und man die Grafikauflösung nur vor dem Starten der VM verändern kann. Virtualbox unterstützt auch nicht die Möglichkeit eine GPU per VT-d an die VM durchzureichen. KVM kann das, aber es gibt dabei zwei Probleme. GPUs, die per VT-d durchreichbar sind, sind teuer. Man die Abhängigkeit von einer alten GPU.

Mit KVM kann man auch Karten mit VT-d durchreichen, die nicht im Profi-Segment angesiedelt sind. Meines Wissens hat auch nie jemand einen Treiber für 10.6 geschrieben, um die Grafik in einer VM zu beschleunigen. Diese Funktionalität wird von Virtualbox erst ab 10.7 und neuer unterstützt.
 
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