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MacBook Pro 15" early 2011: kein Bild mehr

Mavalok2

Reinette de Champagne
Registriert
26.02.25
Beiträge
412
Hallo zusammen

Habe ein Problem mit meinem MacBook Pro 15" early 2011. Ja, ich weiß, ist ein alter Knochen, aber es hat bis vor kurzem ganz brav seinen Dienst getan. Ich gehe zwar davon aus, dass es dies leider war mit diesem Gerät, aber vielleicht hat ja jemand noch eine Idee oder einen Tipp. Aber von vorne.

Das Problem
Letzte Woche, als ich am Morgen die Zeitung online lesen wollte, ist mitten im Lesen der Bildschirm schwarz geworden. Ich habe aber festgestellt, dass das Gerät auch weiterhin gelaufen ist > Lüfter, LED. Egal was ich gemacht habe, der Bildschirm blieb schwarz. Was macht man in so einem Fall: Hart ausschalten und wieder einschalten. Beim Einschalten ganz normal der Apple Chime, dann der Startbildschirm ganz normal und sobald der Anmeldebildschirm kommen sollte wieder nur schwarzer Bildschirm. Ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich Standard auf diesem Gerät mit einem Ubuntu arbeite. Erster Gedanke, da hat es das Betriebssystem verlegt. USB-Stick mit bootbarem Betriebssystem angesteckt, selbes verhalten. Also doch nicht die Festplatte.

Was habe ich alles ausprobiert
Das Gerät blieb dann ein paar Tage liegen. In der Zwischenzeit ist mir dann in den Sinn gekommen, dass auf dem Gerät per Dualboot ja noch ein High Sierra installiert ist. Also dies mal gestartet und siehe da, es funktioniert. Freude herrscht, aber leider nur für ein paar Minuten. Das Bild friert ein. Ich versuche dann mit Tastenkombinationen ob was geht. Nach einiger Zeit merke ich, dass die Lüfter ziemlich hochdrehen. Dem Gerät wird wohl heiß. Also wieder hart ausschalten und nochmals versuchen. Dieses Mal bleibt der Bildschirm auch bei MacOS schwarz.
Vielleicht ein Problem des Monitors. Also das Gerät an einen externen Monitor angeschlossen. Und siehe da, das Gerät startet auch in Ubuntu wieder. Aber auch hier ist die Freude nur kurz. Das Bild friert wieder ein und die Lüfter drehen nach kurzer Zeit wieder hoch. Das selbe Spiel unter MacOS.

Ich habe das Gerät geöffnet um zu sehen, ob hier möglicherweise Probleme mit dem Lüfter / Kühler bestehen (Verschmutzung), obwohl das Gerät nie Anzeichen von thermischen Problemen gezeigt hat. Unter Ubuntu läuft bei mir eine Temperaturüberwachungssoftware mit. War immer unauffällig.
Auch habe ich die Steckverbindungen geprüft. Alles unauffällig. Kabel zum Monitor scheint zumindest auf den ersten Bild auch i.o. zu sein.
Batterie abgehängt und nach ein paar Minuten wieder angehängt. Danach konnte ich mich wieder kurz anmelden, bis das Bild wieder eingefroren ist.
Sitze der RAM-Module, bzw. heraus und wieder eingesteckt, habe ich auch geprüft. Alles i.o.

Dachte, ich prüfe mal die Module selbst, mit Prüfprogramm. Ja, da bekomme ich bei beiden Modulen in beiden Sockeln Fehlermeldung zu hauf. Also anderes Modul hinein. Auch hier werden Fehlermeldungen angezeigt. 3 Module defekt? Wie unwahrscheinlich ist so etwas. Habe seit Ewigkeiten keine defekten RAM-Module mehr gehabt. Also alle 3 Module (die 2 vom MacBook und das zusätzliche) in ein anderes Notebook gesteckt und durchgeprüft. 1 Module vom MacBook wird auch hier als defekt gemeldet. Das 2. Modul und das andere Module laufen allerdings ohne Fehler auch noch einer Stunde.
Also die guten Module nochmals ins MacBook, einzeln und gemeinsam, keine Besserung. Das interessante daran: Das Prüfprogramm vom Stick mit geringer Auflösung ist auch über Stunden ohne Problem auf dem MacBook gelaufen und ohne das die Lüfter groß hochgedreht wären.

Habe zusätzlich auch noch einen NVRAM und SMC Reset durchgeführt: ohne Erfolg. Nach dem Reset konnte ich mich zwar wieder kurz anmelden, aber gleich darauf wieder ein Frezze.

Wo liegt das Problem?
Mein Verdacht geht Richtung GPU. Habe schon mehrfach gelesen, das die dedizierte GPU in MacBooks Probleme machen kann. Auf Grund des eigenartigen RAM Verhaltens bin ich mir allerdings nicht sicher, ob dies nicht die iGPU sprich die CPU sein könnte.
Was meint Ihr dazu?

Was könnte man machen?
Ich habe im Internet gesehen, dass man komplette Mainboard für dieses MacBook für um die 100.- Dollar kaufen könnte. Aber ob die wirklich funktionieren. Und wenn ja, für wie lange. Und selbst wenn, was ist, wenn das Problem ganz an einer anderen Stelle liegt? Irgend ein Kabel?
100.- Dollar für so ein altes Gerät? Ich weiß ja nicht.
Was würde Ihr machen? Irgendwie mag ist das Teil, auch wenn es alt ist, aber noch groß Geld ausgeben?

Gruß
Mavalok2
 
Dachte, ich prüfe mal die Module selbst, mit Prüfprogramm. Ja, da bekomme ich bei beiden Modulen in beiden Sockeln Fehlermeldung zu hauf. Also anderes Modul hinein. Auch hier werden Fehlermeldungen angezeigt. 3 Module defekt? Wie unwahrscheinlich ist so etwas. Habe seit Ewigkeiten keine defekten RAM-Module mehr gehabt.
zufällig memtest86+ in einer älteren Version mit SMT/SMP aktiviert? Dann wäre das ein bekannter Bug. Zeigt Fehler, wo keine sind. Man sollte memtest86+ in der aktuellen Version benutzen.

Insgesamt verstehe ich nicht, wie man bei einem so alten bekannten Problem mit dem MBP2011 noch so einen Schwall schreiben, so viel Lebenszeit und Energie verschwenden kann und einfach nicht die Bordsuche benutzt. Da haben bereits Menschen Anleitungen gepostet, wie man den kaputten Chip final deaktivieren kann, damit er keine Probleme mehr macht:
 
zufällig memtest86+
Ja. Nicht die neuste Version, aber auch keine Uraltversion.
mit SMT/SMP aktiviert?
Nicht darauf geachtet. Standardeinstellung.
Insgesamt verstehe ich nicht, wie man bei einem so alten bekannten Problem mit dem MBP2011 noch so einen Schwall schreiben, so viel Lebenszeit und Energie verschwenden kann und einfach nicht die Bordsuche benutzt.
Hmm. Du arbeitest nicht als IT-Betreuer oder Sysadmin, oder? Das durchaus übliche "es funktioniert nicht" der User erklärt nicht gerade viel. Übrigens recht unfreundliche Schreibweise von Dir.
Da haben bereits Menschen Anleitungen gepostet, wie man den kaputten Chip final deaktivieren kann, damit er keine Probleme mehr macht:
Solche Anleitungen sind mir durchaus bekannt. Aber bis jetzt habe ich keine Linux Distro ab USB-Stick zum Laufen gebracht. Ist etwas schwierig die Eingaben zu machen, wenn man nichts sieht. Die von Dir verlinkte Anleitung kannte ich bis jetzt noch nicht. Arch Linux habe ich noch nicht probiert. Möglicherweise klappt es damit. Allerdings bin ich bei der von Dir verlinkten Anleitung raus, ab dem Teil wo es ums Löten geht. Habe keine Ausrüstung dafür und ist es mir auch nicht mehr wert dafür was anzuschaffen. Habe leider auch niemanden im Bekanntenkreis, der so etwas machen würde. :(
Ich habe Anleitungen gefunden, bei denen es scheinbar auch ohne Hardwareringriffe funktioniert. Allerdings war und bin ich mir nicht sicher, auf Grund der RAM-Fehler, ob es sich bei dem Problem wirklich um die AMD GPU handelt. Das Flex-Kabel zum Monitor kann durchaus auch Probleme machen. Wobei da wohl der externe Monitor ja trotzdem funktionieren müsste.

Aber vermutlich bleibt mir nichts anderes übrig als mal die AMD GPU zu deaktivieren, sofern ich lange genug bzw. überhaupt in eine Konsole komme.
 
Also was mit dem RAM ist kann ich auch nicht sagen. Die beste Vermutung war wie gesagt, dass Du nur einfach einen bekannten Bug gefunden hat, der Dir ein Problem zeigt, wo gar keines ist. Auf jeden Fall sind die GPU-Defekte seit 15 Jahren bekannt und Du kommst nicht drum herum, die GPU physisch zu deaktivieren. Der Aufwand, den Kondensator auszulöten, ist minimal, vielleicht findest Du jemanden, der das für ein paar Euro für Dich macht.

Allerdings bin ich der Meinung, dass jeder Euro besser für ein neues Gerät gespart besser wäre.
 
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Allerdings bin ich der Meinung, dass jeder Euro besser für ein neues Gerät gespart besser wäre.
Sehe ich eben auch so. Selbst daran was zu machen mit den Möglichkeiten die ich hier habe, sehe ich als Lernprozess und Hobby / Spaß. Dazu kommt, dass der Akku bald komplett den Geist aufgibt. Ist der 2. Akku, aber der feiert auch bald seinen 10. Geburtstag. Ob es noch Ersatz in irgend eine Form für ein so altes Gerät gibt? Ungewiss. Wenn doch kostet dies sehr wahrscheinlich auch nochmals um die 100.- Euro. Bei so einem alten Notebook ist ein Akkutausch meist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Und ohne Akku nutzt mir das Teil leider nichts mehr. Dann wird es ohnehin eher zum einem Briefbeschwerer. 😢
Kurz nachgesehen: Gibt tatsächlich noch Akkus dafür, auch für unter 100.- Euro.
Guck mal ob in deiner Gegend ein Maker Space oderComputer Club oder sowas ist.
Eine Art Reperatur-Kaffee gibt es hier in der Gegend alle 1 - 2 Monate. Das wäre vielleicht ein Möglichkeit. Ob die Elektronik reparieren, bin ich mir nicht sicher, aber einen Lötkolben haben die sicher. Mehr als kaputt geht ja nicht. :)
 
zufällig memtest86+ in einer älteren Version mit SMT/SMP aktiviert? Dann wäre das ein bekannter Bug. Zeigt Fehler, wo keine sind. Man sollte memtest86+ in der aktuellen Version benutzen.
Eben mal mit der aktuellsten Version 8.00 im MacBook getestet. Ein Modul ist ok, eines ist defekt, so wie es mir auch im anderen Notebook mit der etwas älteren Version von memtest86+ angezeigt wurde.
 
Habe nach dieser Anleitung hier versucht:

Hier würde es auch ohne Hardwaremodifikation gehen. Ist etwas schwierig den Befehl einzugeben mit Deutscher Tastatur und Englischem Layout. Zum Glück hat der erste Befehl so überhaupt keine Sonderzeichen enthalten. Aber OK, findet man heraus wo welches Sonderzeichen ist.
Allerdings bleibe ich hier an Punkt 2 stecken, da mein Konsole im Recovery Modus keinen csrutil Befehl kennt. Wie es sich heraus gestellt hat, startet mein MacBook in den Recovery Modus von Lion. 😡 Vermutlich weil bei mir noch Ubuntu installiert ist, im Dualboot mit High Sierra. Also würde ich jetzt ein High Sierra Bootmedium benötigen, was bei Apple natürlich nicht so einfach möglich ist, wie man es z.B. von Linux her kennt.

Ich komme hier vom Hundertsten ins Tausendste, eine Ende nicht in Sicht. Da der Spaß sich eben in Frust umgestellt hat, lasse ich es an dieser Stelle sein. Der Aufwand rechnet sich nicht mehr.

Da kann ich eigentlich nur noch eines sagen:


Ruhe in Frieden, MacBook. Du warst ein treuer Begleiter. 😭
​
Auch wenn es nicht geklappt hat, wieder einiges dazugelernt.

Danke für Eure Unterstützung.
 
Wie gesagt, Versuch das Löten im Repair Café nochmal. Das kostet dich nur etwas Zeit und ggf. eine Spende.
 
Eben mal mit der aktuellsten Version 8.00 im MacBook getestet. Ein Modul ist ok, eines ist defekt, so wie es mir auch im anderen Notebook mit der etwas älteren Version von memtest86+ angezeigt wurde.
ok, kann passieren. Ist auch zugegeben eine sehr alte Version von memtest86+, aber eine, die sich in diesen ganzen Utility-ISOs auch genauso lange gehalten hat. Fünfpunktirgendwas.