es geht eher darum ob die Schule für Bildungsangebote zugelassen ist.
Das verstehe ich, glaube ich, noch nicht richtig.
Apple bietet einen Bildungsrabatt für Personen an: Für Studierende und Lehrkräfte.
Die Schule als Institution spielt in dieser Szenario gar keine Rolle. Sie braucht nicht zugelassen zu sein, damit du den Rabatt bekommst, wenn DU dafür qualifiziert bist. Entsprechend musst auch DU deine Berechtigung ggfs nachweisen.
Der Einkauf passiert nicht über ein Schulportal etc. Die Schule hat schlichtweg überhaupt nichts mit dem Apple-Bildungsrabatt zu tun. Ebensowenig mit anderen Rabatten anderer Hersteller.
Entsprechend ergibt es auch einfach keinerlei Sinn, dass die Schule über solche Angebote informieren sollte.
Einzige sinnvolle Ausnahme wäre, wenn die Schulkonferenz per Beschluss festgelegt hat, dass bestimmte Lernangebote ein Gerät voraussetzen. Aber dann muss eben wirklich ein großes Konzept entwickelt werden, dass Fragen klärt wie "Was sind Mindestanforderungen?", "Welches System wird benötigt?", "Wer zahlt die Lizenzen für die Programme?", "Wer macht im Bedarfsfall IT-Support?", "Wer zahlt Geräte für Kinder, deren Eltern die finanzielle Ausgabe nicht stemmen können?".
Eigentlich ist jede Schule auch rechtlich verpflichtet ein generelles Digital-Konzept zu schreiben und zugänglich zu machen. Wenn das an deiner Schule nicht der Fall ist, sollte die Elternschaft über die Schulkonferenz den Antrag stellen, dass das schnellstmöglich passiert. Da muss ja auch generell der Umgang mit Handys und Tablets im Schulgebäude geregelt sein.
Aber nehmen wir kurz an, dass eine Schule als Konferenzbeschluss festlegt, dass alle Schüler ab Klasse 7 einen Laptop haben müssen, dann sollten in diesem Fall auch jedes Jahr die Eltern der neuen 7er darüber informiert werden welche Voraussetzungen nötig sind und man wird dann auf aktuelle Modelle hinweisen, die in Frage kommen und im Zuge dessen möglicherweise eben auch über aktuelle Rabattaktionen informieren.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Schule sich dafür entscheiden Apple-Laptops als Voraussetzung zu setzen, tendiert aber gegen Null, alleine wegen dem Kostenfaktor. Das sind dann eher Schulen in privater Trägerschaft oder Leuchtturm-Projekte, die mit entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet sind.
Auch das selbstorganisierte Lernen, was
@El Cord beschreibt ist ja ein Konzept was nicht viele Schulen fahren, weil es eben recht spezielle Voraussetzungen hat. Im Normalfall eine deutlich andere bauliche Anlage der Schule, mit Lernecken und Rückzugsorten, in vielen Fällen auch eine ganz andere Betreuungsquote, teilweise mit doppelt so vielen Lehrern pro Schüler, wie üblich. Da müssen Prüfungsformate angepasst werden und und und. Das ist vom Konzept her ein ganz anderes Lernen als es im Normalfall praktiziert wird und es ist auch flächendeckend einfach nicht umsetzbar, wegen Lehrermangel und wegen der finanziellen Voraussetzungen.
Beispielhaft wird hier immer wieder die Alemannenschule genannt, die ein cooles Konzept hat, das offenbar auch geleingt, aber der Umbau hat auch 15 Millionen Euro gekostet und die Betreuungsquote liegt bei 10 Schülern pro Lehrkraft. Während es bei uns schon ein Jahr gedauert hat, bevor die Stadt uns einen neuen Flügel für 10.000€ bewilligt hat, weil permanent Haushaltssperre ist und die übliche Betreuungsquote liegt bei 15, oft auch 17 Schülern pro Lehrkraft.
Aber ich bin mir sicher, dass an Schulen, die ein solches System fahren auch besser über digitale Angebote informiert wird. Das ist eben dann Teil des Konzeptes. An den meisten Schulen wird das aber schlichtweg nicht der Fall sein und die Lehrkräfte müssen ihren Unterricht an die Gegebenheiten anpassen.
Einen MacBook Neo Boom an deutschen Schulen sehe ich eher nicht. Tendenziell würde ich sogar behaupten, dass der flächendeckende Einsatz von digitalen Geräten eher nachlässt.
Dortmund hat z.B. vor einigen Jahren alle Schüler mit iPads ausgestattet, aber die Bestände sind nur aufgebraucht und es gibt keine Gelder für neue Geräte, entsprechend bekommen die neuen Schüler eben auch keine iPads mehr..
An meiner Schule in Oberhausen dürfen Kinder digitale Geräte nutzen, aber das Interesse von schülerseite hat in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Ich hatte früher Klassen, wo quasi alle ein iPad hatten, heute ist es maximal ein Drittel der Klassen. Laptops gibt es so gut wie gar nicht.
Ich denke die Lage ist in Amerika vielleicht noch anders, aber ich sehe das Neo eher als Produkt für Studenten, die ein günstiges kleines Laptop für die Uni haben wollen und für all die Leute mit geringen Anforderungen, die bisher die Ausgabe von über 1000€ für einen Apple Laptop gescheut haben.