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Mac pro sinnvoll aufrüsten | Apfeltalk LIVE! #258

Michael Reimann

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Michael Reimann
Wie kann man den Mac pro sinnvoll aufrüsten? Der neue Rechner aus dem Hause Apple bietet seit langem ja endlich wieder diese Möglichkeit. Wir besprechen das mit einem unserer User und mit Mac & i.

Der Mac pro ist der neueste Rechner von Apple und endlich kann man das Gerät wieder nach eigenen Wünschen so erweitern, wie es für den jeweiligen Anwendungsfall nötig ist. Für Apple User mag das zunächst ungewohnt sein, denn lange ist es her, dass man seinen Rechner beliebig erweitern konnte.

Selbst der letzte Mac pro (aus 2013) war schwierig zu bestücken. Und der iMac pro (2017) war gleich komplett verschlossen. Sicherlich ließen sich auch diese Maschinen mit eigenem Aufwand an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Der neue Mac pro, den Apple im Rahmen der WWDC vorgestellt hat, setzt aber ganz andere Maßstäbe.

Ausreichend Steckplätze für RAM und PCIe-Karten machen die Kiste wirklich flexibel. Selbst die CPU lässt sich tauschen, so dass man auch hier nicht sofort - wie meist bei Mac-Käufen üblich - eine größere Version bestellen muss. Der Mac pro hat durchaus das Zeug, ein langlebiges System zu werden.

Was muss man beim Aufrüsten beachten? Welche Komponenten sind empfehlenswert und welche nicht? Welchen Speicher (sowohl RAM, als auch SSD) sollte man nehmen? Was ist die ideale Ausgangskonfiguration?
Den Mac pro sinnvoll aufrüsten


Wir haben dazu zwei Gäste. Aus unserer Community sprechen wir mit Hendrik Ruoff. Er hat einen Mac pro gekauft und individuell aufgerüstet. Von ihm bekommen wir sicher den einen oder anderen Tipp für gute und schnelle zusätzliche Hardware.

Außerdem, wenn es um neue Apple-Hardware geht immer dabei, ist Johannes Schuster aus der Redaktion von Mac & i unser Gast. Er hat ebenfalls den Mac pro einem gründlichen Test unterzogen und außerdem kann er sicher berichten, wie einfach oder kompliziert es ist, die CPU zu tauschen.

Außerdem freuen wir uns auf eure Kommentare vor, während und nach der Sendung.

Am Freitag ab 19 Uhr könnt ihr uns hie sehen:


Unsere Sendung mit Alex Böhm zum Thema Mac pro gibt's hier:


Unser Livestream zur WWDC-2019-Keynote:


Den Artikel im Magazin lesen.
 

AC1

Boskop
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Man kauft sich einen Rechner für 6000 Euro und das erste worüber man nachdenken muss, ist, wie man ihn aufrüstet. Sorry, das Ding ist ein Witz und wer es kauft, schmeißt sein Geld zum Fenster raus.
 

DerDag

Gala
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Ich finde es eigentlich hervorragend das man das Gerät, seinen Ansprüchen gemäß, punktuell immer weiter anpassen kann. Man nimmt die Basis und wenn man in 1-2 Jahren merkt es muss doch der 28 Kerner sein, dann holt man den halt nach. Vor allem umgeht man die horrenden Aufpreise von Apple. Ich hab mir die Basiskonfiguration ebenfalls bestellt und diese soll Anfang März ankommen.
Bin auf jeden Fall gespannt und werde mir am Freitag mal ein wenig Zeit für die Live Sendung nehmen.
Bisher habe ich einen 5.1er Pro in der Basisausführung, der immer noch alles macht, was er machen soll. Natürlich auch hier mit RAM, GPU, SSD & USB 3.0 geupdated. Und das für kleines Geld.
Wenn der neue ebenfalls seine 10 Jahre oder mehr macht, sind die 6.5k ja vergleichsweise günstig.
 

Reemo

Blutapfel
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@Michael Reimann

Wie wäre es damit: Das Ding hat in der Basisaustattung ein unglaublich schlechtes Preis-Leistungsverhältnis und ist lediglich für Leute interessant, welche auf Mac OS nicht verzichten können.

Die Upgradeoptionen von Apple selbst sind stark überteuert, vor allem im Bereich der SSD, RAM und GPU. Dazu gibt es unsinnige Beschränkungen im Gerät selbst, welche entweder durch 80€ Kabeladapter oder aber durch den Einsatz von nicht-Apple Hardware überwunden werden müssen.

Der von Hendrik gegangene Weg, das Basismodell zu bestellen und dann mit eigener Hardware aufzurüsten, ist mit Abstand der sinnvollste und trotzdem im Vergleich zu einem selbst gebauten Gerät massiv teurer.

Beim Preis/Leistungsverhältnis macht sich auch die Wahl von Intel CPU's bemerkbar, welche zum einen sehr teuer sind und zum anderen sehr wenig Leistung im Vergleich mit aktuellen AMD CPU's haben. Um mit dem Mac Pro die vergleichbare Leistung eines Mittelklasse Threadrippers zu erreichen (welcher nichtmal eine Server-CPU ist), muss bei Intel deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Zusätzlich bieten die beiden leistungsstärksten Ausbaustufen des aktuellen Threadrippers eine Leistung an, die momentan konkurrenzlos ist. Selbst in der maximalen Ausbaustufe, sind die CPU's von AMD bis zu doppelt so schnell. Um das ganze mal in Zahlen auszudrücken. AMD's 2.000$ CPU, schlägt Intels 7500$ CPU im Multicore-benchmark um fast 80%. Selbst AMD's kleinster Threadripper für 750$ (Straßenpreis deutlich niedriger) schlägt Intels Flaggschiff für 7500$ in einigen Benchmarks oder liegt nur sehr knapp darunter.*

Wenn es also um "Bang for the money" angeht, hat @AC1 durchaus recht, die Leistung des Mac Pro sowie die Ausstattung des Mac Pro ist im Vergleich zur Konkurrenz ein schlechter Witz.

Hat der Mac Pro seine Daseinsberechtigung? Auf jedenfall. Endlich wieder eine Mac OS X Workstation.
Ist der Mac Pro gut? Auf jedenfall. Richtig schicke Features, geil designte Hardware, gut entwickelt. Aber auch mit sinnlosen Einschränkungen.
Ist der Mac Pro ein Konkurrent im Bereich Preis/Leistung? Nein, das Preis/Leistungsverhältnis ist unglaublich schlecht, noch dazu wird sowohl bei CPU als auch bei GPu auf die momentan deutlich schlechteren Hersteller gesetzt. Dazu ist der Grundpreis mit über 6.000 € mindest doppelt so hoch wie er gemessen an der Leistung sein müsste. Ja, das Ding ist dafür auch in der Grundkonfiguration vollständig aufrüstbar. Wenn ich mit der Grundleistung zufrieden bin, zahle ich aber viel zu viel für das gebotene.

*Benchmarks:
kleinster AMD (Threadripper 3950X) vs. Intels Flaggschiff (Xeon W3275M) Klick1 Klick2
mittlerer AMD (Threadripper 3970X) vs. Intels Flagschiff (Xeon W3275M) Klick1 Klick2
AMDs Flaggschiff (Threadripper 3990X) vs Intels Flaggschiff (Xeon W3275M) Klick1

Erläuterung zu den Benchmarks: Der Intel W3275 und Intel W3275M sind indifferent in der Rechenleistung. Apple verbait den Intel W3275M, da dieser mehr RAM unterstützt. Dies wars dann auch schon mit den Änderungen. Da diese CPU knapp doppelt so teuer ist, habe ich nicht bei jedem benchmark die M-Version gefunden sondern auf die nicht-M Version zurück gegriffen.
 
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Chronles

Zuccalmaglios Renette
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Ja also ehrlich gesagt. Die Basis Konfiguration. Ist für 6000.- Nichts. Und die CPU egal in welcher Konfiguration, wurde gerade erst vor eine Woche vom neuem Threadripper geschlagen. Die CPU kostet zwar auch 3000.- ist aber wahrscheinlich mit allem drum und dran, immer noch günstiger in einem Windows System drin, als bei einem Mac Pro für 6000.-

Das ist Fix. Und Apple wird sicher denn Mac Pro nicht regelmässig Refreshen. Das war einfach ein schlechter Marketing Zug von Apple. Die Geschichte mit Intel.

Und CPU war mir sehr Wichtig. Für 6000.- bekomm ich wohl meine Workstation Plus Nvidia Karte. Und bin Fertig. Vom Pro Display bin ich ja auch enttäuscht. Mit diesen Local Dimming Zonen. Oder was das sein soll. Nicht wirklich Pro....
 

marcozingel

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Bisher auch noch nichts Neues zur Radeon Pro W5700X
 

forenwalter

Beauty of Kent
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Ja die Preise bei Apple sind sehr hoch wenn man z.b. nur die SSD vergleicht bei Apple und dem freien Markt !!
 

Michael Reimann

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@Reemo ich stimme Dir in weiten Teilen zu.

Das Preis-/Leistungsverhältnis aber als Argument bzw. als Negativmerkmal anzuführen bzw. Leuten, die diese Hardware kaufen, vorzuwerfen, das Geld aus dem Fenster zu werfen ist aus meiner Sicht halt nicht korrekt.

Erstens könnte ich ins Rennen führen, dass generell das Preis-/Leistungsverhältnis bei Apple-Computern nicht gerade das beste ist. Nur weil der Mac pro am oberen Ende der Apple-Preisskala liegt ist es bei anderen Geräten nicht besser. Schlimmer noch, diese lassen sich nur mit erheblichem Aufwand aktualisieren, wenn es überhaupt wirtschaftlich sinnvoll ist. Zweitens: Sich über ein 80€ Kabelset zu unterhalten ist im Apple-Kosmos aus meiner Sicht kein Thema, wo man für einen USB-C zu USB-A Adapter 25 Euro bezahlt.

Aber das ist nicht der Punkt. Ich habe mich bei Apple in München mit professionellen Anwendern und auch mit einem der Ingenieure aus dem Entwicklungsteam unterhalten. Der Mac pro ist eben kein "aufgemotzter PC". Wenn es so wäre könnte man mit Hardware von der Stange sicher besseres bei annähernd gleicher oder sogar besserer Leistung bauen.

Ich sehe hier eine Chance, ein langlebiges System zu bekommen, das außerdem relativ fein granuliert auf die Bedürfnisse ganz spezieller Anwendungen angepasst werden kann. Wenn man Rückblickend auf die Mac pros (3,1 4,1 und 5,1) schaut waren die auch sehr langlebig. Teilweise arbeiten diese Maschinen ja heute noch. Der neue Mac pro hat aus meiner bescheidenen Sicht das Potential, mehr als 10 Jahr am Markt zu bestehen.

Und ja, ich sehe es wie Du: Die einegbauten SSDs und deren Ansteuerung über den T2-Chip und die damit verbundene Abhängigkeit von Apple sind bescheuert. Das macht überhaupt keinen Sinn. Ebenso das nur AMD-GPUs verwendet werden können (unter macOS). Das ist typisch Apple und nervt.

Der Preis für so eine Workstation ist, wie ich es bei den Kollegen, die mit mir bei Apple waren, angemessen. Wenn auch sehr hoch, ja. Es ist eben kein Rechner für "mal eben unter den Tisch". :)
 

YoshuaThree

Johannes Böttner
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Aber das ist nicht der Punkt. Ich habe mich bei Apple in München mit professionellen Anwendern und auch mit einem der Ingenieure aus dem Entwicklungsteam unterhalten. Der Mac pro ist eben kein "aufgemotzter PC". Wenn es so wäre könnte man mit Hardware von der Stange sicher besseres bei annähernd gleicher oder sogar besserer Leistung bauen.
Richtige - die Betonung liegt auf richtige - Workstations von Dell, HP und Lenovo sind auch keine aufgemotzten PCs oder Bastelbuden.

Der Preis für so eine Workstation ist, wie ich es bei den Kollegen, die mit mir bei Apple waren, angemessen.
Meine ThinkStations Server sind auch komplett aus Metall - und innen so extrem wertig und Modular aufgebaut - da ziehst Du alle Elemente einfach mit 2, 3 Scharnieren raus. Und alles ist wie aus einem Guss Block. Aber der Preis entspricht dem was geleistet wird. Und nein - der Preis für die Hardware ist nicht angemessen. Man zahlt einfach a) noch einen Aufpreis für den Namen Apple und b) einen Aufpreis für das extravagante Design.

Ob man diese zwei Aufschläge bei einer Arbeitsworkstation braucht ....
 

Chronles

Zuccalmaglios Renette
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Aber das ist nicht der Punkt. Ich habe mich bei Apple in München mit professionellen Anwendern und auch mit einem der Ingenieure aus dem Entwicklungsteam unterhalten. Der Mac pro ist eben kein "aufgemotzter PC". Wenn es so wäre könnte man mit Hardware von der Stange sicher besseres bei annähernd gleicher oder sogar besserer Leistung bauen.
Jaja das Täuscht eben.... Ich sehe es, an der CPU. Die ist schon Out of Markt. Und so wie sich Technik entwickelt. Wird wohl 2022 schon ein Midrange PC mit Mac Pro Hardware mithalten können. Sicher nicht in jeder Anwendung aber es geht schon grob und Knapp.

So wie Technik sich entwickelt muss man echt aufpassen, Hardware bleibt Hardware. Es gibt schon paar nice Sachen beim Mac Pro. Z.B sieht man keine Kabel, mann kann alles einstecken. Und das Gehäuse ist halt aus einem Guss. Typisch Apple halt. Fancy Fancy. Aber ich verstehe wirklich nicht, warum man Intel CPU genommen hat. Wenn momentan AMD so ausstellt. Und warum man sich mit Nvidia so drückt.
 

Michael Reimann

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Jaja das Täuscht eben.... Ich sehe es, an der CPU. Die ist schon Out of Markt. Und so wie sich Technik entwickelt. Wird wohl 2022 schon ein Midrange PC mit Mac Pro Hardware mithalten können. Sicher nicht in jeder Anwendung aber es geht schon grob und Knapp.

So wie Technik sich entwickelt muss man echt aufpassen, Hardware bleibt Hardware. Es gibt schon paar nice Sachen beim Mac Pro. Z.B sieht man keine Kabel, mann kann alles einstecken. Und das Gehäuse ist halt aus einem Guss. Typisch Apple halt. Fancy Fancy. Aber ich verstehe wirklich nicht, warum man Intel CPU genommen hat. Wenn momentan AMD so ausstellt. Und warum man sich mit Nvidia so drückt.
Sehe ich anders. Klar der PC-Markt entwickelt sich rasant. Hier geht es um langfristige Investitionen. Und Fancy Fancy ist kein Argument. Es geht auch nicht um einen Allrounder. Hier geht es aus meiner Sicht um spezielle Hardware für spezielle Anwendungen.
Richtige - die Betonung liegt auf richtige - Workstations von Dell, HP und Lenovo sind auch keine aufgemotzten PCs oder Bastelbuden.



Meine ThinkStations Server sind auch komplett aus Metall - und innen so extrem wertig und Modular aufgebaut - da ziehst Du alle Elemente einfach mit 2, 3 Scharnieren raus. Und alles ist wie aus einem Guss Block. Aber der Preis entspricht dem was geleistet wird. Und nein - der Preis für die Hardware ist nicht angemessen. Man zahlt einfach a) noch einen Aufpreis für den Namen Apple und b) einen Aufpreis für das extravagante Design.

Ob man diese zwei Aufschläge bei einer Arbeitsworkstation braucht ....
Ja das stimmt alles. Ich verstehe nur nicht, warum beim Mac pro auf einmal der Preis eine Rolle spielt. Bei anderen Apple-Maschinen - deren Hardware auch in der Regel dem Markt hinterherhinkt - spielt der "Apple Bonus" doch auch keine Rolle. Auch wenn es vom absoluten Betrag her weniger Geld sein mag.

Zum Thema Extravagantes Design: Kann man eine Dell/HP oder xy Workstation auf den Tisch stellen und dann noch einigermaßen daneben arbeiten? Das Kühlkonzept des des MP ist aus meiner Sicht schon sehr gut. Was ihn sehr leise macht.

Wie gesagt, ich gehe bei den meisten Argumenten ja mit. Nur beim Preis verstehe ich die "Aufregung" nicht.
 
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Reemo

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@Reemo ich stimme Dir in weiten Teilen zu.

Das Preis-/Leistungsverhältnis aber als Argument bzw. als Negativmerkmal anzuführen bzw. Leuten, die diese Hardware kaufen, vorzuwerfen, das Geld aus dem Fenster zu werfen ist aus meiner Sicht halt nicht korrekt.
Da hast du sicherlich recht. Ich habe nicht umsonst geschrieben, dass es durchaus Anwednungsgebiete für den Mac Pro gibt. Dies ist auch kein Vorwurf an die Leute die sich einen kaufen. Jeder soll sein Geld so ausgeben wie er will. Nur das Preis Leistungsverhältnis, bezogen auf Geld und Benchmarkbalken, ist beim Mac Pro einfach extrem schlecht.

Erstens könnte ich ins Rennen führen, dass generell das Preis-/Leistungsverhältnis bei Apple-Computern nicht gerade das beste ist. Nur weil der Mac pro am oberen Ende der Apple-Preisskala liegt ist es bei anderen Geräten nicht besser. Schlimmer noch, diese lassen sich nur mit erheblichem Aufwand aktualisieren, wenn es überhaupt wirtschaftlich sinnvoll ist. Zweitens: Sich über ein 80€ Kabelset zu unterhalten ist im Apple-Kosmos aus meiner Sicht kein Thema, wo man für einen USB-C zu USB-A Adapter 25 Euro bezahlt.
Mir geht es auch nicht darum dass ich nochmal 80€ in die Hand nehmen muss ( bei 6.500€ eh egal...) sondern um die Tatsache, das Apple dies absichtlich so entwickelt. Das stört mich sehr.
Aber das ist nicht der Punkt. Ich habe mich bei Apple in München mit professionellen Anwendern und auch mit einem der Ingenieure aus dem Entwicklungsteam unterhalten. Der Mac pro ist eben kein "aufgemotzter PC". Wenn es so wäre könnte man mit Hardware von der Stange sicher besseres bei annähernd gleicher oder sogar besserer Leistung bauen.
Auch andere Workstations von anderen Herstellern sind keine "aufgemotzten PC's". Das Monopol auf Wertigkeit hat Apple schon lange verloren.
Ich sehe hier eine Chance, ein langlebiges System zu bekommen, das außerdem relativ fein granuliert auf die Bedürfnisse ganz spezieller Anwendungen angepasst werden kann. Wenn man Rückblickend auf die Mac pros (3,1 4,1 und 5,1) schaut waren die auch sehr langlebig. Teilweise arbeiten diese Maschinen ja heute noch. Der neue Mac pro hat aus meiner bescheidenen Sicht das Potential, mehr als 10 Jahr am Markt zu bestehen.
Sehe ich definitiv auch. Aber ebenfalls sehe ich dies bei wertigen Geräten anderer Hersteller. Welche nicht so einen Wahnsinnspreis verlangen. Die sehen dann vielleicht auf dem Schreibtisch nicht so hübsch aus, aber in diesen Regionen und Anwendungsszenarien wird auch keine Billighardware verbaut.

Der Preis für so eine Workstation ist, wie ich es bei den Kollegen, die mit mir bei Apple waren, angemessen. Wenn auch sehr hoch, ja. Es ist eben kein Rechner für "mal eben unter den Tisch". :)
Da kann ich dir nur teilweise zustimmen. Für eine Workstation sind solche Preise immer in Ordnung! Aber nicht für das was Apple als Standardkonfiguration verkauft. Diese ist einfach massiv überteuert.
Ja das stimmt alles. Ich verstehe nur nicht, warum beim Mac pro auf einmal der Preis eine Rolle spielt. Bei anderen Apple-Maschinen - deren Hardware auch in der Regel dem Markt hinterherhinkt - spielt der "Apple Bonus" doch auch keine Rolle. Auch wenn es vom absoluten Betrag her weniger Geld sein mag.
Bei mir definitiv. Aber bei anderen Geräten zahle ich ein Markenpremium was sich noch im Rahmen bewegt. Beispiel Macbook Pro 16". Mal abgesehen davon dass die GPU's wieder sehr schlecht sind, finde ich den Grundpreis bei gegebener Ausstattung echt in Ordnung. Über die Upgrades lässt sich auch hier wieder diskutieren, aber der Grundrahmen stimmt. Dieser Rahmen ist aus meiner Sicht beim Mac Pro verloren gegangen. Das zieht sich über das Gerät an sich, bis zum Zubehör wie die Rollen für 480€ und einen Monitorständer für 1.000€
Zum Thema Extravagantes Design: Kann man eine Dell/HP oder xy Workstation auf den Tisch stellen und dann noch einigermaßen daneben arbeiten? Das Kühlkonzept des des MP ist aus meiner Sicht schon sehr gut. Was ihn sehr leise macht.
Kühlen können andere auch gut, z.B. dank Standard Wasserkühlungen. Beim Design hast du aber definitiv recht. Aber das rechtfertigt für mich keinen Basispreis von 6500€ bei 8 Kernen, 256GB RAM, einer alten GPU und dem RAM.

Aber ich bin sehr gespannt auf eure Show. Live werde ich es wohl nicht schaffen, aber im Nachgang schaue ich mir diese sicherlich an.
 
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m4d-maNu

Golden Noble
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Ich verstehe nur nicht, warum beim Mac pro auf einmal der Preis eine Rolle spielt. Bei anderen Apple-Maschinen - deren Hardware auch in der Regel dem Markt hinterherhinkt - spielt der "Apple Bonus" doch auch keine Rolle. Auch wenn es vom absoluten Betrag her weniger Geld sein mag.
Ich persönlich denke, dass der Preis da nur keine Rolle spielt, da es immer noch in einen Preislichen Rahmen liegt wo sich so mancher einfach noch leisten kann. Der MacPro liegt aber halt in einer ganz anderen Preislichen Liga.

Sehe ich definitiv auch. Aber ebenfalls sehe ich dies bei wertigen Geräten anderer Hersteller. Welche nicht so einen Wahnsinnspreis verlangen. Die sehen dann vielleicht auf dem Schreibtisch nicht so hübsch aus, aber in diesen Regionen und Anwendungsszenarien wird auch keine Billighardware verbaut.
Gibt auch andere ganz Hübsche Gehäuse und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gibt es ein Kickstarter Projekt wo der Cases nachgebaut werden soll. Es besteht also die Möglichkeit auch einen Windows Maschine oder einen Hackintosch in einen ähnlich Hübsches Gehäuse zu packen.

Edit:
https://www.indiegogo.com/projects/dune-pro-pc-case#/ der Link zum MacPro Case Clone
 
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HeinerM

Johannes Böttner
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Die Reaktionen hier Versprechen auf jeden Fall eine interessante Sendung!
Freue mich auf Freitag.
 
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Michael Reimann

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Da hast du sicherlich recht. Ich habe nicht umsonst geschrieben, dass es durchaus Anwednungsgebiete für den Mac Pro gibt. Dies ist auch kein Vorwurf an die Leute die sich einen kaufen. Jeder soll sein Geld so ausgeben wie er will. Nur das Preis Leistungsverhältnis, bezogen auf Geld und Benchmarkbalken, ist beim Mac Pro einfach extrem schlecht.


Mir geht es auch nicht darum dass ich nochmal 80€ in die Hand nehmen muss ( bei 6.500€ eh egal...) sondern um die Tatsache, das Apple dies absichtlich so entwickelt. Das stört mich sehr.

Auch andere Workstations von anderen Herstellern sind keine "aufgemotzten PC's". Das Monopol auf Wertigkeit hat Apple schon lange verloren.

Sehe ich definitiv auch. Aber ebenfalls sehe ich dies bei wertigen Geräten anderer Hersteller. Welche nicht so einen Wahnsinnspreis verlangen. Die sehen dann vielleicht auf dem Schreibtisch nicht so hübsch aus, aber in diesen Regionen und Anwendungsszenarien wird auch keine Billighardware verbaut.


Da kann ich dir nur teilweise zustimmen. Für eine Workstation sind solche Preise immer in Ordnung! Aber nicht für das was Apple als Standardkonfiguration verkauft. Diese ist einfach massiv überteuert.

Bei mir definitiv. Aber bei anderen Geräten zahle ich ein Markenpremium was sich noch im Rahmen bewegt. Beispiel Macbook Pro 16". Mal abgesehen davon dass die GPU's wieder sehr schlecht sind, finde ich den Grundpreis bei gegebener Ausstattung echt in Ordnung. Über die Upgrades lässt sich auch hier wieder diskutieren, aber der Grundrahmen stimmt. Dieser Rahmen ist aus meiner Sicht beim Mac Pro verloren gegangen. Das zieht sich über das Gerät an sich, bis zum Zubehör wie die Rollen für 480€ und einen Monitorständer für 1.000€

Kühlen können andere auch gut, z.B. dank Standard Wasserkühlungen. Beim Design hast du aber definitiv recht. Aber das rechtfertigt für mich keinen Basispreis von 6500€ bei 8 Kernen, 256GB RAM, einer alten GPU und dem RAM.

Aber ich bin sehr gespannt auf eure Show. Live werde ich es wohl nicht schaffen, aber im Nachgang schaue ich mir diese sicherlich an.
Wir sind uns einig, dass die Basiskonfig in der Tat für den Preis eine Zumutung ist. Hier könnte ja aber bald wenigstens eine neue Grafikkarte an den Start gehen.

Ich will auch nicht so verstanden werden, dass ich den MP hier verteidige. Im Grunde will ich nur sagen, der Preis ist ok (mit den diskutierten Abstrichen) wenn auch wirklich am Limit.
 
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Oberdiecks Taubenapfel
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Gibt auch andere ganz Hübsche Gehäuse und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gibt es ein Kickstarter Projekt wo der Cases nachgebaut werden soll. Es besteht also die Möglichkeit auch einen Windows Maschine oder einen Hackintosch in einen ähnlich Hübsches Gehäuse zu packen.
Du meinst das Dune Case. Hatte mal in irgendeinem Thread erwähnt dass ich mir das im Januar (zum ursprünglich geplanten Veröffentlichungsdatum) holen werde, scheint aber immer noch nicht auf dem Markt zu sein. Und davon abgesehen hab ich mich jetzt eh schon länger nicht mehr mit dem Gedanken befasst. Aber früher oder später werd ich es mir bestimmt holen. Passend dazu ist mein Rechner tatsächlich ein Hackintosh.
 
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YoshuaThree

Johannes Böttner
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Ja das stimmt alles. Ich verstehe nur nicht, warum beim Mac pro auf einmal der Preis eine Rolle spielt. Bei anderen Apple-Maschinen - deren Hardware auch in der Regel dem Markt hinterherhinkt - spielt der "Apple Bonus" doch auch keine Rolle. Auch wenn es vom absoluten Betrag her weniger Geld sein mag.
Passt schon - aber da überzieht Apple einfach den Bogen. Ich spreche von der Grundkonfiguration. Die ist einfach - für eine Workstation - lau. Das bekommst Du heute fast bei jeder Einsteiger Workstation - eine 256er PCIe SSD - die RX 580 ist eine Einsteiger GPU.... da ist nix besonderes am Einsteiger Mac Pro und dann eben 6.500 Euro.

Ansonsten überzieht es Apple m.E. nicht so arg. Ein gutes Samsung tablet kostet auch um die 500 Euro. Ein gutes Samsung, Huawei und Co eben auch um die 700-800 Euro. Und ein Apple Notebook... also wenn ich ein wirklich gescheites ThinkPad mir kaufe berappe ich auch um die 2000 Euro. Das passt schon alles zusammen.

Klar - Apple kostet immer etwas mehr - aber das fand ich alles noch vertretbar. Aber nochmals - die 6500 Euro für einen Mac Pro mit diesen Einsteiger Komponenten ist einfach - sorry - frech.

Es gibt schon paar nice Sachen beim Mac Pro. Z.B sieht man keine Kabel, mann kann alles einstecken. Und das Gehäuse ist halt aus einem Guss. Typisch Apple halt.
Ist aber bei der hochwertigen ThinkStation auch nicht viel anders. Da habe ich werde Schraubendreher in der Hand oder sonst was. Innen ist alles aufgeräumt und besteht wie bei einem Neuwagen nur aus Blöcken die ich wie aus einem Guss rein und raus ziehe. Und auch das Gehäuse - extrem fertig - komplett aus Metall. Wenn ich mein ThinkStation auf den Schreibtisch hieven will muss ich da schon beide Hände nehmen.

Zum Thema Extravagantes Design: Kann man eine Dell/HP oder xy Workstation auf den Tisch stellen und dann noch einigermaßen daneben arbeiten? Das Kühlkonzept des des MP ist aus meiner Sicht schon sehr gut. Was ihn sehr leise macht.
Ja klar. Kann Dir gerne ein Video machen - ich habe eine 7xx ThinkStation und das einzige was Du hörst unter Vollast ist die GPU. Das ist bei einer größeren GPU im Mac Pro nicht anders. Auch die wird bei Last ganz schön blasen. Ansonsten höre ich meine ThinkStation nicht. Und die steht hier neben dem Monitor.

Wie gesagt, ich gehe bei den meisten Argumenten ja mit. Nur beim Preis verstehe ich die "Aufregung" nicht.
Doch in der Basiskonfiguration schon.

Bin mal eben auf der Lenovo Seite gewesen. ThinKStation mit dem 8 Kerner Xeon W - aber der Größere(!) mit 32GB RAM einer 512er PCIe SSD und einer Quattro P4000 GPU (welche die olle RX 580 sowas von nass macht) für knapp 3.994 Euro. Da frage ich Dich wo kommen die 2.500 Euro mehr her?

Und komm mir nicht mit macOS - da sage ich nur Catalina.
 
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