• Es ist bereits Apfeltalk-Tradition und wir möchten sie auch in diesem Jahr fortsetzen: Unser Apfeltalk-Weihnachtslogo-Wettbewerb hat begonnen! Gestaltet für uns das Weihnachtsbanner, das im Monat Dezember bis zum Weihnachtsfest unsere Webseite schmücken soll. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf! Hier geht es zum Wettbewerb --> Klick
  • November - das bedeutet oftmals Herbstblues, grauer Himmel, Tristesse und Wetter, bei dem man gern im Warmen bleibt. Aber nur oftmals! Wir fordern Euch gern auf, gegen den Herbstblues anzukämpfen und hoffen, dabei hilft Euch unser aktuelles Monatsthema. Neugierig geworden? --> Zum Mitmachen bitte hier klicken

Magazin iTunes & App Store: Preise in Großbritannien könnten um bis zu 20 Prozent steigen

Martin Wendel

Redakteur & Moderator
AT Administration
AT Moderation
AT Redaktion
Registriert
06.04.08
Beiträge
45.644
Mit 1. Januar 2015 könnten die Preise im App Store, Mac App Store, iTunes Store und iBookstore für britische Kunden schlagartig um bis zu 20 Prozent nach oben schnellen. Grund dafür ist nicht etwa eine Währungsanpassung, wie sie zuletzt im Oktober 2012 im Euro-Raum vorgenommen wurde, sondern eine Gesetzesänderung. Apple nutze bisher ein Steuer-Schlupfloch und konnte seine Umsätze aus den digitalen Stores für europäische Kunden in Luxemburg versteuern, wo je nach Art des Inhalts nur zwischen drei und 15 Prozent Umsatzsteuer fällig sind. Ab 1. Januar müssen jedoch die Umsätze britischer Kunden in Großbritannien versteuert werden – mit 20 Prozent.[prbreak][/prbreak]

Am wenigsten werden vermutlich Apps von der Änderung betroffen sein, da Apple für diese bereits jetzt 15 Prozent Umsatzsteuer in Luxemburg entlohnen musste. Neben Apple sind auch andere Unternehmen, die ihre Umsätze aus digitalen Inhalten in anderen Ländern versteuern, von den Änderungen in Großbritannien betroffen – unter anderem auch Amazon. Ob Apple die zusätzlichen Kosten tatsächlich auch auf Kunden abwälzen wird, ist nicht bekannt.

Die letzte Änderung an der Preisgestaltung in den digitalen Stores von Apple gab es im Euro-Raum im Juni letzten Jahres. Apple hat damals neue Preisoptionen eingeführt, die es den Entwicklern erlauben, ihre Apps zu sogenannten gebrochenen Preisen anzubieten – 99 Cent, 1,99 Euro, 2,99 Euro, etc. Zuvor waren nur die Preisschritte 89 Cent, 1,79 Euro, 2,69 Euro, etc. möglich.

App-store-ios7-icon.jpg
Via MacRumors
Der Artikel wurde um 14:44 Uhr aktualisiert.
 
Und das ist auch gut so!

Kann doch nicht sein das durch tricksen satte Gewinne gemacht werden.

Ich glaube du hast da etwas nicht ganz kapiert: zahlt Apple mehr Steuern, werden diese Mehrkosten direkt an den Kunden weiter gegeben. Die "satten Gewinne" werden also immer noch genau gleich gemacht (natürlich nur, wenn die Kunden genau gleich viel von dem nun deutlich teureren Gut konsumieren).

Im übrigen hat das mit tricksen nichts zu tun. Man nutzt nur die Möglichkeiten der Gesetzte. Hättest du eine Firma, du würdest es nicht anders machen.
 
  • Like
Reaktionen: MoNchHiChii
Ich glaube du hast da etwas nicht ganz kapiert: zahlt Apple mehr Steuern, werden diese Mehrkosten direkt an den Kunden weiter gegeben.

Und deshalb ist das verwerflich, oder wie darf man deinen Post verstehen? Und ob das keine Tricksereien sind sei mal dahingestellt.
 
Ich glaube du hast da etwas nicht ganz kapiert: zahlt Apple mehr Steuern, werden diese Mehrkosten direkt an den Kunden weiter gegeben. Die "satten Gewinne" werden also immer noch genau gleich gemacht (natürlich nur, wenn die Kunden genau gleich viel von dem nun deutlich teureren Gut konsumieren).

Im übrigen hat das mit tricksen nichts zu tun. Man nutzt nur die Möglichkeiten der Gesetzte. Hättest du eine Firma, du würdest es nicht anders machen.

Das ist und bleibt tricksen. Du gehst jetzt doch wohl nicht ernsthaft davon aus, dass der Sinn dieser Sonderregel darin besteht, dass Britten die in Großbritannien leben und dort einen Einkauf tätigen, nach luxemburgischen recht besteuert werden.
So wie ich das jetzt verstanden hab, wurde die Umsatzsteuer bisher sogar von Luxemburg kassiert und eben nicht von Großbritannien.

Außerdem bekommt Apple dadurch die Möglichkeit seine "Produkte" günstiger zu verkaufen, was dann wiederum den Gewinn bzw. die Verkäufe steigern sollte.

Ist in meinen Augen kein bisschen besser als Hoeneß. Solche Steuerschlupflöcher kosten viele Länder in der EU jährlich Milliarden. Steuerhinterziehung, ob nun auf legalem Weg oder nicht, sollte schleunigst bekämpft werden und so wies aussieht sind wir da gerade ja auch auf einem guten Weg.
 
Wenn das Gesetz seinen Sinn nicht erfüllt muss es angepasst werden. Apple hat damit nichts zu tun, als Aktienunternehmen sind die ihren Aktionären verpflichtet, und das bedeutet sie müssen das so handhaben, denn wenn sie leicht zu umgehende Steuern freiwillig zahlen steigen ihnen die Aktionäre aufs Dach und im Vorstand rollen Köpfe...
 
  • Like
Reaktionen: MoNchHiChii
Das ist und bleibt tricksen. Du gehst jetzt doch wohl nicht ernsthaft davon aus, dass der Sinn dieser Sonderregel darin besteht, dass Britten die in Großbritannien leben und dort einen Einkauf tätigen, nach luxemburgischen recht besteuert werden.
So wie ich das jetzt verstanden hab, wurde die Umsatzsteuer bisher sogar von Luxemburg kassiert und eben nicht von Großbritannien.

Außerdem bekommt Apple dadurch die Möglichkeit seine "Produkte" günstiger zu verkaufen, was dann wiederum den Gewinn bzw. die Verkäufe steigern sollte.

Ist in meinen Augen kein bisschen besser als Hoeneß. Solche Steuerschlupflöcher kosten viele Länder in der EU jährlich Milliarden. Steuerhinterziehung, ob nun auf legalem Weg oder nicht, sollte schleunigst bekämpft werden und so wies aussieht sind wir da gerade ja auch auf einem guten Weg.

Grundgütiger.. wenn der Gesetzgeber Steuergesetze mit Lücken gross wie Scheunentore baut ist das nicht das Problem von Apple oder dir, sondern einzig und alleine vom Gesetzgeber. Er hat diesen Fehler nun offensichtlich korrigiert. Im übrigen bin ich mir zu 99,9% sicher dass nicht nur Apple diese Lücke nutzt. Sondern jede Firma, die es kann.

Bitte aufwachen, hier geht es um das reale Leben.

Eine Firma, welche die legalen Möglichkeiten ausnutzt, mit einem verurteilen Verbrecher gleichzusetzen, ist dann schon Realitätsverweigerung.
 
Realitätsverweigerung trifft es aber auch nicht. Als Arbeitnehmer und Steuerzahler kommt man sich bei solchen Meldungen extrem ver...schaukelt vor. Apple setzt viele Milliarden in Europa um, und zahlt hier Steuern im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Legal? Wahrscheinlich. Legitim? Ganz sicher nicht. Damit schadet Apple (und all die anderen Konzerne) direkt uns allen - denke das muss man nicht wirklich erklären. Hoeness mag verurteilt sein, aber der entstandene Schaden ist ein Klacks im Vergleich zu dem Schaden durch "Steuervermeidungsmodelle" der Konzerne. Leider ist halt der Hoeness wochenlang auf den Titelseiten und nicht sowas.

Man fragt sich schon welchen Einfluss die Lobbys haben. An anderen Stellen ist die Legislative bei der Steuererhebung sehr viel kreativer.
 
  • Like
Reaktionen: adidadidu
Es ist nicht nur tricksen sondern auch Wettbewerbsverzerrung denn ein kleineres Unternehmen hat diese Möglichkeiten nicht.
Dadurch kann dann auch ein Wettbewerb entstehen der die Gewinne nicht in dem Himmel wachsen lässt und Kunden nicht übervorteilt.
Schlimm genug das Apple es langsam schafft sein treusten Händler zu ruinieren die auch in schweren Zeiten zu Apple gestanden haben. Aber vielleicht rächt sich das noch einmal wenn es mal nicht so gut läuft.
Übrigens ich bin und war nie Geschäftlich mit Appel verknüpft.

Erzähl mir nicht ich hätte keine Ahnung von Marktwirtschaft nur weil ich sage ein Unternehmen soll auch da Steuern zahlen wo es die Gewinne macht. Schließlich profitiert es ja auch von der Infrastruktur das Landes und womit ist die wohl bezahlt worden?
 
  • Like
Reaktionen: adidadidu
Damit schadet Apple (und all die anderen Konzerne) direkt uns allen - denke das muss man nicht wirklich erklären.

Doch, bitte erkläre mir mal den Schaden. So wie ich das bisher kenne, wird die Mehrwertsteuer vom Endkunden getragen, wenn von Apple zukünftig der britische Mehrwertsteuersatz berechnet wird, dann kommt dieser eben auf den Nettobetrag oben drauf, den der Endkunde zu zahlen hat. Für Apple ist der ganze Posten neutral - die Zeche zahlt immer der Endkunde.

Niemand hält Dich übrigens davon ab, die Differenz, z.B. zwischen dem Luxemburger Mehrwertsteuersatz und dem Deutschen in eigener Regie bei jedem iTunes-Store Einkauf zu spenden, wenn Du der Meinung bist, dass hier ein Schaden entsteht und Du Dein Geld lieber von Anderen umverteilt sehen möchtest ...
 
Erzähl mir nicht ich hätte keine Ahnung von Marktwirtschaft nur weil ich sage ein Unternehmen soll auch da Steuern zahlen wo es die Gewinne macht. Schließlich profitiert es ja auch von der Infrastruktur das Landes und womit ist die wohl bezahlt worden?
Stimme ich zu, aber an der Stelle ist der Gesetzgeber gefragt. Apple als börsennotiertes Unternehmen kann wie schon gesagt nicht mal eben so aus Großzügigkeit deutlich mehr Steuern zahlen als gesetzlich vorgeschrieben, sie müssen ihren Verpflichtungen gegenüber den Aktionären nachkommen. Das ist nochmal etwas anderes als ein mittelständisches Unternehmen in Familienbesitz.

@FrankR Höhere Preise führen in der Regel zu weniger Verkäufen. Abgesehen davon hat Apple natürlich großes Interesse daran die psychologisch wichtigen Preisstufen x.99 zu halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich hat die Politik mal wider tief geschlafen, anderseits haben Länder wie Luxemburg oder NL kein Interesse das zu ändernden. Wenn es mit den Eigeninteressen nicht besser wird dann wird es mit einer ordentlichen EU auch nix.
 
Doch, bitte erkläre mir mal den Schaden. So wie ich das bisher kenne, wird die Mehrwertsteuer vom Endkunden getragen, wenn von Apple zukünftig der britische Mehrwertsteuersatz berechnet wird, dann kommt dieser eben auf den Nettobetrag oben drauf, den der Endkunde zu zahlen hat. Für Apple ist der ganze Posten neutral - die Zeche zahlt immer der Endkunde.
Die Mehrwertsteuer macht sicher gute 20% unserer Steuereinnahmen aus. Wenn diese 20% mal eben an Luxemburg gehen fehlt da also schon einiges. Diese Lücke muss dann wiederum der Steuerzahler stopfen.
Grundgütiger.. wenn der Gesetzgeber Steuergesetze mit Lücken gross wie Scheunentore baut ist das nicht das Problem von Apple oder dir, sondern einzig und alleine vom Gesetzgeber. Er hat diesen Fehler nun offensichtlich korrigiert. Im übrigen bin ich mir zu 99,9% sicher dass nicht nur Apple diese Lücke nutzt. Sondern jede Firma, die es kann.

Bitte aufwachen, hier geht es um das reale Leben.

Eine Firma, welche die legalen Möglichkeiten ausnutzt, mit einem verurteilen Verbrecher gleichzusetzen, ist dann schon Realitätsverweigerung.

Das mehrere Firmen diese Lücke ausnutzen war mir klar, jedoch macht das das Ganze nicht "gerechter".
Der Unterschied zwischen Hoeneß und Apple (und eben auch vielen anderen Konzernen) besteht "nur" in der rechtlichen Grundlage, ich denke ein Vergleich ist hier durchaus angebracht.

Nur weil die Politik hier offensichtlich etwas geschlafen hat soll ich das jetzt einfach so hinnehmen oder was?
 
Generell besteht der Unterschied zwischen einem Verbrecher und einem gesetzestreuen Bürger in der Einhaltung der Gesetze. Ob dir die Gesetze nun gefallen hat damit wenig zu tun...

Du musst das nicht hinnehmen, aber du musst verstehen, dass du deinen Unmut gegen die Gesetzgeber richten musst, die Firmen tuen nur das was die Gesetze vorgeben. Dass niemand freiwillig zuviel Steuern zahlt sollte doch auch für Privatpersonen nachvollziehbar sein?

Und es ist nunmal ein riesiger Unterschied zwischen "Steuern umgehen" und "Steuern hinterziehen", sowohl moralisch als auch rechtlich.
 
  • Like
Reaktionen: DaMikstar
Mir ists hier echt zu blöd mit all den Weltverbesserern.

In Anbetracht der Beträge würde das Verfahren in den Medien ausgeschlachtet werden. Geht ja immerhin um Apple, der Hort des Bösen! Wenn schon, dann würde ich mich über das Loch im System aufregen, denn das wurde da ganz sicher absichtlich eingebaut.
 
Das glaube ich nicht. Internationales Steuerrecht ist ein sehr komplexes gebiet, da ist es kaum machbar ein perfektes System zu schaffen, gerade wenn jede Nation in erster Linie ihre eigenen Interessen vertritt. Solche Lücken wären nur zu umgehen wenn die internationale Gemeinschaft enger zusammenrücken würde. Die EU ist da schonmal ein guter Ansatz, aber noch nicht die Lösung.


Sent from my iPad using Apfeltalk mobile app
 
Das die EU bisher ein guter Ansatz war kann ich nicht erkennen.:mad:

Diese Verwerfungen sind doch gerade in der EU möglich und das Firmen das mit legalen Tricks das nutzen ist auch logisch.
 
  • Like
Reaktionen: hillepille