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iPhone - Apple prüft Fertigung in den USA

Kommissar Speckbohne

Transparent von Croncels
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Weiß jemand wie hoch der Automatisierungsgrad bei der Herstellung von Smartphones ist? Je höher dieser ist, desto wahrscheinlicher ist die Fertigung in den USA.
Ich denke es macht schlichtweg keinen Sinn sich teure Roboter in die Fabrik zu stellen. die dann auch regelmässig gewartet werden müssen.
Der Mensch aus Asien ist und wird leider immer billiger bleiben.
Für die Kosten eines Roboters kann man wohl ein duzend Menschen in einen Raum "zwingen" die dann am Ende gemeinsam sogar schneller die Teile zusammen setzen.
 

marcozingel

Sondergleichen von Welford Park
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Der MacPro wurde ja in den USA gefertigt und darüber (auch zur Technik) hört man ja rein gar nichts mehr und ob diese Fabrik ausgelastet ist bezweifle ich.

Ich glaube nicht daran das Apple im großen Stil wegen der Steueroptimierung in den USA produzieren läßt,wenn dann siedeln sich bisher beauftragte Unternehmen wie Foxcom und andere eventuell an.
 

Verlon

̈Öhringer Blutstreifling
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Die Fertigungskosten machen einen vergleichsweiße geringen Anteil aus.
richtig, angeblich um die 7 Dollar. hochgerechnet würden dass 1,4 Mrd Dollar weniger Gewinn pro Jahr sein. Warum sollten die Shareholder Geld verschenken?

Erstmal müssen die Fabriken gebaut werden, das kostet richtig viel.
Aber Apple weiß eh nicht viel mit den mehr als 200 Milliarden $ anzufangen.
Apple will nichts bauen, es geht darum Foxconn und Pegatron

Wenn man die Fabriken in den Armutsregionen der USA bauen würde, wäre das auf jeden Fall gut für jene.
Mehr Arbeit, mehr Wachstum und weniger soziale Brennpunkte.
Isoliert betrachtet für die USA gut und für China schlecht. Aber China kann und wird als Antwort ebenfalls protektionistisch handeln und im Gegenzug so der USA schaden. Im Endeffekt wird es allen schaden und niemanden nützen.

Und Apple wäre sicherer vor Chinas Politik.
naja, weiß nicht welche Politik für einen internationales Unternehmen risikoreicher ist, die von China oder die von Trump.

Ganz aus chinesischer Produktion muss sich Apple ja nicht zurückziehen. Für den asiatischen Markt ist das sogar erforderlich, da sonst hohe Zölle erhoben werden. Aber für den amerikanischen und europäischen Markt, wäre es nicht verkehrt die Produktion in die V. Staaten zu holen.
Warum sollten die Europäischen Händler das teurere iPhone aus den USA importieren, wenn es das günstigere China-iPhone gibt? Und warum sollten europäische Kunden die USA subventionieren wollen?
 

saw

Harberts Renette
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Die Fertigungskosten machen einen vergleichsweiße geringen Anteil aus.
http://asia.nikkei.com/Business/AC/Apple-could-make-iPhones-in-US-in-future-sources
Wenn man die Fabriken in den Armutsregionen der USA bauen würde, wäre das auf jeden Fall gut für jene.
Warum? Weil dann in einer Region, wo es ja Gründe gibt warum sich dort keine Industrie im größeren Stil niedergelassen hat, auf einmal eine superduper moderne Fabrik, ohne Mitarbeiter steht?
Außerdem gibt es in den USA schärfere Umweltgesetze.
http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-amerika/donald-trump-holt-myron-ebell-als-umweltfachmann-14524564.html
Aber für den amerikanischen und europäischen Markt, wäre es nicht verkehrt die Produktion in die V. Staaten zu holen.
Wo ist nun der Vorteil, für einen Franzosen, wenn sein neues iPhone in Utah gebaut wird?
 

Verlon

̈Öhringer Blutstreifling
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Apple soll es durch gerechnet haben und angeblich sollen sich die Fertigungskosten dadurch fast verdoppeln.
Bei angenommenen Fertigungskosten von ca. 230$ würde ein iPhone dann wohl ca. 250-300€ teurer in Deutschland incl. Steuern.
$230 betragen die Herstellkosten, nicht die Fertigungskosten.
Herstellkosten = Fertigungskosten + Materialkosten

Laut IHS* ist es beim iPhone 7 so: $224.80 = $4 + $219,80

Die 4 Dollar sind es, dich sich verdoppeln würden.


*http://blog.ihs.com/the-iphone-7-costs-more-to-make,-but-apple’s-margin-remains-high
 
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Dirk-Otto

Zabergäurenette
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Wo liegt der Vorteil für einen Deutschen, wenn der VW in D und nicht in Mexico gebaut wird? Richtig, in der Anzahl der Arbeitsplätze, die hier geschaffen und nicht abgebaut werden.
 

m4d-maNu

Golden Noble
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Der MacPro wurde ja in den USA gefertigt und darüber (auch zur Technik) hört man ja rein gar nichts mehr und ob diese Fabrik ausgelastet ist bezweifle ich.

Ich glaube nicht daran das Apple im großen Stil wegen der Steueroptimierung in den USA produzieren läßt,wenn dann siedeln sich bisher beauftragte Unternehmen wie Foxcom und andere eventuell an.
Und wie oft der ein Update erhält, kann man sich vorstellen wie wenig die Produktion ausgelastet ist.

Wo liegt der Vorteil für einen Deutschen, wenn der VW in D und nicht in Mexico gebaut wird? Richtig, in der Anzahl der Arbeitsplätze, die hier geschaffen und nicht abgebaut werden.
Drum sind von den 30.000 Plätzen die reduziert werden auch 23.000 in Deutschland davon betroffen.
 

beeker2.0

Oberdiecks Taubenapfel
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Apple wird garantiert nicht die Fertigung selber vornehmen - das würden wie bisher auch Auftragsfertiger machen. Und ob die Foxconn dieser Welt nun in USA oder China produzieren, dürfte denen ziemlich wumpe sein. Die Fertigungskosten sind imho kein wesentliches Problem, der Anteil an den Gesamtkosten muss eigentlich minimal sein. Wesentlich problematischer erscheint mir da die Zuliefererstruktur zu sein - die in USA aufzubauen fast un möglich. Was die Logistikkosten in astronomische Höhen treiben dürfte. Und bei einem anstehenden Handelskrieg mit China kein ganz kleines Risiko darstellen dürfte. Wir werden sehen...
 
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Matrazäh

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Ich möchte mal den Roboter sehen, der die Minischräubchen aufnimmt und Prozessicher verschraubt. Das ist doch sicherlich nach wie vor Handarbeit.
 

xees

Lambertine
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Ich hab vor Jahren hier in AT schon geschrieben, dass eine Produktion von Apple Hardware in den USA auch eine Marketingstrategie sein kann, die die hohen Preise rechtfertigen würde. Es müsste gar am Endverbraucherpreis geschraubt werden, denn die Gewinnspanne ist hoch genug. Und wenn BMW zB das größte Werk in den USA hat, können die Löhne gar nicht so hoch sein um ein Kostenkiller zu sein.

Da fehlt das nicht...

müsste gar NICHT am Endverbraucherpreis

Zitat:
beeker2.0
19. November 2016 um 12:23 | #
Apple wird garantiert nicht die Fertigung selber vornehmen – das würden wie bisher auch Auftragsfertiger machen. Und ob die Foxconn dieser Welt nun in USA oder China produzieren, dürfte denen ziemlich wumpe sein. Die Fertigungskosten sind imho kein wesentliches Problem, der Anteil an den Gesamtkosten muss eigentlich minimal sein. Wesentlich problematischer erscheint mir da die Zuliefererstruktur zu sein – die in USA aufzubauen fast un möglich. Was die Logistikkosten in astronomische Höhen treiben dürfte. Und bei einem anstehenden Handelskrieg mit China kein ganz kleines Risiko darstellen dürfte. Wir werden sehen…
(Beim iPad geht die Zitatebene nicht)
Die Zulieferindustrie würde natürlich rund um das USA Werk angesiedelt werden. Wie Weltweit bei allen großen Produktionsstandorten üblich. Darum hat vermutlich der 2. Anbieter Pegatron mit Negativ beschieden, weil die Kosten der Zulieferbetriebe bzw deren Umsiedelung Unsicher sind. Wer weis ob Trump Chinesen ect im Land Willkommen heißt?

@Matrazäh
Ein Roboter oder eine Maschine nimmt keine "Schrauben auf", sondern hat diese in einem Magazin.
Deiner Meinung nach könnte ein Roboter keine Mikrochirurgie durchführen oder Mikrochips zusammenbauen?
 
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LorelDelta

Erdapfel
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Vielleicht sollte Apple Tesla gleichtun und einen Teil seiner Produktion (d.h. dem roboterunterstützten Zusammenbau der Einheiten) oder künftigen Entwicklung nach Europa verlagern. Dann könnte der Konzern auch besser auf die (Liefer-)Bedürfnisse seiner Kunden eingehen und auch die Preisstruktur adäquater anpassen.
 
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Schupunkt

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Vielleicht sollte Apple Tesla gleichtun und einen Teil seiner Produktion (d.h. dem roboterunterstützten Zusammenbau der Einheiten) oder künftigen Entwicklung nach Europa verlagern. Dann könnte der Konzern auch besser auf die (Liefer-)Bedürfnisse seiner Kunden eingehen und auch die Preisstruktur adäquater anpassen.
Das Fairphone solle ursprünglich in Europa gefertigt werden, es stellte sich allerdings heraus das es in Europa schlicht keine Firmen gab die es hätten herstellen können.
Wenn es also nicht mal für eine Handvoll Fairphones reicht, sieht es für Millionen von iPhones wohl eher schlecht aus, fürchte ich.
 

Ducatisti

Zuccalmaglios Renette
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Wenn sich die Politik um den Kapitalismus kümmert,kann es nie gut für die Menschen sein
 

Simply1337

Ingrid Marie
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Im Bezug auf die Verlagerung der Produktion nach Indien habe ich die wirtschaftliche Seite bereits im anderen Artikel erläutert. Mit dem Ergebnis: Es würde finanziell gesehen Sinn machen.

Designed by Apple in California. Assembled in USA.

Klingt auf jeden Fall gut. Kostentechnisch, klar, ist das Ganze natürlich ohne Gegenmaßnahmen seitens der Regierung Trump sehr teuer. Alleine schon wegen der höheren Fertigungskosten. Andererseits spielt natürlich auch das Know-How der Arbeiter in den USA eine Rolle. Dies sind ja u. a. die Gründe warum man solche Kleinstsachen in China zusammenschrauben lässt. Man möge mir das jetzt auf der soziopolitischen Ebene verzeihen, aber so etwas machen die Chinesen eben besser. Dies wäre übrigens auch bei einer Verlagerung der Produktion nach Indien in Frage gestanden.

Dennoch bin ich auf das Ergebnis der Prüfung gespannt. Zumal man nochmal hochpreisiger Verkaufen kann wenn da wirklich Assembled in USA drauf steht. Funktioniert ja auch mit Made in Germany ganz gut.
 

saw

Harberts Renette
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Preislich wird Apple wohl nicht mehr viel zulegen können,
schon jetzt realisiert Apple doch schon nicht nur den Preis den sie haben müssen, sondern den sie erzielen können.
Und ob es in ihrem größten Markt (China) so viel bringt, in den USA zu fertigen, statt in China?
Selbst im Rest der Welt glaube ich wird dies nicht sooo das Argument sein,
Made in Germany hat den Ruf guter bis bester Qualität, diesen Ruf hat Apple aber jetzt doch auch schon.
Wobei ich finde, um den Sonntäglichen Autovergleich zu bringen,
wenn ich bei einem Auto wählen könnte, Made in Germany, Asien oder USA, äh.... ja ;)
Im Gegenteil, wenn die Produktion in die USA verlagert werden sollte, glaube ich schon, dass es gerade am Anfang zu Problemen kommen könnte bei den Stückzahlen und der Qualität.
 

Simply1337

Ingrid Marie
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[...] nicht nur den Preis den sie haben müssen, sondern den sie erzielen können.
Daran sehe ich jetzt nichts verwerfliches. Macht jedes Unternehmen so. Ein iPhone zum UE-Preis ohne Gewinnspanne zu kaufen wäre ein Traum. Macht aber für das Unternehmen keinen Sinn. Zwar wäre alles bezahlt, jedoch könnte man nicht in neue Dinge investieren weil dazu der Gewinn welcher investiert werden könnte, fehlen würde. Daher macht Apple das so schon richtig. Umso mehr sie erwirtschaften können, umso mehr haben sie auf der hohen Kante. Zudem denkt Apple bei vielen Dingen auch langfristig. So wurde früh in die Cloud investiert; heute gehört diese zum Standard eines Apple-Produkts. Ich kann mich auch noch an Zeiten von manueller Übertragung der Kontakte auf ein neues Telefon erinnern.

Im Gegenteil, wenn die Produktion in die USA verlagert werden sollte, glaube ich schon, dass es gerade am Anfang zu Problemen kommen könnte bei den Stückzahlen und der Qualität.
Definitiv. Das ist eben die Sache mit dem Know-How. Einerseits hat man hier viel Lehrbedarf in den USA, andererseits kann man nicht von Anfang an die gleiche Qualität die man aus China kennt gewährleisten.

Wir werden sehen, wo das Ganze hinführt. Es sei jedoch gesagt, dass man solche Überlegungen seitens Apple einem Herrn Trump schon vor Beginn der eigentlichen Amtszeit zu gute heißen kann. Immerhin wird es schonmal geprüft. Was dann überhaupt kommt und wie es dann umgesetzt wird, das steht noch in den Sternen. (Letzterer Satz gilt für Apple und für Herrn Trump)
 

MacbookPro@Olli

London Pepping
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Wird es nicht geben, Trump wird kein einziges seiner Versprechen in puncto Arbeitsmarkt verwirklichen können.
 

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Cripps Pink
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Dass die Fertigung in den USA geprüft wird ist wirklich eine große Neuigkeit. Auch wenn der Schritt grundsätzlich zu begrüßen ist verwundert er doch insofern, als dass er für Apple ein großes Risiko darstellt. Die Cost per Unit, also die Kosten jeder einzelnen Fertigung würden sich um ca. 50% erhöhen, was natürlich die Profitmarge von Apple bedroht. Ich persönlich glaube nicht, dass sich aus dieser Prüfung etwas wirklich handfestes ergeben wird.