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Interview mit Juicies: Hawaiianisches Holi für die Kabelwelt

Ist es das? Hmm ... hatte eigentlich den Eindruck, dass ich auf - sinnvolle - Diskussionen eingehe.
Aber man hat ja meist ein falsches Bild von sich selbst.

Die Erkenntnis muss ja bekanntlich mit dem Gebet kommen nicht vorher. Also besteht hier noch Hoffnung ...
 
Jaja - kaum zweifelt man die Ehrenhaftigkeit der Berichterstattung an ist man in der Darsteller der Belehrer gleich mal frustriert.
Im Grunde kann es mir ja egal sein, in welcher Beziehung ihre Redaktion zum Inhaber des wohl innovativsten StartUp seit Erfindung der Gewürzgurke steht. Nur ist die Aufmerksamkeit, die man der Tatsache dass Kabel auch gefärbt erhältlich sind meiner Meinung nach nur mit einer bedenklichen Infantilität oder wirtschaftlichen Interessen erklärbar. Vielleicht noch mit persönlicher Beziehung zu dem vorgestellten Innovationsbetrieb. Kann sein.

Ich habe auch nicht behauptet, der Journalismus wäre schlecht. Im Gegenteil - Werbetexter sind meist sehr gute Schreiber, immerhin bringen sie ihre Botschaften schneller und effizienter ans Publikum als so manches Qualitätsmedium. Trotzdem sollte Werbung - und dazu gehört auch Produktplatzierung - als solche deklariert sein. Auch wenn es sich um eine unbezahlte Gefälligkeit handelt.

Mit wird unterstellt, ich beharre auf meiner Meinung. Nun gut. Ihre Aussage - auch wenn sie in vielen Sätzen versteckt ist, ist doch folgende:

1. Wir haben den Beitrag nicht aus journalistischen Aspekten hier rein gebracht, sondern gegen Bezahlung.
2. Das Produkt das hier "beworben" wird taugt nichts, bzw. ist diesen Aufwand, der hier getrieben wird, nicht wert.

Richtig?

Wenn ja, dann hier meine Antwort darauf:

1. Auch wenn man es mehrfach und in unterschiedlicher Form wiederholt, wird es nicht richtiger. Der Artikel und auch die Sendung am Freitag zum gleichen Thema sind nicht gekauft. Das ist und bleibt eine Unterstellung, gegen die sich die Redaktion (und nicht nur der Oberlehrer) entschieden wehrt.

2. Es geht nicht um das Produkt an sich. Das ist nur der Aufhänger. Aber ich will mich nicht wiederholen. Ob die Qualität gut oder schlecht ist, vermag ich ohne eigenen Test nicht zu sagen. Um so wichtiger, den Menschen vor die Kamera zu ziehen und zur Rede zu stellen.

Mehr gibt es aus meiner Sicht nicht dazu zu sagen. Sollten ich die Kernaussagen Ihres Kommentars falsch verstanden haben, bitte ich um Korrektur.
 
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Reaktionen: Martin Wendel
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass man diese Antwort in deinen Beiträgen, wenn jemand schreibt, "das passt mir nicht", regelmäßig liest. Regelmäßig heißt nicht gleich auch "ständig", aber schau dir doch einfach mal deine geschriebenen Beiträge an. ;)

Mache ich und gelobe auch Besserung. :-)
 
1. Auch wenn man es mehrfach und in unterschiedlicher Form wiederholt, wird es nicht richtiger. Der Artikel und auch die Sendung am Freitag zum gleichen Thema sind nicht gekauft. Das ist und bleibt eine Unterstellung, gegen die sich die Redaktion (und nicht nur der Oberlehrer) entschieden wehrt.

2. Es geht nicht um das Produkt an sich. Das ist nur der Aufhänger. Aber ich will mich nicht wiederholen. Ob die Qualität gut oder schlecht ist, vermag ich ohne eigenen Test nicht zu sagen. Um so wichtiger, den Menschen vor die Kamera zu ziehen und zur Rede zu stellen.

Mehr gibt es aus meiner Sicht nicht dazu zu sagen. Sollten ich die Kernaussagen Ihres Kommentars falsch verstanden haben, bitte ich um Korrektur.

ad 1.) nein - ich VERMUTE es weil m.E. ein solches Produkt normalerweise keine solche Aufmerksamkeit finden würde. Und ob gekauft oder befreundet ist eigentlich auch egal.

ad 2.) Nein, es geht um das Problem von StartUps. Nur - diese VERKAUFEN meist etwas. Und das ggst. Produkt ist ein sehr gutes Beispiel für das StartUp-Dilemma, eine "innovative" Idee zu haben die keinen interessiert. Die Idee wird nicht besser, wenn man das Unternehmen noch so wohlwollend präsentiert. Die Menschen hinter der Idee sind somit tragische Gestalten, denen die Einsicht fehlt dass sie mit ihrer Innovation keinen Markt gefunden oder die Situation an sich verkannt haben.

Jeder Unternehmer sollte sich selbstverständlich VOR Finanzierung und Produktion mal über die Marktreflexion und die Herstellungsbedingungen informieren. Nicht nur Newcomer.

Das Ganze ist also nichts besonderes. Traurig finde ich nun den Umstand, dass es wirklich keine Bezahlung oder Gefälligkeit gegeben haben soll. Damit ist der letzte vernünftige Grund, warum solch triviales wirtschaftliches Grundwissen derart breitgetreten und das Dilemma der Protagonisten so entwürdigend vor den Vorhang gezogen wird auch dahin.

Schade.
 
Okay, das habe ich verstanden. Ich verstehe aber nicht die extrem harte Kritik an "farbigen Kabeln". Wenn man mal von der Qualität derselben absieht, ist das ein normales Produkt.

Und wenn die "Jungs" mit ihrem Startup gescheitert sind, aus welchen Gründen auch immer, gilt es dann noch herauszufinden und es ist auch interessant. Warum müssen immer die Hochglanz-Geschichten der Gewinner in die Medien?

Ich bin der Meinung - nur ich vermutlich - das man auch mal was wagen sollte. Wenn alle immer erst mal zig Marktstudien etc. durchführen würden, gäbe es aus meiner Sicht keine Innovation mehr. Aber wie gesagt, das ist nur meine Meinung.
 
Liebe Nutzer,

als Autor und selbstständiger Initiator dieses Interviews möchte ich kurz einige Punkte loswerden:

Das Interview habe ich bereits vor einigen Wochen mit Hannes (auf mein eigenes Interesse hin) geführt. Hintergrund war ein Artikel in einer Bremer Wochenzeitung, der sich mit Internet-Startups aus der Hansestadt beschäftigt hat. Nur ein Teil des Interviews ist in den Printartikel eingeflossen, sodass ich es schade gefunden hätte, die aus meiner Sicht interessante Story hinter Juicies nicht auch für einen ausführlicheren Beitrag auf Apfeltalk zu veröffentlichen.

Zweitens kam zuletzt im Forum vermehrt Kritik an der Redaktion bzw. der Auswahl der Themen im Magazin auf. Insofern hielt ich dieses Interview, abseits von News, Gerüchten und Update-Meldungen, auch für eine willkommene Abwechslung im täglichen Artikelstrom.

Drittens ist dieser Artikel aus keiner Gefälligkeit heraus entstanden. Im Gegenteil: Ich selbst lese gerne und viel über die Entwicklung von Internet-Startups. Ich selbst bin auf Hannes zugegangen; auch, weil er mit Laurens und seinem Startup wie ein Teil der Redaktion aus Bremen stammt. Ich kannte Juicies (und auch die Menschen dahinter) bis vor einigen Wochen selbst nicht – mich hat dieses Thema einfach nur interessiert. Schade, dass das einige der Leser hier im Magazin nicht so sehen. Aber das gehört dazu.

Auf einzelne Kommentare und die mitunter bestimmt auch berechtige Kritik möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Die eigene Meinung steht freilich jedem zu. Was mich jedoch stört, ist, dass einige der Leser behaupten, der Artikel spreche offenbar von "bahnbrechender Erfindung", "innovativer Heldentat" oder einer sonstigen "Neuerung". Das trifft einfach nicht zu – weder der Artikel bringt diese Message herüber noch hat Hannes mir gegenüber die Kabel in irgendeiner Weise als solche verkauft. Die beiden hatten vor zwei Jahren einfach nur eine Idee für ein Produkt und dank Kickstarter anscheinend auch einen Bedarf dafür.

Schade, dass das Feedback für den Artikel so durchwachsen ausfällt. Ich habe es als Abwechslung gesehen. Dass jetzt von Gefälligkeiten gesprochen wird, enttäuscht zusätzlich. Denn eigentlich hatte uns Hannes noch zwei Kabel zum Verlosen angeboten.
 
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Hoffentlich verlost Ihr die 2 Kabel dennoch, mein Originalkabel hat gerade nach etwas mehr als 2 Jahren den Geist aufgegeben ;-)


Ansonsten kann ich nur sagen, daß das seit längerem einer der ersten Artikel war den ich komplett gelesen habe.
Das Thema Kickstarter ist für mich immer interessant und die Zusammenarbeit über eine größere Entfernung birgt natürlich ganz andere Schwierigkeiten, das habe ich selbst schon erleben dürfen.

Mich interessiert die Geschichte und ich sehe der Sendung am Freitag(?) gespannt entgegen