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Internet via Satellit ?

Frank SoS

Akerö
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Hallo zusammen..
..der ich fern eines Ballungszentrums wohne, habe ich eine 2000er-Leitung ohne Aussicht auf Besserung.
Hatte mich vor ein paar Jahren mal über Netz via Satellit informiert, was mich aufgrund von Erfahrungsberichten seinerzeit nicht überzeugen konnte.
Ich wüsste gern ob Jemand Erfahrungen in diesem Bereich hat ?
 
Vergiss die Geschichte.
Der Uplink (also auch alles was du ins Netz schickst und jede Seite die du aufrufst) wird weiterhin über den guten alten Klingeldraht geschickt. Nur der Downlink kommt aus dem Weltall. Das erzeugt grausige Delays und Ping-Zeiten.

Ein echter Upload via Satelit ist für Privatleute unbezahlbar und erfordert einen recht großen Spiegel samt dazu gehöriger aufwändiger Technik beim Kunden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hast du dich schon lokal umgehört, ob andere Leidensgenossen im Outback auch dem Schicksal Bauern-DSL entfliehen wollen? Vielleicht gibt es ja schon Menschen, die an einer privat finanzierten Richtfunklösung arbeiten. In einigen Taunusgemeiden haben frustrierte Bürger sich mit Unternehmen zusammen geschlossen und eine lokale Lösung geschaffen.
Bis die GroKo nämlich mit ihrem zuständigen Mauttroll "Infrastruktur" Minister bezüglich einem Netzausbau etwas auf die Reihe bekommt, kannst du lange warten. Es sei denn du wohnst in Bayern, denn da werden Amigos bevorzugt.
 
Der Uplink (also auch alles was du ins Netz schickst und jede Seite die du aufrufst) wird weiterhin über den guten alten Klingeldraht geschickt.

Das stimmt so (nicht) mehr. Inzwischen bieten die meisten Anbieter die "Zwei-Wege-Technik" an... sprich empfangen & senden über den Satelliten. Das ist auch kein Problem. Die Tarife unterscheiden sich je nach Anbieter. Aber wenn ich richtig informiert sind, kosten die Flatrates so um die 50 Euro, meistens um die 20MB/s Datendurchsatz.

Hier mal eine nette Übersicht:
http://www.dslweb.de/dsl-ueber-satellit.php

Schau mal in meinem Link in die Kategorie "Zwei-Wege-Technik"... dort findest Du als Beispiel 3 aktuelle Anbieter, wie skyDSL, starDSL und Co.....

Nachteile hast Du zwei gravierende. Satellitenschüssel ist eben stark Wetter abhängig. Die Ausfallquoten sind deutlich höher als bei einer Kabelleitung. Schlechtes Wetter kann Totalausfall bedeuten und/oder deutlich reduzierte Sende/Empfangsleistung. Ebenso kannst Du Satellit für schnelle Multiplayerspiele vergessen - außer Du willst auf einmal Tod in der Ecke liegen, weil vor 2 Sekunden Dich einer umgeschossen hat... was Du nicht mitbekommen hast ...

Wie schaut es mit LTE aus bei Euch?
 
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nzwischen bieten die meisten Anbieter die "Zwei-Wege-Technik" an... sprich empfangen & senden über den Satelliten.
Das geht auch.
Allerdings nur so lange es nicht regnet oder Schnee fällt. Die Uplink-Sendeleistung ist bei diesen Privatkunden-Anwendungen derart niedrig das dies reines Schönwetter-Internet ist.

Glaubts mir, ich habe das bei einem Kunden am Ende der Welt ein halbes Jahr versucht. Schrott im Quadrat und alles außer stabil.
 
Das hatte ich ja geschrieben... bezüglich den Nachteilen...
 
Das hatte ich ja geschrieben
Sorry, da hab ich bereits schneller geschrieben als den vorhergehenden Text bis zum Ende zu lesen.

Alternativ sollte man vielleicht auch einmal beim Kabelanbieter anfragen. Wenn ein Kabel in der Nähe liegt bieten häufig Provider gegen eine recht faire Eigenbeteiligung einen Anschluss ans TV-Kabelnetz an.
 
Kabel ist die eine Alternative, die andere DSL-Ram mit VoIP. Hier wird die Frequenz die sonst für Sprache verwendet wird zusätzlich für Daten genutzt. Kann sich bei 2 auf 6 Mbit steigern. Der Upload wied ebenfalls besser. Bei mir wurden es zwar nur 3 Down aber 2 Up und damit kann ich gut leben. Große Dateien (Mavericks oder Yosi) über Bekannte oder Arbeitgeber laden.
 
..vielen Dank für die Infos. Diese decken sich überwiegend mit meinen Infos vor zwei/drei Jahren = keine wirkliche Alternative.
Komm grad ausm Dänemark-Urlaub und da hat ja praktisch jedes Ferienhaus Netz via Satellit, was erneut gut funzte ..daher meine Überlegung.
Kabel wäre meine erste Wahl aber mir scheint das aufm Dorf illusorisch, werd mich aber nochmal schlau machen.
 
Nein, in D ist leider ein wenig anders. Wirklich gut funktionierende Sky-DSL-Lösungen werden ausschließlich für Geschäftskunden zu entsprechenden Preisen (ab mehrere hundert Euronen) angeboten.

Gerade auf dem flachen Land ist die Kabel-TV-Infrastruktur teilweise deutlich besser ausgebaut als die bis zu 80 Jahre alten Klingeldrähte der rosa Telekomiker. Ironischerweise ziehen diese aber dann nach wenn ein alternativer Anbieter eine Gemeinde mit schnellem Internet versorgt.
 
Zitat: "..als die bis zu 80 Jahre alten Klingeldrähte der rosa Telekomiker."
..du kennst meine Verbindung zur Aussenwelt guut :-)
 
Warum?
Auch wenn man dies in keinem Hochglanzprospekt dieses trägen Vereins liest: Über 60 % des Kapitals (also des verbuddelten Kabels) sind mehr als 50 Jahre alt. Die Adern sind papierisoliert (!!!) und ein Tropfen Feuchtigkeit ruiniert jede Möglichkeit hier hochfrequente DSL-Signale zu übertragen.

Zugzwang zur Modernisierung sieht man offenbar nur dort wo Mitbewerber ein besseres Angebot machen. Da kann Mutti so viele "Online-Offensiven" verkünden wie sie will. Man befriedigt lieber die Aktionäre anstatt dem Privatkunden, und dieser stellt mittlerweile das größte Klientel, vernünftige, zeitgemäße Produkte anzubieten.

Geschäftskunden sind in der Mehrzahl längst bei flexiblen Anbietern die sich nicht in Beamtenmentalität und gruseligen Verwaltungsstrukturen selbst im Weg stehen.
 
Ich wohne ebenfalls im OutBack und bei uns gab es vor einigen Jahren genau das gleiche Problem. Die Telekom war nicht bereit die notwendigen Investitionen zu tätigen, weil es (angeblich) zu wenig Interessenten gab. Wir haben das dann so gelöst, dass die Gemeinde einen Teil, die am schnellen DSL interessierten Anwender einen Teil und die Telekom den Rest der Investitionskosten übernommen hat. Das waren dann pro Interessenten 85€ (und für Gewerbebetriebe 120€). Die 85€ waren schnell verschmerzt und für die Gemeinde war das auch wichtig, weil man ohne schnelles Internet heutzutage keinen Gewerbebetrieb in die Gemeinde locken kann.
Vielleicht kannst du oder andere Interessenten bei einer öffentlichen Gemeindesitzung einen entsprechenden Antrag stellen ob es bei euch in ähnlicher Weise möglich ist. Die Gemeinde profitiert schließlich auch davon.

MACaerer
 
@Farafan
..du hast mich missverstanden. Ich wollte das nicht anzweifeln sondern bestätigen. An genau so einem Draht "hänge" ich.
Mein Haus wurde 1936 gebaut, der Draht wirkt nur unwesentlich jünger :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
also wir haben Glasfaser :D und viele Einwohner haben wir auch nicht gerade.... Aber bei uns hat das auch KabelBW geregelt und nicht die Drosselkom
 
@MACaerer: vom Prinzip ne gute Idee, allerdings gilt ne 2000er-Leitung hier bereits als "schnelles Internet" :-)
Garkein Netz oder 56k-Niveau sind keine Seltenheit.
Seit letztem Jahr haben wir guten LTE-Empfang ..die angebotenen Datenkontingente sind für den Hausgebrauch allerdings ein Witz im Vergleich zur echten Flatrate.
 
Dann greif bei LTE zu.

Ich habe dies bei einer Freundin kurz vor dem Ende der Scheibe eingerichtet und ich muss sagen das geht echt prima. 25000-30000/2000 sind eigentlich immer drin. Und das Volumen ist nur eine Frage des Preises.
 
Vielleicht meldet sich auch jemand der selber Satelliten DSL hat und berichtet aus erster Hand und hilft dem TE dadurch ;)
 
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Ich wohne in Schottland. Habe meinen Hauptwohnsitz in Aberdeen wo es natürlich kein Problem mit DSL gibt. Jedoch haben wir ein kleines Ferienhaus in den Highlands, und wir kriegen Internet über Satellit, das ist an sich mit dem jetzigen Anbieter relativ bezahlbar. Das Internet ist sogar recht schnell, jedoch sind die Ping Zeiten etwas träge, es taugt also nicht für schnelle Computerspiele etc, weil man quasi in der Vergangenheit hängt :).
 
..Ping ist nicht relevant, gedaddelt wird nur auf der Konsole.
Technisch scheint Sat-Internet kein Thema ..sehe das Problem eher beim deutschen Anbieter.