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Im Test: Kingston DataTraveler Vault Privacy Edition

Dieses Thema im Forum "Magazin" wurde erstellt von .holger, 22.05.09.

  1. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    [preview]Schon im vergangenen Monat haben wir einen Hardwareverschlüsselten Datenspeicher unter die Lupe genommen, für viele ist eine verschlüsselte Festplatte etwas zu viel des Guten, so dass wir uns dieses Mal einen 256bit AES-verschlüsselten USB-Stick der Marke Kingston ansehen möchten. Etwas größer als USB-Sticks ohne Verschlüsselung kommt der Kingston DataTraveler Vault Privacy Edition (kurz DTVP) in einem Aluminiumgehäuse daher. Die Maße des Sticks sind mit 78 mm x 22 mm x 12 mm jedoch locker im Hosentaschenformat und bis auf den Aufdruck verrät auch nichts die Technik, die im Innern steckt.[/preview]

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    Beim Einstecken des Sticks wird ein Volume gemountet, das sowohl ein Mac-, ein Windowsprogramm, sowie eine englischsprachige Anleitung beinhaltet. Leider liegt für andere System kein spezielles Programm vor, so dass man mit dem Stick auf einem Linux, Solaris, OpenBSD oder anderen Systemen aufgeschmissen ist - schade. Wenigstens muss nichts installiert werden, die Programme für Mac und Windows lassen sich vom Stick aus starten.

    Startet man das Programm für den Mac wird man, nach Wahl der Sprache und dem Akzeptieren der Programmlizenz, aufgefordert ein Passwort für den Stick anzulegen. Das Passwort muss zwischen 6 und 16 Zeichen lang sein und mindestens drei Arten von vier erlaubten Zeichenarten (Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen) enthalten. Nach Eingabe von Besitzinformationen wird daraufhin der Stick formatiert und gemountet.

    [​IMG]


    Das DTVP Programm wird auch zum mounten des Sticks im späteren Gebrauch genutzt, wobei dann im Programm nur das angelegte Passwort eingegeben wird. Warum die Macversion des Programms in einem Unterordner liegt ist uns schleierhaft, da es die Benutzung des Sticks unnötig verzögert. Auch die Art wie das Programm aufgebaut ist, lässt darauf schließen, dass die Programmierer sich nicht sehr mit Macprogrammen auskennen, statt in der Menüleiste die verschiedenen Optionen anzubieten, lässt sich das Programm nur über das Dock benutzen, unter Windows ist man Menüs im System Tray gewohnt, unter Mac OS sind Menüs im Dock zwar oft vorhanden aber meist eher eine Zusatzoption.

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    Gibt man beim Mounten des Sticks 10 Mal ein falsches Passwort ein, greift auch hier eine Art Selbstzerstörungsmechanismus, bei dem das Datenvolume unbrauchbar wird. Startet man das Programm danach erneut muss ein neues Passwort angelegt werden.

    [​IMG]


    Wie auch schon die verschlüsselte Festplatte unterziehen wir den Stick einem Geschwindigkeitstest mit Hilfe des OpenSource Programms 'Xbench'. Hierbei erreicht der Stick im Sequentiellen schreiben 16,83 MB/s, beim Lesen 33.18 MB/s, was sogar die Herstellerangaben mit 24 MB/s lesen und 10 MB/s schreiben übertrifft. Beim zufälligen Beschreiben der Blöcke war der Stick auffällig langsam.

    [​IMG]


    Natürlich überprüfen wir auch den DTVP mit dem Tool Data Rescue II daraufhin, ob sich die Dateien, die verschlüsselt abgelegt wurden wiederherstellen lassen, dies ist jedoch nicht der Fall, Data Rescue findet unsere abgelegte Textdatei nicht.

    Bis auf die Einschränkung auf Mac OS X (Tiger und Leopard) sowie Windows (2000, XP und Vista) ist an dem Kingston DataTraveler Vault nichts auszusetzen.

    Der DTVP ist in den Größen 2GB (~75 Euro) bis 32GB (~600 Euro) verfügbar, er ist laut Herstellerangaben Wasserdicht und kommt mit fünfjähriger Herstellergarantie.

    Weitere Informationen gibt es direkt auf der Webseite von Kingston.
     

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    #1 .holger, 22.05.09
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.05.09
  2. computerschreck

    computerschreck Kleiner Weinapfel

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    Sehr schön und sicher auch praktisch, aber so paranoid bin ich noch nicht, dass ich über 70€ für einen 2GB-Stick ausgeben will. Da muss unser Gollum auf Rädern (aka Schäuble) noch ein paar kranke Ideen liefern, aber im Moment.... Nein.
     
    Chezar gefällt das.
  3. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

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    Einen 2GB USB Stick für ~75 EUR? [​IMG] Auch wenn darauf eine Verschlüsselungssoftware läuft… also bitte.
     
  4. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    wenn Du vertrauliche Kundendaten transportieren möchtest, dann ist das meiner Meinung nach voll und ganz gerechtfertigt.
     
  5. Inum

    Inum Englischer Kantapfel

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    Ein verschlüsseltes .dmg ist günstiger.
    Auch auf meinem 32GB-USB-Stick.
     
  6. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    aber nicht unter Windows lesbar - ich selber mach das zwischen Macs auch mit dem dmg…
     
  7. James Grieve

    James Grieve Holländischer Prinz

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    Dann tut's auch ein verschlüsseltes Image aus dem Festplattendienstprogramm auf dem Stick. Wobei das zugegeben auf Windows kompliziert wird.
     
  8. drok

    drok Klarapfel

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    Oder ein True-Crypt-Container. Läuft sogar auch unter Linux.

    Edit: Natürlich kann man es nicht direkt vergleichen, da es 2 verschiedene Arten der Verschlüsselung sind. Es kommt auf den Einsatzbereich an, aber ich denke, dass in vielen Fällen ein TC-Container ebenso ausreichend ist.
     
    #8 drok, 22.05.09
    Zuletzt bearbeitet: 23.05.09
  9. ZENcom

    ZENcom Goldener Apfel der Eris

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    In der Tat. :)
     
  10. SilentCry

    SilentCry deaktivierter Benutzer

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    Danke für den Artikel.
    Ich möchte in dem Zusammenhang auch auf die Blockmaster-Sticks hinweisen: http://www.prosoft.de/produkte/safestick/index.html
    Die Preise sind ähnlich http://www.prosoft.de/web4archiv/objects/download/pdf/preislistesafestickab20_03_2009.pdf
    ABER man kann sich einen 4GB "Schnupperstick" um 45 Euro bestellen. (Mein 512er war überhaupt gratis zum Testen.)
    Ein (noch in der Version unter 1.0 und beschränkt tauglich - vor allem, wenn der Stick noch kein PWD hat) Mac-Programm gibt es hier: www.blockmasterupdate.se/cust/latest/
    Diese SW habe ich getestet. Vorweg: Die Kingston-SW ist (dem Bericht hier zufolge) dem Blockmaster-Mac-Port weit überlegen (keine Treiberinstallation, Selfdestruct geht, Neuvergabe des PWD geht).

    PS: Wer gemountete TrueCrypt-Container mit dieser Hardwarelösung vergleicht sollte sich bewusst sein, dass das nicht den gleichen Kriterien unterliegt. Bei dem Stick übernimmt die Elektronik am Stick die Ver-/Entschlüsselung und die Schlüsselverwahrung. Im Betrieb ist also der Key nicht im RAM.
     
  11. drlecter

    drlecter Wöbers Rambur

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    man könnte den Stick einfach für die kleinen Datenmengen und für den TrueCrypt Schlüssel benutzen *G*
     
  12. Burt

    Burt Roter Delicious

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    Das habe ich auch bei meinem 4gb Usb Stick der mich geschlagene 7€ gekostet hat, die Antwort ist hier ja schon gefallen und heißt TrueCrypt. Es benutzt auch die 256bit AES Verschlüsselung und ist zudem auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

    Ich habe meinen Usb Stick partitioniert, auf der kleineren Partition liegt eine portable Version von Truecrypt für Windows und das *.dmg für Macs...


    burt
     
  13. SilentCry

    SilentCry deaktivierter Benutzer

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    Nochmal: Eine HW-basierte Verschlüsselung ist nur innerhalb enger Grenzen mit einer SW-Lösung wie TC vergleichbar. Ich werde meinen Nick bald ändern in "FrozenRAM", so oft, wie ich das erwähnen muss (will niemand hören weil es defacto alle SW-Lösungen bei einem laufenden System zur Nutzlosigkeit degradiert.)

    Einzig der Preis ist einfach zu hoch. um das Geld eines 16GB-Drives bekommt man schon das Amacon Data Locker Drive (Klick) mit der 10-fachen Kapazität (das sich dadurch auch als Ziel für Timemachine eignet.)
    Ich verstehe die Preisgestaltung auch nicht. Soll die Verschlüsselungshardware 50 Euro draufschlagen, meinetwegen. Dann dürfte jeder Stick egal welcher Kapazität nur 50 Euro mehr als das entsprechende Pendant ohne HW-Verschlüsselung kosten. Aber nicht ein Vielfaches davon. Die Hardware zum Verschlüsseln ist sicher überall gleich, nur eben mehr Flash-Speicher verbaut.
     
  14. Inum

    Inum Englischer Kantapfel

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    Und du hast überall bei Windows auch Adminrechte?
     
  15. Patrick Rollbis

    Patrick Rollbis Moderator Betriebssysteme
    AT Moderation

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    Zum Glück gibt es TruCrypt.
    Vollkommen überzogen, was Kingston da abzieht.

    Oder man nimmt ein einfaches RAR Image und verschlüsselt das ordentlich. Hilft zur Not auch.
     
  16. Vjay

    Vjay Süssreinette (Aargauer Herrenapfel)

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    Wichtig wäre, wo ist der Selbstzerstörungsmechanismus eingebaut, in der Software oder im Stick?
     
  17. BlackPit

    BlackPit Weigelts Zinszahler (Rotfranch)

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    mich hätts ma interessiert ob das wasserdicht stimmt ;)
    das hättet ihr mittesten können, ansonsten sehr toll geschrieben
     
  18. .holger

    .holger Geflammter Kardinal

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    Wenn der Hersteller das Teil nicht zurückhaben wollen würde, hätte ich das auch getestet.
     
  19. James Grieve

    James Grieve Holländischer Prinz

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    Naja, wenn das da draufsteht, dann sollte der das auch aushalten. -> Testen :)
     
  20. cosmic

    cosmic Zwiebelapfel

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    Stimmt, das sollte doch möglich sein?? !!
     

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