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Hat jemand einen Jack Russell Terrier ?

Dieses Thema im Forum "Café" wurde erstellt von Bajuware, 19.06.09.

  1. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Ich überlege mir schon lange ob ich nicht nen Hund holen soll, vorzugsweise nen Jack Russel Terrier, die mir von Größe / Menthalität und Aktivität sehr entgegen kommen. Da meine neue Wohnung eher ländlich liegt, drängt sich mir der Gedanke natürlich immer stärker auf.

    Da ich hier niemanden mit nem Jack Russel Terrier kenne, mal die Frage an euch, wer hat einen ?
    Ich hätte nämlich noch ein paar Fragen ... will ja wohl überlegt sein.
     
  2. proteus

    proteus Langelandapfel

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    Einige meiner Bekannten sind auf Jacks umgestiegen. Sehr agile und aktive Hunde. Aber..
    extrem raubzeugscharf, dh. die reissen auch Schafe wenn sie können und jagen alles, was im Wald vier Beine hat. Hyperaktiv und kaum zu bändigen, sehr neugierig, tlw. recht aggressiv. Legen sich auch mit größeren Hunden an, aber auf eine Art, die Gegenreaktion provoziert. Meiner hat mal fast einen verschluckt.
    Zwar Rudelhunde, aber nicht wirklich Familienhunde, brauchen eine feste und erfahrene Hand. Wenn du noch keinen Hund hattest, solltest du es dir gut überlegen. Neigen, wie Bullterrier auch, zu Hautkrankheiten. Einige Linien haben vermehrte Taubheitsfälle.
    Alles in allem ein netter EInMann Hund, der gnadenlos viel Bewegung braucht ( selbst mit dem Fahrrad nicht totzukriegen ) und sich dadurch auch verbraucht, intelligent, scharf, mutig, eigensinnig.
     
    le_petz gefällt das.
  3. Jenso

    Jenso Zehendlieber

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    Ich stimme proteus zu, alle seine Vorbehalte (und seine positiven Bemerkungen) sind richtig - sie gelten allerdings letztlich für fast alle Terrier-Rassen!
    Terrier sind ja von Haus aus Jagdhunde (für die Erdarbeit, wie der Name schon andeutet); damit sind ihre Aufgaben im Grunde festgelegt, was aber nicht hindert, daß sie auch andere Felder (Begleithund, Wachtposten usw.) ausfüllen könnten: aber eben immer vor dem Hintergrund der „festen Hand“, was letztlich auf „Erfahrung mit Hunden“ hinausläuft.

    Wegen ihres gefälligen Körperbaus, der teilweise rasanten Trimmung (Frisur!) und ihres lebhaften Temperaments sind Terrier immer wieder neben ihrer eigentlichen jagdlichen Aufgaben zu Mode-Begleithunden geworden: insgesamt ist dies eher ein Mißverständnis, welches teilweise traurige Folgen zeitigt.

    Man sollte also wissen, worauf man sich einläßt - wenn man dies will und die Ansprüche des Tieres erfüllen kann (15 Jahre lang!), dann wird man auch mit weniger pflegeleichten Rassen glücklich.
    Bei auch nur leichten Vorbehalten sollte man sich erstmal keinen Hund anschaffen und erst dann, wenn der Wunsch dauerhaft bestehen bleibt, die Rassenauswahl gründlich überdenken.

    Seit 40 Jahren nie ohne Hunde
    Jens
     
  4. Annette0705

    Annette0705 Klarapfel

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    Kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Der Terrier an sich und der JRT im besonderen sind ganz speziell ... sehr agil, viele sind Reitbegleithunde ... extremes Selbstbewustsein, um es mal diplomatisch auszudrücken ;)

    Gibt es bei dir in der Nähe eine Hundewiese/Hundeauslaufgebiet? Dann geh da doch mal öfter hin und schau Dich um, sprich mit den Besitzern von Jackis, wenn welche dort sind.

    Viel Glück bei der Entscheidung :)

    Hunde sind was Tolles finden
    Annette + Cocker Spaniel Basti :-D
     
  5. h0sch1

    h0sch1 Braeburn

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    Hi

    Ich habe 2 (4 und 5 Jahre alt).

    Meine Erfahrungen:
    - Kommen sehr gut mit meinem kleinen Sohn (1 Jahr alt) klar.
    - Haben noch nie gewildert
    - Verstehen sich super mit den 2 Katzen bei uns auf dem Hof
    - Brauchen sehr sehr viel Auslauf
    (Laufen auch ohne Probleme mal 30km mit den Pferden mit und spielen danach noch)
    - Hundeschule am Anfang ist pflicht
     
  6. eXiNFeRiS

    eXiNFeRiS Akerö

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    Meine Eltern haben einen und dieser hat sich nach einem Jahr "Raudi-Phase" (Welpe halt) zum bravsten Hund der Welt entpuppt. Man kann fast sogar schon sagen er ist ein Schoßhund geworden. Er hat keinerlei Eigenschaften der Vorredner. Es kommt halt auch immer darauf an wie und in welchem Umfeld er erzogen wird.
     
  7. proteus

    proteus Langelandapfel

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    Sorry, aber Quatsch. Ein Hund ist ein Hund und die Gene bestimmen sein Wesen. Deswegen sind Golden Retriever auch eigentlich denkbar ungeeignete Familienhunde ( 40 % aller Beissunfälle gehen auf das Konto von sgn. Familienhunden ) und ein Terrier hat immer Raubzeugschärfe und Mut im Wesen.
    Dackel hören nicht so schlecht auf Kommandos, weil sie doof sind, sondern gezüchtet wurden um unter der Erde allein auf sich gestellt Dachse zu stellen.
    Man muss sich nur anschauen, wofür ein Hund "gemacht" wurde, das hat er immer drin.

    Natürlich spielt Erziehung, Haltung und soziales Umfeld, wie bei jedem Lebewesen, eine Rolle. Aber der Charakter wird dadurch nicht verändert, nur kanalisiert.
    Und mit seinem Hund in die Hundeschule zu gehen ist so wie seine Kinder vom Nachbarn erziehen zu lassen.
     
  8. Karud

    Karud Weißer Winterglockenapfel

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    Jack Russel sind abartige Kraftpakete. Unterfordert man sie, kann ich mir durchaus vorstellen das sie ihre eigenen Wege finden sich auszupowern. Als Ersthund halte ich sie auch für ungeeignet. Geh doch mal ins örtliche Tierheim, da gibt es schon etwas ältere Hunde (sechs Monate bis ein Jahr), wo sich deren Wesen erahnen lässt. :)
     
  9. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Also ich habe bereits Kontakt zu einem Züchter, den ich auch schon 2mal besucht habe. Ich möchte unbedingt einen Glatthaar/Kurzhaar JRT, deshalb der Kontakt. Hyperaktivität konnte mir der Züchter nicht bestätigen, mit 2 Stunden Auslauf pro Tag und der Möglichkeit eines Gartens, bzw. nebenzu spielen, seien die Hunde sehr fein ausgelastet.

    Aggressivität konnte ich bei seinen JRT gar nicht feststellen, weder untereinander noch zu fremden, alles in allem sehr liebe und verspielte Tiere.

    Da der Kleine in Zukunft ja die ganze Zeit bei mir sein wird ( Büro, Kundenbesuche, etc. ), überleg ich mir natürlich schon das ein oder andere.

    Eine große Wiese zum Auslauf ? Ich hab das ländliche Allgäu vor der Tür, beginnend im riesigen Garten, an Auslauf und Abenteuer dürfte es hier nicht fehlen.

    Hundeschule hab ich bereits öfter mitgemacht, wir hatten immer Hunde. Erst Schäferhunde, dann zwei Dobermänner, einen dumm-treuen Labrador Retriever und aktuell einen mittelgroßen Bastard aus der Slowakei, der Wolf und noch ein zwei andere Mischungen drin hat. Ich müsste lügen, ich kenn die Mischung nicht 100%ig - da eben auch der Hund meiner Eltern.

    Das JRT zwangsweise aggressiv sind, das will ich irgendwie nicht glauben. Was ich so gelesen habe sind es verspielte aber sehr treue Hunde, die gut mit anderen klar kommen ?

    Mich würde mal interessieren:
    - was füttert Ihr euren JRT ? Nur Trockenfutter, kommen die klar damit ?
    - wieviel Auslauf ( wirklichen Auslauf mit der Leine spazieren gehen ) bekommen eure JRT pro Tag
    - kommen die Hunde damit klar, das eben keine Kinder und tausend Leute den ganzen Tag umher sind, also nur mit einer Bezugsperson ?
    - sind eure JRT aggressiv ? oder haben Anzeichen ?
    - wie agil sind die JRT im Alltag ( mitnehmen ins Cafe, zu Kunden, im Auto - ich hab in ein paar Wochen wieder einen Z4, da is nix mit Hundebox ) ?
     
  10. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Döp, nö! Ist nicht der erste Hund und so sehr ich es für gut befinde, das es Leute gibt die sich die Hunde aus dem Tierheim holen, ist das nix für mich. Der Hund muss von Anfang an auf mich fixiert sein und von Anfang an den Alltag von mir kennen. Zumal ich einen Begleiter in einem Hund sehe, kein Eigentum. Sprich ich addoptiere ein künftiges Familienmitglied, das ich auch wieder, wie auch die Hunde meiner Eltern zuvor, aufwachsen sehen möchte, das ich erziehen kann, von daher kommt ein Tierheim nicht in Frage - überhaupt nicht.

    Wobei der Züchter zu dem ich aktuell Kontakt habe, der gibt die Hunde nicht direkt nach dem Wurf ab. Erst nach 12 Wochen. Selbstverständlich hat man zu dem kleinen während dieser 12 Wochen Kontakt - aber erst nach 3 Monaten wird er komplett abgegeben.
     
  11. Karud

    Karud Weißer Winterglockenapfel

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    Sry, habe ich so verstanden, dann sollte das ja kein Problem darstellen. :)

    Sry, aber das ist Schwachsinn. Es liegt in der Natur eines Rudeltieres sich so eng wie möglich an sein Alphatier zu binden, wechselt das Rudel, wechselt das Alphatier (natürlich kann man einen Hund nicht von heute auf morgen und beliebig oft umpolen, aber das geht auch bei einem Welpen nicht). Hierzu gehört natürlich, dass das Tier den Menschen als dominant sieht und merkt das der Mensch keine Zweifel an der Rangordnung hat.

    PS.: Und das ein Züchter dir sagt, dass seine Tiere ganz und gar keine negativen Gene haben ist ja auch irgendwie klar, oder? Sollte sich das nämlich in der „Szene" als Argument festsetzen kann er mit seinen Tieren sicher alles, aber nicht mehr züchten. ;)
     
  12. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Ne das ist kein Schwachsinn. Ich habe nämlich nur für "mich" gesprochen und wenn für mich kein Tier aus dem Tierheim in Frage kommt, dann hat das sicherlich seine/meine Gründe. Die lass mir bitte. Ich habe ja ausdrücklich darauf hingewiesen das ich addoptionen aus dem Tierheim für gut befinde, es für mich allerdings nichts ist.

    Und ja, der aktuelle Bastard ist auch über eine Art Tierheim in unsere Familie gekommen. Natürlich hat er sich in die Familie integriert, frag aber nicht was wir Jahrelang für Probleme hatten, weil seine Vorgeschichte unbekannt war und der arme einen harten Weg hatte. Solch ein Szenario möchte ich nicht durchmachen, dafür hab ich auch nicht die Zeit und Kraft.

    Außerdem fällt da schon der Punkt weg: ich möchte Ihn aufwachsen sehen.

    Naja es ist kein "Hauptberuflicher" Züchter. Die haben zwar auch schon Preise abgeräumt, aber der Hauptgrund ist die Liebe zu den Tieren. Die Familie hat 2 kleine Kinder und die Tiere sind unter Tags mit im Haus/Garten/mit den kleinen auf dem Zimmer. Also wenn das nicht die Aussagen anschaulich bestätigt weiss ich auch nicht.

    Aber ich habe ja gefragt, an die JRT Besitzer: haben eure Hunde aggressive Auffälligkeiten oder Phasen ? Wie verhalten sich die JRT im Umgang mit fremden Menschen, Kindern, Hunden.

    Ich bin auch der Meinung das es keine "Grundsätzlich" gestörten Hunde gibt, das liegt an den Haltern. Genauso wie aufmüpfige Kinder gut erzogen sein können und Ihre Grenzen kennen, sofern man in der Lage ist und über das Wissen verfügt Kinder richtig zu erziehen.

    Das es Hunde gibt, die durchaus anfälliger sind, das ist mir bewusst. Aber ein JRT, mein Eindruck von den Tieren ist, das man die schon zur Gewalt führen muss. Für mich sind das kleine Powerpakete, kindlich verspielt - aber aggressiv ?
     
  13. Karud

    Karud Weißer Winterglockenapfel

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    Also ich weiß nur, dass ein Jack Russel einmal einen Schäferhund den ganzen Tag genervt hat, was für den armen Schäferhund darin gipfelte, dass ihm in die Eier gebissen/gezwickt wurde. :D Ansonsten habe ich in der Hinsicht überhaupt nichts negatives über die Art von den Bekannten gehört oder festgestellt.

    Zum Rest: Ist akzeptiert. :)
     
  14. eXiNFeRiS

    eXiNFeRiS Akerö

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    Der von meinen Eltern veträgt sich mit anderen Hunden, Menschen (auch Kinder) und ist absolut umgänglich. Keine Spur von aggressivem Verhalten.
     
  15. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Ja, das durfte ich auch schon verfolgen. Tiere die Ihre Ruhe haben wollen und verspielte JRT sind wohl nicht der beste Mix :) Ich denke das die JRT das gar nicht bewusst provozieren, die wollen einfach nur spielen. Das Hunde mit anderen Persönlichkeiten darauf dann auf Ihre Art reagieren kann ich durchaus verstehen.
     
  16. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Deine Eltern sind schon in Rente ? Ruhiger Tagesablauf oder eher viel Aktion ?
    Wieviel Zeit laufen die mit Ihm pro Tag ? lassen Sie Ihn im Garten frei springen, kann er sich mit sich selbst beschäftigen ?
     
  17. eXiNFeRiS

    eXiNFeRiS Akerö

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    Ja sind in Rente. Sehr ruhiger Tagesablauf. Es gibt einen mittelgroßen Garten indem er sich mal etwas austoben kann und mein Vater geht einmal am Tag mit ihm um den Block. Ansonsten beschäftigt er sich mit sich selbst, mit seinem Spielzeug oder wenn ich mal da bin mit mir ;)
    Wenn er sich mit mir beschäftigt ist das dann aber eher eine Schmuseorgie.

    PS: man muß dazu sagen..das erste Jahr war hart für meine Eltern. Da standen sie recht kurz vor einer Überforderung obwohl sie schon mehrere Hunde in ihrer Laufbahn hatten. Aber dann von jetzt auf gleich wurde es der bravste und umgänglichste Hund der Welt.
     
  18. Jenso

    Jenso Zehendlieber

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    Ich hatte weiter oben ja schon meinen Senf hinzugegeben, aber dort war noch nicht klar, daß Du Hundeerfahrung hast; insofern galten am Anfang des thread etwas andere Aspekte.

    Deine persönlichen Blickwinkel (Aufwachsen erleben, maximale Integration in Deinen Alltag) kann ich verstehen; ein jeder hat da seine Ideen und Vorstellungen. Vieles ist möglich.

    Ich selbst habe zeitweise 15 Hunde gleichzeitig besessen und war auch als Zuchtwart für den größten deutschen Rassehundeverband tätig; dadurch habe ich auch viele andere Züchter (ich selbst war früher recht aktiv: Huskies und Akita Inu) und deren Tiere kritisch kennengelernt.
    Nicht jeder Hobby-Züchter verdient den Namen, oft sind dies reine Vermehrer - damit meine ich, daß man erleben kann, daß mancher Hundehalter leider irgendwann auf die Idee verfällt, auch einmal sein Scheibchen vom Kuchen des Welpenverkaufs abzuschneiden. Dann spielen Kenntnis der genetischen Hintergründe nur eine geringe Rolle, oft wird hingegen das eigene Muttertier (aus Neigung bzw. Hunde„liebe“) für großartig und unbedingt zuchttauglich gehalten. Das Prozedere (Ankörung usw.) wird nicht immer gern gesehen, weil dies doch einen kritischeren Blick erfordert…

    ich will damit sagen, daß es sehr sinnvoll ist, sich anzuschauen, ob die Züchter schon Erfahrung mit Hundezucht haben und (wenn ja) sie vielleicht auch ihre Tiere realistisch in ihren Qualitäten einschätzen können. Die erwähnte „Hunde-Liebe“ verstellt den klaren Blick.

    Abgabe der Welpen sollte nicht zu früh erfolgen; währen der ersten Wochen wäre ein Leben der Welpen nicht nur mit dem Muttertier, sondern möglichst rudelhaft, ideal für die spätere Sozialisation in der Familie.

    Grundsätzlich finde ich (nach all den Jahren), daß ein Besuch der Hundeschule nicht so falsch ist. Das kann helfen, einige unbedachte Fehler zu vermeiden und hilft zumindest dem jungen Hund, sich in fremder Umgebung zu bewegen.

    Darüberhinaus muß ich der schlichten „Gene über Erziehung“-Mentalität engegentreten: Hunde/Wölfe sind nun einmal Rudeltiere mit einem sehr ausgeprägten Sozialverhalten (deshalb sind es ja so gute Hausgenossen): die Burschen sind lernfähig ohne Ende und wenn es spezielle „Anlagen“ gibt (Buddeln, Kläffen, Laufen, Apportieren, Hüten), so sind diese in den Linien von Terriern, Spitzen, Schlittenhaunden, Retrievern und Hirtenhunden) sehr gut verankert: aber alle (!) können wichtiges hinzulernen.
    Es gibt Schmusehunde, die „eigentlich“ Kampfhunde sein sollten, Schlitten ziehen müßten, Schafe zur Weide treiben und geschossenes Federwild herbeischaffen könnten - und man kann Gesellschaftshunde erleben, die eine Gefahr für die Umgebung darstellen.

    Überall finden sich Halter, die die besten Anlagen ihrer Tiere verderben können.

    Dem Hunde, wenn er wohl gezogen, ist auch ein weiser Mann gewogen (o.s. ä. Faust).
    Jens
     
  19. Bajuware

    Bajuware Oberösterreichischer Brünerling

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    Natürlich würde ich auch mit dem JRT wieder eine Hundeschule besuchen. Schließlich ist es auch hier wieder was anderes als bei all den anderen Hunden die wir bisher hatten. Die Schäferhunde wurden größtenteils von meinem Stiefvater erzogen, der hatte irgendwann mal nen Hundeführer gemacht, so hieß das wohl früher, heute ?!

    Die Dobermänner kamen aus einer Edelzucht und wurden dort aufgezogen. Die mit Abstand bravsten Tiere, die ich je kennen lernen durfte. Mit denen konntest du durch die Fußgängerzone gehen und sie vor dem Feneberg ohne Leine sitzen lassen. Kein Mucks, keine Bewegung. Sehr integriert, haben meinen Stiefvater, meine Mutter und mich gleichermaßen als Alphatier angesehen. Wobei ich sagen würde das Weibchen hatte einen sehr starken Bezug zu mir, das Männchen war sehr auf meine Mutter fixiert.

    Unser dumm-treuer war gar kein Problem. Das war vielleicht auch das Problem :) der wäre wirklich mit jedem mitgelaufen. Und Mickey unser Mischling aus der Slowakei kam mit einer extremen Störung. Im einen Moment super lieb und im anderen extrem scharf. Schon am Körperbau und an den Schultern sieht man das hier extrem viel Wolf drin steckt. Wenn der aggressiv wird, dann hat er einen richtig dicken Kamm auf dem Rücken und die Zähne/das fletschen, au weh! Mittelgroß aber an den trauen sich keine Hunde ran. Inzwischen ist er schon etwas älter und wird ruhiger. Er hat noch seinen eigenen Kopf.

    So eine Vorgeschichte bekommst du nie zu 100% aus nem Hund raus und das möchte ich nicht.
    Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, da möchte ich einen Freund und ein Familienmitglied das ich kenne, das mich kennt - das sein Leben lang nur auf eine Person fixiert sein muss.

    --

    nochmal zu den Züchtern. Sie wurden mir empfohlen. Es gab nämlich mehrere zur Auswahl. Die sind auch im englischen JRT-Verein/Zuchtverein irgendsowas. Die Tiere haben ansehnliche Stammbäume, auch wenn ich zugebe davon nicht sonderlich viel zu verstehen. Jedenfalls haben seine Hunde und Welpen massig Preise abgeräumt. Inzwischen machen die Zwei das aber auch schon seit über 20 Jahren. Nur mit JRT. Die führen auch jedes Welpen irgend so einem Typen vor, der dann die "Qualität" einschätzt. Was für ein unwort im Zusammenhang mit einem Hund.

    Mir geht es aber gar nicht so sehr um ein "Zuchttier". Auch wenn das jetzt sehr Oberflächlich erscheint, aber: ich möchte einen größtenteils weissen mit einem Farbfleck, so wie die orginalen JRTs. Es muss auch unbedingt ein Glatthaar/Kurzhaar sein. Ich bin da einfach zu Designverliebt, das ist bescheuert aber ich stehe dazu.

    --

    @eXiNFeRiS

    gut, etwas mehr Auslauf und Aktion hätte der Bursche bei mir schon. Nur interessehalber, reicht einmal um den Block und im Garten spielen denn aus ? und würdest du sagen es ist ein glücklicher und ausgelasteter Hund ?

    Versteh mich ned falsch, es geht mir nicht darum irgendwie den Umstand und den Ablauf deiner Eltern mit dem Hund anzuzweifeln, mich würde es nur interessieren. Weil ich von mehreren Leuten schon gehört habe, das Sie eigentlich nicht sonderlich aktiv mit Ihren JRTs sind und die Hunde auch ganz schöne Faulenzer sein können.

    Ich möchte einfach nicht das das eine Art "gezwungene" Faulenzerei wird. Wenn ein Tier auch ruhiger sein kann, dann ist das okay, wenn es allerdings nur wegen den Umständen träge wird, finde ich das schade.

    Wenn du kommst, dann geht der richtig auf ? und spielt voller Freude ? übertrieben oder kann er sich auch in deiner Anwesenheit mit sich selbst beschäftigen ?

    --

    Sorry für die vielen Fragen, aber ich möchte möglichst viele Eindrücke von verschiedenen Leuten hören. Schließlich hat man so ein Tier viele Jahre und man möchte nur das beste.
     
  20. eXiNFeRiS

    eXiNFeRiS Akerö

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    Wenn ich komme freut er sich wie jeder andere Hund zuvor auch den sie hatten...danach legt er sich einfach auf meine Beine, läßt sich streicheln und relaxt in den witzigsten Stellungen..auch mal auf dem Rücken liegend. Glaub mir...ich erkenne einen traurigen Hund auch wenn ich ihn sehe, er ist es definitiv nicht. Nichtsdestotrotz beschäftigt er sich auch weiterhin noch mit sich selbst, wenn ich da bin und er keinen Bock mehr auf relaxen hat.

    Ab und zu kann es mal passieren das Bekannte meiner Eltern sich den Hund mal schnappen, um einen ausgiebigen 1-stündigen Waldlauf bzw. Spaziergang zu unternehmen. Danach ist er dann ziemlich ausgepowert aber vom Verhalten her nicht anders als wenn er seinen täglichen kurzen Rundgang bekommt.
     

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