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Feature Happy Birthday Basic zum 50.

Michael Reimann

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Am 1. Mai 1964, wurde das erste Mal ein Basic-Programm gestartet. Das Programm bestand nur aus drei Zeilen Code. Basic hat seitdem eine sensationelle Erfolgsgeschichte in der Programmierung hinter sich. 1964 war es nicht selbstverständlich, einen Computer auf einfache Art und Weise zu programmieren. Entwickelt wurde Basic von Tom Kurtz und John Kemeny in den USA am Darthmore-College im Bundesstaat New Hampshire .[prbreak][/prbreak]

IBM-portable-PC-09.jpg

In der heutigen Zeit ist es kaum vorstellbar, angesichts unserer modernen Entwicklungsumgebungen, dass man damals in den sechziger Jahren nicht einfach an ein Terminal gehen konnte, um sein Programm laufen zu lassen. Programme wurden auf so genannte Lochkarten abgespeichert. Diese wurden abgegeben und das Programm wurde zu gegebener Zeit ausgeführt. Anschließend erhielt man das Ergebnis. Ein sehr mühseliger Prozess, denn man konnte nicht mal eben Fehler ausmerzen. Außerdem waren die verwendeten Programmiersprachen Fortran und Algol alles andere, als einfach zu verstehen.

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Tom Kurz (vorne) und John Kemeny - Die Erfinder von Basic.

Die damaligen Großrechner arbeiteten ein Programm nach dem anderen ab. Die Lage besserte sich erst, als das so genannte Time-Sharing-Verfahren eingesetzt wurde, bei dem Benutzer eine bestimmte Zeit des Großrechners zur Verfügung gestellt bekamen. Auf diese Weise konnten quasi mehrere Programme gleichzeitig ausgeführt werden. Kemeny und Kurtz entwickelten Basic („Beginners All-purpose Symbolic Instruction Code“) um es – wie man aus dem Namen erkennen kann – für Anfänger in der Computerbranche einfacher zu machen, Programme zu schreiben und die Prinzipien der Programmierung zu verstehen.

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Basic-Programmierung mittels Time-Sharing am Großrechner.

Das erste Basic-Programm, dass am 1. Mai 1964 um vier Uhr morgens ausgeführt wurde, bestand aus diesen Zeilen:
Code:
10 Let X = (7+8)/3
20 Print X
30 End

Die Programmiersprache hat seit dem einen kleinen Siegeszug angetreten. Richtig populär wurde sie allerdings erst Ende der siebziger beziehungsweise Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Zu dieser Zeit erschienen die zahlreichen neuen so genannten Home-Computer und die meisten von ihnen waren mit Basic als Programmiersprache ausgestattet. Außerdem hatte der Computerriese IBM seine Rechner neben MS-Dos mit einem Basic Interpreter versehen.

Einer der populärsten Home Computer aller Zeiten ist sicherlich der Commodore 64. Auch dieser setzte auf die Programmiersprache Basic und machte diese endgültig zu der bekanntesten Sprache in dieser Zeit.

Commodore64.jpg
Half Basic zum großen Erfolg, der populärste Home-Computer aller Zeiten, der C64.

Auch heute noch spielt Basic eine wichtige Rolle. Zum Beispiel als Visual-Basic von Microsoft. Inzwischen gibt es natürlich auch für Basic moderne Entwicklungsumgebungen und somit lassen sich auch heute noch sehr komplexe Anwendung in Basic erstellen.

Und nicht zu guter Letzt hat ja auch Apple auf Basic gesetzt.

Applesoft_BASIC.png

Die Geschichte von Basic in einem Video des Darthmore-College:
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Wir sagen: herzlichen Glückwunsch Basic zum 50.

Mit Material vom Darthmore-College!
 
Zuletzt bearbeitet:
10 Habe angefangen 1983 mit Basic....
20 Kennt noch jemand die 9 Seiten Listenings aus den Computer Zeitschriften?
30 Die hat man dann 3 Tage lang abgetippt
40 Nur um festzustellen, dass man sich völlig übermüdet einige Fehler eingefangen hat
50 Um dann weitere 5 Tage nach dem Tippfehler zu suchen
60 Goto 30
 
Als ich 10 Jahre war, kaufe ich mir damals von meinem ersparten Taschengeld für 650 DM einen Commodore C128 ohne Diskettenlaufwerk o.ä. Dann ging es los mit den Büchern wälzen um irgendwas auf den Bildschirm (der Grundig Fernseher aus Holz meiner Eltern) zu bekommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie groß die Freude war, als sich die Farbe am Fernseher änderte oder Gar ein Ton raus kam. Wahnsinn !!!
Ich habe sehr lange nur alles so abgetippt oder mein selbstgeschriebenes auf Papier geschrieben und am nächsten Tag wieder abgetippt und weiter gemacht. Kaum vorstellbar...
Und den hatte ich dann bis ich 18 Jahre war....
 
Basic an sich fand ich nicht so toll, aber dann kam GfA-Basic raus für den Atari… keine Zeilennummern, aber richtige Funktionen und Prozeduren, und die Atari-GUI war mit wenigen Klicks zu programmieren, und die Programme ließen sich dann auch noch kompilieren.
Sowas wünsch ich mir für den Mac. Man konzentriert sich auf das Problem, nicht auf das Drumherum, und die Syntax ist lesbar, man braucht keine ständigen Dreifingergriffe auf der Tastatur für geschweifte Klammern oder sonstwas. Sicher, nichts für komplexe Themen wie die Steuerung von Cruise Missiles oder die Manipulation von Börsenwerten, aber bequem und praktisch und schnell zu lernen für viele kleine Alltagsprobleme.
 
ZX 81 im Selbstbau-Paket :) mein erster "PC" und daran eine Stereo-Kasettendeck um die Programme zu "speichern". Scharfe Nummer :kiss:
 
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Reaktionen: Michael Reimann
Schulcomputer wie folgt getilt:
10 GOTO 10
20 End

Daten wurden auf einer BASF Chromdioxid-Cassette gesichtert. Das waren Zeiten....
 
Sogar mit einem Bild vom IBM Portable Personal Computer! Ich muss mal wieder in den Keller gehen und gucken, ob das Ding noch läuft.
 
Wie, Du hast noch so einen? Cool! Auf jeden Fall aufheben. :D
 
Ich habe auch auf einem ZX 81 angefangen. Damals noch finanziert von Mutti. :D
Irgendwo habe ich sogar noch ein Buch mit Listings. Das Abtippen hat auch Vorteile gehabt.
Man hat sich stärker mit dem Programm beschäftigt.
 
Das Listing-Abtippen hab ich auch mal zelebriert. Hatte mir damals mit Müh und Not den C64 zusammengespart. Für eine Datasette hatte es dann nicht mehr gereicht.
Resultat: den ganzen Tag ein Listing abgetippt, Spiel Stunde lang ausprobiert. Dann kam Mama rein und meinte, "Jetzt ist aber Schluss mit dem Unsinn, aus machen!" Weg war die Tipparbeit...
 
Danke für den schönen Artikel! Auch ich habe auf dem Brotkasten seitenweise Listings aus dem 64er-Magazin abgetippt, nur um kurz einen bunten Pixel-Fesselballon zu sehen, bevor meine Mutter dann aus der Küche rief, dass ich endlich zum Mittagessen kommen sollte...

Ich finde es auch gut, mal so einen umfangreichen Artikel ohne direkten Apple-Bezug zu lesen. Die IT-Welt ist so vielschichtig, voll mit cleveren und erfinderischen Persönlichkeiten, da wäre es schade, immer wieder nur das Wirken von Jobs und Woz durchzukauen!
 
Ewigkeiten vor meiner Zeit... xD
Aber immer wieder schön zu sehen, wie das alles angefangen hat. :)

Und mein Bruder betet immernoch den C64 an. Vermutlich hat er sich deswegen einen mal ersteigert. :D
Steht nun auf einen kleinen Schrein... xD
 
Hier mal meine Story ;)

Ich bin mit dem Atari 800XL eingestiegen. Das war so um 1983 / 1984, wenn ich mich recht erinnere... Ich war also 12 - 13 Jahre alt.

Die letzten 18 DM für den Kaufpreis von 499 DM habe ich mir mit einem Freund auf der Straße mit dem berühmten "Ich muss meine Eltern anrufen, habe kein Geld haben Sie 20 Pfennig für die Telefonzelle" zusammen geschnorrt, weil meine Eltern nicht mehr bereit waren, noch mehr Geld "zur Verfügung zu stellen" - Also musste ja eine andere Lösung her und das möglichst schnell. ;)

Dann, wie jeder hier, mit Listings das Ding gefüttert. Aber keine 5 Tage sondern 1 Tag... im Accord und Wechsel mit dem besagten Freund (Sohn der Nachbarn unter uns). Dann das meist "Naaaaja..." Spiel ½ Stunde gezockt um zu erkennen, dass man das ja nicht immer so machen kann bzw. die Spiele aus den Listings ja nicht so der Bringer sind...

Ein bisschen mit Basic hatte ich dann natürlich auch programmiert. Sogar kleine Spiele (textbasiert), eine "Kaiser" Variante. Nur ohne Krieg.
Schön mit hunderten von Variablen hantiert. Hat schon spaß gemacht.

Zum Glück hatte ich damals noch Nachhilfe bekommen und der Nachhilfelehrer, der auch den 800XL hatte (und von dem ich mir den Kauf dann ja abgeguckt hatte) lieh mir seine Datasette. Das war dann der Durchbruch... Listings konnte man ab da abspeichern hihi.
Aber auch mit Doppel Tapedeck andere Spiele einfach so kopieren... Wahnsinn...

Für weitere 400 DM (oder waren es 499?) kaufte ich dann irgendwann die 1050 Floppy und war damit dann fast vollständig ausgerüstet.

Eine weitere Anschaffung war dann ein Thermodrucker von GE mit Endlospapier. Ok zum Bewerbungen schreiben hat das Ding nix genützt... Aber war funny ;.-)

Irgendwann Akkustikkoppler (300 BAUD) und der Einstieg in die Mailboxen (Internet war ja noch nicht) war geschaffen.

Nun konnte man (sehr zum Leid der Eltern wg. Telefonrechnung) Spiele auch noch herunterladen... ;)

Ich glaube 1990 habe ich mir dann meinen 1. PC gekauft. Für 2600 DM einen 386 DX-40 (40 MHz getaktet!!!) mit 4 MB RAM, einer 1 MB Tseng ET 4000 Grafikkarte und 40 MB HDD + 14" Monitor.

Das war dann der Einstieg in die PC Welt... Ach so... 1200 BAUD Modem hatte ich dann auch irgendwann, dann 2400 BAUD, 56k (Wahnsinn ;.) ) und dann DSL - heute Kabel mit 100Mbit

Zwischenzeitlich natürlich immer wieder den PC aufgemotzt.. Neuer Proz, Graka, Speicher, größerer Monitor... war doch klar.
Und angefangen, C# zu lernen.

Bis zum Juli / August 2013...
Da kam der Mac ins Haus...
Und 6 Wochen später war der PC platt gemacht und wurde verkauft.
Selbst meinen Windows Laptop habe ich mittlerweile veräußert, da ich den nicht mehr nutzte.
Dafür ist das kleine 11" Mac Book Air Mid 2013 da.

Nun lerne ich eben Objektive-C ;)

Also Willkommen in der wirklichen Welt ;)
 
Habe ebenfalls mit einem C64 angefangen. Herrlich ... dieser bunt flimmerte Rahmen, wenn etwas geladen wurde. Oder die Hardware-Module für kleinere Modifikations-"Arbeiten".

Kennt jemand noch die Radiosendungen, bei denen Software "over the air" übertragen wurde, die man sich zuhause am Kassettenrekorder aufzeichnen und am Rechner einspielen konnte? Waren quasi die Anfänge der OTA-Versorgung oder? ;-)
 
Ja klar....

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gab ja damals 2 Fraktionen... die Commodore und die Atari... meine Freunde hatten alle den C64... ich hatte den Atari 400er. Komischerweise war - wenn ich mich richtig erinnere - der Atari leistungsfähiger, hatte eine bessere Grafik und war deutlich besser (und leichter) zu programmieren. Aber alles war im Commodore Hype.

Kann mich noch an Zeiten erinnern da gab es (öhm illegal) Tauschbörsen von Spielen auf Kassette oder Floppy. Freund von mir hatte ganze Sammlung zu hause und ohne Witz seine ganze Software mit großen Magneten die man mit einem Schalter einschalten kann umgeben. Falls mal Besuch kommen sollte...

Den ZX81 konnte ich mir leider damals nicht leisten... ich glaube ich hatte davor ein Fahrrad gekauft, dann war das Geld weg. Bis ich wieder Geld zusammen hatte... reichte es dann schon für einen Sinclair ZX Spectrum!

Natürlich alles Nostalgie. Aber wenn man überlegt mit welch wenig Ressourcen und mit so wenig qualitativen Output man doch so dermaßen mit Freude an der Sache war. Und heute... kann es nicht groß genug, nicht schnell genug sein und wenn Apple nicht jedes Jahr mindestens einen "Burner" auf den Markt haut ist alles enttäuscht. Schade.... heute ist alles selbstverständlich... damals hat man alles mit den Fingern aufgesogen, egal welche Marke, egal welche Technik...
 
Ich habe bereits Ende der 70er-Jahre angefangen mit BASIC zu programmieren. Damals noch ausschließlich für berufliche Zwecke und zwar statistische Auswerteprogramme auf einer HP 9845B. Ein für damalige Verhältnisse unglaublich leistungsfähiger Tischrechner, der soviel gekostet hat wie zwei gut ausgestattete BMWs. Später bin ich dann privat auf Commodore umgestiegen, erst den VC20 und dann später den C64. Die ganzen BASIC-Programme bestanden zum größten Teil aus Zeilen mit POKE Adresse, Wert. Das war quasi eine Assembler-Programmierung mit BASIC. Aber später habe ich mir dann "Simon's BASIC" angeschafft. Damit konnte man wirklich ernsthaft programmieren. Das Problem war und ist mit BASIC, dass der Standard-Befehlsumfang viel zu wenig mächtig war und daher hat jeder Hersteller sein eigenes BASIC entwickelt. Eine systemübergreifende Programmmierung war damit einfach nicht möglich.

MACaerer