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GPS Standortbestimmung fehlerhaft

Dieses Thema im Forum "iPhone" wurde erstellt von marf, 20.09.09.

  1. marf

    marf Boskoop

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    Moin!

    Ich habe festgestellt, dass die Standortbestimmung über Google Maps bei meinem 3GS mehr als ungenau ist. Jedesmal, wenn ich Maps starte, bin ich laut iPhone mehrere Meter von meinem tatsächlichen Standort entfernt. Aktualisieren hilft auch nicht. Bei mir zu Hause sind es sogar ca 100m Luftlinie.
    Ist das normal, oder hat jemand ähnliche Probleme und weiß eine Lösung?

    Gruß
     
  2. pepi

    pepi Cellini

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    Genauer ist GPS technischt nicht. Mit Hilfstechniken wie aGPS und dGPS kommt man auf eine Genauigkeit von 30m, mit einigen weiteren Tricks auf 10m. In Gebäuden, also zu Hause, ist GPS überhaupt nicht funktionsfähig. Hier kann nur per WLAN und GSM Sendemasten bestimmt werden. Wenn Du ein WLAN hast, dann trag' es bei Skyhool Wireless ein, dann wird Deine Standort Bestimmung daheim mit der Ungenauigkeit der Größe Deiner Wohnung, exakt sein.
    Gruß Pepi
     
  3. VisioNOIR

    VisioNOIR Holländischer Prinz

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    Doch, doch, genauer geht schon. Das militärische GPS kann Objekte auf wenige Millimeter genau orten. Mit zivilem GPS ist eine Ortung etwas genauer als 10 Meter möglich.
    Nur ist der GPS-Empfänger im iPhone nicht das Gelbe vom Ei. Schon starke Bewölkung kann die Ortung immens verschlechtern. Aber im Grunde reicht es für Otto-Normal.
     
  4. marf

    marf Boskoop

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    Aber wie kann dann ein App wie z.B. TomTom richtig funktionieren? Die muss doch auf 5-10m genau sein...
     
  5. unknown7

    unknown7 Saurer Kupferschmied

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    Auch ziviles GPS kann mit entsprechenden Signalkorrektureinrichtungen auf mehrere Meter genau orten. (RTK-DGPS: Real Time Kinematic–DGPS)
    Normales GPS hat bei freiem Himmel eine Genauigkeit von +- 10-15 Meter. 100 Meter sind definitiv draußen und bei gutem Wetter zu viel.


    Fehlerquellen bei GPS laut meinem Prof:

    Störungen durch die Ionosphäre ± 5 Meter
    Schwankungen der Satellitenlaufbahnen ± 2,5 Meter
    Uhrenfehler der Satelliten ± 2 Meter
    Störungen durch die Troposphäre ± 0,5 Meter
    Mehrwegeffekte ± 1 Meter
    Rechnungs- und Rundungsfehler ± 1 Meter
     
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  6. iPiet

    iPiet Raisin Rouge

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    Durch eine Abfolge von Ortungs- und Standortdaten in Verbindung mit der momentanen Geschwindigkeit und der wahrscheinlichsten Route (mit dem Auto navigiert man z.B. meist auf der Straße und fährt selten durch Gebäude hindurch) ergibt sich ein extrapoliertes und meist genaueres Bild des vergangenen, momentanen und zukünftigen Aufenthaltspunktes.

    Ferner sind 5 Meter Ungenauigkeit meist zu vernachlässigen. Man will ja niemandem per GPS ein Auge ausschießen, sondern lediglich eine 4 Meter breite Einmündung treffen. ;)
     
  7. pepi

    pepi Cellini

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    100m sind zwar unpraktisch, aber realistisch wenn man beispielsweise neben einer Mauer steht, oder einfach zu ungeduldig ist, bis das iPhone einen Fix auf entsprechend viele Satelliten hat. TomTom trickst auch insofern, als es einen mit einem gewissen Schwellwert immer auf die entsprechend nächstgelegene Straße positioniert.
    Gruß Pepi
     
  8. harden

    harden Roter Eiserapfel

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    Naja für mehrere Meter zahlt wohl niemand Geld und auch die Bestimmung von Gebäuden, Grundstücksgrenzen oder die Trassierung von Strecken mit GPS wäre mit "ein paar Meter" wohl nicht praktikabel.

    Je nach DGPS Verfahren kommt man in den Bereich weniger Zentimeter. Wenn man in den Bereich unterhalb eines Zentimeters will muss man den/die Punkte mehrfach 12-24 Stunden mit einer Antenne besetzen und benötigt zusätzlich die Korrekturdaten eines Satellitenpositionierungsdienstes wie dem SAPOS der Bundesländer oder von privaten Firmen wie Ascoss, Trimble usw.

    Darum schaffen militärische Empfänger, bzw Nutzer des Y-Codes auch keine Genauigkeiten unterhalb eines Meters ohne Korrekturdaten.

    Das ist für Billiggeräte wie Navis und Freizeithandheldgeräte natürlich Wunschdenken. Ausnahme ist der EGNOS Dienst, der Genauigkeiten im Bereich von 5m für Handheldempfänger ermöglicht,die diese Daten (ebenfalls per Satellit gesendet) empfangen können. Ich glaube, das Garmin E-Trax Geräte das teilweise können.

    Für das durchschnittliche Handheldgerät sind 10-15m in Ordnung. Bei 100m könnte das an der Empfangsituation liegen. Bei viel freier Sicht zum Himmel sollte das nicht der Fall sein.
     

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