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Ghost Kopie von Vista mit Festplattendienstprogramm erzeugen?

Dieses Thema im Forum "Windows auf dem Mac" wurde erstellt von Comandore, 30.06.08.

  1. Comandore

    Comandore Gast

    Guten Abend alle zusammen
    Ist es möglich, mithilfe des Mac OSX - internen Festplattendienstprogramms eine Bootfähige ghost Kopie von einer Microsoft Windows Vista Home Premium Partition zu erstellen?

    Wäre doch zu Praktisch....

    Gruß Comandore
     
  2. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Ja, es geht. Aber aus nur ausschweifend zu erklärenden Gründen rate ich dir, dazu den Terminalbefehl "dd" zu verwenden - oder noch besser ein spezielles Programm für das klonen von NTFS-Platten zu benutzen.
    Letzteres kann den Inhalt der Partition analysieren und das sinnlose mitkopieren des unbenutzten Speicherbereichs vermeiden, was meist sehr viel Zeit und Plattenplatz einspart.
    "dd" kann das gar nicht, das FP-DP kann es nur bei Mac Volumes - beide müssen immer alles kopieren, auch wenn es nur etliche GB an "Nichts" sind.... nicht gerade sehr praktisch.
     
  3. Comandore

    Comandore Gast

    ähm wie genau verwende ich den Befehl "dd"?
    hab winclone probiert aber i.wie gibts immer wieder Fehlermeldungen :(
     
  4. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Ist simpel. Klondatei erstellen:

    1) Im Festplattendienstprogramm das betreffende Win-Volume deaktivieren. (Das Symbol dafür muss grau abgeblendet sein und das Volume verschwindet vom Desktop.)

    2) Das Windows-Volume dort markieren und die Informationen dazu anzeigen lassen. Gleich in der ersten Zeile findet sich unter "Medien-Identifikation" eine Bezeichnung wie zB disk3s5
    Diese Bezeichnung muss später an der farblich gekennzeichneten Stelle eingesetzt werden.
    Vorsicht: Diese Nummern sind dynamisch vergeben und können von Sitzung zu Sitzung variieren. Kontrolliere sie vor jeder Anwendung des dd-Befehls erneut.

    3) Terminalfenster öffnen und Kommando starten:
    Code:
    dd bs=128k if=/dev/[COLOR="DarkRed"]disk3s5[/COLOR] of="Pfad/zur/Zieldatei.dmg"
    Vorsicht: Eine bereits vorhandene Zieldatei mit gleichem Namen wird ohne jede Rückfrage überschrieben.
    Warten. Das dauert wohl eine Weile. Führe keinerlei Aktionen mit der sofort erscheinenden Zieldatei aus, bis sich das Programm mit seiner Abschlussmeldung verabschiedet und dein Eingabeprompt wieder erscheint. Wenn die Kopie abgeschlossen ist und erfolgreich verlief, wird in etwa so etwas berichtet:

    1234567+ records in
    1234567+ records out
    928534929385980 bytes transferred in 1654 sec.


    Mögliche Fehler wären zB "no space left on device" für fehlenden Ablageplatz, "I/O error" für einen erkannten fatalen Hardwarefehler, oder so etwas wie "segmentation fault" oder "connection lost" für einen Programmabsturz. (Ich kenne jemanden der das schon mal erlebt haben will :) )

    4) Die fertige Datei solltest du jetzt im Finder mit Schreibschutz versehen ("geschützt" markieren) und wenn du sie brav mit dem Suffix .dmg erstellt hast, kannst du sie gleich mal zur Kontrolle doppelklicken und auf den Desktop mounten. Nachdem du das Image wieder wie gewohnt ausgeworfen hast, kannst du im FP-DP das Originalvolume wieder aktivieren. Aktion beendet.

    Volume aus dem Klon wiederherstellen:

    Die Schritte 1 und 2 sind identisch mit den obigen. Nicht versäumen, sonst geht das nicht.

    Dann als Schritt 3 das gleiche dd- Kommando, nur diesmal mit einer umgedrehten Angabe von if (für InputFile) und of (für OutputFile):
    Code:
    dd bs=128k of=/dev/[COLOR="DarkRed"]disk3s5[/COLOR] if="Pfad/zur/Quelldatei.dmg"
    Wenn danach wieder brav eine entsprechende Erfolgsmeldung kommt, wars das.

    Und beachte bei Windows-Volumes unbedingt:
    Spiele die Kopie UNBEDINGT nur auf die exakt gleiche Festplatte, auf die exakt gleiche Partition zurück. (Die logische Anordnung, die genaue Grösse und die Position des Volumes dürfen sich vor der Restore-Aktion nicht verändern.)
     
  5. Comandore

    Comandore Gast

    Hmm ok danke ich werds damit probieren!
    Gruß Comandore
     
  6. Comandore

    Comandore Gast

    bei mir kommt da immer "Permission denied"
     
  7. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Sorry, mein Fehler. Ich hatte ganz vergessen, dass du ja etwas von deiner Startfestplatte abziehen wolltest. Dazu braucht es ein wenig mehr Adrenalin.
    Du musst an einem Administratorkonto angemeldet sein, um das erfolgreich tun zu können.
    Ausserdem wandelst du die dd-Kommandos etwas ab und fügst noch eine kleine Zusatzaufgabe an:
    Zum Erstellen der Klondatei:
    Code:
    sudo dd bs=128k if=/dev/disk5s3 of="Pfad/zum/Ziel.dmg"
    
    [COLOR="DarkRed"]# Hier wird dein Admin-Kennwort abgefragt, gib es an.
    # Es wird während der Eingabe nicht angezeigt.
    # Bei der dritten Fehleingabe wird abgebrochen.[/COLOR]
    Nach Ende des Kopiervorgangs hat die Datei das "System"-Konto als Eigentümer (root), und du selbst hast vermutlich zu geringe Zugriffsrechte, das ist einfach zu korrigieren. Den Dateischutz kann man auch gleich mit erledigen, durch die dritte Zeile:
    Code:
    sudo chown ${UID}:${GID} "Pfad/zum/Ziel.dmg"
    chmod 444 "Pfad/zum/Ziel.dmg"
    chflags uchg "Pfad/zum/Ziel.dmg"
    
    [COLOR="DarkRed"]# Wenn die Kopie länger als 5 Minuten gedauert hat,
    # wird das Kennwort durch sudo erneut abgefragt.[/COLOR]
    Zum Zurückspielen des Klons ist dann analog das hier notwendig:
    Code:
    sudo dd bs=128k of=/dev/disk5s3 if="Pfad/zur/Quelle.dmg"
    Erklärung:
    "sudo" sorgt dafür, dass das ganze mit den höchstmöglichen Privilegien erledigt wird. Probleme mit zu geringen Zugriffsrechten gibt es dann nicht mehr. Das ist notwendig, weil im laufenden Betrieb auch ein "fremder" Inhalt auf deiner HD deutlich rigoroser geschützt wird, als das zB bei Windows oder Linux der Fall wäre.
    (War wohl ein wenig spät gestern. Die Hitze....)

    Und noch ein Tip: Die Wahl des dd-Parameters "bs=128k" ist ein eher konservativer Wert, der meist bei Festplatten einen recht guten Datendurchsatz erzielt. Wenn du willst, kannst du auch mit etwas höheren Werten experimentieren, ob sich die Geschwindigkeit dadurch noch steigern lässt. Angebracht wären zB 256k, 512k oder 1024k, noch höher solltest du nicht gehen.
    Falls du mal was von einem USB Flash-medium (Stick, CF-Karte) ziehen willst, solltest du dagegen mit kleineren Werten arbeiten, beispielsweise 4k, 8k, 16k oder 32k, das ist besser an diese Hardware angepasst. Einen Optimalwert als Patentrezept gibts leider nicht.
     
  8. Comandore

    Comandore Gast

    okey dann bleibt nur noch zu klären das z.B. /dev/disk0s2/Vista.dmg eine korrekte Bezeichnung für den "Pfad/zum/Ziel" ist ... bin mir da nie so sicher ob's nicht vlt. doch /Macintosh HD/Vista.dmg ist :(
     
  9. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Nein.
    /dev/disk5s3 wäre ein Beispiel für den korrekten Pfad zur Diskpartition, die du abziehen oder wiederherstellen willst.

    Was du dann noch brauchst ist die Zielangabe, wie die zu erstellende Datei mit dem Abbild heissen soll und wo sie abgelegt wird. Das kannst nur du entscheiden, aber ein toller Platz wäre vielleicht dein Schreibtisch?
    ${HOME}/Desktop/Mein_Vista_Image.dmg
    Oder vielleicht ein ganz spezieller Ordner auf einer externen HD?
    "/Volumes/Backup HD/Windows-Zeug/Images/Vista-Volume.dmg"

    Falls du generell (noch) Probleme hast, wie Unix-Pfade lauten und wie man sie richtig formuliert, kannst du im Terminal einen ganz einfachen Trick benutzen: Drag and Drop.
    Ziehe einfach einen beliebigen Ordner (oder auch eine Datei oder ein Volume) einfach vom Finder in das offene Terminalfenster, und schwupps wird dessen Pfad an der aktuellen Cursorposition eingefügt. Du kannst das dann bei Bedarf passend editieren.

    Auf folgendes solltest du achten: Leerzeichen (und auch Tabulator-Zeichen) haben im Terminal die Funktion, verschiedene logische Elemente voneinander zu trennen, um sie voneinander unterscheidbar zu machen.
    Wenn dein Pfad und/oder der Dateiname ein Leerzeichen enthält, musst du dieses "maskieren", damit es nicht als ein solches Trennzeichen missverstanden wird. Dazu gibt es zwei verschiedene, alternative Methoden.
    Angenommen, du hast einen Ordner auf dem Desktop, dessen Name Daten von gestern lautet. Und darin auch noch eine Datei, deren Name ebenfalls Leerzeichen aufweist, und zwar Bettelbrief an den Chef.pdf

    Möglichkeit 1: Du packst den gesamten Pfad in doppelte Anführungszeichen ("Gänsefüsschen"). Das macht aus allem zwischen diesen Gänsefüsschen ein einziges "Wort":
    "/Users/markus/Desktop/Daten von gestern/Bettelbrief an den Chef.pdf"

    Möglichkeit 2: Du arbeitest OHNE die Gänsefüsschen und maskierst jedes Vorkommen eines Leerzeichens einzeln mit einem davorgestellten Backslash:
    /Users/markus/Desktop/Meine\ Daten\ von\ gestern/Bettelbrief\ an\ den\ Chef.pdf

    Das Ergebnis ist identisch, die Leerzeichen werden nicht mehr als Trennsymbole interpretiert.
    Wenn du die Drag&Drop Methode aus dem Finder benutzt, verwendet das Terminal automatisch die zweite Variante. Ausserdem werden Sonderzeichen oder Umlaute (die das Terminal nicht mag) evtl durch sog "Oktal-Sequenzen" ersetzt, die den alternativen Unicode-Zahlenwert des nicht darstellbaren Zeichens repräsentieren. Aus einem deutschen scharfen ß würde beispielsweise die Abfolge \303\237 gemacht. Das ist normal und sollte dich nicht stören.
    Probier das vielleicht erst mal mit ein paar Objekten deiner Wahl aus, um dich damit vertraut zu machen, bevor du loslegst.

    (Kompliziert wird das ganze, wenn du entweder das Gänsefüsschen oder den Backslash selbst als ganz reguläres, gültiges Zeichen verwenden möchtest... vermeide das einfach fürs erste, um einen Schwelbrand unter der Fontanelle zu vermeiden. Verschieben wir das auf Abende, an denen es etwas weniger schwül ist. Übe das lieber erst mal mit dem draggen und droppen. :) )
     
  10. Comandore

    Comandore Gast

    oh man danke erstmal da hab' ich jetzt einiges zu tun xD
    heiße Tage stehen ja jetzt sowieso an also kanns gleich los gehn

    Gruß Comandore
     
  11. MACiMessa

    MACiMessa Bismarckapfel

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    Ich würde dir doch dringend empfehlen, mit WinClone zu arbeiten. Ich habe mit diesem Image-Programm beste Erfahrungen gemacht und auch Winclone arbeitet auf der Basis von Disk Dump; ist also quasi so eine Art grafisches Frontend für dd mit einigen sehr schönen zusätzlichen Features; eigentlich d a s Standard-Programm für Win-Image-Sicherung unter dem Mac; und dann auch noch kostenlos.

    Natürlich kann es nicht schaden, sich ein wenig vertraut zu machen mit dem dd-Befehl, z.B. zur Sicherung des MBR.
     
    #11 MACiMessa, 03.07.08
    Zuletzt bearbeitet: 04.07.08
  12. Comandore

    Comandore Gast

    ähm sorry aber was bitte ist MBR ?
     
  13. MacAlzenau

    MacAlzenau Golden Noble

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  14. robertmk

    robertmk Normande

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    Sorry aber wenn ich das hier lese, Comandore, dann rate ich dir dringenst von Terminal und dd ab!!!! Verstehe auch nicht, wie man jemanden ins Terminal Land schickt, wenn der sich nicht mal mit den einfachsten Begriffen und der Bedienung auskennt! LASS ES SEIN ... nimm WinClone
     
  15. Rastafari

    Rastafari Golden Noble

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    Darf man dich fragen, wie du lesen und schreiben gelernt hast? Durch MTV und VIVA wohl sicher nicht, oder?
     
  16. robertmk

    robertmk Normande

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    Was hast du den für ein Problem? Was genau stimmt den nicht? HALLO? Bist du jetzt beleidigt? Wen du dir mal die Antworten von Comandore durchließt, dann fällt doch schnell auf, dass er keine Ahnung von Terminal und Co hast! Ohman jaja MTV und VIVA! Na vielen Dank. Anscheinend bist du hier der Unterbelichtet? o_O Super Kommentar!
     
  17. Comandore

    Comandore Gast

    sry Robertmk aber ich glaube Rastafari möchte nur äußern, dass auch erfahrene User wie du mal so ungefähr wie ich angefangen haben, und dass auch ihr es irgendwie lernen musstet (is ja schließlich nicht angeboren, auch wenns cool wäre). Und mit MTV und VIVA - gucken meint er, dass auch du den Umgang mit dem Terminal nicht durchs über-die-Schulter-gucken gelernt haben kannst;)

    Auch wenn du, robertmk, natürlich ebenso "Recht" hast, wenn du meinst, man sollte unerfahrenen Usern wie mir nicht unbedingt den Link in den Terminal geben - gerade mit dem Ausdruck "sudo" kann man mehr Schaden anrichten als durch das intallieren von Windows, aber wozu gibt's denn "Time Machine"?

    Danke nochmals für eure Antworten, habe WinClone und "dd" ausprobiert, hat beides geholfen, nur leider ist durch einen der beiden oder durch beide Möglichkeiten meine Vista-Version ungültig geworden, was aber auch kein Kollateralschaden ist, Hauptsache Mac OS X läuft weiter einwandfrei ;)

    Gruß Comandore
     
  18. robertmk

    robertmk Normande

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    Ja klar muss das jeder mal lernen! Ist doch überhaupt nicht schlimm. Habe ja auch mal "klein" angefangen :) Nur sollte man dann lieber nicht mit dd anfangen! Wer keine Ahnung von Terminal und Computern hat sollte erst mal die Finger davon lassen! ..... Aber eigentlich kann es mir ja egal sein, ist ja nicht mein Mac ;) Dann gibts halt wieder ein paar kummer-posts ;)

    P.S: Ich hoffe, ich habe nicht wieder im "MTV/VIVA-Unterbelichtungs-Modus" geschrieben :p
     

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