Gesamte iTunes Bibliothek auf externer SSD auslagern

rakader

Freiherr von Berlepsch
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Abgesehen davon halte ich bei allem anderen die Wahrscheinlichkeit für (sehr) hoch, dass es nicht ohne doppelte Datenbestände und damit früher oder später diskrepante Datenbestände ablaufen wird.
Das ist meist der Fall. Ich habe dazu einige Workarounds entwickelt, die sogar mehrere Musikarchive zulassen und die Daten konsistent halten. Doppelte Files sind kein Problem Apple ignoriert diese. Problem sind verwaiste Pfade.
Wichtig: Die Dateien verbleiben an einem Ort. Man muss sie nur einmal aufbereiten. Danach kann man mit Playlists arbeiten, egal wo. Also zuerst alles auf die SSD exportieren. Wichtig ist sich dabei Gedanken über die Struktur zu machen. ich sortiere nach wenigen Genres. Zu viele sind unnötig. Dafür gibt es intelligente Playlists.

1. Zuerst ist es wichtig die Musiktitel konstant zu katalogisieren. Einzelheiten erspare ich mir hier. Wichtig ist Genre.
2. Dann legt man einen Ordner Playlist Fehlende Dateien an mit 2 Playlists:
a) normale Playlist "Alle Songs"
b) Intelligente Playlist "Alle verwaisten Dateien". Diese Playlist konfiguriert man so:
-> Alle verwaisten Dateien
-> Playlist Ist <Genre>
-> Playlist ist nicht <Alle Songs>

Für jedes Genre ändert an das Genre und geht dabei so vor:
Alle Songs eines Genres auf Playlist Alle Songs ziehen. Alle Dateien aus Playlist Alle verwaisten Dateien löschen. Ist die Liste leer, ist alles in Ordnung

Will man nun ein seine Wertungen, Favoriten mitnehmen, muss man nicht händisch sortieren, sondern exportiert das jeweilige Genre als Playlist. Ich habe das sogar noch verfeinert, indem Wertungen per Genre automatisch erfasst werden. Die jeweilige Playlist wird exportiert und in einer anderen Mediathek wieder importiert. Kommt was neues hinzu, wird einfach wieder ex- und importiert.
Intelligente Playlist Wertung z.B. 5 Sterne:
Bewertung IST *****
Medienart IST Musik

Auf diese Weise halte ich neue und alte Musiktitel auseinander. Das System ist sehr flexibel, es kann natürlcih mehr als nur Wertungen und Genre. ZB. lässt sich so schnell eine DJ Datenbank aufbereiten.

Edit: SSD wäre mir zu teuer für Musikdateien. Ein externes Laufwert reicht. Vorteil: Man kann diese locker mal mit in den Urlaub nehmen - den Rest erledigen intelligente Playlists, die man importiert.
 

Ulf Lehner

Morgenduft
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Lieber Rakader, erst mal Danke für Deine detaillierte Arbeitsabfolgen zur Vermeidung von verwaisten Pfaden.

Grundfrage, da du auch von DJ-Datenbank und prinzipiell von "songs" sprichst. Wendest du das nur bei Pop-/Rockmusik an? Da handelt es sich ja oft um Einzeltitel.
Ich hingegen höre überwiegen klassische Musik aller Zeiten und Besetzungen. Ist da dein System überhaupt anwendbar? Soweit die Genreeinteilung überhaupt Sinn macht, empfinde ich bei meiner Musik die Ausdifferenzierungen endlos (Epochen, Besetzungen usw.).

zu 1. : Was meinst du mit Katalogisierung? Das Ausfüllen von "Apfel-I", soweit es nicht schon von der automatischen Datenbankabfrage gemacht wird, die allerdings oft recht fehlerbehaftet ist?

zu 2. : so ganz kann ich es noch nicht nachvollziehen. Gerne würde ich mich da mit dir auch privat austauschen, falls das hier nicht so von Gruppninteresse ist.

Herzliche Grüße
Ulf
 

rakader

Freiherr von Berlepsch
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Hallo Ulf, nein, ich höre überwiegend auch Klassik und Jazz. Ich wende das bei allen Titeln an. Ich bin da bibliographisch vorbelastet. Bei Klassik nutze ich zudem die Felder Werk und Komponist.

zu 1: Ich verstehe Deine Frage nicht. Wie denn sonst außer CMD+I? Selbst wenn Du ein Tool wie MusicBrainz Picard nutzt, wird Du um Information in iTunes/Musik nicht herumkommen. Ja, das bedeutet Arbeit. Sehr viel Arbeit. Wenn Du darauf viel Wert legst. Klassik sieht bei mir so aus:
Bildschirmfoto 2020-06-07 um 19.02.19.png

Bildschirmfoto 2020-06-07 um 19.02.38.png

zu 2.: Schreibe mir eine PM.