Man kann Gendersprache aus guten Gründen ablehnen, ohne dass Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus (oder schlimmer) die Ursache dafür sein müssen.
Es würde mich mehr als wundern, wenn du von mir eine Aussage findest, wonach Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus oder schlimmer die Ursache für das Ablehnen von Gendern wären. Und klar, es gibt gute Gründe, nicht zu gendern. Und genauso gibt es gute Gründe, doch zu gendern. Hab ich hier im Thread auch schon mehrfach betont.
Du wirkst angefasst, wenn jemand Deine Sicht nicht teilt und widerspricht (das ist zumindest der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich solche kleinen Seitenhiebe sehe).
Das stimmt nicht. Ich habe hier schon mehrfach gesagt, dass es mir persönlich vollkommen egal ist, ob jemand anderer gendert oder nicht. Was mich stört, und wo ich widerspreche: Wenn andere mir das Recht absprechen, zu gendern. Im übrigen ist das auch der Grund, warum das Thema immer wieder hochkocht bzw. überhaupt erst gestartet wurde - weil manche Leute nicht akzeptieren können oder wollen, dass sich ein Medium dafür entscheidet, zu gendern. Und sorry to say - aber ich lasse mir von niemandem vorschreiben, wie ich meine Texte verfasse. Wenn es Leute so dermaßen stört, dann sollen sie es einfach nicht lesen.
Entscheidend ist, was sich im wissenschaftlichen Diskurs etabliert - also von anderen als den Autoren selber aufgenommen und zur Grundlage eigener Arbeit gemacht wird. Und in der klassischen Grammatik / Sprachwissenschaft ist die Haltung zum Gendern vorwiegend skeptisch bis ablehnend.
Mein Eindruck ist, dass es in der Wissenschaft keinen klaren Standpunkt dazu gibt. Für jede wissenschaftliche Arbeit, die zum einen Ergebnis kommt, findest du eine wissenschaftliche Arbeit, die zu einem anderen Ergebnis kommt. Für jede Studie, die das eine sagt, findest du eine Studie, die was anderes sagt. Ich halte deshalb nicht viel davon, die Diskussion zu führen, indem man sich gegenseitig wissenschaftliche Arbeiten oder Studienergebnisse, die vom gegenüber eh nicht im Detail gelesen werden, an die Stirn klatscht.
Ich habe ein paarmal aus zweier ihrer Artikel zitiert, weil die direkt Bezug nahmen auf Punkte, die hier immer wieder geschrieben worden waren.
Ja, und für jeden ihrer Punkte könnte man mit Sicherheit nach einer kurzen Recherche nicht weniger valide Ergebnisse finden, die das, was sie sagt, widerlegen.
Das nicht, aber die Rosinenpickerei fällt halt mittlerweile jedem auf, der mehr als 5 Seiten gelesen hat.
Wie würdest du das bezeichnen, was du hier betreibst? Ich stelle mich hier einer Diskussion, und werfe nicht alle heiligen Zeiten einen Einzeiler in die Debatte ein. Und gerade in der Diskussion mit dir habe ich mit Sicherheit keine Rosinen gepickt sondern bin auf alles eingegangen. Du bist derjenige, der sich ohne Argumentation aus der Diskussion ausgeklinkt hat.