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Gendergerechte Sprache

Also gibt es vielleicht morgen männliche Kundinnen, wenn sich die Gesellschaft plötzlich auf ein generisches Femininum festlegt.
Das hätte dann 6 (!!) Silben, wohingegen "Kunden" gerade mal 2 hat. Wenn ich "Kunden" sage, sehe ich - und das war schon immer so - die Gesamtheit aller Menschen vor mir, die z.B. in einen Laden gehen. So wie ich bei "alle waren da. *Sie* aßen zusammen zu Abend" - also bei *sie* nicht völlig aufgebracht an "sie = weiblich --> was, nur Frauen????" denke, sondern eben an ALLE, weil das Plural- Pronomen eben (trotz der Gleichheit mit "sie -> die Frau") alle einschließt, EGAL welches Geschlecht. Alle sind gemeint. Die Schüler = alle, die Kunden = alle, mit und ohne Schniedel und egal, als was sie sich sehen. Das ist mir nämlich schnuppe.
 
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Das hätte dann 6 (!!) Silben, wohingegen "Kunden" gerade mal 2 hat. Wenn ich "Kunden" sage, sehe ich - und das war schon immer so - die Gesamtheit aller Menschen vor mir, die z.B. in einen Laden gehen.
Wegen der Länge sehe ich also nur geringe Gefahr, dass sich "die Gesellschaft" auf "Männliche Kundinnen" festlegt. Noch dazu, als dass die große Mehrheit längst von dem albernen Herumgezanke genug hat.
Abgesehen davon wäre es auch ein Zeichen dafür, die Mechanismen der Sprache nicht verstanden zu haben und Sprachformen eine ideologische Semantik überzustülpen. Schon an anderer Stelle geschrieben:
Das generische Maskulinum ist im wesentlichen doch ein Sprachmechanismus - man nehme ein Verb und hänge die Endung "-er" an, wodurch das entstehende Substantiv maskulinen Genus aber nicht zwingend überhaupt Sexus hat, siehe etwa Wörter wie "Fehler" (von "fehlen") oder "Schoner" (von "schonen"). Das Prinzip ist ziemlich universell und wird auch, aber eben nicht ausschließlich auf Personengruppen angewandt ("Gattungsbegriffe").
Es wird durch ein "Ätschibätsch, jetzt drehe ich das einfach mal um" nicht besser.
 
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die Mechanismen der Sprache nicht verstanden zu haben und Sprachformen eine ideologische Semantik überzustülpen.
Das ist halt das Problem, es ist größtenteils ideologiegetrieben. Die ganze Identitären Bewegungen (dazu zähle ich die Gender- Bewegung auch) sind ein Auswuchs der Über- Individualisierung westlicher Überfluss- Gesellschaften. M.E eine Sackgasse, weshalb das auch wieder verschwinden wird.
 
Das ist mir nämlich schnuppe.
Eh schön für dich und es verlangt auch niemand, dass du genderst.
Das hätte dann 6 (!!) Silben, wohingegen "Kunden" gerade mal 2 hat.
Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wie du auf sechs Silben kommst, hast du meinen Punkt offenbar nicht verstanden.
Die ganze Identitären Bewegungen (dazu zähle ich die Gender- Bewegung auch) (…)
Das zählt wohl zu den dümmsten Aussagen dieses Threads, gratuliere dir. Die Identitäre Bewegung ist eine rassistsiche, rechtextreme bis neo-nationalistische Vereinigung, die auch vor Gewalttaten nicht zurückschreckt. Was das mit der Gender-Bewegung zu tun hat, erschließt sich wohl nur dir selbst.
 
Eh schön für dich und es verlangt auch niemand, dass du genderst.

Abgesehen davon, dass ich nicht weiß wie du auf sechs Silben kommst, hast du meinen Punkt offenbar nicht verstanden.
Wenn niemand es verlangt, dann darf man sich fragen, warum der thread - und die unselige Diskussion - schon 5600 Beträge hat.

6 Silben: "männ-li-che Kun-din-nen" - war das nicht deine Idee?

Lustig ist übrigens, dass diejenigen, die anderen irgendwelche Sprachregeln aufoktroyieren wollen, oder zumindest die Debatte darüber, mit großer Mehrheit Leute sind, die NICHT vom Fach - also Linguisten/ Sprachhistoriker - sind, es aber auf jeden Fall genauer als diese wissen. Ich habe Linguistik studiert und auch meine Abschlussarbeit darin geschrieben. Gegen selbstgebastelte Vorstellung über Sprachregelungen und deren Wirksamkeit kommt sowas natürlich null an.
Ich denke aber, in 3-5J wird die Debatte langsam versickern.
 
Lustig ist übrigens, dass diejenigen, die anderen irgendwelche Sprachregeln aufoktroyieren wollen, oder zumindest die Debatte darüber, mit großer Mehrheit Leute sind, die NICHT vom Fach - also Linguisten/ Sprachhistoriker - sind, es aber auf jeden Fall genauer als diese wissen. Ich habe Linguistik studiert und auch meine Abschlussarbeit darin geschrieben. Gegen selbstgebastelte Vorstellung über Sprachregelungen und deren Wirksamkeit kommt sowas natürlich null an.
Na dann hier die Meinung eines Linguisten (der das nicht nur studiert hat, sondern auch als Professor lehrt):
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Na dann hier die Meinung eines Linguisten (der das nicht nur studiert hat, sondern auch als Professor lehrt):
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Ich finde es interessant, wie hier die Meinung eines (!) Linguisten für Dich relevant wird. Und schade, dass die anderer Linguisten, die das nicht nur studiert haben, sondern auch als Professoren lehren, Dir nicht einmal ein Gegenargument wert sind.

Wissenschaft lebt - gerade in diesem Feld, wo die Richtigkeit von Thesen nicht so einfach eindeutig beweisbar ist, vom Diskurs. Und es wird schon länger beklagt, dass die Gruppe derer, die z.B. durch Asssoziationsstudien die Wirksamkeit von Gendern beweisen wollen, klassische Linguisten, die sich sprachsystematisch damit beschäftigen, i.d.R. schlicht ignorieren.
 
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Ich finde es interessant, wie hier die Meinung eines (!) Linguisten für Dich relevant wird. Und schade, dass die anderer Linguisten, die das nicht nur studiert haben, sondern auch als Professoren lehren, Dir nicht einmal ein Gegenargument wert sind.
Keine Ahnung, was du da schon wieder reininterpretierst, aber mangelnde Diskurswilligkeit kann man mir glaub ich nicht vorwerfen. ;-) Sprichst du die (andere Einzel-)Meinung von Ewa Trutowski an, deren Namen du hier immer wieder falsch schreibst?
 
Sprichst du die (andere Einzel-)Meinung von Ewa Trutowski an,
Ich habe ein paarmal aus zweier ihrer Artikel zitiert, weil die direkt Bezug nahmen auf Punkte, die hier immer wieder geschrieben worden waren. Und natürlich ist jede Meinung erst einmal eine Einzelmeinung.

Entscheidend ist, was sich im wissenschaftlichen Diskurs etabliert - also von anderen als den Autoren selber aufgenommen und zur Grundlage eigener Arbeit gemacht wird. Und in der klassischen Grammatik / Sprachwissenschaft ist die Haltung zum Gendern vorwiegend skeptisch bis ablehnend.

deren Namen du hier immer wieder falsch schreibst?
Ja, das ist natürlich ein Argument 🙃

Schau mal, das ist so ein bisschen das, andere auch schon einige Male hier kritisiert haben. Du wirkst angefasst, wenn jemand Deine Sicht nicht teilt und widerspricht (das ist zumindest der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich solche kleinen Seitenhiebe sehe).

Man kann Gendersprache aus guten Gründen ablehnen, ohne dass Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus (oder schlimmer) die Ursache dafür sein müssen. Und deshalb sollte man das Mittel nicht mit dem Zweck gleichsetzen.
 
Man kann Gendersprache aus guten Gründen ablehnen, ohne dass Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus (oder schlimmer) die Ursache dafür sein müssen.
Es würde mich mehr als wundern, wenn du von mir eine Aussage findest, wonach Misogynie, Sexismus, Chauvinismus, Konservatismus oder schlimmer die Ursache für das Ablehnen von Gendern wären. Und klar, es gibt gute Gründe, nicht zu gendern. Und genauso gibt es gute Gründe, doch zu gendern. Hab ich hier im Thread auch schon mehrfach betont.
Du wirkst angefasst, wenn jemand Deine Sicht nicht teilt und widerspricht (das ist zumindest der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich solche kleinen Seitenhiebe sehe).
Das stimmt nicht. Ich habe hier schon mehrfach gesagt, dass es mir persönlich vollkommen egal ist, ob jemand anderer gendert oder nicht. Was mich stört, und wo ich widerspreche: Wenn andere mir das Recht absprechen, zu gendern. Im übrigen ist das auch der Grund, warum das Thema immer wieder hochkocht bzw. überhaupt erst gestartet wurde - weil manche Leute nicht akzeptieren können oder wollen, dass sich ein Medium dafür entscheidet, zu gendern. Und sorry to say - aber ich lasse mir von niemandem vorschreiben, wie ich meine Texte verfasse. Wenn es Leute so dermaßen stört, dann sollen sie es einfach nicht lesen.
Entscheidend ist, was sich im wissenschaftlichen Diskurs etabliert - also von anderen als den Autoren selber aufgenommen und zur Grundlage eigener Arbeit gemacht wird. Und in der klassischen Grammatik / Sprachwissenschaft ist die Haltung zum Gendern vorwiegend skeptisch bis ablehnend.
Mein Eindruck ist, dass es in der Wissenschaft keinen klaren Standpunkt dazu gibt. Für jede wissenschaftliche Arbeit, die zum einen Ergebnis kommt, findest du eine wissenschaftliche Arbeit, die zu einem anderen Ergebnis kommt. Für jede Studie, die das eine sagt, findest du eine Studie, die was anderes sagt. Ich halte deshalb nicht viel davon, die Diskussion zu führen, indem man sich gegenseitig wissenschaftliche Arbeiten oder Studienergebnisse, die vom gegenüber eh nicht im Detail gelesen werden, an die Stirn klatscht.
Ich habe ein paarmal aus zweier ihrer Artikel zitiert, weil die direkt Bezug nahmen auf Punkte, die hier immer wieder geschrieben worden waren.
Ja, und für jeden ihrer Punkte könnte man mit Sicherheit nach einer kurzen Recherche nicht weniger valide Ergebnisse finden, die das, was sie sagt, widerlegen.

Das nicht, aber die Rosinenpickerei fällt halt mittlerweile jedem auf, der mehr als 5 Seiten gelesen hat.
Wie würdest du das bezeichnen, was du hier betreibst? Ich stelle mich hier einer Diskussion, und werfe nicht alle heiligen Zeiten einen Einzeiler in die Debatte ein. Und gerade in der Diskussion mit dir habe ich mit Sicherheit keine Rosinen gepickt sondern bin auf alles eingegangen. Du bist derjenige, der sich ohne Argumentation aus der Diskussion ausgeklinkt hat.
 
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