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Fusion Drive Strategie

commune10

Adams Apfel
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11.08.11
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522
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auf einem iMac ein Fusion Drive bauen sollte. Auf der Kiste werden ordentlich Daten durchgeschoben (ca. 300 GB/Tag) und die SSDs verschleißen ja doch leider recht schnell.

Hat jemand praktische Erfahrung mit Fusion Drive? Mich interessiert wann Dateien von der HD auf die SSD verschoben werden. Landen neue Dateien erst auf der SSD oder HD? Wenn ich eine neue Datei einmal benutze, wird sie dann gleich auf die SSD kopiert oder sind mehrere Zugriffe nötig?
 
Ich denke, dass das Apple Fusion Drive selbst bei deinen Anforderungen lange halten wird.
Ob jemand sicher sagen kann, wie das Fusion Drive- Management in OS X programmiert ist, ich weiß es nicht.

Ich denke aber schon, dass OS X hier beim "durchschieben" von vielen Gigabytes Daten unterscheidet und den Großteil auf der HDD auslagert. Die SSD ist hier nunmal bekanntlich KEIN gigantischer Puffer, sondern intelligenter Teil der HDD, auf dem durch intelligente Software häufig genutzte Daten ausgelagert werden.

Man spricht ja bei SSD's gern von bis zu 100.000 Schreibvorgängen Lebensdauer.
Wenn man hier einmal von einem Mittelwert von 50.000 Schreibvorgängen ausgeht und weiterhin annimmt, dass alle Einheiten des NAND Bausteins 10x täglich überschrieben werden, kommt man zu folgenden Ergebnis:

50.000x Überschreiben bei 10x täglich bei 365 Tagen= 13,7 Jahre!!!!

Ich denke, dass durch intelligente Programmierung des Controllers bzw. der Software die tatsächliche Lebensdauer theoretisch noch höher ist...
 
Soweit ich das Fusion Drive verstanden habe, werden die Daten die am meisten genutzt werden auf die SSD gelagert. Also sollten Dateien die nur mal kurz auf die Laufwerke kommen, gar nicht erst auf die SSD geraten.
 
Wie bereits angemerkt wurde, sollte die Intelligenz im Controller die Daten welche nur "durch geschoben" werden nicht auf die SSD auslagern. Der dort verfügbare und sehr begrenzte Platz wird für das gezielte beschleunigen häufig aufgerufener Daten verwendet. Daher sehe ich in dem Einsatz eines Fusion Drive in Deinem Fall kein Problem.
 
Also ich habe seit ca. 1 jähr meinem iMac ein Fusion Drive gegönnt.
Bis jetzt völlig problemlos. SSD ist eine Samsung 840 und die original 1 TB Apple Festplatte. Das einbauen war der graus, das einrichten mit Anleitung aber problemlos und der geschwindigkeitsgewinn ist enorm.
Gruß
Martioreo
 
Das SSDs besonders schnell verschleißen, ist heute auch nicht mehr so wahr ... schau Dir mal die MTBF-Zeiten für aktuelle SSDs an. Da kannst Du einiges machen ... meine SSD hier (Crucial m4 512 GB) hat 72TB=40GB per day for 5 years.

Und wie schon erwähnt, werden auf die SSD nur die Daten ausgelagert, die häufig genutzt werden. Der Rest landet auf der Platte. Von Deinen 300 GByte pro Tag wird die SSD vermutlich nur einen Bruchteil sehen.
 
Man spricht ja bei SSD's gern von bis zu 100.000 Schreibvorgängen Lebensdauer.

Nun, ich denke nicht das die SSD, über die wir hier sprechen, 100'000 Schreib-Zyklen pro Block übersteht. Die meisten Consumer SSD liegen aktuell eher bei 3000-5000.

Hier im Artikel (Anandtech) mal ein Bsp. einer HyperX 3K.


[TABLE="width: 575, align: center"]
[TR="class: tgrey"]
[TD="bgcolor: #848484 !important, colspan: 7, align: center"]SSD Endurance[/TD]
[/TR]
[TR="class: tlblue, bgcolor: #000000 !important"]
[TD="width: 120, bgcolor: #2295AB !important"] [/TD]
[TD="width: 85, bgcolor: #2295AB !important, align: center"]3K P/E Cycles[/TD]
[TD="width: 85, bgcolor: #2295AB !important, align: center"]5K P/E Cycles[/TD]
[TD="width: 85, bgcolor: #2295AB !important, align: center"]10K P/E Cycles[/TD]
[TD="width: 85, bgcolor: #2295AB !important, align: center"]30K P/E Cycles[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: tlgrey, bgcolor: #EEEEEE"]NAND Capacity[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]100GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]100GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]100GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]100GB[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: tlgrey, bgcolor: #EEEEEE"]Writes per day[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10GB[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10GB[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: tlgrey, bgcolor: #EEEEEE"]Write Amplification[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10x[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10x[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10x[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]10x[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: tlgrey, bgcolor: #EEEEEE"]P/E Cycles per Day[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]1[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]1[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]1[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]1[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD="class: tlgrey, bgcolor: #EEEEEE"]Total Estimated Lifespan[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]8.219 years[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]13.698 years[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]27.397 years[/TD]
[TD="bgcolor: #EEEEEE, align: center"]82.191 years

[/TD]
[/TR]
[/TABLE]
 
Okay, Fazit, nichts genaues weiß man nicht. Was die 100.000 Schreibvorgänge angeht bin ich auf jeden Fall skeptisch. Was Apple 2011 so verbaut hat, hält nie und nimmer so lang durch. Nach diesem Artikel http://jollyjinx.tumblr.com/post/34638496292/fusion-drive-on-older-macs-yes-since-apple-has schaut es so aus, als würden die Daten doch recht schnell umgelagert. Daher habe ich mich entschlossen SDD und Disk doch lieber als getrennte Volumes zu betreiben.
 
Ganz ehrlich ich wollte nicht auf den Geschwindigkeitsgewinn verzichten!
Ich habe immer eine Timemachine-Platte über USB3 am Mac und wenn mal was passiert sind max. 1h Arbeit weg ;-)
 
Ganz ehrlich ich wollte nicht auf den Geschwindigkeitsgewinn verzichten!
Wer sagt denn, dass man ohne FusionDrive Geschwindigkeitseinbuße hat? Die aus persönlicher Sicht optimale Verteilung von Daten auf SSD und HDD kann man schließlich auch selber machen. FusionDrive ist IMHO dann sinnvoll, wenn man nur eine relativ kleine SSD als Ergänzung zur HDD hat. Dann braucht man sich über die Aufteilung der Daten keine Gedanken machen. Das ist zweifellos bequemer, aber nicht unbedingt schneller.

MACaerer
 
Das ist zweifellos bequemer, aber nicht unbedingt schneller.

Das würde ich so nicht sagen, wenn der Mac Daten temporär oder auch langfristig speichert werden diese erst auf die SSD übertragen und von dort später verschoben. Dieser Puffer beschleunigt das Arbeiten sehr
 
Was aber bedeutet, daß die SSD stark "belastet" wird - das war aber die Befürchtung, und das wurde spätestens in #6 anders gesehen.
 
Beim MBPr und beim MBA auch ... weil die nur eine SSD haben ... und nun? Rennt wie Sau! Probleme sehe ich nur ganz wenige ... ist halt Elektronik, die kann auch mal kaputt gehen. Aber in einem anderen Thread schrieb ich schon den viel zitierten Satz: "Kein Backup, keine Gnade!" (Ist nicht von mir, ich nutze ihn aber auch gerne!)
 
Beim MBPr und beim MBA auch ... weil die nur eine SSD haben ... und nun? Rennt wie Sau! Probleme sehe ich nur ganz wenige ... ist halt Elektronik, die kann auch mal kaputt gehen. Aber in einem anderen Thread schrieb ich schon den viel zitierten Satz: "Kein Backup, keine Gnade!" (Ist nicht von mir, ich nutze ihn aber auch gerne!)

Das ist auch meine persönliche Meinung!
 
Schnell ist die Kiste jetzt ohne Fusion Drive auch, das System läuft garantiert immer von der SSD. Wie schon jemand richtig bemerkt hat, es geht nur um die Bequemlichkeit die Daten nicht manuell verteilen zu müssen. Da die Datenmenge groß aber in keiner Weise zeitkritisch ist, würde sich diesbezüglich nichts ändern. Nach den Zahlen, die ich so in den letzten Jahren über SSDs gelesen habe, wäre die in unter einem Jahr platt, wenn die Daten tatsächlich darüber liefen. Ein teurer Spaß also.
 
Fusion Drives sind eigentlich ein Plus an Bequemlichkeit. Man muss sich keine Gedanken mehr darum machen, welche Daten man besser auf der schnellen SSD hat und welche man auslagern sollte. Das klappt für den "normalen" Anwender auch ganz prima. Schließlich sind die Anwendungsfälle sich hier ja oft sehr ähnlich.
Wenn man allerdings ein ganz spezieller Anwender ist, kann das Fusion Drive auch hinderlich sein. Wenn man zB täglich viele GB Daten auf die Platte pumpt, diese dann aber eher selten anfasst, hält sich der Geschwindigkeitsgewinn in Grenzen. Schließlich müssen die Daten von der SSD erst einmal auf die HDD ausgelagert werden, sie werden also zwei mal geschrieben, was in jedem Fall Zeit kostet.
Natürlich passiert das erst einmal im Hintergrund, stört also nicht weiter. Wenn nun aber die SSD, bei einer Größe von ca. 250GB, nach und nach voll läuft, müssen die Daten parallel ständig hin und her geschaufelt werden, da auf der SSD immer freier Speicher vorgehalten werden muss, damit das System nicht zum erliegen kommt.
 
Wenn nun aber die SSD, bei einer Größe von ca. 250GB, nach und nach voll läuft, müssen die Daten parallel ständig hin und her geschaufelt werden, da auf der SSD immer freier Speicher vorgehalten werden muss, damit das System nicht zum erliegen kommt.
Das stimmt natürlich im Idealfall ist die SSD 500GB groß die HDD 1TB oder größer, nun läuft die SSD nicht voll und die eingelesenen Daten sind zu Anfang immer schnell verfügbar!
Ich glaube nicht das die Lebensdauer der SSD ein Problem werden könnte.
Da es ein solches FusionDrive nicht gibt heißt es selber basteln, aber das ist Softwareseitig zumindest kein Problem.
 
Wie ganz zu Anfang geschrieben werden da jeden Tag 300 GB rübergeschoben. Die SSD (250 GB) würde also jeden Tag mehr als einal komplett gefüllt. Nach meinen Informationen lag die Lebensdauer (natürlich je nach Hersteller und Modell) 2011 so um die 50 TB. Dann wäre die SSD nach einem halben Jahr platt, oder?