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Fototipps, kurz und knackig

Dieses Thema im Forum "Photocafé" wurde erstellt von Irreversibel, 06.10.09.

  1. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    Jedes Posting bitte 1 Tipp, kurz und prägnant formuliert. Die Umsetzung soll nichts oder zumindest nicht viel kosten, rel. einfach sein und im Vergleich zum Aufwand hohen Nutzen bringen.

    1. Tipp: Hand-Bouncer

    Indirektes Blitzlicht gewinnt eine wärmere Farbe, wenn man seine linke Hand (die rechte bedient natürlich den Auslöser) als Bouncer verwendet. Dadurch wird das reflektierte Licht leicht orange. Dabei sollte der Blitz mindestens um 45° nach oben (gegen die Decke oder eine Wand) gerichtet sein, die Flache Hand liegt dann wie ein Vordach auf dem Blitz, der Blitzweg selbst muss frei sein!

    Wer nicht weiss, was ein Bouncer ist - so muss es aussehen (das Bild stellt ein Bouncerkärtchen dar, wie es häufig in neueren Blitzen eingebaut ist - die Hand dann einfach wie die Karte darüberhalten):

    [​IMG]
     
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  2. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    2. Tipp: Blitze nachts fotografieren

    Blitze in der Nacht zu fotografieren ist nicht schwer, solange man ungefähr weiss wie weit das Gewitter entfernt ist. Aus dem Blitz / Donner errechnet man die Entfernung und den daraus resultierenden Blendenwert wie folgt:

    <10 Sekunden: <3 Km Entfernung = f/16
    10-45 Sekunden: 3-10 Km Entfernung = f/8
    >45 Sekunden: >10 Km Entfernung = f/5.6

    Diese Werte gelten bei ISO 100 und einer Belichtungszeit von 30 Sekunden, bei anderen ISO-Werten muss entsprechend umgerechnet werden. Wenn die Blende korrekt eingestellt wurde, kann man bedenkenlos eine lange Belichtungszeit von 30 Sekunden wählen, sodass man mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Blitz ablichtet.
     
  3. joey23

    joey23 Mecklenburger Königsapfel

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    3. Tipp: Geistermeer

    Wenn man die Kamera auf ein Stativ stellt und lange belichtet, ergibt sich von den Wellen ein Nebelbild. Am besten gelingen diese Fotos mit einem ND-Filter oder in der Dämmerung. Um die Belichtung möglichst lang zu kriegen, sollte die Blende so weit wie möglich geschlossen werden. Manche Kameras haben dazu ein Wahlrad an dem man A=Blendenvorwahl (Möglichst hohen Wert) und S=Zeitvorwahl (möglichst langen Wert) auswählen kann. Bei einfacheren Kameras gibt es einen Nachtmodus, der einen ähnlichen Effekt haben kann.

    Auch Wasserfälle und Bäche ergeben schöne Effekte. Achtung, Kitschgefahr ;)

    [​IMG]
     
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  4. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    4. Tipp: Histogramm richtig nutzen / Belichtung optimieren:
    (zugegebenermaßen sind das mehrere Tipps, daher ausnahmsweise ein längerer Beitrag)

    Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras (und auch viele Kompaktkameras) besitzen im Rahmen der Bildwiedergabe eine Histogrammfunktion, doch die wenigsten nutzen diese äusserst praktische Funktion überhaupt. Gleich zu Anfang sei gesagt, dass man diese Funktion keinesfalls überbewerten sollte - ein schönes Histogramm macht noch lange kein schönes Bild. Teilweise ist es sogar erwünscht ein Bild mit starker Gewichtung von Schatten oder Spitzlichtern (Low-/Highkey-Aufnahmen) zu produzieren.

    Ich werde nun nicht damit anfangen, diese Funktion zu erklären sondern gleich ein paar Tipps zur Beurteilung der Histogramme geben. Wir gehen hierbei vom Standardhistogramm aus, das die Leuchtkraft wiedergibt, nicht vom RGB-Histogramm.

    Wie sollte das Histogramm "optimalerweise" aussehen:

    Das Histogramm sollte idealerweise (als guter Ausgangspunkt für eine spätere digitale Nachbearbeitung, falls gewünscht) über die gesamte Skala, also von links nach rechts gehen und an beiden Seiten sanft auf den Nullwert abfallen. Das zeigt eine gute Zeichnung von den Schatten in die Spitzlichter. Man kann sowohl einen einzelnes großes "Gebirge" rel. in der Mitte dabei herausbekommen (gleichmäßige Belichgung) oder aber auch 2 "Berge" links und rechts, die ein "Tal" einschliessen (z.B. schattiges Motiv vor hellem Himmel).

    Mein Histogramm sieht anders aus, was hat das zu bedeuten?

    1) Das Histogramm "fällt" vom einem Höchstwert ganz links nach rechts ab.
    Das Bild ist zu hell, man spricht von "Spitzlichtern" bzw. von "ausgefressenen" Stellen.

    2) Das Histogramm "steigt" von links auf einen Höchstwert ganz rechts.
    Das Bild ist zu dunkel, die Schatten sind "abgesoffen" d.h. die Detailzeichnung in den dunklen Bildteilen ist nicht bzw. nicht ausreichend vorhanden.

    3) Man sieht einen einzelnen "Berg" in der Mitte, der weit von linker und rechter Seite entfernt ist. Man sieht ein sehr kontrastarmes Bild das relativ "flach" aussieht.

    Was kann ich anders machen?

    a) Neutralgrau-Verlaufsfilter nutzen. Benutze einen NG-Verlaufsfilter (kein gewöhnlicher Neutralgrau-Filter!), diese Filter sind nur gut zur Hälfte grau gefärbt (verlängern die notw. Belichtungszeit in einer Hälfte), die andere Hälfte lässt das Licht normal durch. Meist sind diese Filter drehbar, man kann also den Verlauf anpassen. Damit kann man z.B. einen hellen Himmel abdunkeln um eine gleichmäßigere Belichtung zu erreichen.

    b) Füllblitz nutzen. Benutze einen Füllblitz um Schatten zu beleuchten und eine gleichmäßigere Lichtstimmung zu erzeugen. Denke daran dass Blitzlicht eine andere Temperatur als Tages- oder Glühlampenlicht hat. Man braucht auch nur sehr wenig, einen Füllblitz sollte man sehr gut (besser sparsam) dosieren (siehe nächster Abschnitt 4.).

    Sonst noch ein paar kleine Tipps?

    1) Graukarte nutzen: Kauf dir eine, pack sie ein, benutze sie! Manche Fotolehrbücher widmen der Belichtungsmessung per Graukarte ein eigenes Kapitel, da muss was dran sein... (mehr dazu evtl. in einem Extratipp später).

    2) Spotmessung nutzen: Bei schwierigen Lichtverhältnissen und kleinen Messflächen kann absolut NICHTS die Spotmessung ersetzen. Sie ist sehr nützlich und dank des AE-L Buttons (falls vorhanden) äusserst vielseitig.

    3) Weiss bleibt weiss: Du fotografierst Motive die eine große, weisse Fläche beinhalten? Führe eine Spotmessung auf diese Fläche durch und belichte um 2-2,5 Lichtwerte (EV) über, sonst graut sie ein.

    4) Spitzlichter messen, ruhig Schatten vergessen: Die meisten Kameras können noch ein bisschen Dynamik aus den Schatten holen, Spitzlichter bleiben meist weiss. Die Belichtungsmessung sollte man daher lieber auf oder nahe der Spitzlichter durchführen, beim Sonnenuntergang z.B. rechts oder links direkt neben der Sonne.

    5) Hintergrund beachten: Der Hintergrund kann entscheidende Auswirkungen auf die Belichtungsmessung haben, diesen bei der Belichtungsmessung keinesfalls vergessen!

    6) Kreativ werden: Es geht nicht immer um die "perfekte Belichtung". Experimentiere mit Extremen.
     
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  5. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    5. Tipp: Improvisierte Graukarte

    Du brauchst dringend eine Graukarte, hast aber gerade keine zur Hand? Mit folgenden Methoden kann man schnell eine improvisieren.

    1. Handkarte:

    Da ein Belichtungsmesser nur Grauwerte unterscheiden kann, kann man die Belichtungsmessung (Spotmessung!) auch an einer Handinnenfläche durchführen, die am besten schräg von der Hauptlichtquelle bestrahlt und nicht scharfgestellt wird. Nun zieht man genau einen Blendenwert ab und man erhält eine weitgehend exakte Belichtungsmessung.

    2. Tempokarte:

    Man kann auch ein sauberes Papiertaschentuch faltenfrei über die Frontlinse des Objektivs ziehen. Dann misst man die Belichtung in Richtung der Hauptlichtquelle. Dabei muss darauf geachtet werden dass, wie im 1. Beispiel, möglichst stark fehlfokussiert wird (wenn z.B. die Sonne die Hauptlichtquelle ist, einfach möglichst nah manuell fokussieren). Diese diffus belichtete Fläche ist ein guter Ausgangspunkt zur Belichtungsmessung. Manche Firmen bieten diese Lösung als Objektivdeckel mit eingebautem Diffusor an, das Prinzip ist gleich aber warum Geld für eine Notlösung zahlen?

    Optimal ist in jedem Fall die "normale" 18% Graukarte wie sie schon von Ansel Adams gefordert und von Kodak produziert wurde. Digitalfotografen können damit auch die Lichttemperatur messen, aber das ist ein anderes Thema.
     
  6. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    6. Tipp: "Da Grip"

    Ich übernehme diesen Tipp 1:1 von Joe McNally, der diesen Tipp u.A. in seinen Workshops gibt wo er häufig nach der besten Art die Kamera zu halten gefragt wird.

    Es ist wichtig, die Kamera bei längeren Belichtungszeiten (etwa 1/Brennweite in mm) an etwas großem, trägem abzustützen, z.B. eine Säule, eine stabile Absperrung o.Ä. - sollte das nicht möglich sein und das Dreibeinstativ sinnvollerweise zuhause herumliegen oder nicht erlaubt sein (und das Einbeinstativ ist mal wieder im Auto geblieben) kann die richtige Handhabung der Kamera für verwacklungsfreie Aufnahmen (im gewissen Rahmen) sorgen. Für Fotografen, die das linke Auge bevorzugen ist diese Technik einfacher anzuwenden als für Leute wie mich, die mit dem rechten Auge durch den Sucher schauen. Es klappt aber auch.

    Zuerst greift man die Kamera normal im Querformat. Die rechte Hand umschliesst den Kameragriff und der rechte Zeigefinger liegt am Auslöser. Um einen möglichst sicheren Stand zu gewährleisten stellt man sich in der "Boxerstellung" auf, das linke Bein vorne, das rechte Bein hinten. Die linke Schulter nimmt man nach vorne, das heisst man dreht sich etwas seitlich. Der Kopf ist in Richtung linke Schulter gerichtet. An diese Schulter drückt man nun die linke Kameraseite hinein, damit sie dort abgestützt ist. Die linke Hand hält nun die rechte Hand am Handgelenk während der linke Ellenbogen an die Brust gedrückt wird und man schaut mit dem linken Auge durch den Sucher (Benutzer des rechten Auges müssen ihren Kopf ziemlich weit nach links drehen).

    Bei langen Brennweiten kann man die Kamera mit dem kompletten linken Arm umschliessen und zudrücken, das Teleobjektiv liegt dann in der linken Armbeuge.

    Das sieht ein wenig prollig aus, ich bekomme (nach Übung) damit aber 2-3 zusätzliche Blendenstufen "Verwacklungsreserve" hin (1/8 Sek. statt 1/60 Sek.), ähnlich wie ein Bildstabilisator. Und es kostet absolut nichts.

    Dark (K)night hat im folgenden Posting das passende Bild dazu!
     
    #6 Irreversibel, 13.10.09
    Zuletzt bearbeitet: 14.10.09
  7. dark (k)night

    dark (k)night Rheinischer Krummstiel

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    Ich gehe mal davon aus, dass das gemeint ist, oder?

    So kann ich's mir besser vorstellen ;)

    Vielen Dank übrigens!!!
     
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  8. iPiet

    iPiet Raisin Rouge

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    Doof, wenn man eher der kleine, dynamische Typ ist! :)

    Aber danke für den guten Tipp!
     
  9. Mikrolisk

    Mikrolisk Hildesheimer Goldrenette

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    7. Tip: "Null-Bein-Stativ"

    Wer auf die schnelle ein Stativ braucht, aber auch wenig Platz bzw. wenig Geld hat, bekommt für ca. einen Euro die Zutaten für ein halbwegs brauchbares "Null-Bein-Stativ":

    Man braucht nur eine Schraube (10mm glaub ich), eine Unterlegscheibe und ein dünnes, aber haltbares Seil (nichts elastisches!), so 2m lang.

    Die Unterlegscheibe kommt an die Schraube das Seil wird ebenfalls an der Schraube über der Unterlegscheibe festgeknotet.

    Die Schraube kann man dann bei Gelegenheit in die Kamera unten schrauben (das Seil wird durch die Unterlegscheibe ja an der Schraube gehalten), dann stellt man sich auf das andere Seilende, wobei das Seil dazu stramm sein sollte. Voila, die Kamera ist plötzlich sehr verwackelungsfrei!

    Andreas
     
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  10. thinx

    thinx Morgenduft

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    Auch sehr praktisch können diese kleinen Bohnensäckchen sein welche man sich auch sehr einfach und billig selber bauen kann. Vom Prinzip her tut es eine mit Sand, Reis oder ähnlichem gefüllte und zugeknotete, kleine Plastiktüte auf der man dann für eine lange Belichtungszeit die Kamera ablegen kann.
    Wer begabt mit dem Umgang mit Nähmaschinen ist, kann sich auch ein kleines schickes Säckchen selbst nähen. :)
     
  11. Thaddäus

    Thaddäus Golden Noble

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    Wieso kann man nur so begrenzt Karma vergeben... ;) Sehr schön, danke... :)
     
  12. Matzele

    Matzele Braeburn

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    Auf http://www.lighting-academy.com/ gib es jede Menge Tips wie man praktische Hilfsmittel günstig selber basteln kann. Vom Schnurstativ bis zum Fotostudio is alles dabei....

    Gruß Matzele
     
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  13. thinx

    thinx Morgenduft

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    Und hier gibts die nötigen Informationen dazu wie und wann man das alles verwendet bzw. einem den Umgang mit der Kamera selbst näher bringt:

    http://www.fotolehrgang-online.de
     
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  14. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    Bitte keine Links in diesem Thread; es geht mir im Kern darum, dass das AT-Photocafè nicht ausstirbt und die Leute sich hier informieren und unterhalten können. Je mehr Leute sich hier aktiv mit dem Thema auseinandersetzen desto mehr Leute sind auch da, die sich die Mühe machen z.B. eure geposteten Bilder zu analysieren.
     
  15. a.strauch

    a.strauch Auralia

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    Da hast du Recht, nur wenn es so weiter geht ist das Fotocafé bald tot.
    Jetzt wurde auch noch WDZaphod gesperrt, bald ist echt niemand mehr aktiv hier unterwegs... :(
     
  16. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    8. Blitz umpositionieren

    Ein kleiner Tipp für Blitzlichtfotografien, der sofort hilft bessere Bilder zu machen:

    Den Blitz vom Blitzschuh nehmen und stattdessen über ein TTL-Kabel mit dem Blitzschuh verbinden. Egal von wo das Blitzlicht kommt, es sieht besser aus als wenn der Blitz auf dem Blitzschuh hängt. Den Blitz in die linke Hand nehmen und am besten von schräg oben scheinen lassen (allerdings nicht so dass die Nase des Modells einen Schatten schlägt), der Diffusor sollte dabei angesteckt sein, eventuell sollte das Licht erst von der Decke abprallen (ein 80/20 von Lumiquest wäre nicht verkehrt). Die rechte Hand hält natürlich die Kamera und drückt den Auslöser. Da Blitzlicht nicht 100% berechenbar ist, hilft es, ein wenig zu probieren; der Rest kommt mit der Erfahrung.

    Leute mit einer schweren Kamera können eine Blitzschiene mit eingebautem "kaltem" Blitzschuh verwenden, die es in mannigfaltiger Vielfalt gibt (mit abnehmbarem vertikalem Arm usw.).

    Besser ausgerüstete Leute können ihre Blitze auch fernzünden, z.B. mit der Nikon SU-800 oder einem der zahlreichen Blitzfernauslöser von Elinchrom Skyport bis Pocketwizard. Die Blitze kann man dann mit z.B. mit Superclamps und Gelenkarmen aus allen möglichen Richtungen aufstellen (auch mit Softboxen). So kann man an so ziemlich jedem Ort ein Studio improvisieren (entsprechende Blitz- und Reflektoren-/Diffusorenzahl vorausgesetzt).
     
    #16 Irreversibel, 30.12.09
    Zuletzt bearbeitet: 30.12.09
  17. JJ1308

    JJ1308 Raisin Rouge

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    9. Kreative Positionen

    Hier mal ein Tipp, der euch, ziemlich egal welche Kamera ihr habt, helfen wird, besser Bilder zu bekommen.

    Versucht einfach mal nicht die klassische Fotoposition ca. auf Augenhöhe des Fotografen, sonder einmal aus der Hüfte (Klappdisplays z.B. bei Bridgekameras sind da recht praktisch), oder auch aus dem Hocken o.Ä.

    Nehmen wir als Beispiel den Eifelturm in Paris her:

    Jeder kennt die klassische frontale Draufsicht. Das schaut (in meinen Augen) einfach nur langweilig aus...

    [​IMG]

    Daher kann man z.B. probieren näher ran zu gehen und dort dann nach oben fotografieren, es zeigen sich Perspektiven, die man vom Eifelturm eigentlich gar nicht erwartet hätte, und vor allem macht es dabei keinen Unterschied ob das Foto jetzt mit einer Leica M9 oder mit einer Handykamera gemacht wurde, die Perspektive macht einen großen Teil, vor allem aber die Wirkung eines Bildes aus...
    Hier ein Beispiel eines, in meinen Augen besseren Bildes des Eifelturms:

    [​IMG]
     
  18. loop

    loop Apfel der Erkenntnis

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    Hat jemand gute Literauturtipps?
    Sind die National Geographic Bücher was?
     
  19. Irreversibel

    Irreversibel Akerö

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    Buchempfehlungen Fotografie (ein Thread im Photocafé).

    Die National Geographic Reihe kann ich nicht empfehlen. Ich habe ein paar von den Dingern beim Warten auf Züge in Bahnhofsbüchereien quergelesen. Einsteiger bekommen einen kleinen Einblick, aber nach spätestens einem Jahr weiss das was da drin steht jeder Hobbyfotograf. Wenn man von einigen raren Tipps echter NG-Fotografen absieht ist der Inhalt mau, das gilt für die ganze Reihe. Teilweise sind physikalische Details völlig falsch erklärt oder nicht richtig übersetzt. Da wird nur versucht, aus dem guten Namen Kapital zu schlagen, mehr nicht.

    Das Buch das jeder, wirklich JEDER zuhause haben sollte ist Andreas Feiningers "Große Fotolehre". Das kostet gerade mal 13 Euro und ballt das Wissen das man über Fotografie haben sollte, auch zum immer wieder nachschlagen. Für Details wie Bildbearbeitung sollte man sich dann ein Buch kaufen, das das spezielle Programm behandelt, welches man nutzt und für die technischen Details der Digitalfotografie reicht das der Kamera beiliegende Handbuch. Mit diesen 3 Büchern ist man gut gewappnet. Wer noch tiefer ins Detail gehen will, findet besonders im englischsprachigen Markt viel Futter.

    Wer die einzelnen "Schulen" und "Philosophien" der Fotografie studieren will, kann einen Haufen Bücher erwerben. Da geht es dann weniger um das Equipment und mehr um das Fotografieren an sich. Darauf wird beim Buchkauf leider viel zu wenig Gewicht gelegt, die meisten Leute meinen wenn sie das Equipment beherrschen wird's schon was. Glücklicherweise ist Fotografie mehr.
     
  20. loop

    loop Apfel der Erkenntnis

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    Astrein, Danke!
    Werd mich mal durchwuseln, Fotografie war schon immer interessant, meine Grundkenntnisse hab ich ausm Internet und learning by Doing, aber viel zu wenig Zeit um mich dem Hobby auf Dauer anzunehmen, leider.
    Bücher helfen da weiter um mich bei der Stange zu halten, hoffe deine Tipps helfen was.
    Und meiner 350D würde es auch mal wieder gefallen ausgepackt zu werden.
     

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