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FileVault - Was spricht noch dagegen?

hoopaholic

Jamba
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57
Moin,

ich würde gerne meine Nutzerdaten verschlüsseln und denke daran, FileVault zu nutzen. Ich habe hier im Forum und auch in anderen Foren einiges dazu gelesen. Es scheint so zu sein, dass nur noch wenig dagegen spricht und dass die früheren Probleme in der Nutzung, z.B. mit TimeMachine, weitgehend behoben sind.

Seht ihr noch entscheidende Gründe gegen FileVault unter El Capitan in Verbindung mit einem 2 Jahre alten MBPR?

Merci & Grüße
 
Was denn für Probleme mit Time Machine? Ich nutze das schon seit vielen Jahren ohne Probleme. Einzige Nachteile sind ein etwas längeres Booten (was bei einem relativ neuen MacBook praktisch unerheblich ist) sowie die Unmöglichkeit um ohne Kennworteingabe einzuloggen. Ansonsten gibt es da kaum bedenken. Man muss sich nur im Klaren sein, dass man ohne Backups (lieber zwei statt eines) seine Daten verliert wenn mal irgendwas mit der Festplatte passiert, sei es nur eine fehlerhafte Partition. Im Übrigen sollte Time Machine natürlich auch separat verschlüsselt werden, sonst kommt man trotzdem an die Daten ran. ;-)
 
Wie an anderer Stelle hier im Forum geschrieben, hatte ich einen Reparaturfall und wollte meinen iMac nicht komplett löschen. Also hatte ich die Idee, alles mittels File Vault zu verschlüsseln. Vorab das Fazit bei einem iMac: man sollte die Finger davon lassen. Warum?

Zuallererst und total schlecht ist die Tatsache, dass bei mir nach dem Anschub der Verschlüsselung die Funktastatur beim booten, also auch beim einloggen, nicht mehr funktionierte. Ich kam nicht umhin, eine USB Kabeltastatur extra dafür zu kaufen (als endlich die Fehlerquelle eingegrenzt war). Nachdem man also die Verschlüsselung angeschoben hat, kommt ein Neustart. Da man sich aber mit der original Tatstur beim iMac eben dann nicht mehr einloggen kann, startet man mittels Ein/Aus Taster neu. Danach hängt sich das System (Ladebalken unterm Apple Logo bleibt bei knapp 50 % stehen) auf. Wenn man dann endlich mittels der Kabeltastatur den iMac wieder gestartet hat (der eigentliche Startvorgang dauert auch länger), dauert es je nach Datenmenge sehr lange, bis die Verschlüsslung abgeschlossen ist. Gleiches, wenn man wieder entschlüsseln will.

Außerdem gibts ein weiteres großes Problem. Wenn man verschlüsselt und warum auch immer das Paßwort vergisst oder ein Hardwareschaden entstand, kann es zu großen Problemen (genaueres wollte ich nicht ausprobieren) kommen, wenn man "Meinen Mac suchen" aktiviert hat. Denn bei allen Neuinstallationsversuchen etc. kommt einen dann diese Option in die Wege.

Letztendlich muss es jeder selbst wissen, aber ich werde zukünftig von der Verschlüsselung die Finger lassen.
 
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Reaktionen: hoopaholic
@Mondapfel:
Ich nutze FileVault jetzt seit Anfang des Jahres und kann keines deiner Probleme bestätigen.
Ich nutze ständig Bluetooth-Tastaturen, das Anmelden funktionierte bis jetzt jedes Mal.
Dass die Verschlüsselung beim ersten Verschlüsseln der Platte einige Zeit dauert, ist normal, danach läuft aber alles sehr zügig. Der Systemstart ist vielleicht minimal langsamer geworden als vorher, aber nicht so, dass es störend wäre.
Auch hatte ich noch nicht einen Hänger beim Start.
Un d wenn man das Passwort vergisst, hat man immer noch den Wiederherstellungsschlüssel, der beim Einrichten von FileVault erstellt wird, und den man hoffentlich an einem sicheren Ort hinterlegt hat. Probleme sollte es also auch in der Hinsicht nicht geben.
Sorry, aber die Probleme scheinen ihre Ursache irgendwo auf deinem Mac zu haben und sind keinesfalls generelle Probleme.
 
@Paddy2590 Das komische ist nur, dass bei mir die Funktastatur sofort wieder funktionierte, als ich die Entschlüsselung anschob.
 
Ich habe das Problem auch nicht. Ich nutze mein MacBook ausschließlich noch im ‘Clamshell’-Modus mit einer Bluetooth-Tastatur. Es kann aber sein, dass die Verbindung nicht auf Anhieb funktioniert nach einem Neustart. Überhaupt gibt es doch kaum einen Grund um regelmäßig neu zu starten. Ich komme in der Regel Wochen ohne aus und starte nur neu wenn es ein Update erfordert oder ich das System wechsele.

Außerdem gibts ein weiteres großes Problem. Wenn man verschlüsselt und warum auch immer das Paßwort vergisst oder ein Hardwareschaden entstand, kann es zu großen Problemen (genaueres wollte ich nicht ausprobieren) kommen, wenn man "Meinen Mac suchen" aktiviert hat. Denn bei allen Neuinstallationsversuchen etc. kommt einen dann diese Option in die Wege.

Hardwareschaden hat nichts mit Verschlüsselung zu tun. Wenn die Platte hinüber ist, ist sie hinüber. Du solltest dich nie drauf verlassen, dass du in solchen Fällen ohne Verschlüsselung vielleicht noch Daten retten könntest. Ich würde mich gar nicht erst in diese Situation bringen. Deshalb muss man auch Backups machen, ganz unabhängig von der Verschlüsselung.

Auch gegen das Vergessen des Kennwortes kann man sich absichern. FileVault erzwingt die Erstellung eines Wiederherstellungsschlüssels den du an dein iCloud-Konto koppeln oder selbst aufbewahren kannst (optional auch an Apple geben kannst, zusammen mit ein paar Sicherheitsantworten). Meinen Mac suchen ist übrigens auch wieder optional, das musst du nicht verwenden. Wenn du es doch tust, solltest du dir auch im klaren sein, dass man das Gerät so sperren kann, insbesondere wenn kein Wiederherstellungsschlüssel außerhalb des iCloud-Kontos gespeichert wurde. Genau aus diesem Grund nutze ich die Funktion nämlich auch nicht, sondern bewahre ich selbst meinen Wiederherstellungsschlüssel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze FileVault seit der iMac bei mir eingezogen ist und hatte mit der mit dem Einrichten bzw. der BT Tastatur noch keine Probleme.

Der Knoten sollte woanders liegen und nicht bei FileVault.
 
Wie sieht es mit dem Verschleiß der Festplatte aus? Bei nem Macbook ist die SSD ja auf dem Board verlötet.
 
Welchen Verschleiß bei einer SSD?
Wieviele mechanische Teile sind da verbaut?
 
er meint die Flash-Chips, die sind nur begrenzt oft beschreibbar. Man kann sagen: auch mit den 3-4 Jahre alten SSDs ist FV auf die übliche Lebensdauer von 5-6 Jahren bei tgl. Nutzung von 12-14h kein Problem. Bei neueren SSDs erst recht nicht mehr.
 
Wie verhält sich die Lebensdauer einer Kombi SSD/HDD (FusionDrive) bei normaler Benutzung im Regelfall @Wuchtbrumme ?
 
Da bin ich aber glücklich ein Backup zu haben.:cool:
 
Datenspeicher gehen immer kaputt. Die Frage ist nur, wann.