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FBI ordnete offenbar Apple ID-Passwortänderung an

Michael Reimann

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Aus einem Tweet des San Bernadino Countys geht hervor, dass die Passwortänderung der Apple ID des Terroristen Syed Rizwan Farook auf Anweisung des FBI geschehen ist. Die bisherige Darstellung war, dass das Passwort von der Gesundheitsbehörde - dem ehemaligen Arbeitgeber von Farook - die Änderung auf eigene Veranlassung durchgeführt hat.

Im Tweet wird nun klar, dass das Passwort auf Anweisung des FBI geändert wurde. Dieses wurde nun auch durch das FBI bestätigt. Das Passwort wurde demnach am 6. Dezember geändert, um unmittelbaren Zugriff auf den Daten in der iCloud zu erhalten. Der daraus resultierende Effekt, dass kein automatisches iCloud-Backup durch das Gerät mehr angefertigt werden kann, wurde von der Bundesbehörde heruntergespielt.

County-Sprecher David Wert hat BuzzFeed News mitgeteilt, das der Tweet authentisch sei, er aber nichts hinzuzufügen hätte. Apple hat sich ebenfalls nicht weiter zu der Situation geäußert.

The County was working cooperatively with the FBI when it reset the iCloud password at the FBI's request.

— CountyWire (@CountyWire) February 20, 2016
​

Damit ist die Lage offensichtlich verfahrener, als man zunächst annehmen konnte. Jedenfalls wurde offensichtlich durch die Änderung des Passworts das automatische Backup des iPhones in der Cloud verhindert. Weiterhin ist ohne Kenntnis des Passcodes kein Zugriff auf die auf dem Gerät gespeicherten Daten möglich. Die Forderung des FBI an Apple, das Gerät durch eine spezielle - bisher nach Apples Angaben nicht existierende Software - zu entsperren, bzw. bei der Entsperrung zu helfen besteht weiter.

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AppleID-Passwort ist nicht Geräte-PIN, das hätten die Jungs ubd Mädels vom FBI eigentlich wissen sollen...
 
Was für mich unlogisch ist:

Laut der Aussage, wollte das FBI unmittelbaren Zugriff auf die iCloud-Daten erhalten.
Dadurch rechtfertigen sie die unüberlegte Passwortänderung.

Um das Passwort jedoch zu ändern, benötigten sie erst einmal das alte Passwort.
Warum also das Passwort ändern, wenn das alte Passwort bekannt war und sowieso zur Änderung benötigt wurde?
 
Was für mich unlogisch ist:

Laut der Aussage, wollte das FBI unmittelbaren Zugriff auf die iCloud-Daten erhalten.
Dadurch rechtfertigen sie die unüberlegte Passwortänderung.

Um das Passwort jedoch zu ändern, benötigten sie erst einmal das alte Passwort.
Warum also das Passwort ändern, wenn das alte Passwort bekannt war und sowieso zur Änderung benötigt wurde?

Vielleicht wollten sie sicherstellen, dass keiner herumpfuschen kann. Da das Kennwort vorlag, wäre das vielleicht ein Risiko gewesen.
 
Aha, Der Fall zeigt nun deutlich die Inkompetenz dieses Saftladen names FBI. Aber vorher erstmal ein großes TAM-TAM um die Geschichte machen und schön von der eigenen Blödheit ablenken. Erinnert mich irgendwie an die NSU-Morde, wo ja auch aus Versehen Akten mit Beweisen geschrettert wurden :rolleyes:
 
Beim FBI wird ab sofort eine neue Dienstkleidung angeordnet:
T-Shirts mit dem Aufdruck "Lass mich, ich kann das! .....Oh, kaputt." :)
 
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Vielleicht wollten sie sicherstellen, dass keiner herumpfuschen kann. Da das Kennwort vorlag, wäre das vielleicht ein Risiko gewesen.
Vermutlich. Ich als absoluter Laie hätte die Daten in der iCloud alle kopiert und gesichert, aber ganz bestimmt nicht die Kennung geändert. Ich hätte eher gehofft das jemand versucht darauf zuzugreifen und versucht zu ermitteln, wer dies ist und wo er sitzt. Geschaut welche Daten geändert oder gelöscht werden etc. Aber okay, ich schaue wahrscheinlich zu viel (schlechte) amerikanische Krimiserien ^^
 
Vermutlich. Ich als absoluter Laie hätte die Daten in der iCloud alle kopiert und gesichert, aber ganz bestimmt nicht die Kennung geändert. Ich hätte eher gehofft das jemand versucht darauf zuzugreifen und versucht zu ermitteln, wer dies ist und wo er sitzt. Geschaut welche Daten geändert oder gelöscht werden etc. Aber okay, ich schaue wahrscheinlich zu viel (schlechte) amerikanische Krimiserien ^^

Auf englischsprachigen Websites wird auch gemunkelt, dass dieses iPhone vermutlich gar keine hilfreichen Informationen haben wird. Es war ein Firmengerät, das iCloud-Kennwort war im Besitz des Arbeitgebers und die älteren Backups waren schon nicht hilfreich. Zusätzlich sollen wohl auch sämtliche Apparate kurz vor dem Vorfall zerstört worden sein, was wohl darauf deutet, dass der Täter sehr wohl versucht hat um Spuren zu verwischen. Ob das FBI Fehler gemacht hat, ist nicht unbedingt von der Forderung abhängig. Natürlich alles nur Mutmaßungen, aber wenn man sieht wie verbissen das FBI nun mit Apple umgeht und alles von der Hand weist, könnte man meinen, es ginge wirklich nur um den Präzedenzfall.
 
Das Beste an der Geschichte ist der Trump. Er hat ein iPhone und ein Samsung-Phone. Er will so lange sein iPhone nicht mehr nutzen, wie Apple dem FBI nicht entgegen kommt.

Oh my.

Er will also allen Ernstes auf die Nutzung des nachgewiesermaßen sicheren iPhones verzichten, um das Knacken desselben zu erwirken? Ich habe erwartet, dass er als Politiker im Wahlkampf durchaus etwas zu verbergen hat. Vor allem vor den leicht entarteten Geheimdiensten dort.

Und außerdem sollen die Amis doch nur noch US-Amerikanische Produkte kaufen und nutzen. Samsung ist sicher nicht US-Amerikanisch. Apple hat immerhin den Sitz dort. Gilt das Prinzip für ihn selbst nicht mehr?

Hoffentlich wird der Typ Präsident. Vielleicht lernen die USA daraus auf die harte Tour. Andererseits habe ich Angst, dass der Typ den Rest der Erde mit in den Abgrund reißt.
 
@ottomane
Was es in den USA momentan als Option für die nächste Führung zur Verfügung steht ist so haarsträubend, da sind wir hier, bei aller berechtigter Kritik, mit unserer Merkel gut bedient!
 
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Reaktionen: ChrisW90 und ottomane
Bin nicht wirklich ein IT-Experte, daher meine vielleicht etwas naiven Fragen: Auf welche Weise hätte man durch das Backup in der Cloud an die gewünschten Daten kommen können? Führt das iPhone auch im ausgeschalteten / gesperrten Zusand ein Backup durch, welches Apple dann nur noch von den Servern hätte holen müssen?

Und warum kann man das alte Apple-ID Passwort nicht einfach wieder einstellen?
 
Bin nicht wirklich ein IT-Experte, daher meine vielleicht etwas naiven Fragen: Auf welche Weise hätte man durch das Backup in der Cloud an die gewünschten Daten kommen können? Führt das iPhone auch im ausgeschalteten / gesperrten Zusand ein Backup durch, welches Apple dann nur noch von den Servern hätte holen müssen?

Und warum kann man das alte Apple-ID Passwort nicht einfach wieder einstellen?
Das tut es doch immer, wenn das iPhone am Strom hängt, nicht benutzt wird und gesperrt ist, zumindest wenn es sich in nem bekannten WLAN befindet.
 
Und warum kann man das alte Apple-ID Passwort nicht einfach wieder einstellen?

Weil das Problem nicht das Passwort ist, sondern das gesperrte iPhone. Und solange die Pin nicht bekannt ist, kann es auch keiner knacken. Darum gehts ja in dem Fall.
Das Backup ist nicht mit dem Gerätepin sondern mit dem AppleID-Passwort gesichert, daher wäre das eine Möglichkeit gewesen, an die Inhalte des Phone zu kommen.
 
Ich mache ausschließlich Backups auf iTunes, daher mein Nichtwissen... :innocent:

Dennoch: Angenommen, man stellte das alte Apple-ID Passwort wieder ein und brächte das betreffende iPhone in das ihm bekannte WLAN. Würde es dann (im Gegensatz zum Zustand vor der unglücklichen Passwort-Änderung) kein Backup durchführen? Danach könnte man doch dann ein anderes Gerät aus dem Backup wiederherstellen... :eek:
 
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Die iCloud-Backups wurden wohl schon vor Wochen ausgeschaltet, deshalb gibt es ja auch kein aktuelles Backup