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Falls die Apple-ID mal gesperrt wird…

Anthem

Jerseymac
Registriert
07.01.09
Beiträge
453
Hallo zusammen,
ausgehend von diesen beiden Artikeln…
https://www.apfeltalk.de/community/...t-fall-endet-gut-doch-risiken-bleiben.588187/
https://www.apfeltalk.de/community/...-der-walled-garden-fuer-euch-bedeutet.588270/
… habe ich mich gedanklich - mal wieder - damit beschäftigt, was passieren würde, wenn meine AppleID gesperrt oder gehackt/gekapert würde.

Die Frage, die mich beschäftigt ist: was kann ich präventiv tun, um Schaden zu minimieren. Vorweg: Ich bin seit > 20mJahren in Apples goldenem Käfig und schätze den Komfort auch sehr. Zwischendrin habe ich einen Ausflug in androidische Gefilde gemacht und bin recht schnell wieder zurück.

Welche Bereiche wären denn betroffen:
  • Mail inkl. versteckte Mailadressen
  • Passwörter
  • Daten in der iCloud Drive
  • Kalender
  • Notizen
  • Health Daten
  • Abos
  • Käufe (Software, Filme, Serien, Musik)
  • Adressbuch
Habe ich was vergessen?

Bei etlichen dieser Punkte ist es nicht schlimm, wenn die Daten weg sind (z.B. Health, Notizen, Kalender), ich kann sie wieder herstellen (Adressbuch, Daten im iCloud Drive) oder sie sind ohnehin von Apple unabhängig (Passwörter in Strongbox). Hier nutzte ich zwar auch Apples Passwörter-App parallel und halte das händisch synchron mit Strongbox, aber da würde ich nur wenig verlieren. Das ich keinen Zugriff mehr aufFilme und Musik hätte, wäre superärgerlich, aber nicht wirklich schlimm.

Bleiben die Bereiche Abos, Mail und generell der zugriff auf alle Devices. Hier hat mich der Artikel mit der Geschenkkarte stutzig gemacht. Zum Nutzen der Geräte brauche ich diese ja an sich nicht in der iCloud anmelden. Oder werden die Geräte gesperrt, wenn die Apple ID gesperrt wird?

Die Abos: Auf die würde ich ja auch den Zugriff verlieren und könnte sie ja nicht mal kündigen. Oder?

Mail: Bis auf die @iCloud-Adresse, die ich nicht mehr' aktiv nutze, ist alles bei anderen Providern. Wenn ich allerdings keinen Zugriff mehr auf die inzwischen >200 versteckten Mailadressen habe, wird es wirklich arbeitsaufwändig.

Wie seht ihr das? Egal, Apple funktioniert schon - oder sichert ihr euch anderweitig ab?

Gruß
Anthem
 
Alles was du oben nennst, und noch einiges mehr, liegt auf meiner persönlichen (Synology) NAS Cloud. Nur wo iCloud unvermeidbar ist, weil es zu sehr mit dem System verschweißt ist, wird diese verwendet. Dazu gehören die o.g. Punkte Health, Abos, Store - aber auch Home(Kit), etc. Ein Verlust des Apple Account hat noch ganz andere Konsequenzen und wäre trotz allem eine Katastrophe.
Trotzdem gilt: Nicht zu sehr von einer Firma abhängig machen. Meinen Passwort Safe würde ich Apple auch nicht anvertrauen.
 
Es ist halt meist eine Frage von Sicherheit/Unabhängigkeit < vs > Komfort. Mit Strongbox z.B. bin ich unabhängig, die Nutzung mit dem Yubikey auf dem iPhone denkbar unkomfortabel. Die Fotos App speichert und sync meine Bilder wunderbar über alle Devices. Apple ID weg, Fotos weg. Was nicht so schlimm wäre, da meine wichtigen Fotos alle aus Lightroom kommen.

Für die versteckten Mailadressen habe ich eine Möglichkeit gefunden, dich ich in der nächstenZeit mal ausprobiere. Bei Posteo (mein Haupt-Mailprovider) habe ich die Möglichkeit, mit einem Zusatz zur Mailadresse eine Art Wegwerfadresse zu erstellen, indem ich "+xyz" an meine Mailadresse anfüge. Also [email protected]. Das funktioniert wie ein Alias, ohne das ich extra diese Adresse anlegen muss. Letztlich nur ein Sortierkriterium oder eine Art Catchall für Posteo. Zugestellt wird das an meine Hauptadresse. hat den Vorteil, das ich an der Adresse auch erkenne, wofür die ist. Beispiel: [email protected]. Damit wäre ich, was die versteckten Mailadressen betrifft, schonmal unabhängiger.
 
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Dieses Thema mit Mail und Spamvermeidung hatten wir hier bei AT schon öfter. Am besten ist das mittels eigener Domain (und z.B. Catchall; für jeden Dienst eine andere Adresse) gelöst.
Mit eigener Domain macht man sich nicht nur von Apple unabhängig sondern auch von Mailanbietern wie z.B. posteo.de - was nicht heißt, dass Posteo schlecht ist.
 
Für die versteckten Mailadressen habe ich eine Möglichkeit gefunden, dich ich in der nächstenZeit mal ausprobiere. Bei Posteo (mein Haupt-Mailprovider) habe ich die Möglichkeit, mit einem Zusatz zur Mailadresse eine Art Wegwerfadresse zu erstellen, indem ich "+xyz" an meine Mailadresse anfüge. Also [email protected].
Nennt sich offiziell wohl Mail-Extensions. Nutze ich schon seit Jahren bei mailbox.org. Google unterstützt es AFAIK wohl auch. Stell dich aber darauf ein, dass du immer mal wieder darüber stolperst, dass das „+“ als ungültiges Zeichen abgelehnt wird.
 
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Es ist halt meist eine Frage von Sicherheit/Unabhängigkeit < vs > Komfort.

Unabhängigkeit ja. Für “Sicherheit“ hab ich schon zu viele berufliche Erfahrungen mit privaten NAS gemacht. Verschlüsselt, plötzlich komplett defekt, gestohlen, neben Brandherd gestanden…
 
Dieses Thema mit Mail und Spamvermeidung hatten wir hier bei AT schon öfter. Am besten ist das mittels eigener Domain (und z.B. Catchall; für jeden Dienst eine andere Adresse) gelöst.
Mit eigener Domain macht man sich nicht nur von Apple unabhängig sondern auch von Mailanbietern wie z.B. posteo.de - was nicht heißt, dass Posteo schlecht ist.
Ich habe eine eigene Domain. Das ist allerdings mein voller Name und das machte ich nicht für Wegwerf-Mailadressen benutzen ;-) Ich hatte mit das auch schonmal überlegt, dafür ggf. eine "generische" Domain zu sichern. Mit Posteo mache ich nur gute Erfahrungen. Über keine Mailadresse kommt so wenig bis gar kein Spam. Und von irgendeinem Anbieter ist man immer abhängig.
Nennt sich offiziell wohl Mail-Extensions. Nutze ich schon seit Jahren bei mailbix.org. Google unterstützt es AFAIK wohl auch. Stell dich aber darauf ein, dass du immer mal wieder darüber stolperst, dass das „+“ als ungültiges Zeichen abgelehnt wird.
Danke für den Hinweis.
Unabhängigkeit ja. Für “Sicherheit“ hab ich schon zu viele berufliche Erfahrungen mit privaten NAS gemacht. Verschlüsselt, plötzlich komplett defekt, gestohlen, neben Brandherd gestanden…
Das ist einer der Punkte, warum ich kein NAS habe. Meine Daten liegen auf externen HDs und werden 3-fach gesichert. Mit 2 Programmen separat inkl. einer Platte im Bankschließfach. Die Cloud- und anderen Funktionen eines NAS benötige ich nicht, bzw. möchte ich mich da auch gar nicht so weit einarbeiten, das ich mir sicher bin, das alles sicher ist ;-) Meine Fähigkeiten reichen für den erweiterten Hausgebrauch. Das muss reichen.
 
Ich hatte mit das auch schonmal überlegt, dafür ggf. eine "generische" Domain zu sichern.
So mache ich es. Ich habe drei Domains in nachname.net/.org./.info - die beiden ersten schon 1997 registriert. Hier laufen sämtliche persönliche Postfächer meiner Familie mit dem gleichen Nachnamen.
Für den Bereich „Wegwerfen“ (wenn man es denn so nennen mag) hab ich generische Domains mit aktivem Catchall Postfach. Eine für mich, eine für meine Frau, usw.
Ist ja nicht nur für Wegwerfen, aber damit erhöht man zum einen die Sicherheit, weil nicht jeder Dienst die gleiche Mailadresse als Login hat und zum anderen kann man an der Empfängeradresse von Spam schnell erkennen, welcher Dienst im Internet schlampig war und es zu einem Datenabfluss gekommen ist.
Mit eigenen Domains ist man jedenfalls maximal unabhängig, weil so lange ich sie bezahle ich sie auch zu jedem anderen Mail- und DNS Anbieter umziehen kann.

Das Thema NAS sehe ich ein bisschen anders. Klar muss man wissen, was man tut, sich oft tief einarbeiten, die richtige Backup Strategie haben (auch eine die Erpressung, höhere Gewalt und Diebstahl ausschließt), usw.
Aber alles in irgendeine Cloud schieben, am besten nur bei einem Anbieter (siehe eigentliches Thema Apple/iCloud/Account gesperrt) und darauf vertrauen, dass es dort schon sicher aufgehoben ist, ist das genaue Gegenteil - nämlich Faulheit, blindes Vertrauen und Blauäugigkeit.
Aber es darf gerne jeder eine eigene Strategie haben 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
ich nutz zwar kein Strongbox, aber meine (Yubi)Keys haben idr NFC, da ists dann komfortabel.
Ja, hat meiner auch. Mit Strongbox ist aber auf dem iPhone kein automatisches Eintragen möglich wie mit der Passwörter-App. Name und Passwort müssen händisch kopiert werden. Ich war nicht ganz präzise: Yubikey mit NFS geht, copy&paste ist umkomfortabel
Aber alles in irgendeine Cloud schieben, am besten nur bei einem Anbieter (siehe eigentliches Thema Apple/iCloud/Account gesperrt) und darauf vertrauen, dass es dort schon sicher aufgehoben ist, ist das genaue Gegenteil - nämlich Faulheit, blindes Vertrauen und Blauäugigkeit.
Aber es darf gerne jeder eine eigene Strategie haben 😉
Da bin ich völlig bei dir. Darum habe ich auch nur das in der iCloud, Dropbox und GoogleDrive, was entweder a) verzichtbar ist oder b) noch anderweitig gesichert ist.
 
Das ist ein Anfang, wenn an unterschiedlichen Orten.
Ja
Bringt bei Ransomware, die monatelang schlummert, leider auch nur bedingt etwas.
Ja
ein NAS ist ja auch KEIN BACKUP. Man macht regelmäßige Backups vom NAS.
Ja

Was empfehlt ihr gegen Ransomware? Vollsicherung auf HD, abstöpseln und nicht wieder verbinden? Und das auf jeweils neue Platten in einem zeitlichenAbstand, dessen Datenverlust man verschmerzen kann?
 
Was empfehlt ihr gegen Ransomware
GFS Backup (Grandfather - Father - Son). Grandfather bleibt "lang" eingesperrt (mehrere Monate), und ist ein Vollbackup. Father wird öfter erneuert, und Son ist das Tägliche Differentialbackup

Bei mir sind zb die Grandfather mindestens 3 Jahre im tiefen Gletscher, Father mindestens 6 Monate, auf HDD da hier der Zugriff schneller wäre.

das betrifft rein meine beiden NAS. Time Machine , Cloud Backup läuft getrennt davon.
 
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SSD müssen immer mal wieder Strom haben.
MLC ca alle 5 Jahre & SLC ca alle 10 Jahre. Andere NAND Typen sind da nicht zu empfehlen, da die alle 1-3 jahre mal Strom brauchen (QLC ist da mit rund 1 Jahr komplett ungeeignet)
 
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mir ist schon bei der primären Berichterstattung sauer aufgestoßen, dass scheinbar niemand auch nicht einmal naheliegende Dinge auch nur ansatzweise recherchiert hat:


Das dürfte auf jeden anderen Digitalanbieter eins-zu-eins übertragbar sein (und das ist nur ein Beispiel, das wichtigste war glaube ich ein Fall aus Skandinavien).
 
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