Externe Festplatte für Notsysteme

commune10

Adams Apfel
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Ich würde gern eine externe Festplatte zum Booten alternativer Mac OS X Versionen erstellen. Es sollten nach Möglichkeit die Versionen

* 10.4
* 10.5
* 10.6
* 10.7
* 10.8
* und das künftige 10.9

unterstützt werden. Soweit vorhanden und möglich sowohl für die PPC als auch die Intel-Platform.

Jede OS-Version sollte ihre eigene Partition haben, welche beim Booten via gedrückter alt-Taste ausgewählt werden kann.

Zuzüglich einer Datenpartition (FAT32) für Updates, Treiber und sonstigen Datenaustausch benötige ich somit mindestens 7 Partitionen.

Wenn ich mich recht erinnere gibt es für eine Bootpartition einige Einschränkungen, wie z.B. das sie innerhalb der ersten x Byte auf dem Volume liegen muss oder innerhalb der ersten x Partitionen/Volumes auf dem Medium. Dazu kommt dann natürlich noch das jeweils geeignete Dateisystem.

Eine (oder mehrere) Rescue-Partitionen für 10.7+ wären auch recht nützlich.

Wie würde ein geeignetes Partitionsschema, welches ich unter 10.8.3 erstellen würde am besten ausschauen? Für Tipps wäre ich dankbar. Gern auch als Terminalkommandos.
 
Wozu eine eigene "Datenpartition", den Datenaustausch kannst du auch über die diversen Systempartitionen erledigen. PPC-Rechner brauchen zum Booten ein Apple Partitionsschema, darauf lassen sich Systeme für Intel-Macs nur schwer installieren (der Installierer verlangt das GUID-Schema). Fraglich auch, ob das mit den Recovery Partitionen ohne GUID funktioniert.
 
Die OS-Partitionen sollen nur ein Booten und vielleicht den Start kleinerer nützlicher Helferlein ermöglichen und daher möglichst sparsam mit dem Plattenplatz umgehen, um auf der Platte (320 GB) einen möglichst großen zusammenhängenden Block für Updates, Treiber, Filme, Musik und andere größere Datenmengen zu ermöglichen. Diese sollen außerdem auch unter Windows und Linux nutzbar sein, daher das FAT32-Format für diese Partition.
 
Das mit GUID ist wohl eine dieser Einschränkungen die ich irgendwie im Hinterkopf habe. Einstellen kann ich das ja nirgendwo, richtig?

1. Sehe ich das richtig, wenn ich die Platte auf einem PPC-Mac z.B. unter 10.4 formatiere hat die Platte das Apple-Partitionsschema, wenn ich sie auf einem Intel-Mac z.B. unter 10.6.8 formatiere das GUID-Schema?
2. Das Schema gilt für das ganze Medium und nicht für Teile davon, wie z.B. eine Partition/Volume?

Ein Blick in die Doku zu hdiutil lässt mich aber erahnen, als könnte ich auch auf einem Intel-Mac durchaus noch eine Apple-Partition erstellen. Geht da was?
 
gibt es für eine Bootpartition einige Einschränkungen, wie z.B. das sie innerhalb der ersten x Byte auf dem Volume liegen muss
Stimmt. Sie muss -nur sofern sie was älteres als 10.4.4/x86 starten können soll- vollständig innerhalb der ersten 2 TB liegen.
Für aktuelle Systeme auf intel-Macs liegt die 'Schallmauer' bei 16 PB.

oder innerhalb der ersten x Partitionen/Volumes auf dem Medium.
Auch das stimmt - teilweise.
So manche ältere Firmware (einschliesslich älterer PPC-Modelle, die noch OS 9 nativ starten konnten) testete nur die ersten 64 Partitionen auf ein startfähiges System. Was in höheren Slots einsortiert war wurde nur benutzbar, indem das Startvolume entsprechend voreingestellt und gespeichert wurde, der integrierte Bootmanager mit seiner Suchautomatik kam da nicht mehr ran.

Dazu kommt dann natürlich noch das jeweils geeignete Dateisystem.
Alle Mac OS Versionen seit 8.5 verlangen nach HFS+ aka "Mac OS Extended".
Seit 10.6 SnowLeopard muss dieses zusätzlich noch "journaled" sein.

Eine (oder mehrere) Rescue-Partitionen für 10.7+ wären auch recht nützlich.
Wenn du diese externe HD ohnehin nur als Notfallmedium brauchst, ist sie das NICHT. Wozu denn?

Wie würde ein geeignetes Partitionsschema, welches ich unter 10.8.3 erstellen würde am besten ausschauen?
Willst du auch PPCs damit booten, bietet sich nur APM an.
 
Das mit GUID ist wohl eine dieser Einschränkungen die ich irgendwie im Hinterkopf habe.
Auf intel-Macs wird nach GPT (aka GUID) verlangt, damit der Installationsvorgang gestattet wird.
Andere Schemen sind zwar auch bootfähig (mit gewissen kleinen Beschränkungen), das System muss dann allerdings durch das klonen eines bereits fertig erstellten Volumes übertragen werden.

Einstellen kann ich das ja nirgendwo, richtig?
Festplatten-DP -> Partition -> Optionen...

Sehe ich das richtig, wenn ich die Platte auf einem PPC-Mac z.B. unter 10.4 formatiere hat die Platte das Apple-Partitionsschema
Korrekt. GPT ist erst ab 10.4.6 (oder wars 10.4.7 ???) verfügbar.

Das Schema gilt für das ganze Medium
Selbstverständlich.

Ein Blick in die Doku zu hdiutil lässt mich aber erahnen, als könnte ich auch auf einem Intel-Mac durchaus noch eine Apple-Partition erstellen. Geht da was
Du kannst erstellen was du willst. Du kannst seit 10.6 SnowLeopard lediglich keine speziellen Treiberpartitionen mehr in das APM-Schema einbinden lassen, weil die entsprechenden Binärpatches für deren Inhalt nicht mehr mitgeliefert werden.
Ist aber völlig irrelevant, die waren nur für die Mac OS Versionen vor OS X nötig, also bis OS 9 (vulgo: "Mac OS Classic").
 
Das klingt ja schon mal ganz gut.

* 2 TB sind für mich keine relevante Grenze, die Platte hat nur 320 GB.
* 64 Partitionen ist für mich ebenfalls nicht relevant, jetzt 7 vielleicht mal 10 würden wohl reichen. Niemand braucht mehr als 10 Partitionen!1!! außer die Apple Geniusse mit ihren Diagnose-Platten, die im Prinzip das sind was ich mir im kleinen auch realisieren möchte.
* System 8.5 ist für mich auch nicht relevant, bis System 9.x würde ich mir gegebenenfalls eine extra Festplatte basteln. Momentan steht so etwas aber nicht an.

Okay, von den Rescue-Partitionen verabschiede mich mich dann schon mal. Wenn ich ein 10.8 von der externen Platte booten kann, reicht das im Prinzip auch.

> Festplatten-DP -> Partition -> Optionen...
okay, alles klar.

> Das Schema gilt für das ganze Medium
okay, ebenfalls verstanden.

Auf jeden Fall würde ich auch PPC-Macs unter 10.4.x bis 10.6.x von der Platte booten wollen. Aus Nostalgiegründen vielleicht sogar ein 10.0 bis 10.3, das hat aber keinerlei Priorität.

Sehe ich das richtig, bis 10.3 (10.4.3?) ist zum Booten APM nötig, 10.4.4 und 10.5.x können von APM **und** GUID booten und ab 10.6 führt an GUID kein Weg vorbei?

Dann würde die Lösung darin bestehen ein Notfall-Medium für Intel-Macs mit 10.6 (genauer ab 10.4.4) bis 10.8+ zu erstellen. GUID Schema und alles als HFS+ Journaled und eine FAT32 Partition für die Daten. Ein PPC-Mac könnte ein 10.4.4/x oder ein 10.5.x ebenfalls von dort booten, richtig?

Für alles ältere würde ich dann eine extra Nofall-Platte bauen müssen?

Habe ich jetzt noch irgendwas übersehen oder falsch verstanden/wiedergegeben?
 
Was mir gerade noch einfällt, bei der Festplatte handelt es sich um eine alte 320 GB Notebook-Platte, die auf ihre alten Tage noch einer nützlichen Verwendung zugeführt werden soll. Bei der Schnittstelle gab es doch auch noch eine Einschränkung?! Via USB konnte man doch erst ab, ja ab welcher OS-Version denn booten oder täusche ich mich da?

Okay mit einem FW/USB-Gehäuse wäre ich natürlich auf der sicheren Seite, aber ein USB-only hätte ich gerade rumliegen.
 
Via USB booten geht nur mit Intel-Macs und einigen der allerletzten G5-Macs. PPC-Macs benötigen FireWire.
Alle Systeme können - hat Rastafari jedenfalls mal erklärt - von Platten mit Apple Partition Schema booten, nur verhindern die Systeminstaller bei Intel-Macs, auf eine Platte mit diesem Schema zu installieren. du musst also klonen.
Ab 10.6 fällt lediglich die Möglichkeit weg, die Bootplatte classic-kompatibel zu machen.
 
Einen Mac mit PPC-CPU kannst du nicht über USB booten. Bei den Intel-Mac geht es natürlich, aber besonders erbaulich ist das von der Geschwindigkeit her gesehen nicht. Wenn die HDD universell verwendbar und schnell sein soll würde ich FW800 empfehlen.

MACaerer
 
Okay, das Kriterium für die Schnittstelle der Festplatte wäre dann also die Platform.

Wie ich oben bereits geschrieben habe sollte das Booten von 10.4.4/x und 10.5 aber auch mit GUID funktionieren, das mit dem Klonen (müssen) der aktuelleren OS-Versionen kommt dann also nicht zum tragen. Damit hätte ich dann weitestgehend das beste aus allen Welten. Ab 10.4.4 alle Systeme auf einem GUID-Medium. Alle können direkt darauf via DVD/Netz installiert werden und von allen kann via FW, ab Intel auch via USB, gebootet werden. Ich bräuchte dann allerdings ein FW-Gehäuse, was jetzt aber auch kein Drama darstellt.

Soweit richtig?
 
Niemand braucht mehr als 10 Partitionen!1!!
Im APM sind auch die Partitionstabelle selbst, sowie auch alle unbenutzten Lücken zwischen den Partitionen jeweils ein eigener Eintrag.
Ausserdem brauchen bestimmte Volumeformate und/oder Spezialkonfigurationen (RAID...) zusätzlich zum Systemvolume noch eine versteckte Bootpartition. Dann vielleicht auch noch die OS 9 Treiberpartitionen dazu...
Bei 10 Datenpartitionen kommt man da schnell mal auf fast 40 Einträge, und alle zählen.

Auf jeden Fall würde ich auch PPC-Macs unter 10.4.x bis 10.6.x von der Platte booten wollen.
Ich wiederhole: Soll die HD einen PPC booten können, gibt es zu APM keine andere Option.

Sehe ich das richtig, bis 10.3 (10.4.3?) ist zum Booten APM nötig
Falsch. Für das booten eines PPC ist APM zwingend nötig.
Für Systeme bis 10.4.6 (etwa?) ist APM auch für die nicht bootfähigen Platten notwendig. Ab 10.4.7 bis 10.5.8 können zumindest als sekundäre Platten auch die mit GPT eingerichteten benutzt werden.

Für alle Macs mit intel-CPU gilt die dringende Empfehlung zu GPT, das booten von APM funktioniert aber weiterhin als Alternative.
Alle Apple-eigenen Installationsmedien benutzen zB weiterhin APM, auch bis zum aktuellen 10.8.3 (das auf einem "virtuellen DVD-Medium" vertrieben wird) und das wird auch noch ziemlich lange so bleiben. (Geht alles so herrlich einfach damit...)

10.4.4 und 10.5.x können von APM **und** GUID booten
...und von MBR, aber daran denk nicht mal laut.

und ab 10.6 führt an GUID kein Weg vorbei?
10.6 war das erste, das nicht mehr für die PPCs erschien - damit fielen gleichzeitig alle Kompatibilitätsbrücken zum 'Classic' OS 9 weg. Der APM Support als ganzes aber nicht.
Wie gesagt, auch 10.8.3 kommt noch auf APM Medien daher. Für diese Medien bleibt bis zur APM-/MBR-relevanten 2 TB Grenze noch seeeeeehr viel Luft.
 
> Ich wiederhole: Soll die HD einen PPC booten können, gibt es zu APM keine andere Option.
Okay, habe nochmal recherchiert, da hatte ich wohl den einfachen Zugriff mit der Möglichkeit auch davon zu booten in einen Topf geschmissen.

Dann werden ich jetzt wohl ein GPT-Medium für Intelbasiererte Macs mit HFS+ journaled Partitionen für die 10.6+ Systeme in einem alten USB-Gehäuse erstellen.

Schade, das da nicht mehr geht, aber so ist es dann wohl. Vielen Dank mal wieder an Rastafari für die guten Informationen.
 
> Das hast du aber schon gelesen? (Bzw. die übrigen Hinweise auf genau diese Tatsache)
Ja, hast du den Eindruck, dass ich da was nicht verstanden habe? Mit meinem Plan (#14) bin ich doch auf der sicheren Seite, oder worauf möchtest du anspielen? *ratlos*