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EU nimmt Apple und Microsoft ins Visier, um Big Techs Dominanz zu bremsen

Michael Reimann

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Michael Reimann
Die Dienste von Alphabet Inc., wie Google Search, Apples App Store und Amazon.com Inc.’s Marketplace sind unter den 22 Diensten, die unter den Digital Markets Act der EU fallen.

Unternehmen wie Bytedance Ltd.’s TikTok und Meta Platforms Inc.’s Facebook haben nun sechs Monate Zeit, um sich an die neuen Regeln zu halten oder sie vor dem EU-Gericht herauszufordern.

Unsicherheit bei Microsoft und Apple​


Die Europäische Kommission hat erklärt, dass sie mehr Zeit benötigt, um zu prüfen, ob Dienste von Microsoft und Apple von den neuen Regelungen ausgenommen sein sollten. Microsoft argumentiert beispielsweise, dass Bing im Vergleich zu Google ein zu kleiner Konkurrent sei. Apple hingegen gab an, keine Daten zur Anzahl der iMessage-Nutzer zu haben. Zusätzlich prüft die Kommission, ob Apples iPad-Betriebssystem in die Verordnung aufgenommen werden sollte.

Folgen für Big Tech​


Ab März wird es für bestimmte Plattformen illegal sein, ihre eigenen Dienste gegenüber denen von Konkurrenten zu bevorzugen. Es wird verboten sein, persönliche Daten über verschiedene Dienste hinweg zu kombinieren oder Daten von Drittanbietern zu verwenden, um mit ihnen zu konkurrieren. Apple zeigte sich besorgt über die Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken, die das DMA für seine Nutzer darstellt. TikTok hingegen äußerte seine Enttäuschung darüber, dass vor dieser Entscheidung keine Marktuntersuchung durchgeführt wurde.

Reaktionen aus der Technologiebranche​


Thierry Breton, der Binnenmarktkommissar der EU, betonte die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Macht der großen Technologieunternehmen einzuschränken, um den Verbrauchern mehr Auswahl zu bieten und kleineren Technologieunternehmen neue Möglichkeiten zu eröffnen. Google und Meta gaben an, die Entscheidung vom Mittwoch zu überprüfen. Amazon betonte sein Engagement, den Anforderungen der Kunden im sich wandelnden regulatorischen Umfeld Europas gerecht zu werden.

Kriterien für "Gatekeeper"​


Im Juli gab die Kommission bekannt, dass mehrere Plattformen die EU darüber informiert haben, dass sie die Schwellenwerte erfüllen, um als sogenannte "Gatekeeper" eingestuft zu werden. Dies beinhaltet Umsatzzahlen im Bereich von mindestens 7,5 Milliarden Euro oder eine Marktkapitalisierung von 75 Milliarden Euro und darüber.

Zukünftige rechtliche Auseinandersetzungen erwartet​


Es wird erwartet, dass die Entscheidungen der EU-Beamten vor Gericht angefochten werden, was zu langwierigen Prozessen führen könnte.

Mit diesem Schritt unterstreicht die EU ihren fortgesetzten Fokus auf die Regulierung von Big Tech und deren Einfluss im digitalen Markt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologiegiganten an die neuen Regeln anpassen werden.

Quelle: Bloomberg

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Gute Entscheidung nur müssen sie alle mit gleichem Augenmaß bewerten
 

NorbertM

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Gute Entscheidung nur müssen sie alle mit gleichem Augenmaß bewerten
War es bisher in der EU verboten Smartphones, AppStores, soziale Netzwerke oder Messenger zu entwickeln und gegenüber amerikanischen und chinesischen Konzernen konkurrenzfähig zu bleiben? Wo sind unsere "Player" in den letzten 20 Jahren gewesen?

Nokia und Siemens haben es verbockt, die Solarindustrie und aktuell die Autobauer. Stattdessen verklagen EU-Politiker erfolglos Apple und Co, weil die sich an europäische Steuergesetzte halten und Regulieren in Ökosysteme und Gerätedesigns rein. Derweil spielt die Musik zunehmend im Rest der Welt.
 

MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Aufbau von Marktmacht ist nicht das Problem.
Ausnutzung der Marktmacht ist es.
 

Salud

Golden Noble
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War es bisher in der EU verboten Smartphones, AppStores, soziale Netzwerke oder Messenger zu entwickeln und gegenüber amerikanischen und chinesischen Konzernen konkurrenzfähig zu bleiben? Wo sind unsere "Player" in den letzten 20 Jahren gewesen?

Nokia und Siemens haben es verbockt, die Solarindustrie und aktuell die Autobauer. Stattdessen verklagen EU-Politiker erfolglos Apple und Co, weil die sich an europäische Steuergesetzte halten und Regulieren in Ökosysteme und Gerätedesigns rein. Derweil spielt die Musik zunehmend im Rest der Welt.
Nokia und gerade Siemens wurden von ganz schlauen Managern an die Wand gefahren. Kann mich daran erinnern, als bei Siemens Stimmen laut wurden Kameras zu verbauen, haben die damaligen Manager es wegen 1 Euro mehr an Produktionskosten nicht freigegeben.

Für mein Empfinden hat man damals, unabhängig von der Mobilfunksparte, ob der Westen oder der Osten, bewusst den Standort Europa schwächen wollen. Und das hat man weiterhin gemacht. Wo sind wir mit den tollen Globalisierung hin gekommen? Alle lassen ihren „Müll“ in Asien produzieren, während man hier sagt „Hey, schaue wir grün wir geworden sind.“

Big Tech bremsen ist wichtig und richtig. Sei es Microsoft, Apple, Facebook, Google etc. Nur bin ich da beim Gedanken mit der Hydra, schlägst du der Schlange eine Birne ab, kommen zwei neue Birnen nach.

Letztlich muss jeder für sich allein entscheiden welche Macht er den Anbietern gibt und wie viel Zeit er den jeweiligen Hard und Software-Produkten widmet...
 

Sequoia

Swiss flyer
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Es gibt einen ganz großen Unterschied in der Managementkultur zw. Amerikanern und Europäern. Der ist mit ein Grund für die Überlegenheit in einigen Sektoren.
In den USA wird probiert. Man macht erst mal, fällt 5 mal auf die Schnauze, beim sechsten Mal gelingt es und wird ggf. ein Erfolg.
In Europa ist es eher so, dass man ewig mal plant, alle Eventualitäten auslotet, und dann, wenn alles sicher ist, erst mal was kleines raus bringt und dann schaut.

Das geht solange gut, wie man dominant in einem Bereich ist. Bis die Macher kommen.

Hier, ab ca. Minute 11:40 ist das etwas beispielhaft:
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MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Nokia und gerade Siemens wurden von ganz schlauen Managern an die Wand gefahren. Kann mich daran erinnern, als bei Siemens Stimmen laut wurden Kameras zu verbauen, haben die damaligen Manager es wegen 1 Euro mehr an Produktionskosten nicht freigegeben.
Wann soll das gewesen sein? Mein S65 hatte ne 1,3MP Kamera, das war ... 2004? Das war damals schon State of the Art. Sharp hatte 2004 glaub ne 2.0MP verbaut, aber die fanden in Europa ja praktisch nicht statt. Den nächsten richtigen Boost in Auflösung und Qualität kam dann glaub ich von Sony Ericsson mit dem K800 Und das war ... 2007? Kurz vor dem iPhone glaub. (das dann wieder auf 2MP zurück sprang...)

Aber alles schon recht lang her... Zeiten mögen "leicht schief" in der Erinnerung sein.

Hier bei uns in der Gegend gab es Mitte/Ende der 2000er jedenfalls ständig Gerüchte, dass es bei Siemens Touch Prototypen in den Schubladen gab. Hab jedoch nie einen gesehen. Letztendlich auch egal, viel schlimmer war IMHO dass man die Com aufgab. Speziell das Netzbetreibergeschäft. So ein politisch und strategisch wichtiges Geschäft... aber gut. Arg off topic.
 

FuAn

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Siemens hat die Handysparte 2005 an BenQ verkauft 2 Jahre vor dem ersten iPhone. Die Sparte hatte hohe Verluste gemacht, letztlich sicherlich auch aufgrund eines Preiskampf dem auch andere zum Opfer gefallen sind. Dass Siemens den Smartphone Trend verpasst haette, ist glaube ich etwas zu einfach, denn den gabs 2005 noch nicht. Palm Treo gabs 2005 schon aber iOS oder android war noch nicht da.
Ich waere auch vorsichtig bei einem Abgesang auf die deutschen Autobauer. Der Vorteil den vor allem China bei den E Autos haben, sind nicht unbedingt die "schlechten Autos" oder geringe Innovationskraft der deutschen Hersteller, sondern dass sie vor allem massiv vom Staat subventioniert werden. Ausserdem kaufen sie Batterien und Rohstoffe fuer E-Autos Herstellung von günstigen Kleinwagen ist in Europa einfach wirtschaftlich nicht darstellbar und deshalb stützen sich die Autobauer auf grosse hochpreisige KFZ. Und in dem Segment liefern Mercedes, BMW, Audi, Porsche... imho auch spannende Produkte. Zb die 800/900V Systeme aus der VAG oder von Mercedes.
 

MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Den Part hatte ich sogar noch rausgelöscht, weil es fast zu weit führte... zur damaligen Zeit hatte es doch so gut wie alle europäischen Handy-Hersteller zerlegt, weil sie kaum bis gar nicht gegen die asiatische Konkurrenz bestehen konnten. Nicht mal aufgrund der Technologie oder Qualität, da hatten "wir" in meiner Erinnerung immer noch die Nase vorn. Aber in Sachen Herstellungskosten und Entwicklungsgeschwindigkeit. Mitte/Ende der 2000er hat es doch alle europäischen und nordamerikanischen Hersteller zerlegt. Auch die Motorola-Handysparte die erst bei Google und dann in China bei Lenovo landete.
 

FuAn

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Wobei es bei Siemens schon zu Zeiten anfing zu krieseln als Nokia und Motorola noch die Mobiltelefon charts deutlich anführten... auch noch 2005
 
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jensche

Harberts Renette
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Problematisch ist das die Leute in Brüssel keinen blassen Schimmer haben und dann irgendwelche Entscheidungen machen. Nie im Sinne der Leuten. Sondern wie alle Politiker dort rein aus Lobbyistischen Gründen Irgendwas entscheiden. Schade... aber die Korruption ist dort an der Tagesordnung. Nicht weniger korrupt als Afrika und Südamerika.

Ich waere auch vorsichtig bei einem Abgesang auf die deutschen Autobauer. Der Vorteil den vor allem China bei den E Autos haben, sind nicht unbedingt die "schlechten Autos" oder geringe Innovationskraft der deutschen Hersteller, sondern dass sie vor allem massiv vom Staat subventioniert werden.
China Ist ultrasubventioniert. Vorallem schlimm sind die Riesen Autofriedhöfe, mit neuen E-Autos einzig um die Rangliste mit den meisten E-Autos anzuführen. Schlimm das Ganze..

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MichaNbg

Graue Herbstrenette
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Erstmal? Gar nichts. Jahre über Jahre an Rechtsverfahren.

Sollte man mal ändern. Gilt sofort, bis es vom Gericht widerrufen wird. Ohne aufschiebende Wirkung. Verstoßen die Unternehmen, 2% vom weltweiten Umsatz als Strafe. Umsatz. Nicht Gewinn. Und weltweit. Kein Verschieben möglich.

Müssen Gesetze zurück genommen werden, gibt es Schadensersatz.
(Sorgt vielleicht auch mal für handwerklich bessere Gesetze. So als willkommener Seiteneffekt)